Prime Standard | Holidaycheck AG geht auf Nummer sicher – Kapitalerhöhung bringt 47 Mio EUR

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Die Holidaycheck Group AG (ISIN: DE0005495329) hat zuerst durch die Thomas Cook Pleite einiges an Umsatz, Einnahmen und Wachstumspotential verloren und dann der Supergau. Durch  Corona ist das Geschäft quasi zum Erliegen gebracht worden.

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 und die damit einhergehenden, umfassenden Reisebeschränkungen vieler Länder sowie die nun wieder fast weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, haben die Nachfrage nach Urlaubsreisen in den vergangenen Monaten – nach einem kleinen Sommmerhoch – fast vollständig zum Erliegen gebracht. Dadurch mussten zahlreiche im Jahr 2019 und im ersten Quartal 2020 gebuchte und für das Jahr 2020 geplante Reisen, wieder storniert werden. In 2021 ist noch keine Entspannung/Erholung erkennbar…

Kapitalerhöhung zu 1,65 EUR je Aktie zeigt Vertrauen der Aktionäre und ermöglicht „Durchhalten“ bis es „weitergeht“

Weil die Perspektiven stimmen, zogen annähernd alle Aktionäre mit bei der Ende letzten Jahres angekündigten Kapitalerhöhung. Im Vorfeld hatte der Hauptaktonär Burda seine Teilnahme in Höhe von mindestens 20 mio EUR zu einem Aktienpreis von maximal 1,65 EUR zugesagt. Und HolidayCheck plante darauf vertrauend die maximal mögliche  Ausgabe von bis zu 29.156.814 neuen Aktien. Dies entspricht 50 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft.

Dazu erklärte Burda dann noch am 20.01. nicht nur die „mindestens 20 Mio EUR“ zu investieren, sondern seine gesamten Bezugsrechte auszuüben, was eine Investition von 31,65 Mio EUR bedeutete. Damit war eigentlich schon der Erfolg der Bezugsrechtsausübungsphase garantiert.

Brachte netto 47 Mio EUR

Sämtliche angebotenen Aktien konnten platziert werden. 99,44 Prozent der Bezugsrechte ausgeübt! Dies schließt den Bezug der Hauptaktionärin der Gesellschaft Burda Digital SE ein, die ihre Bezugsrechte vollumfänglich ausgeübt hat. Entsprechend wurden 28.747.815 neue Aktien zu einem Bezugspreis von EUR 1,65 bezogen. Insgesamt konnten alle 29.156.814 neue Aktien  platziert und ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund EUR 48 Millionen erzielt werden.

Der Nettozufluss aus der Kapitalerhöhung in Höhe von rund EUR 47 Millionen soll der Rückführung eines kurzfristigen Geldmarktdarlehens dienen. Ferner soll der Zufluss für weitere allgemeine Betriebskapitalzwecke eingesetzt werden, unter anderem um damit den gegenwärtigen Bedarf zu decken.

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Mit einem Stück mehr Sicherheit Dr. Marc Al-Hames, CEO der HolidayCheck Group AG:
„Wir danken allen Aktionärinnen und Aktionären, die an der Kapitalerhöhung teilgenommen haben für ihr Vertrauen in die HolidayCheck Group. Wir werden unser Bestes geben, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Mit den zusätzlichen Mitteln aus der Kapitalerhöhung sehen wir uns sehr solide finanziert.
Wir sind der festen Überzeugung, dass die Reiselust ungebrochen ist und mit Abflauen der Coronakrise zügig zurückkehren wird. Die Deutschen, Österreicher und Schweizer haben sich ihren Erholungsurlaub nach so einer langen Durststrecke und all den Entbehrungen der letzten Monate mehr als redlich verdient. Wir bei HolidayCheck werden alles daran setzen, um ihnen diesen perfekten Urlaub zu ermöglichen. Der mitteleuropäische Reisevertrieb, allen voran der Online-Reisevertrieb, verfügt daher mittel- bis langfristig über enormes Wachstumspotenzial. Wir sehen die HolidayCheck Group bestens positioniert, um von dieser Entwicklung überproportional profitieren zu können.“

Neben schmerzhaften Einschnitten, Beteiligungsverkäufen sichert man jetzt das Unternehmen weiter ab.

