Rheinmetall Aktie: Neukunden kauften für rund 250 Mio EUR – Automotive, lifetime. Dazu Wasserstoffprojekt. Täglich grüsst das Murmeltier?

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Rheinmetall Aktie steht vor der Ernte.
Rheinmetall Aktie aktuell bei rund 208,50 EUR – aktuelle Auftragseingänge für beide Sparten und das endlich „auf die Strasse gebrachte“ 100 Mrd EUR Sondervermögen des Bundes mit potentiellen Aufträgen auch für Rheinmetall könnten wieder „Schwung“ geben. Auch wenn es heute wieder mal 8,20 EUR „runterging“. in der Aktie, bleibt man dennoch entspannt oberhalb der zumidnest psychologisch wichtigen 200er Marke. Heute meldet Rheinmetall wieder Auftragseingänge – kumuliert über den Lebenszyklus der georderten Abgasrückführungssysteme im Gesamtwert von 250 Mio EUR. Der bereits vierte millionenschwere „Verkauf“ im Juni – und der hat  gerade erst angefangen. Und setzt einen ebenfalls erfolgreichen Orderflow aus dem mai fort.  Wir fragen uns mittlerweile, ob wir „jedes Mal drüber schreiben sollen“. Und die Antwort ist klar: Ja. Die Dynamik, die der Düsseldorfer Konzern derzeit auf der Auftragsseite zeigt und das sowohl bei Automotive als auch bei Defense ist beeindruckend. Deshalb heute wieder ein „Beitrag“ über Rheinmetall.

Auch wenn nach den Quartalszahlen, veröffentlicht am 06.05.2022, erstmal „Kurs-unter“ war, Nach der Gründung des zukunftsträchtigen Gemeinschaftsunternehmens von Rheinmetall, 4iG und HM EI in Ungarn und einem handfesten, klassischen „Defense-Auftrag“ über 281,5 Mio EUR aus Slowenien, bekam Rheinmetall vor Kurzem einen Großauftrag im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich  für ein Joint Venture des Automotive Bereichs und gestern Aufträge für Automotive & Defense – mittlerer dreistelliger Mio EUR Bereich. Dann 20 Mio EUR für 35 mm Munition,ein Joint Venture mit Krauss Maffe Wegmann für Logistikdienstleistungen und heute zweimal „Berichtenswertes“ – einmal grossvolumig, ein anderes Mal zukunftsträchtig:

Globale Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung – Rheinmetall Aktie unterlegt mit „fettem Auftragspolster“ bereits vor Sondervermögen…

Rheinmetall konnte nun eine Reihe von Verträgen mit Erstkunden über Abgasrückführungssysteme schließen, die ab 2025 in Millionen-Stückzahlen gefertigt werden. Der Wert dieser Neubeauftragungen umfasst ein Volumen in Höhe von insgesamt 250 MioEUR (over lifetime). Abgasrückführungssysteme dienen der Verringerung der Stickoxid-Emissionen und der Kraftstoffreduzierung.

Mit einer klaren Ansage Rheinmetalls, dass dieser Auftrag nicht der letzte „aus dieser Ecke“ gewesen sein wird:Rheinmetall unterstreicht mit den jüngsten Vertriebserfolgen das strategische Ziel, seine globale Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung langfristig zu erhalten und auszubauen. Folgeaufträge von weiteren namhaften, global agierenden Herstellern aus dem Mobilitätsbereich werden erwartet, da in den kommenden Jahren mit einer weiteren Verschärfung der individuellen Emissionsgrenzwerte durch die regionalen Gesetzgebungen zu rechnen ist.“ (Unternehemnsmeldung Rheinmetall, 09.06.2022)

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NRW-Minister Pinkwart übergibt Förderbescheid über 4,7 MioEUR für die Entwicklung eines innovativen Wasserstoff-Tanksystems an Rheinmetall

Das Entwicklungsvorhaben eines Konsortiums der Düsseldorfer Rheinmetall AG und dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen wird durch das Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung in Höhe von 4,7 MioEUR unterstützt. Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart übergab einen entsprechenden Förderbescheid für das Projekt H2LORICA am 9. Juni 2022 an die Konsortialpartner.

Entsprechend der Ende 2020 formulierten Wasserstoff-Roadmap der Landesregierung sollen bis zum Jahr 2030 in Nordrhein-Westfalen 11.000 Lkw, 3.800 Busse und 1.000 Abfallsammler mit Brennstoffzellenbetrieb im Einsatz sein. Damit diese Zielsetzungen erreicht werden können, müssen entsprechend effiziente, sichere und kostengünstige Wasserstoff-Tanksysteme für die Mobilitätsanwendungen zur Verfügung stehen.

