TAG Immobilien DIC Asset DEMIRE – Immoaktien mit Quartalsergebnissen. Kursübertreibung nach unten? Oder kommt das dicke Ende erst noch…

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TAG Immobilien DIC Asset DEMIRE - Quartalszahlen

TAG Immobilien DIC Asset DEMIRE – mit gesunden Geschäftszahlen. Auch wenn TAG Immobilien zuletzt die Dividende gestrichen hat, so sind doch die operativen Ergebnisse der drei – bei TAG und DIC beeinflusst durch grössere Übernahmen und deren Finanzierung, bei DEMIRE droht ein Finanzierungs- Klumpenrisiko.
Wegen steigenden Zinen und Baukosten, schwächelnder Konjunktur und Refinanzierungszweifeln seit Monaten sind die Kurse eigentlich fast aller Immo-Aktien unter extremen Druck geraten. Und hier wurde alles über einen Kamm geschert: Angefangen bei eher auf Wohnen spezialiserten Konzernen, wie Vonovia, Deutsche Wohnen oder TAG Immobilien bis hin zu gewerblich orientierten Aktiengesellschaften, wie einer DIC Asset, Hamborner REIT oder DEMIRE.

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Bloom Energy – Q1-Zahlen, die beim Umsatz überzeugen, aber Verluste höher als erwartet.

Die Erholung der Immobileinaktien zu Anfang des Jahres hat sich mehr oder weniger als Strohfeuer erwiesen, derzeit handeln die Immobilienaktien wieder nahe den Tiefstständen, zumindest aber weit weg von den Höchstständen, die man letztes Jahr noch gesehen hatte: TAG Immoblien bei aktuell 7,57 EUR (10:50 Uhr, 52-Wochen -TIEF: 5,37 EUR, HOCH: 18,24 EUR). Bei DEMIRE liegen die Kurse bei aktuell 1,88 EUR (10:50 Uhr, 52-Wochen -TIEF: 1,82 EUR, HOCH: 4,60 EUR). Und DIC Asset bei 6,78 EUR (10:50 Uhr, 52-Wochen -TIEF: 6,47 EUR, HOCH: 12,63 EUR).

Kaufkurse? Noch zeigen sich die Bilanzen robust trotz Zinsentwicklung. Fragt sich, wie lange und wie stark sich die Zinssituation auf die Bilanzen auswirkt. Und die sinkenden Preise am Immobilienmarkt…

Vielleicht sollte man sich wieder auf die einzelnen Unternehmen konzentrieren und sich mal zu fragen, welche Asuwirkungen die Zinsentwicklung real auf das jeweilige operative Ergebnis haben könnte. Welche Refinanzierungsstruktur vorliegt und wie die Unternehmens-spezifischen Risiken sind. Dazu kommt eine gewisse Etnspannung an der Infaltiosnfront, so das weitere kräftige Zinserhöhungen weniger wahrscheinlich werden.

TAG Immobilien DIC Asset DEMIRE

TAG  Immobilien Aktie kam im Hoch von 22,90 EUR und handelt aktuell bei 7,57 EUR – zwischenzeitlich sah die Aktie Ausverkaufspreise von 5,37 EUR. Tiefer Fall – und jetzt bald wieder auf Erholungskurs? Bei der TAG Immobilien AG (ISIN: DE0008303504) kam im November einiges zusammen: Eigentlich vertrauten die Anleger auf die bisherige Ausschüttunsgpolitik der Gesellschaft – was eine Dividendenrendite von gut 10% ergeben hätte. Und beim „hätte“ liegt das Problem: Völlig überraschend kündigte man an,die Dividende für 2022 ausfallen zu lassen. Nicht weil die Geschäfte, also die Vermietungserlöse, eingebrochen sind , sondern „nur“, weil man bei TAG Immobilien vorsichtiger geworden ist. Die Q1 Zahlen zeigen nun eine gesunde TAG immobilien, die immerhin 143 Mio EUR Zusatzliquidität durch die gesparte Dividende oms feld führen kann.

