B+S Banksysteme AG. Solides „Fintech seit 38 Jahren“ mit Zahlen. Grossprojekte außen vor.

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CEO der B+S Banksysteme auf einer Präsentation in Potsdam - Rüttenauer Research.

B+S Banksysteme AG (ISIN: DE0001262152) – Wilhelm Berger, CEO, wird nicht müde „seine“ B+S ins rechte Licht zu rücken – schwierig in „lauten Zeiten“, in denen Small- und erst recht MicroCaps kaum Aufmerksamkeit am Kapitalmarkt finden können. Schade. Schade für Anleger, die zwar die Sockenfarbe des Tesla-Ceo’s kennen, aber spannende Inevstmentstories, die für die Kapitalmarktkommunikatoren zu klein sind. Die Unsitte mittels Keywordtool die potentielle Reichweite eines Beitrages einzuschätzen. Also rund 480 Suchanfragen monatlich für „B+S Banksysteme Aktie“ – für die nun die Zahlen des „Fintech“’s seit 38 Jahren. Mit viel Phantasie, die sich noch nicht in Umsatz, Gewinn oder Aktienkurs widerspiegelt.

Bereits in seinem Interview mit dem nwm vor einiger  Zeit äusserte der Vorstand und mit 26,4 % grösste Einzelaktionär des Unternehmens, Wilhelm Berger, selbstbewust“ b+S Banksystem ist bereits seit 38 Jahren Fintech“. Betrachtet man das Kerngeschäft der B+S ist dies durchaus nachvollziehbar: Für die oft langjährigen Kunden aus dem Finanzdienstleistungsbereich werden modulare „Banksysteme“ angeboten – white label eingesetzt. Diese Produktpalette wird einem kontinueirlich wachsenden Kundenkreis angeboten. Wobei sowohl der Kundenkreis kontinuierlich wächst, als auch die vom jewieligen Kunden nachgefragten Module im Laufe der Kundenbeziehung „mehr werden“.

Q3 des laufenden Geschäftsjahres 2021/22 „Brot und Buttergeschäft“ – Grossprojekte sind immer noch nciht abrechnunsgfähig

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft konnte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 einen Umsatz von TEUR 2.680 und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 160 verzeichnen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden TEUR 2.551 Umsatzerlöse und TEUR 131 sonstige betriebliche Erträge realisiert. Somit lag die Betriebsleistung mit TEUR 2.840 um TEUR 158 über dem Vorjahresquartal. Bei den Umsätzen des dritten Quartals handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze aus bestehenden Wartungs- und ASP-Verträgen und um diverse Projektabrechnungen.

Für die ersten 9 Monate kann die B+S die Vorjahreszahlen toppen: Es ergibt sich für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2021/22 ein kumuliertes EBIT von TEUR 311 (Geschäftsjahr 2020/21: TEUR 198) und ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 48).

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B+S Banksysteme wird wahrscheinlich ein gutes Jahr abschliessen – und dass ohne die Grossprojekte, deren Abrechnungsfähigkeit sich wieter verzögern könnte – kundenseitige Kapazitätsengpässe

Nach dem Stichtag konnte die B+S Banksysteme AG weitere Neukunden gewinnen und Zusatzaufträge im ASP-Bereich verbuchen. Diese werden sich positiv auf die Stabilität der künftigen Umsatzentwicklung auswirken.

Auf Basis der Zahlen des dritten Quartals, die im Wesentlichen durch Standardgeschäft geprägt sind, ergibt sich bei linearer Hochrechnung für das Gesamtgeschäftsjahr 2021/22 eine Betriebsleistung von 11,7 Mio. Euro und ein EBIT von 0,4 Mio. Euro. In diesen Zahlen sind die bereits kommunizierten Großprojekte, deren Abnahme sich unter anderem durch coronabedingte Personal-engpässe auf Kundenseite nochmals verzögern könnte, nicht enthalten.

ByteWorx – VIELLEICHT KOMMT WAS NEUES DEMNÄCHST MEHR INS RAMPENLICHT

Soweit ist die B+S Banksysteme AG das gewohnt solide langfristige Investment in einen kontinuierlich wachsenden Nischenanbieter mit gesunden Bilanzrelationen. Aber jetzt kommen wir zu einem „Abschnitt“ der Unternehmens präsentation des Vorstands am Samstag, deren Tragweite und möglicher Einfluss auf die weitere Kursentwicklung der B+S Aktie kaum eingeschätzt werden kann. MACHT SIE ABER AUF JEDEN FALL SPANNENDER. Bereits in seinem Interview kurz angerissen. Unsere Frage im interview, am 20.05.2021 im nwm veröffentlcht:

„ByteWorx ist mit 25 % Beteiligung an der TradElite Solutions GmbH beteiligt. Was ist das Besondere an deren Financial Market Entertainment (FME)-Plattform?

