Renk Aktie holt auf. Starkes 2023’er Ergebnis bringt aktuell plus 12,48%. Heute Allzeithoch, das x-te.

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Renk – Newcomer unter den drei deutschen Defensewerten, zumindest an der Börse. Eigentlich hat Renk schon eine bewegte Börsengeschichte hinter sich: Im Rahmen der MAN-Übernahme zu einer ungewünschten Volkswagen-Beteiligung gworden, Mehrheit an Triton verkauft, Delisting der „alten Renk Aktie“am 1.2.20221,

Squeeze-Out der Altaktionäre, erst 2022 durch ein Spruchverfahren abgeschlossen. Und dann am 7.1.2024 wieder am Parkett – Erstkurs 17,50 EUR, 30% der Aktien zuvor bei Institutionellen zu 15,00 EUR platziert. Und der Siegeszug der Aktie in den ersten Tagen an der Börse schien sich zu einer Seitwärtsbewegung zu entwickeln. Bevor dann im Umfeld der sehr gut aufgenommenen HENSOLDT-Zahlen in der letzten Woche die Aktie wieder ansprang. Neue Hochs erreichte, die 30,00 EUR Marke deutlich überwand. Und heute liefert Renk die Zahlen für 2023 – eigentlich „nur“ erwartet gut, aber in der derzeitigen Euphoriephase für Defense-Werte ein Grund für einen weiteren Kurssprung:

Renk Group – Umsatz 9%-plus, Rekordauftragseingang, EBIT-Steigerung moderat.

In 2023 stieg der Umsatz der Renk Group im Vergleich zum Vorjahr um 9,0% auf 926 Mio EUR (2022: 849 Mio EUR). Über alle Unternehmensbereiche und Regionen hinweg lag der Auftragseingang im Jahr 2023 bei einem Allzeithoch von knapp 1,3 Mrd EUR (2022: 987 Mio EUR). Der Gesamtauftragsbestand erreichte ein Rekordniveau von 4,6 Mrd EUR. Das EBIT der RENK Group AG stieg dabei unterproportional auf 150 Mio EUR (2022: 144 Mio EUR). Auf dieser Grundlage soll der am 26. Juni 2024 stattfindenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 0,30 EUR je Aktie auszuzahlen.

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„Der starke Auftragseingang und das Umsatzwachstum unserer Segmente im vergangenen Geschäftsjahr spiegeln die hohe Nachfrage nach unseren Produkten und technologischen Lösungen wider“, erklärte Susanne Wiegand, CEO der RENK Group AG. „Der weltweit hohe Bedarf an einer Rückkehr zur Vollausstattung der Streitkräfte gibt uns Rückenwind und wird auch künftig ein Treiber unseres Wachstums bleiben.“

2024 soll eingeschlagener Wachstumskurs fortgesetzt werden – Renk erkennt dabei Frage der Margensteigerung – Ziel 20%.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die RENK Group AG von weiterem Wachstum aus und bestätigt ihre Finanzprognose. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz in Höhe von 1,0 – 1,1 Mrd EUR und eine bereinigte EBIT-Marge von 16 – 18%. Die mittelfristigen Ziele (~ 10% organisches Umsatzwachstum bei 19 – 20% Marge) bleiben ebenfalls unverändert. „Wir haben in einem herausfordernden Jahr 2023 unsere Ziele erreicht und sehen uns auch in 2024 auf einem gutem Weg, unser profitables Wachstum fortzusetzen“, so Christian Schulz, CFO der RENK Group AG.

Im ersten Quartal sollen weitere Maßnahmen ergriffen worden sein, um Marktpotenziale zu heben, die sich insbesondere im Verteidigungssektor im laufenden Geschäftsjahr ergeben sollen. Mit dem erfolgreichen Börsengang der RENK Group AG am 7. Februar 2024 wurde die Grundlage für weiteres internationales Wachstum gelegt. Nach erfolgreich abgeschlossener Refinanzierung hat die Ratingagentur Moody‘s das Rating der RENK GmbH am 23. Februar 2024 auf Ba3 (von B1) sowie den Ausblick auf „positiv“ (von „stabil“) angehoben. Das Unternehmen ist somit sowohl auf der Eigen- als auch der Fremdkapitalseite weiterhin solide aufgestellt. „In den vergangenen Monaten haben wir Voraussetzungen geschaffen, die unser weiteres Wachstum nachhaltig stärken. Darüber hinaus werden wir in den nächsten Monaten mit innovativen Produkten und Lösungen unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen“, so Susanne Wiegand.

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Starke Prognose liess seit letzter Woche HENSOLDT Aktie auf den Rheinmetall-Kursrekordverlauf einschwenken. Renk springt im Sog der beiden Schwergewichte auch auf neue Rekordstände.