Objektverkäufe in Deutschland nur leicht unter Buchwert, Verkäufe in Polen und Projektpartnerschaft – Liquiditätslage weiter verbessert. Mieteinnahmen stabil.

TAG Immobilien erzielte im Q1 ein FFO I in Höhe von 42,6 Mio EUR für das erste Quartal 2023 setzt sich zusammen aus 42,9 Mio EUR aus dem deutschen Vermietungsgeschäft und Minus 0,3 Mio EUR aus dem polnischen Vermietungsgeschäft, das sich noch im Aufbau befindet. Zu diesem Ergebnis hat insbesondere ein starkes like-for-like Mietwachstum im deutschen Portfolio von 2,8% p.a. (1,6% p.a. ohne Effekte aus dem Leerstandsabbau) beigetragen. Aufgrund nun höherer Finanzierungskosten in Höhe von 15,3 Mio EUR im Q1 2023 (zahlungswirksames Nettofinanzergebnis, um Einmaleffekte bereinigt) nach 10,0 Mio EUR im Q1 2022, verringerte sich der FFO I trotz eines stabilen bereinigten EBITDA aus dem Vermietungsgeschäft von 59,0 Mio EUR (Q1 2022: 58,9 Mio; Q4 2022: 55,8 Mio) auf 42,6 Mio EUR bzw. 11% im Jahresvergleich.

Verkaufen geht vor Bestandaufbau – der Zinsentwicklung geschuldet.

Das bereinigte Verkaufsergebnis in Polen, eine wesentliche Komponente des FFO II, betrug 8,8 Mio EUR im Q1 2023 nach Minus 1,3 Mio EUR im Q1 2022. Dies ist vor allem auf eine höhere Anzahl von übergebenen Einheiten nach der Erstkonsolidierung der ROBYG S.A. zum 31. März 2022 zurückzuführen (583 übergebene Wohnungen im Q1 2023 gegenüber 61 Wohnungen im Q1 2022).

Die Anzahl der verkauften Wohnungen stieg im Q1 2023 auf 972, das stärkste Quartal seit Anfang 2022, was die starke Nachfrage nach Neubauwohnungen in Polen bestätigt. Insgesamt belief sich der FFO II auf EUR 51,1 Mio., dies entspricht einem Wachstum von 12% gegenüber dem Vorjahr. Und das Konzernergebnis stieg im Q1 2023 auf 33,1 Mio EUR nach 31,2 Mio EUR im Q1 2022. Im ersten Quartal 2023 wurde keine Bewertung des Portfolios durchgeführt. Die nächste Bewertung ist, wie in den Vorjahren, für den 30. Juni 2023 geplant. Die Prognosen für das Gesamtjahr 2023, einschließlich der FFO I- und FFO II-Prognosen, bleiben unverändert.

Verkäufe von Wohnungen in Deutschland

Von Januar bis März 2023 wurden mehrere Verträge über den Verkauf von insgesamt 1.638 Wohnungen beurkundet. Der kumulierte Verkaufspreis beläuft sich auf 163,2 Mio EURund der erwartete Nettoliquiditätszufluss, nach Rückzahlung der mit den Verkäufen verbundenen Finanzschulden, auf 129,3 Mio EUR Die Verkäufe wurden mit einem Buchverlust von insgesamt 4,3 Mio Mio EUR durchgeführt und werden voraussichtlich im zweiten und dritten Quartal 2023 vollzogen. wobei einge Verkäufe noch von Refinanzierungszusagen für den Käufer abhängig sind.

Nach dem Bilanzstichtag wurden im April und Anfang Mai 2023 ein Gewerbeobjekt sowie weitere ca. 200 Wohnungen zu einem Gesamtkaufpreis von 49,4 Mio EUR veräußert. Hieraus wird ein zusätzlicher Nettoliquiditätszufluss von rund 46,1 Mio EUR und ein Buchgewinn von ca. 9,3 Mio EUR erwartet, da ein Teil der Gewerbeimmobilie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurde.

