
LAIQON AG befindet sich in einer entscheidenden Phase des Umbaus vom klassischen Asset Manager zur Wealth-Tech-Plattform. Mit dem Abschluss der Luxemburger SICAV-Struktur und dem Start eines neuen, offensiven Aktienfonds treibt das Unternehmen am 1. Oktober 2026 die Integration der MainFirst-Übernahme final voran, während Internationalisierung und Produktausbau parallel laufen.
Wenn auch die Aktie eher langweilig erscheint – in 6 Monaten gerade mal ein Kursplus von nicht mal 2% – tut sich einiges auf der operativen Seite. Seit längerem zeigt LAIQON, das man Übernahmen integrieren kann, das man mit KI ganz neue Produkte und Kapitalmarktansätze liefern kann – und das Innovation und „Neues“ auch das Interesse potentieller Partner wecken können. Gerade im Genossenschaftsbereich, der modernen Entwicklungen eher hinterherzuhinken scheint – so haben sich Neobroker und Directbanken grosse Teile der ehemals sicheren Aktien- und Anleihedepotkunden „rübergeholt“. Und die Volksbank Oberen konnten dme nur hilflos zusehen, weil man zu teuer, zu inflexibel und technologisch nicht up-to-date war. Schwächen erkannt und gegensteuern – könnte für LAIQON einen gehörigen Schub bringen. Über das bisher gesehene hinaus.
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LAIQON und die Aktie. Noch? Langweilig…
Die LAIQON AG mit Sitz in Hamburg agiert als unabhängiger Premium-Wealth-Spezialist (gegründet 1995, börsennotiert seit 2005). Im Zentrum steht die digitale Plattformarchitektur DAP 4.0, über die das gesamte Dienstleistungsspektrum vom Risikomanagement bis zum Reporting abgewickelt wird. Zum Stichtag 31. August 2026 verwaltete die Gruppe 11,60 Mrd. EUR. Und Im Rahmen der Strategie GROWTH 28 plant das Unternehmen einen weiteren Anstieg der AuM auf über 15 Milliarden Euro bis zum Jahr 2028.
Der Aktienkurs tendiert Mitte September 2026 bei dünnen Umsätzen in einer Spanne von 4,50 bis 4,55 EUR. Der Fokus des Marktes liegt klar auf der operativen Kehrtwende: Im ersten Halbjahr 2026 kletterte der LAIQON-Umsatz zwar um 63,4 % auf 23,15 Mio. EUR und das EBITDA schwenkte in den positiven Bereich, unter dem Strich schreibt das Unternehmen jedoch noch rote Zahlen (negatives KGV). Die Bewertung spiegelt damit einen reinen Transformations- und Skalierungsfall wider.
Das neue Flaggschiff? LAIQON SICAV – Global Equities Dynamic.
Mit dem Start zum 1. Oktober 2026 platziert LAIQON seinen bislang risikoreichsten und offensivsten Aktienfonds am Markt (fünfter Teilfonds der SICAV).
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Portfoliomanagement: Geleitet von Jan-Christoph Herbst baut die Strategie auf dem Bottom-up-Prozess des Global-Growth-Equity-Teams auf. Dessen bestehende globale Strategie verwaltete per 31. August 2026 rund 2,7 Mrd. EUR und erzielte seit 2013 ein jährliches Alpha von rund 6 % gegenüber dem MSCI World.
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Konzentration: Das Portfolio bündelt lediglich rund 25 Titel mit hohen aktiven Gewichtungen. Gesucht werden Unternehmen mit einem organischen Wachstumspotenzial von über 25 %. Im Fokus stehen Humanoid-Robotik, KI-Infrastruktur, Enabler-Technologien und kritische Rohstoffe.
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Risikoprofil: Der Fonds richtet sich an renditeorientierte Anleger mit hoher Risikotragfähigkeit. Die Einstufung als Artikel-6-Fonds ist kalkuliert: Sie hält das Anlageuniversum für junge, hochdynamische Wachstumsfirmen offen, die strenge ESG-Kriterien (Artikel 8/9) in ihrer frühen Phase noch nicht erfüllen können.
Konditionen und Vertrieb.
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Anteilklassen: Retail (1,50 % p. a. Management Fee), Institutional (1,00 %) und Clean Share Class (0,75 %). Hinzu kommt eine 15-prozentige Performance Fee (mit High Watermark) relativ zum MSCI World Growth Index.
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Marktzugang: Die Vertriebszulassung gilt ab dem 1. Oktober 2026 für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Italien, Spanien und Belgien. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert die Universal-Investment-Luxembourg S.A., Verwahrstelle ist die DZ PRIVATBANK S.A.
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SICAV-Integration als operativer Hebel – Übernahmen integrieren, Kosten reduzieren.
Parallel zum Fondsstart werden die vier übernommenen MainFirst-Publikumsfonds zum 1. Oktober 2026 auf die LAIQON SICAV verschmolzen. Das Präfix „MainFirst“ weicht dem neuen Markennamen. Für Bestandsanleger ändert sich operativ wenig (Anlageziele und Kosten bleiben weitgehend stabil), intern bündelt LAIQON jedoch die Verwaltungsprozesse und strafft die Markenarchitektur.
Für LAIQON schließt sich damit ein wichtiges Kapitel der im August 2025 angestoßenen MainFirst-Integration. Ob der neue Global Equities Dynamic die erhofften institutionellen und privaten Mittelzuflüsse generiert, hängt maßgeblich davon ab, ob das Management im aktuellen Marktumfeld das versprochene Alpha im High-Conviction-Ansatz liefern kann.
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