Plug Power Aktie. Lieber erstmal Finger weg? Oder gerade jetzt? Ideen.

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Plug Power

Plug Power Aktie – einst gefeierter Überflieger unter den Wasserstoffwerten. Zuletzt nach dem Analyst Day mit einem Zwischenhoch – sah am 12. Mai das Tief bei 7,39 USD. Danach setzte eine kräftige Erholungsphase, man könnte fast sagen Rallye ein. Im Hoch im Juli zweimal klar über 13,00 USD. Dann kamen am 9. August nach Börsenschluss die Quartalszahlen – den schönen Umsätzen, die höher als erwartet ausfielen, standen kräftig erhöhte Verluste gegenüber. Und damit waren sie wieder da. Die Zweifel, dass Plug Power jemals den Break Even erreichen könnte. Seit ihrer Gründung blieben die Amerikaner den Beweis schuldig, auch nur ein Quartal „mit schwarzen Zahlen“ abzuschliessen.

Und damit begann der Absturz der Plug Power Aktie – charttechnische Widerstände pulverisiert.

10,00 USD, dann unter 9,00 USD und jetzt bei einem aktuellen Kurs von 8,50 USD im Vorhandel in New York, nochmal 0,09 USD Minus. Für den demnächst startenden Handel keine Entspannung zu erwarten. Bis zum Jahrestief von 7,39 USD noch Luft. Fragt sich nur, ob die Aktie bis unten durchgereicht wird. Und wie es bei einem Test der Jahrestiefststände weitergehen würde.

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Zu pessimistisch? Vielleicht. Für die Plug Power Aktie spricht auch etwas.

Bis im November die nächsten Quartalszahlen vorliegen, sollte einiges bei den Amerikanern passieren, will man nicht vor einem kurtechnischen Scherbenhaufen stehen. Was könnte das sein? Zuerst einmal kann es nicht die bereits diskutierte Ankündigung Andy Marsh’s im Q4 dieses Jahres erstmals eine positive Bruttomarge zu erzielen sein. Das käme später, wird aber fast als MUST für Plug Power mit Blick auf den Anfang nächsten Jahres gelten – durch den geplanten Produktionsstart der ersten H2-Anlage in Georgia, erwartete drei neue Pedestial-Kunden und erhöhten Output der Gigafactory in Rochester möglich erscheinend.

Vorher? Wachstums-Finanzierung ohne Verwässerung der Aktionäre Plug Power’s wurde zugesagt. Und?

Cash-Burn-Rate bleibt das grösste Problem für Plug Power. In den sechs Monaten bis zum 30. Juni verbrauchte Plug Power 625 Mio USD an Barmitteln für betriebliche Aktivitäten, während der Nettoverlust 443 Mio USD betrug. Egal was Plug Power sagt, man wird bis zum Break-Even auf EBT-Ebene neues Geld brauchen. Und die Aussagen Plug Powers dazu sind für die Aktionäre eigentlich positiv:

Aussagegemäss sei Plug Power bereits auf der Suche nach mehr Geld und prüft Optionen,…

…wie die Kreditprogramme des Energieministeriums sowie Unternehmensanleihen und Investitionspartner zur Mittelbeschaffung. Zwar wird die Verschuldung einen zusätzlichen Geldabfluss in Form von Zinszahlungen bedeuten, aber dafür keine Verwässerung für die Aktionäre. Wäre also definitiv eine positive Entwicklung. In der Albany Business Review wurde Robin K. Cooper dazu konkreter am Montag: Plug Power bemühe sich für die anstehenden Investitionen in die US-H2-Infrastruktur vom DoE, dem US-Energieministerium, rund 1 Milliarde USD vergünstigte Darlehen aus den Wasserstoffprogrammen zu bekommen.

Dazu CEO Andy Marsh auf der Quartalspressekonferenz: „Plug is in the final stages of the second round of due diligence with the DOE’s Loan Program office for $1 billion dollar project financing facility„). Gerade in Anbetracht der breiten politischen Rückendeckung, die Andy Marsh für Plug Power „auf die Beine gestellt“ hat, sollte das klappen.