Hensoldt – nach den Rekordkursen holt die Aktie erstmal Luft. Gute Quartalsergebnisse lassen nichts anbrennen, waren aber erwartet.

Claudia Hoyer, COO der TAG, kommentierte die Ergebnisse des ersten Quartals 2023: „Unsere starke operative Performance zu Beginn des Jahres 2023 bestärkt uns darin, unseren fokussierten Ansatz zum Leerstandsabbau und zur nachhaltigen Mietsteigerung in unserem deutschen Portfolio weiter zu verfolgen. In unserem polnischen Geschäft kristallisieren sich durch den Anstieg des Verkaufsvolumens einerseits und das starke Wachstum des Mietniveaus andererseits bedeutende Liquiditätszuflüsse heraus. Trotz des herausfordernden makroökonomischen Umfelds, mit dem wir uns auch zu Beginn des Jahres 2023 konfrontiert sehen, sind wir weiterhin gut aufgestellt, um den Bedürfnissen unserer Mieter gerecht zu werden und attraktive Wohnungen zu angemessenen Preisen anzubieten.

Die Kombination unseres deutschen und polnischen Geschäfts ermöglicht es uns, stabile Cashflows aus unserem deutschen Portfolio zu generieren und gleichzeitig renditestarke neue Wohnungen in Polen zu entwickeln, sowohl zum Verkauf als auch zur Vermietung. Diese Kombination ist ein wesentlicher Faktor für unsere Fähigkeit, das gestiegene Zinsumfeld und die Volatilität im Immobiliensektor erfolgreich zu meistern.“

Auscashen on Polen geht weiter.

Darüber hinaus hat die TAG am 28. April 2023 eine Vereinbarung mit einem internationalen institutionellen Investor als Joint-Venture-Partner unterzeichnet, um ein Verkaufsportfolio in Polen zu entwickeln, Das Joint Venture strebt Investitionen für den Grundstückserwerb in Höhe von 100 Mio USD an. Die TAG geht davon aus, dass sie Projekte in das Joint Venture einbringt, die derzeit von ihren polnischen Gesellschaften gehalten werden und eine Kapazität von mehr als 100.000 m² Wohnfläche haben, sowie zusätzliche Projekte von Dritten erworben werden. Die Beteiligung der TAG und des Joint-Venture-Partners beträgt jeweils 50%.

„Alle im Jahr 2023 fälligen Refinanzierungen gesichert; stabilisiertes LTV-Niveau und starke Finanzierungskennzahlen“

Für das Geschäftsjahr 2023 können alle anstehenden Fälligkeiten aus den vorhandenen liquiden Mitteln und den bestehenden Kreditlinien getilgt werden. Der Verschuldungsgrad Loan to Value (LTV) der TAG liegt zum 31. März 2023 bei 46,4 % und damit leicht unter dem Niveau vom Dezember 2022 von 46,7 %. Gleichzeitig bieten die wichtigsten Financial Covenants nach wie vor einen großen Spielraum. Andere Finanzierungskennzahlen wie der Zinsdeckungsgrad (ICR) oder das Verhältnis Nettofinanzverschuldung/EBITDA bereinigt liegen bei starken 6,7x und 10,9x (4,9x und 13,7x ohne das polnische Verkaufsgeschäft).

Martin Thiel, CFO der TAG: „Wir sind in der Lage, mit einer deutlich stabilisierten und risikoärmeren Kapitalstruktur in das Geschäftsjahr 2023 zu starten. Die weitere Rückzahlung der Brückenfinanzierung für die ROBYG-Akquisition in Höhe von EUR 250 Mio. wird aus den erwarteten Nettoliquiditätszuflüssen aus Immobilienverkäufen in Deutschland und neuen grundbuchlich besicherten Bankkrediten erfolgen, an denen wir derzeit arbeiten. Unser Ziel ist es, den gesamten Betrag im dritten Quartal 2023 zurückzuzahlen. Danach haben wir die TAG für die nächsten Jahre unabhängig von Kapitalmarktfinanzierungen positioniert, was in diesem schwierigen Finanzierungsumfeld ein klarer Vorteil ist.“