Unstrittig ist das Konzept, die Software und der Markenauftritt der Holidaycheck ein sehr wahrscheinlicher Erfolgsgarant in einer immer mehr freizeitorientierten, reiseorientierten Gesellschaft. Noch mehr durch den Corona-Trend zur Onlineberatung gefördert. Und die Schliessung der reisebüros wird noch einige Zeit Holidaycheck „einen Vorsprung“ geben bei den reiselustigen Urlaubsplanern.

Auch wenn Corona Gewohnheiten teilweise dauerhaft ändern sollte: Steigerung der Affinität zu Onlinekäufen, Homeoffice, Ersatz von Geschäftsreisen durch Online-Lösungen. Sollte dennoch der Trend zu Reisen -auch wenn mehr unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten – ungebrochen sein. Und ein riesiger Nachholbedarf baut sich derzeit weltweit auf. Und das gerade auch im zahlungskräftigen Deutschen Markt, den man aus Hamburg adressiert.

Wichtig: Überleben sichern, um nach Corona wieder durchstarten zu können

Und man machte bereits im Vorfeld seine Hausaufgaben: Der Marketingaufwand des dritten Quartals 2020 reduzierte sich auf 0,7 Millionen Euro nach 17,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Mit 90 Stellen weniger reduzierte sich der Personalaufwand in den ersten neun Monaten 2020 auf 22,5 Millionen Euro nach 26,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch wenn hierfür erstmal einmalige Kosten verbucht werden mussten – also mittelfristig ist hier noch einiges an Einsparungen bereits „garantiert“. Mit Kurzarbeitergeld konnte ebenfalls die Situation etwas entspannt werden.

Man verkaufte zwei Stück Zukunft – Hauptsache  Corona überstehen

Die HolidayCheck Group AG veräußerte die niederländische Tochtergesellschaft MeteoVista B.V., Betreiberin von Wetterportalen im Raum Benelux, an die niederländische Infoplaza B.V. Die Übertragung der Anteile ist für Mitte August geplant.Mit rund 30 Mitarbeitern erzielte WeerOnline 2019 einen Umsatz von rund 4,9 Millionen Euro.

Bereits Anfang Juli veräußerte die HolidayCheck Group AG die niederländische Schwestergesellschaft Zoover B.V., Betreiberin von Hotelbewertungsportalen an Vakanties.nl B.V. Damit fokussiert sich die HolidayCheck Group vollständig auf den Kernbereich Reise im Raum DACH. Der Netto-Mittelzufluss aus den beiden genannten Veräußerungen beläuft sich in Summe auf rund 14 Millionen Euro und dient der Stärkung der Kapitalbasis.

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Tiefrot

Wenig überrascht der erheblichen Umsatz- und Ergebnisrückgang der HolidayCheck Group AG in den ersten neun Monaten 2020. Nach Aufhebung der Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder Mitte Juni 2020 konnte im 3. Quartal 2020 vorübergehend eine spürbare Erholung der Nachfrage, insbesondere nach Hotels (mit eigener Anreise), aber auch nach Pauschalreisen, festgestellt werden. Gleichwohl blieb die Nachfrage, insbesondere nach Pauschalreisen, deutlich unter Vorkrisenniveau..

Im genannten Umfeld erzielte die HolidayCheck Group einen Umsatz in den ersten neun Monaten 2020 in Höhe von 11,2 Millionen Euro nach 103,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Umsatz der ersten neun Monate 2020 betrug 26,4 Millionen Euro.
Der Umsatz des dritten Quartals 2020 belief sich auf 13,0 Millionen Euro nach 34,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Mit einem BITDA  in den ersten neun Monaten 2020 von -33,0 Millionen Euro nach 4,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum sieht man das ganze Dilemma. Und so überrascht auch ein EBIT von -38,8 Millionen Euro nach -1,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum nicht. Positiv ist, dass im Q3 „nur“ ein EBIT von Minus 2,7 Mio. EUR erzielt werden konnte. Weniger Verlust könnte die entscheidende Zeit bringen, um zu überleben.

Frage: Reicht Liquidität bis zur „Normalisierung“ und wann ist die?