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Dazu sollen aktuell 500 Mio USD von amerikanischen Geschäftsbanken als Darlehen bewilligt werden – auch hier sieht Cooper Plug Power kurz vor Abschlüssen. Und die europäischen Projekte, wie die H2-Produktion im Hafen von Antwerpen mit 315 Mio USD Investitionen oder die H2-Produktionsstätten in Finnland mit 2,2 GW Zielvolumen, die Investitionen im Milliardenbereich erforderlich machen werden, sollten von der europäischen Investitionsbank mit günstigen Darlehen plus REPowerEU-Fördermitteln zu einem nur geringen Eigenanteil Plug Powers umsetzbar sein.

Dazu die sichere Bank der Analysten, die trotz Q2-Zahlen optimistisch bleiben – mit nachvollziehbaren Gründen?

Zuletzt am 14.08. bestätigten sowohl die Analysten von Susquehanna die Kaufempfehlung für die Plug Power Aktie mit Kursziel 14,00 USD, als auch die Profis von UBS, die zwar ihr Kursziel von 22,00 USD auf 20,00 USD reduzierten, aber klar bei KAUFEN blieben. Damit passen die neuesten Analystenkommentare zu dem Gesamtbild: Von 30 covernden Analysten kommen – auch nach oder wegen der Zahlen – 16 zu einem KAUFEN, 5 zu AUFSTOCKEN und 9 immerhin zu HALTEN. Keiner der Analysten sieht die Plug Power Aktie als Verkauf. Und das mittlere Kursziel von 18,42 USD liegt in Kursregionen, die derzeit fast mystisch erscheinen könnten. Zeigen aber das gesehene Potential und bestätigen indirekt auch die Aussagen zum Break-Even-Ziel des Plug Power Managements.

114% Potential bis zum mittleren Kursziel! Selten klare Analysten Positionierung gegen die Marktstimmung. Dafür müssen Aufträge her. Und die 1,4 Mrd USD Umsatzziel 2023.

Der Großteil des Umsatzes von Plug Power wurde aus dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen, Ausrüstung und zugehöriger Infrastruktur generiert. Dazu gehören GenDrive-Brennstoffzellen, stationäre GenSure-Notstromaggregate, Elektrolyseure, Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur und andere Geräte wie Verflüssiger und kryogene Speichergeräte. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 86 %, was vor allem auf neue Wasserstoffinstallationsstandorte bei den Pedestial-Kunden und die starke Nachfrage nach GenDrives und kryogener Speicherausrüstung zurückzuführen ist.

Insgesamt stieg der Umsatz von Plug Power im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 72 % auf ein Rekordhoch. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt, und ist insbesondere hinsichtlich seiner Elektrolyseur- und Kryotechnik-Geschäfte optimistisch. Und man lehnt sich vor:

Plug Power sei in der „Endphase“ des Abschlusses weiterer großer Deals.

Unterdessen erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2023 ein starkes Umsatz- und Margenwachstum für Verflüssiger und Kryotechnik, die im Q2 eine förmliche Umsatzexplosion auf 69 Mio USD zeigte, und spricht von Chancen, die mittelfristig zu Auftragseingängen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar führen könnten. So ist Plug Power bestrebt, in den USA in 2023 erste eigene Wasserstoff-Produktionsanlagen in Betrieb zu nehmen, die den nicht-kostendeckenden Einkauf von Wasserstoff bei Dritten für die Gabelstaplerflotten der Pedestial Kunden durch selbstproduzierten Wasserstoff ersetzen sollen. Und dabei wäre die Kostenbasis um 1/3 günstiger – was sich direkt auf die Marge auswirken sollte. So bleibt Plug Power optimistisch in diesem Jahr einen Umsatz von 1,2 bis 1,4 Mrd USD zu erzielen.

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Und im Analystengespräch nach den Zahlen wurde das Management um Andy Marsh konkreter.

Über die Kapazitätserweiterunsgmöglichkeiten in der Gigafactory in Rochester meinte Andy Marsh: „Initially designed to support 2.5 gigawatts of MEAs, our Rochester facility now boasts a scalable potential of upto 7.5 gigawatts as we advance the production process.“ Und weiter zum potentiellen Umsatz Sanjay Shrestha, CSO Plug Power: „So since we last talked about that, the number is actually, if anything, gone up a bit. We are actually tracking about 7.5 gigawatt of opportunity as much as $5 billion of potential revenue opportunity for us on that business. And by the way, Eric, one of the things we’ve done is rather than talk about just the big funnel, we have actually identified project by project, right? And these are the projects we believe could actually get to FID, final investment decision, over the next 18 months.(…)“

Ausverkauft – auch das ist Plug Power.