FAZIT: Wichtig für „Ruhe“ bei der TAG Immobilien Aktien ist eine für den Kapitalmarkt akzeptable Lösung für die ausstehende Brückenfinanzierung von jetzt noch 310 Mio EUR in 2024. Und diese scheint durch den Dividendenverzicht un ddie gemeldeten Immobilienverkäufe, die bisher erfolgt sind, mehr als realistisch. Gespannt kann man auf die weitere Kursentwicklung sein. Und bei TAG Immobilien hat man sich für noch schwierigere „Finanzierungs“-Zeiten gerüstet – um den Preis einer Dividendenzahlung und Konzentration auf Immobilienverkäufe zu Lasten des eigentlich geplanten  Bestandsaufbaus – insbesodnere in Polen. Scheint eine faire Bezahlung. Ob das mit kühlerem Kopf auch die Märkte so sehen werden?

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TAG Immobilien DIC Asset DEMIRE – Desinvestments, differenzierte Dividendenpolitik und strategische Konzentration auf Logistik lassen Phantasie.

Die vielleicht mit schlechtem „Kurs-Timing“ durchgezogene Mehrheitsübernahme der VIB, die strategisch Sinn zu machen scheint, zwingt gerade  in Zeiten der Zinswende und des generellen Immobilienaktienbashing an den Börsen zu einer Reduzierung der Verschuldungslevels (LTV) . Möglicherweise ein probates Mittel auch der zuletzt enttäuschenden Kursentwicklung der Aktie wieder auf die Beine zu helfen. Zuletzt erläuterte die Vorstandsvorsitzende Somja Wärntges Anfang April, wie DIC Asset mit dne aktuellen Fragestellungen Zinsen, Logistik, Dividende, LTV, Kaufhof und mehr umgeht – „Wir sehen uns als Dividendentitel…“ ist ihre optimistische Botschaft, die klar fundiert erscheint.

Und wie um ihre Worte zu bestätigen – die Quartalszahlen. Starke Ergebnisse angesichts des Umfelds.

Prägend für das erste Quartal war eine gegenüber dem Vorjahr stark gestiegene Vermietungsleistung als Folge des höheren Anteils an Logistikvermietungen. Zugleich konnte ein deutliches Like-for-like-Mietwachstum für die gesamte Immobilienplattform vor allem durch Indexierungen und höheren Anschlussvermietungen erzielt werden. Vor allem aufgrund des aktuell deutlich gedämpften Transaktionsmarktes liegen die Funds from Operations (FFO) (nach Minderheiten, vor Steuern) wie erwartet im ersten Quartal unterhalb des Vorjahres.

Unser Versprechen an unsere Stakeholder ist und bleibt, dass wir zuverlässig Werte schaffen. Die Qualität und die Nachhaltigkeit unserer Office- und Logistik-Immobilien sind entscheidend für unseren Erfolg. Damit sichern wir langfristig Erträge. Dazu erwarten wir eine Normalisierung der Transaktionsaktivitäten ab dem zweiten Halbjahr. Mit der uns eigenen dynamic performance sind wir hervorragend aufgestellt“, kommentiert Sonja Wärntges, die Vorstandsvorsitzende der DIC. Der Fokus liege im aktuellen Jahr zudem auf der Optimierung der Finanzstruktur des Unternehmens und schreite planmäßig voran.