Alles TIEFROT, nicht anders zu erwarten, wenn das Geschäft quasi geschlossen wurde und niemand weiss, wann es weitergeht und ab wann wieder Urlaube sinnvoll geplant und gebucht werden können. Kostenreduzierungen durch Kurzarbeit, Streichen von geplanten Investitionen und jetzt der Abbau von 90 Arbeitsplätzen sind wohl die einzigen Möglichkeiten, die Liquiditätsreserven zu schonen und das Überleben zu sichern. Hier ist bestimmt die Dauer dieser Ausnahmezeit ein entscheidender Fakt, wie Holidaycheck am Ende der „heissen“ Corona-Phase dastehen wird. Auch die Verkäufe halfen die Liquidität „etwas“ zu sichern.

Herbst 2021 – bis dahin heisst es überleben

Nach Aufhebung der Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder Mitte Juni 2020 konnte eine deutliche Erholung der Nachfrage nach Hotels (mit eigener Anreise) und Pauschalreisen festgestellt werden. Gleichwohl blieb die Nachfrage, insbesondere nach Pauschalreisen, deutlich unter Vorkrisenniveau. Und nun der zweite Lock-down mit wiederum unberechenbaren Auswirkungen auf das Reiseverhalten. Vielleicht wird im Herbst nächsten Jahres (!) das „Schlimmste“ bei Corona vorbei sein, hieß es am Wochenende von der Kanzlerin.

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Einzig positiv: Die gerade stattfindende „Marktbereinigung“ wird den Übelebenden zu Gute kommen. Ob HolydayCheck dazu gehören wird? Sieht bisher so aus, hängt aber wohl im wesentlcihen von der möglichst schnellen Impfung möglichst grosser bevölkerungsschichten  – erst dann könnte wieder eine wesentliche Hemmung für Reisebuchungen „entfallen“. Also warten bis Mitte des Jahres sehr wahrscheinlich nötig, Reiseplanungen könnten jedoch mit dieser Perspektive durchaus in einiegn Wochen bereits wieder beginnen. Reisesehnsucht besteht, genug Zeit in Lockdown-Zeiten ebenfallls. Und solange die reisebüros noch geschlossen sind, hat Holidaycheck noch mehr Reichweite…

Öffentlichkeitswirksam und in einem normalerweise wachsenden Markt – BIS CORONA

„Kämpfer für echte Bewertungen“ – so hat sich Holidaycheck Glaubwürdigkeit und starke öfffentliche Wahrnehmung sichern können, Stichwort: Rechtsstreit gegen Fakebewertungen. So will man sich immer mehr am wachsenden Reisemarktkuchen sichern. Und wie aus der Werbebroschüre: Man investierte in Personal, Steigerung der Konversionsrate von Nutzern in Kunden für Dienstleistungen, KI und -wohl das wichtigste in einem derart umkämpften Markt – MARKETING.

Aber Corona hat die Karten neu gemischt. Wer überlebt, der wird weniger Konkurrenz vorfinden. Wer überlebt, wird wohl einen veränderten Reisemarkt vorfinden. Und jedenfalls 2020 wird desaströs werden. Ab wann wieder erste Lockerungen der Reisebeschränkungen zu einem Wiederaufleben des Geschäfts führen, kann niemand mit Gewissheit vorhersagen. Und die AUFGABE/VERKAUF des BENELUX-Geschäftes hat zwar der Liquidität gut getan, aber auch Chancen für „nach der Krise“ reduziert… aber erstmal gilt es zu überleben.

Liquiditätskennziffern sind die wichtigste Größe – derzeit

Die liquiden Mittel zum 30. September 2020 beliefen sich auf 44,6 Millionen Euro nach 27,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2019. Dies begründet sich im Wesentlichen aus der Ziehung bestehender Betriebsmittellinien in Höhe von rund 14,8 Millionen Euro im 1. Quartal 2020 sowie aus der Ziehung von COVID+ Krediten in der Schweiz in Höhe von 13,3 Millionen Euro im 3. Quartal 2020. Zudem wirkten sich die zugeflossenen Verkaufserlöse der niederländischen Aktivitäten in Höhe von 14,4 Millionen Euro ebenfalls positiv auf die Liquidität aus. Und die Die HolidayCheck Group AG prüfe außerdem zusätzliche, längerfristige Finanzierungsoptionen. Und die Kapitalerhöhung ist wahrscheinlich die flexibelste und günstigste Lösung gewesen. Dazu die 31,6 Mio EUR Platzierungsgarantie Burdas – fast ein Selbstläufer.

Aktuell (08.02.2021 / 08:00 Uhr) notieren die Aktien der Holyday Check Group AG bei Lange & Schwarz leicht im Plus bei 2,00 EUR.


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