Drei Jahre forschen – Zukunft für die Rheinmetall Aktie

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben zielt auf die Entwicklung eines innovativen Wasserstoff-Drucktanksystems als Typ IV Drucktank (700 bar). Konkrete Entwicklungsziele sind hierbei vor allem die Erhöhung der Wasserstoff-Speicher-menge, eine höhere Zyklenbeständigkeit und eine längere Lebensdauer. Minister Pinkwart: „Wasserstoff bietet riesige Chancen für Nordrhein-Westfalen. Mit der Wasserstoff Roadmap haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt und zeigen, wie der Hochlauf einer zukunftsweisenden Wasserstoffwirtschaft gelingen kann. Vor allem im Schwerlastverkehr sind wasserstoffbasierte Antriebe eine klimafreundliche Alternative. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit Hilfe des Förderprogramms progres.nrw-Innovation die Entwicklung der dafür benötigten Wasserstoff-Tanksysteme unterstützen können. Das ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Tankinfrastruktur in unserem Land.“

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Klimaneutralität zu erreichen, bedeutet für uns Chance, Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Wir von Rheinmetall wollen die Nutzbarmachung der Wasserstofftechnologie entscheidend mitprägen – mit unserer Erfahrung und mit vollem Engagement. Wir sind dankbar, für unsere technologische Ambition die inhaltliche und finanzielle Unterstützung der Landesregierung zu haben und wollen unseren Beitrag dazu leisten, NRW zu einem bedeutenden Player in der H2-Technologie zu machen.“

Rheinmetall Aktie hat noch mehr zu bieten: Prognose für 2022 inclusive Wachstum

Mit Stand 06.05.2022: erwartet der Rheinmetall-Konzern für das laufende Geschäftsjahr 2022 ein „Umsatzwachstum“ und rechnet bei einer höheren operativen Marge mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. So sollder Jahresumsatz im Rheinmetall-Konzern im Geschäftsjahr 2022 – gemessen am Vorjahresumsatz – organisch um 15% bis 20% steigen (Umsatz Vorjahr: 5,65 Mrd. EUR). In dieser Wachstumsprognose wird unterstellt, dass sich die Planungen der Bundesregierung hinsichtlich möglicher Beschaffungen aus dem Verteidigungshaushalt für 2022 sowie aus dem zu schaffenden Sondervermögen Bundeswehr wie angekündigt realisieren.

Ausgehend von dieser aktuellen Umsatzprognose rechnet Rheinmetall für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2022 – unter Einrechnung der Holdingkosten – mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer operativen Ergebnisrendite von über 11% (Rendite Vorjahr: 10,5%).

Im Automotivebereich setzt man auf Wasserstoff und „alternative Antriebe“ – nicht nur Defense macht die Rheinmetall Aktie aus

CEO Armin Papperger vor einiger Zeit: „Mit unseren zivilen Aktivitäten leisten wir wichtige Beiträge für den technologischen Wandel im Mobilitätssektor. Mit weiter wachsenden Umsatzanteilen im Bereich der alternativen Antriebe sind wir auf einem erfolgversprechenden Weg, die Transformation der Industrie voranzubringen und neue Wachstumspotenziale für uns zu heben. Verantwortung ist auch hier unser Thema – für den Wandel zu klimaschonender Mobilität und hin zu neuen Formen der Energieversorgung, z.B. mit Hilfe der Wasserstofftechnologie.“

Segmente – teilweise Auftragsbestände für viele Jahre.

Die beiden Segmente aus dem „Automotive“-Bereich – „Division Sensors and Actuators“ (Komponenten und Regelsystemen zur Emissionsreduzierung und zum Thermomanagement) und „Division Materials and Trade“ (Gleitlager und Strukturbauteile) zeigten gegneläufige Entwicklungen. Sensors mit zurückgehenden Umsätzen im Q1 erreichte 347 Mio EUR (Vorjahr: 372 Mio). Der Rückgang resultiere im Wesentlichen aus geringeren Kundenabrufen aufgrund des globalen Marktrückgangs im Bereich Light Vehicles. Hingegen erhöhte sich das Booked Business für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2022 um 366 Mio EUR auf ein Volumen von 1.022 MioE UR (Vorjahr: 656 MioEUR). Davon entfielen jeweils 15% auf Geschäfte im Bereich E-Mobilität sowie bei Trucks. Operative Ergebnis:
26 Mio EUR (Vorjahr: 28 Mio). Marge: 7,5%  auf Vorjahresniveau.