 Wichtige Eckdaten der DIC Asset

Die Vermietungsleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 88% auf 123.400 qm unter anderem u.a. als Folge des höheren Anteils von Logistikvermietungen (z.B. 35.600 qm mit DACHSER Biebesheim). Auch bei Handelsobjekten (z.B. durch die erfolgreiche Nachvermietung von 20.400 qm am ehemaligen Kaufhof-Standort in Leverkusen an Modehaus Aachener) und einem für Dritte gemanagten Hotelobjekt in Hamburg konnten Vermietungserfolge erzielt werden. Dabei habne sich die Bruttomieteinnahmen insbesondere aufgrund der Konsolidierung der VIB sowie des Like-for-like-Wachstums auf 50,4 Mio EUR mehr als verdoppelt (Vorjahr: 25,0 Mio). Like-for-Like konnten die annualisierten Mieteinnahmen des Commercial Portfolios immerhinum 4,7% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Erträge aus Immobilienmanagement aus Asset-, Propertymanagement- und Development-Fees sind auf 10,5 Mio eUR gestiegen (Vorjahr: 8,6 Mio). Im Vorjahreszeitraum wurden zusätzlich Transaktions- und Performance-Fees in Höhe von 16,8 Mio EUR eingenommen.Hierbei lag das FFO (nach Minderheiten, vor Steuern) mit 12,9 Mio EUR klar unter dem Vorjahr (Vorjahr: 26,7 Mio). Der Rückgang erkläre sich neben der aktuell höheren Zinslast (v.a. als Folge der VIB-Übernahme) aus dem nahezu vollständigen Wegfall von Transaktionen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres.

NAV nahezu unverändert -wie üblich weit über Aktienkurs.

Aufgrund der geringeren Erträge aus Immobilienmanagement, des Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen und des höheren Nettozinsaufwands liege der Konzernüberschuss mit 2,2 Mio EUR unter dem Vorjahr (9,5 Mio).Unter Einrechnung des vollen Werts des Geschäftsbereichs Institutional Business ergibt sich zum 31. März 2023 ein Adjusted NAV in Höhe von 22,03 EUR je Aktie (31. Dezember 2022: 21,84 EUR). Der NAV je Aktie lag bei 18,48 EUR (31. Dezember 2022: 18,29 EUR).

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Arbeiten muss man auf Dauer am LTV, der durch die VIB Übernahme kräftig erhöht ist: Der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value, LTV) – ohne Berücksichtigung von Warehousing – sank hauptsächlich aufgrund von Verkäufen nur unwesentlcih zum 31. März 2023 auf 57,3% (31. Dezember 2022: 57,8%). Der Adjusted LTV (unter Einrechnung des vollen Werts des Institutional Business) lag bei 54,1% (31. Dezember 2022: 54,7%). Dabei ist der Stand der liquiden Mittel in Höhe von 498,0 Mio EUR (31. Dezember 2022: 188,4 Mio EUR), vor allem als Folge der Finanzierungsaktivitäten im ersten Quartal 2023, gesund.

 Prognose 2023 unverändert

Die im Rahmen der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2022 abgegebene Prognose der DIC für ihre wesentlichen Ergebniskennzahlen des laufenden Geschäftsjahres bleibt unverändert. Der Fokus der DIC liegt im Jahr 2023 insbesondere auf einer weiteren Portfolio- und Cashflow-Optimierung, so dass insgesamt FFO (nach Minderheiten, vor Steuern) in einer Spanne von 90 bis 97 Mio. Euro erwartet werden.

DIC Asset AG (ISIN: DE000A1X3XX4) ist seit der Übernahme der VIB „in einer anderen Grössenklasse“. Mit einer Brückenfinanzierung mit Laufzeit bis 2024, plant man in einer Kombination aus Kapitalerhöhung und Anleihebegebung diese Brückenfinanzierung abzulösen – ohne Zeitdruck. Störend für eine Kapitalerhöhung ist natürlich der schwache Börsenkurs und auch der relativ hohe Preis der für die VIB Aktien gezahlt werden musste, bevor die Aktie kräftig zurückkam im Rahmen der Immobilienaktienkrise. Positiv hinzu kommt, dass die Finanzierungen des Bestandsportfolios zu über 90% fix sind, heißt mittelfristig nicht von Zinsänderungen betroffen sein werden – hierzu spannende Aussagen der CEO Sonja Wärntges vor einiger Zeit.