Wilhelm Berger: Hier möchte ich aktuell noch nicht zu viel verraten. Wie der Name TradElite aber schon beschreibt, ist es eine konsequente Weiterentwicklung mit allen Ideen aus der ByteWorx-Welt. Der Weg an die Finanzmärkte soll einerseits erleichtert (lite), andererseits durch stetiges Lernen weiterentwickelt (Elite) werden.“

Etwas ausgeholt, um die Potentialeaufzuzeigen

Bei der sino AG (ISIN: DE0005765507) haben wir vor einigen Monaten gesehen, wie eine ursprünglich relativ unbedeutende Beteiligung an einem kleinen Fintech im Erfolgsfalle die ganze Bilanz des „Investors“ in gänzlich neue Dimensionen katapultieren kann. Anders als bei B+S wird nun bei der sino AG häufiger und durchaus über das Kerngeschäft diskutiert, aber unstrittig brachte die sehr früh eingegangene Beteiligung an der Trade Republik Bank GmbH bei einem Teilausstieg eine mögliche Sonderausschüttung in Höhe der Halben Börsenkapitalisierung der sino AG. Und die sino Bilanz zum 31.12.2021 bei sino lässt neben der beriets realisierten „halben Kpaitlaisierung“ die Fantasie hinzukommen, dass nochmal ein ähnliche rBetrag ab 2023 durch die restliche Trade republic Beteiligung erlöst werden könnte.

Und das könnte bei B+S auch passieren. Natürlich sind die Chancen gering, aber vorhanden. Und die gibt es ZUSÄTZLICH zum „Kerngeschäft“

Auch wenn der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenspräsentation konservativ und eher zurückhaltend über die möglichen Chancen des „neuen Geschäfts“ der Programmierung einer “Financial Entertainment Plattform“ für die TradElite Solutions sprach – neben dem Projekt einer Börsenspielentwicklung für den Deutschen Sparkassen Verlag – konnte er im folgenden seine Begeisterung für dieses „Neue“ kaum verbergen.

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Auch wenn während seiner Präsentation „nur ein paar Folien“, die offensichtlich einer Tradeelite-Präsentation entnommen waren, der kurzen Vorstellung der Financial Entertainment Plattform folgten, blieb er relativ vage über die möglichen Zukunftswirkungen „dieser Geschichte“. Er sprach nur „von einer Beteiligung der B+S an der TradElite Solutions“. Auf Nachfrage präzisierte er hier: Aus einer ursprünglichen 25 %-Beteiligungsquote ist nach der letzten Kapitalsierungsrunde des Fintechs eine Beteiligung von 19,6 % verblieben. Die natürlich bei weiteren Kapitalisierungsrunden, die noch notwendig sein werden, damit das neue Konzept „auf die Strasse kommen kann“, weiter verwässert werden sollten. Aber Milchmädchenrechnung: 10% von etwas wesentlich Grösserem können viel  mehr wert sein als 25% von etwas Kleinem.

Nichtsdestotrotz: SPANNEND.

Natürlich ist nicht jede „Idee“ als Fintech dann auch am Markt erfolgreich – aber die TradElite Solutions scheint durchaus Chancen zu haben ihren Markt zu adressieren. Und der geht in Dimensionen, die weit über die B+S Erwartungen für ihr Kerngeschäft hinausgehen. Also für die B+S Tochter byteworx als Entwicklungspartner und Unternehmensbeteiligter der ersten Stunde bei TradElite eine Riesenchance – für zukünftige mögliche Entwicklungsaufträge. Aber auch für die Aktionäre der B+S, die jetzt indirekt vorbörslich an einem hoffnungsvollen „Fintech“ beteiligt sind. Möglicherweise mit Einhornchancen…

Und wenn es nichts wird mit der TradElite? Bleibt ein grundsolides, wachsendes Unternehmen, das als Zahlungsinstitut, Spezialsoftwarehersteller und Dienstleister (SaaS, Licence aaS) aufgrund des Nischencharakters seiner Produkte sich dauerhaft behaupten können sollte. 