Hensoldt erwartet ein Umsatzwachstum auf rund 2 Mrd EUR in 2024 mit einem Fokus auf steigenden Anteil des Eigenumsatzes zu Lasten des weiterberechneten Umsatzes (Umsatz 2023: 1,87 Mrd EUR, davon 1,66 Mrd EUR Eigenumsatz und 191 Mio EUR „Durchlaufumsatz“). Dazu ein stark steigendes bereinigtes EBITDA, bedingt durch die absolute Umsatzsteigerung und Steigerung des hochmargigen Eigenumsatzanteils mit einer Eigenumsatz-EBITDA-Marge um die 20%. Dazu sollen die Auftragseingänge weiter steigen. Die Book-to-bill-Ratio soll dabei zwischen 1,1 und 1,2 liegen.

Und in die Aufbruchstimmung ausgelöst durch HENSOLDT kam Rheinmetall mit einem sensationellen Auftragseingang – 2,7 Mrd von der Bundeswehr für „Schwere Waffenträger“. Steigert die aufkommende Euphorie um die Defense-Aktien. Könnte einem schwindlig werden bei den immer neuen Rekordständen der drei deutschen Verteidigungsaktien. Irgendwann sollte es ein Abbremsen beim Rekordlauf geben, oder? Derzeit irgendwie nicht erkennbar – das Momentum ist beeindruckend. Relative Stärke wow. Und operativ läuft’s bei den drei Aktien rund. Aber die Bewertungskennziffern steigen und steigen – je höher, desto eher sollte man auf Rückschläge gefasst sein.

Und neue Munition für die weitere Kursentwicklung liegt schon bereit: Weitere Aufschläge wird die HENSOLDT-Prognose Ende des ersten Quartals erfahren, wenn die Übernahme der ESG-Gruppe erwartungsgemäss abgeschlossen sein sollte. Nach Übernahme soll voraussichtlich ab dem zweiten Quartal in die Prognose aufgenommen werden. In 2023 erzielte die ESG-Gruppe voraussichtlich 330 Mio EUR Umsatz – ergäbe ohne Wachstum für 2024 einen Umsatz „gut über 2,3 Mrd EUR. Phantasie genug!

Auch die Renk Aktie beginnt aufzuholen. Bewertungsabstand zu den grossen Zwei – HENSOLDT, Rheinmetall – nimmt ab.

Volle Auftragsbücher auf Jahre für Renk, HENSOLDTund Rheinmetall. Begleitet von kräftigem Kapazitätsausbau. Gründe die Aktien näher anzusehen, den – so erwartet und erhofft nicht nur der Kapitalmarkt – steigenden Gewinnen und Umsatzsteigerungen gehen kräftige Kursgewinne voraus. Überhitzung? Übertreibung, die nach einer Korrektur schreit? Bisher eher abgesagt.

Analysten sind eher sprachlos angesichts der Kurssteigerungen, laufen durch Kurszielerhöhungen den Kursen hinterher – bei allen drei Aktien.

Bei Rheinmetall sieht es derzeit bei den Analysten eher nachdenklich aus – auf dem aktuellen Kursniveau nennen die 13 covernden Analysten ein durchschnittliches Kursziel von „nur“ noch 490,70 EUR – hiervon 5 BUY, 4 ACCUMULATE und 4 mit HOLD. Die meisten Kursziele wurden überlaufen – und auch die vor Kurzem angepassten Ziele. Entweder man erhöht weiter die Kursziele oder streicht die BUY-Empfehlungen. Könnte aus Analysten-Ecke demnächst Störgeräusche geben.

Hensoldt steht nach Meinung der Analysten mit einem mittleren Kursziel von 32,52 EUR vor fallenden Kursen, noch nicht angepasst an die heutige Unternehmensmeldung  – insgesamt 6 covernde Analysten sind eher vorsichtig mit 2 BUY’s, 3 HOLD und sogar einem SELL. Bei Renk Group finden sich mittlerweile auch 5  Analystenmeinungen: Zweimal BUY, 3 mal HOLD – mittleres Kursziel: 28,70 EUR.

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Renk Hensoldt Rheinmetall – operativ stimmt’s bei allen. Momentum beeindruckt weiter.

Drei Wachstumsstories. Und hohe Bewertungen werden durch kräftiges, relativ sicheres Wachstum in den nächsten Jahren gefestigt – vergleiche nwm „Renk HENSOLDT Rheinmetall: Defensewerte im Vergleich…“. Ob bei Rheinmetall ein Kurslauf wie in den letzten Wochen nicht durch eine gesunde Korrektur unterbrochen  wird? Wäre zumindest keine grosse Überraschung. Und vielleicht sogar förderlich für die mitttel- und langfristige Kursentwicklung. Ob Renk zu Recht beim KGV gegenüber den Peers  zurückliegt? Oder hier noch ein gewisses Aufholpotential zu sehen ist? Dass muss jeder für sich selber entscheiden. Auf jeden Fall, die Newslage ist derzeit gut. Und die Front der Shortseller scheint noch keine Spekulation auf einen Rückschlag der Defensewerte zu wagen.

 

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