DIC Asset und VIB Vermögen. Konzernverbund mit Spezialisierung und Synergien, der umsortiert und umgebaut wird.

Neben dem Besitz von Logistikimmobilien ergänzte die Tätigkeit der VIB Vermögen um ein „logischen Baustein“ ergänzt: Verwaltung von Logistikimmibilien auch für Dritte – von der Konzernmutter an die Logistiktochter übertragen. Nutzt bestehendes Know-How und erweitert die Ertragsbasis: Der Erwerb des Logistikportfolios bzw. der beiden Managementgesellschaften diene der nachhaltigen Stärkung des Wachstums der VIB Vermögen als führende Immobilien-AG für Logistikimmobilien sowie der Erweiterung des Geschäftsmodells der VIB Vermögen AG um das liquiditätsstarke Management von Immobilien für fremde Dritte im Logistikbereich, so die VIB in einer Unternehmensmeldung.

Zuletzt erhöhte für rund 20,31 EUR je VIB Aktie DIC Asset die Beteiligung an der Tochter VIB von bisher 51% deutlich in Richtung 70% – zu einem „verbilligten Einstiegskurs. Ob die DIC Asset weitere Anteilssteigerungen ins Auge gefasst hat, wäre natürlich reine Spekulation. Dass das Immobilienportfolio der DIC Asset zu 37% aus Logistikimmobilien besteht, lässt noch Phantasie für mögliche weitere Transaktionen.
Hensoldt – nach den Rekordkursen holt die Aktie erstmal Luft. Gute Quartalsergebnisse lassen nichts anbrennen, waren aber erwartet.
Die Auslagerung und der letztendliche Komplettverkauf der VIB-Fachmarktzentren im Paket, was voraussichtlich in 2023 VIB Gewinne von über 60 Mio EUR realisieren lässt und gleichzeitig die Verschuldung reduzieren sollte, passt zur Strategie des DIC Assset Konzerns. Genauso ins Bild passte die Veräusserung der Kaufhof-Immobilie in Chemnitz – wohl über Buchwert  – Reduzierung der Verschuldung und Reduzierung der unerwünschten „Kaufhof“-Immobilien Bestände in der DIC Bilanz. Ob der aktuelle Aktienkurs wirklich eine angemessene Bewertung des DIC Asset Konzerns auf Dauer widerspiegelt, sei der Meinung des Einzelnen überlassen. Hinschauen lohnt sich auf jeden Fall.
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TAG Immobilien DIC Asset DEMIRE – Mittlerweile durch Rückkäufe Anleihe von 600 Mio EUR auf knapp 500 Mio EUR reduziert – weitere Rückkäufe erwartet.

Dazu solide Quartalszahlen mit potentiell weiterer Portfoliooptimierung, sprich Immobilienverkäufen. Was natürlich mit Abstrichen beim Immobileinwert einhergeht – bringt DEMIRE nicht-liquiditätswirksam in die roten Zahlen im Q1 – Folge der hohen Bewertungen in den vergangenen Boomzeiten. Nieterträge bleiben annähernd stabil – Indexanpassungen lassen Steigerungen je Quadratmeter zu:

Die Mieterträge steigen insbesondere aufgrund von Mietindexierungen kräftig um 7,4 % auf 20,8 Mio EUR (Q1 2022: 19,3 Mio). Dabei sinkt – wie erläutert – das EBIT im gleichen Zeitraum auf  Minus 14,9 Mio EUR (Q1 2022: 13,1 Mio). Der Rückgang ist überwiegend auf Marktwertanpassungen im Rahmen der Umgliederung von Immobilien als zum Verkauf gehaltene Assets zurückzuführen ( Minus 25,5 Mio EUR).  Die FFO I (nach Steuern, vor Minderheiten) belaufen sich im Berichtszeitraum auf 9,2 Mio EUR gegenüber 10,5 Mio EUR im Vorjahresquartal. Der Rückgang ist primär durch einen höheren Ertragssteueraufwand und Wertminderungen auf Mietforderungen im Rahmen der Insolvenz von Galeria Karstadt Kaufhof bedingt.