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Materials hat den Umsatz auf 190 Mio EUR plus 19%. Die Division erreichte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2022 ein Booked Business von 210 Mio EUR plus 21%. Über 50% des gebuchten Geschäfts entfallen auf Projekte im Bereich der E-Mobilität bzw. auf das Truck- oder das Industriegeschäft. Operative Ergebnis: 14 Mio EUR (Vorjahr: 16 Mio).  Die operative Marge verringerte sich leicht auf 8,4% (Vorjahr: 8,7%).

Segmente Defense – teilweise Auftragssprünge. Vehicle Systems

Der Umsatz der Division Vehicle Systems, die im Bereich der militärischen Rad- und Kettenfahrzeuge tätig ist, lag im ersten Quartal 2022 mit 400 Mio EUR um 9 Mio EUR oder 2,2% unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang ist gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 220 Mio EUR auf 398 Mio EUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Beauftragung zur Lieferung von Boxer-Fahrzeugen im britischen Projekt Mechanized Infantry Vehicle (MIV). Der Auftragsbestand stieg ebenfalls deutlich von 9,2 MrdEUR (31. März 2021) auf 10,5 Mrd EUR zum 31. März 2022. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,3 Mrd EUR oder 14,2%. Hohe Auftragsbestände auf langjährige Programme verteilt. Und hier könnte für die nächsten Jahre insbesodnere aus dem 100 Mrd sondervermögen noch einiges „dazukommen“. Umsatzrelevant wahrscheinlich erst in 2023 aufgrund der genannten langen Vorlaufzeiten bei solchen Aufträgen.

Das operative Ergebnis verbesserte sich in den ersten drei Monaten 2022 trotz des leichten Umsatzrückgangs von 25 Mio EUR auf 29 Mio EUR. Diese positive Entwicklung ist auf einen besseren Produktmix und ein striktes Kostenmanagement zurückzuführen. Die operative Marge übertraf mit 7,2% den Vorjahreswert von 6,2%.

Weapon and Ammunition: Neuer Rekordwert beim Auftragseingang

Die Division Weapon and Ammunition erzielte mit ihren Aktivitäten bei Waffensystemen und Munition im ersten Quartal 2022 einen Umsatz von 258 Mio EUR und lag damit um 37 Mio EUR oder 17% über dem Vorjahreswert. Der hohe Umsatzanstieg resultierte im Wesentlichen aus Lieferungen von Munition und Treibladungen an einen internationalen Kunden. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal 2022 auf einen Rekordwert von 1.145 Mio EUR (Vorjahr: 228 Mio EUR). Hierzu trug insbesondere ein großvolumiger Munitionsauftrag aus Ungarn bei. Der Auftragsbestand erhöhte sich damit zum 31. März 2022 um 1,0 Mrd EUR oder 37,4% auf 3,8 Mrd EUR (Vorjahr: 2,8 MrdEUR).

Das operative Ergebnis ist um 14 Mio EUR auf 32 Mio EUR gestiegen (Vorjahr: 18 MioEUR). Diese positive Entwicklung ist sowohl auf den Umsatzanstieg als auch auf ein höheres Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Somit konnte eine deutliche Stärkung der operativen Marge auf 12,3% (Vorjahr: 8,2%) erzielt werden.

Electronic Solutions: Auftragsbestand klettert auf 2,6 Mrd EUR. Zukunft mit Anlaufkosten. Rheinmetall Aktie sieht Zukunft.

Die Division Electronic Solutions, die Lösungen im Bereich der Verteidigungselektronik entwickelt und produziert, blieb mit einem Umsatz von
168 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 167 Mio EUR). Der Auftragseingang stieg dagegen deutlich um 105 Mio EUR oder 48% auf 323 Mio EUR. Wesentliche Auftragseingänge bezogen sich im ersten Quartal 2022 auf Gefechtshelme für die Bundeswehr und auf ein Flugabwehrprojekt für einen internationalen Kunden. Der Auftragsbestand lag am 31. März 2022 bei 2,6 Mrd EUR (Vorjahr: 2,3 Mrd EUR). Operative Ergebnis 4 Mio EUR(Vorjahr: 11 Mio) Grund: Übernahme der Aktivitäten des Drohnenherstellers EMT sowie auf höhere Kosten für den weiteren Aufbau von Know-how im Bereich Cyber Security. Die operative Marge verringerte sich daher auf 2,2% (Vorjahr: 6,4%).

Rheinmetall Aktie Chart.
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