Hierbei geht es um das portable Tanksystem HL 1500, über das Shresta sagte: „So we’re actually sold out with that product for this year, so that’s how the demand is. We have transit companies that are super interested in it. We actually have — that even opens up some of the traditional existing market for us even on a smaller size, because of that mobile refueler. It actually has a lot of application for fuel cell electric vehicle companies that are looking to launch Class 7 and Class 8 trucks before the whole infrastructure gets built out, right?

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So we’re completely sold out. It’s a very good margin business for us as well within our cryogenic business. You will see a big impact in Q4 of this year with that revenue. We see substantial growth coming out of that business, both in 2024 as well as 2025. And this product already has a gross margin that is within our corporate target that we have articulated in the past.

Zur Marge – CFO Plug Power’s wird deutlich und auch wieder nicht…

Plug Power CFO Paul Middleton auf die Frage nach der in 2023 angestrebten Marge: „We didn’t necessarily give specific updates on the full year margin profile. But I think when you look at the second half, you’re going to see tremendous sequential progress. I mean it’s going to be really — you’re going to see a big step function in Q3, the volume growth and then even more substantial step function in Q4 as we deliver the back half. It’s probably in the 30%, 40% range of sales for the back half in Q3 and then kind of 50%, 60% range, giving you rough ranges there in terms of volume in the fourth quarter. And when you get to that high level of sales, it’s very accretive and especially when you think about the complement of equipment programs that are in there. So we expect sequential growth and you’re going to see strong performance and strong growth in the margin profile as we progress through the year.“

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Und weiter: “ We didn’t necessarily give specific updates on the full year margin profile. But I think when you look at the second half, you’re going to see tremendous sequential progress. I mean it’s going to be really — you’re going to see a big step function in Q3, the volume growth and then even more substantial step function in Q4 as we deliver the back half. It’s probably in the 30%, 40% range of sales for the back half in Q3 and then kind of 50%, 60% range, giving you rough ranges there in terms of volume in the fourth quarter.

And when you get to that high level of sales, it’s very accretive and especially when you think about the complement of equipment programs that are in there. So we expect sequential growth and you’re going to see strong performance and strong growth in the margin profile as we progress through the year.“

2030 soll es werden …

Für 2030 definierte und präzisierte Plug Power beim letzten Analyst Day – aktuell bestätigt – neue Ziele, wie beispielsweise eine Produktionskapazität von insgesamt 10 GW für die Brennstoffzellen- und Elektrolyseursparten des Unternehmens, eine Produktionskapazität von 1 GW zur Erzeugung von grünem Wasserstoff, 100.000 HYVIA „auf der Strasse“ (HYVIA ist das 50:50 Joint Venture mit Renault), jährlich 5 GW Elektrolyseure auszuliefern und 500.000 wasserstoffbetriebene Gabelstapler „in Betrieb halten“.

GASTBEITRAG. Hensoldt Aktien.  Platow Brief sieht klaren KAUF. Denn: Hensoldt erhöhe Marge. Und steigere die nächsten Jahre ihre EPS durchschnittlich um 19%. Deshalb: KAUFEN.
Bloom Energy lieferte nach Taiwan die ersten Elektrolyseure. Und als Teil einer grösseren Order. Startschuss für netzunabhängige Stromversorgung bei Unimicron.
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Plug Power stellt die Anleger auf eine Geduldsprobe – Planungen, Wachstumsperspektiven und Argumente in die jetzt „gross zu investieren“ sei. Um später eine wichtige Rolle in der exponentiell wachsenden „grossen Wasserstoffwirtschaft“ zu spielen. Spannende Visionen, die aussagegemäss ohne weitere Verwässerungen, für die Aktionäre finanziert werden sollen. Falls – und nur falls – es gelingt im Q4 wenigstens bei der Bruttomarge positiv zu werden, könnte der Glaube an eine Chance auf Profitabilität nachhaltig gestärkt werden. Und kurzfristig? Die Aktie ist charttechnisch mehr als angeschlagen und bräuchte wohl einen positiven Impuls – möglicherweise eine Order aus der behaupteten Milliardenpipeline, die kurzfristig vor der Entscheidung stehen sollen.

Plug Power Nel -Plug Power Aktie Chartbild.

Chart: Plug Power Aktie | Powered by GOYAX.de

 

 

 

 

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