DEMIRE Aktie NAV nach Wertanapssungen bei 4,80 EUR – bei Kursen unter 1,90 EUR…

Marktwert des DEMIRE-Portfolios blieb mit rund 1,30 Mrd EUR nahezu stabil und der Net Asset Value (NAV, unverwässert) sank im Berichtszeitraum vor allem aufgrund von Marktwertanpassungen im Zusammenhang mit der erfolgten Umgliederung von Immobilien als Verkaufsimmobilien um 0,19 EUR auf 4,80 EUR je Aktie (Jahresende 2022: EUR 4,99).Ralf Bongers, CIO der DEMIRE, sagt: „Unsere sehr gezielte Marktansprache bei der Veräußerung von Immobilien zahlt sich aus. Zusätzlich zu den Verkäufen in Leipzig und Ulm befinden wir uns aktuell in aussichtsreichen Verkaufsverhandlungen für weitere Objekte.“

Hensoldt – nach den Rekordkursen holt die Aktie erstmal Luft. Gute Quartalsergebnisse lassen nichts anbrennen, waren aber erwartet.
WICHTIG. Absehbare Senkung des Nettoverschuldungsgrades.

„Unserem Ziel, den Nettoverschuldungsgrad unserer Gesellschaft unter 45 Prozent zu senken, sind wir durch die Verkäufe der Objekte in Leipzig und Ulm sowie den Teilrückkauf unserer Anleihe unter par im April ein gutes Stück nähergekommen“, erläutert Tim Brückner, CFO der DEMIRE. Die durchschnittlichen nominalen Fremdkapitalkosten blieben im Berichtszeitraum mit 1,67 Prozent pro Jahr auf einem niedrigen Niveau. Der Nettoverschuldungsgrad (Net-LTV) lag bei 53,9 Prozent und damit leicht unter dem Jahresendwert von 2022 (54,0 Prozent). Unter Berücksichtigung der unterschriebenen Verkäufe liegt der Net-LTV pro-forma bei rund 47 Prozent. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag auf 73,4 Mio EUR.

Prognose für das Jahr 2023 bestätig.

Prof. Dr. Alexander Goepfert, CEO der DEMIRE, sagt: „Die DEMIRE stellt sich aktiv auf das neue Zins- und Marktumfeld und dessen Auswirkungen ein. Die in den letzten Monaten erfolgten Verkäufe, unsere gut gefüllte Verkaufspipeline und die Refinanzierungsaktivitäten stimmen mich optimistisch mit Blick auf die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft. Zugleich entsprechen die Ergebnisse der ersten drei Monate unseren Erwartungen.“

Der Vorstand bestätigt daher die Prognose für das Geschäftsjahr 2023. Insofern werden Mieterträge zwischen 71,0 und 73,0 Mio EUR(2022: 81,1 Mio EUR). Und ein FFO I (nach Steuern, vor Minderheiten) zwischen 30,0 und 32,0 Mio EUR (2022: 41,8 Mio) erwartet.

DEMIRE führte bereits zwei grössere Desinvestments wohl zu noch akzeptablen Konditionen durch. Potentielle Liquidität vorhanden für weitere Anleihenrückkäufe. Und diese wirken aufgrund des aktuellen Anleihekurses durchaus gewinnoptimierend in der DEMIRE-Bilanz.Bis zum 20.04. wurden zuletzt gut 50 Mio EUR nominal zurückgekauft. Was allein einen bilanziellen Gewinn von bis zu 15 Mio EUR gebracht haben sollte. Restanleihevolumen nominal: 499 Mio EUR. Wird immer überschaubarer. Dazu Reduktion des Fälligkeitsklumpenrisikos in 2024. Und nicht nur dem Anleihekurs könnte die Hoffnung auf weitere Rückkäufe helfen.
Chart : DEMIRE Aktie.
DEMIRE Deutsche Mittelsatnds Real Estate AG | Powered by GOYAX.de

 

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