EXKURS ZUR TRADELITE Solutions GmbH

Das Unternehmen steht aktuell VOR dem Launch seines Angebots. Bisher findet sich neben der Homepage des Unternehmens – www.tradelite.de – noch relativ wenig Konkretes. Zumindest bescheinigt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Tradelite im Rahmen des INVEST Förderprogramms nachweislich innovativ zu sein:

„Das Unternehmen gehört gemäß Handelsregister einer als innovativ definierten Branche an, ist Inhaber eines Patentes oder hat in den zwei Jahren vor Antragstellung eine öffentliche Förderung für ein Forschungs- oder Innovationsprojekt in Anspruch genommen oder einen Innovationspreis erhalten. Die Innovativität kann auch durch ein gesondertes Kurzgutachten eines benannten unabhängigen Gutachters nachgewiesen werden.“ (www.bmwi.de, „INVEST Zuschuss für Wagniskapital“)

Handelnde Personen sind als Geschäftsführer Tracy Chang und Matthias Kröner, der bei der DAB von den Anfängen an dabei war – am Ende als CEO – und später als Gründer, Aktionär und CEO bis März 2019 bei der Fidor Gruppe seine Expertise im Fintech begründete. Aktuell scheint er an mehreren Fintech-Projekten beteiligt und engagiert zu sein. Etwas irritierend: In seinem Internetauftritt findet sich kein Hinweis auf die Tradelite Solutions GmbH – wohl aber auf zwei andere „Fintechprojekte“.

Letzte Kapitalisierungsrunde wurde im August abgeschlossen – laut Unternehmensangaben

Die Tradelite Solutions GmbH hat eine Kapitalerhöhung von rund 18% des gezeichneten Kapitals gegen Bareinlage erfolgreich umgesetzt – hierbei handelt es sich wohl um die 2 Mio EUR, die beim BMWi als förderbar im Rahmen des INVEST Programms im Februar qualifizeirt worden sind. Die Gesellschaftsanteile sollen im Rahmen einer Privatplatzierung Business Angels angeboten worden sein, die bei der weiteren konzeptionellen und strategischen Entwicklung unterstützen können. Den aus der Fintech-Szene stammenden Gründern war es dabei wichtig, Investoren aus der Welt der Video-Games zu gewinnen. Mit Heiko Hubertz, Gründer von Bigpoint und Whow-Games, wurde Deutschlands erfolgreichster Game-Unternehmer Gesellschafter der Tradelite Solutions GmbH.

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Konzept Tradelite Solutions Produkt

„Tradelite verbindet die Welt der Video Games mit der Welt der Finanzen. Um das zu ermöglichen, hat Tradelite eine eigene Video-Spiel-Entwicklungsplattform entwickelt, die „Financial Entertainment Platform“, kurz: FE Platform. Video Game Entwickler erhalten über die FE Platform umfassende Finanz- und Kapitalmarkt-Daten, historisch und in Echtzeit, um diese Daten dann in unterschiedlichste Videospiel-Formate zu integrieren. Dabei konzentriert sich das Unternehmen gegenwärtig auf Casual Video Games, die sich auf Wissensinhalte, Marktentwicklungen und Transaktionen fokussieren können. Auf diese Weise entstehen vielfältigste Video-Spiele, die das Thema Finanzen und Finanzmärkte in unterhaltsamen Formaten erleben lassen.

Als Videospiel-Entwicklungsplattform sieht sich Tradelite als unterstützendes Angebot zu Plattformen wie Unity, das einfach über APIs angesteuert werden kann. Erste Spiele wurden bereits unter der parallelen Nutzung beider Plattformen entwickelt.

Tradelite unterliegt keiner regulativen Beschränkung und kann international sowie Sektor-übergreifend Kunden gewinnen. Der ersten Kommunikation folgend kommen Anfragen aus allen Teilen der Welt. Erste Kunden befinden sich in den USA ebenso wie in Europa. Die auf der FE Plattform entwickelten Video-Spiele können von Finanzdienstleistern für die Kunden-Gewinnung und -Engagement ebenso eingesetzt werden wie von Medienhäusern zur Steigerung des ARPU (average revenue per user) oder von Game-Publishern zur Erweiterung des Spiele-Angebots.“

Zusammengefasst: Earliest Stage, hochriskant, lukrativer Zielmarkt, erfahrenes Management, Wachstumsperspektiven mit hohem Risiko des Scheiterns, interessanter Ansatz (ACHTUNG: persönliche Einschätzung)

Tracy Chang, CEO und Mitgründerin der Tradelite Solutions kommentierte dazu am 31.08.2021: „Für die erfolgreiche Durchführung unserer Business Angel Runde danke ich unseren Investoren für ihr Vertrauen. Uns, den Gründern von Tradelite Solution, zeigt es, dass nicht nur wir an die machtvolle Verbindung von Video Games und Finanzwelt glauben. Neben dem eigentlichen Kapital war es uns wichtig, durch unsere Business Angels weitere strategische Impulse zu erhalten um den wachsenden Markt von gegenwärtig weltweit 3 Milliarden Video-Gamern für das Thema Finanzen und Börse zu öffnen.“

 

B+S Banksysteme Chartbild
Chart: B+S Banksysteme AG | Powered by GOYAX.de

 

 

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