Nikola Aktie vor neuen Problemen? Batteriepacks beim Tre BEV waren für Feuer in Coolidge verantwortlich. Rückruf, Verkaufsstop.

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Nikola hat turbulente Zeiten hinter sich. Und seit man die Europa-Pläne aufgegeben hat, ist NIKOLA klar fokussiert auf Nordamerika. Passend zum erfolgten Start der Serienproduktion der ersten Brennstoffzellen-LKW’s in Coolidge, meldete man bis jetzt 202 Verkäufe des FCEV-Trucks Tre in den Büchern zu haben.

Und  in der Vorwoche gab es direkt drei Meldungen aus Coolidge, die der Markt vorletzten Freitag bei Handelsschluss mit einem Kursrückschlag von über 26,36% beantwortete – auf 2,50 USD. Bei der hohen Volatilität und der wilden Kursentwicklung der Aktie seit Anfang Juni von 0,52 USD bis auf 3,66 USD in dieser Woche kein „weltbewegender“ Ausschlag. Gewinnmitnahmen sind jederzeit möglich und die letzten Meldungen sendeten gemischte Signale, die kurzfristig durchaus Abgaben begründen könnten. Nicht zu vergessen: Von Montag bis Freitag stieg die Nikola Aktie um 2,9% auf 2,50 USD – gleichzeitig ein Verlust von annähernd 32% gegenüber dem Wochenhoch von 3,66 USD. Und diese Woche ging es von Montag – 2,74 USD – weiter runter bis auf 1,95 USD am Freitag zum Handelsschluss. Langsam wird es brenzlig. Und warum der weitere Kursverfall? Batterieprobleme tragen dazu bei bzw. werden es nicht besser machen …

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Es gab in der Vorwoche überraschend einen neuen CEO, Rücktritt aus familiären Gründen. Und Q2-Zahlen, die marginal die Umsatzerwartungen verfehlten, bei den EPS lagen die Minus 0,22 USD über den erwarteten 0,22 USD. Dazu ein positver Ausgang der Überlebensfrage: Wie erwartet erreichte man durch die neuen Gesetzen Delawares das notwendige Quorum, um genehmigtes Kapital von bis zu 800 Mio Aktien zu schaffen. Und diese Woche gab es mehr zu den Tre BEV – Batterieprobleme schockten die Anleger – Folgen des Feuers auf dem Firmengelände vor einigen Wochen – Batterieprobleme festgestellt – keine Brandstiftung:

Brand war keine Sabotage – Batterieprobleme setzen Aktie wohl weiter unter Druck.

Am Freitag stellte Nikola die vorläufigen Ergebnisse seiner Batteriepack-Untersuchungen vor und kündigte als Vorsichtsmaßnahme einen freiwilligen Rückruf von etwa 209 batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) der Klasse 8 Tre an. Nikola ist derzeit dabei, diesen freiwilligen Rückruf bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) einzureichen und hält den Verkauf neuer BEV vorübergehend zurück, bis eine Lösung vorliegt.

Worst Case? Verkauf eingestellt bis zur Lösung. ABER FCEV nicht betroffen.

Diese Maßnahmen haben keine Auswirkungen auf das derzeit in Produktion befindliche Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug (FCEV), da der Batteriesatz des Lkw ein anderes Design aufweist, so Nikola vorab zur Beruhigung der Kapitalmärkte. Und da man derzeit die gesamte Produktion sowieso auf FCEV umgestellt hat, sollte die Wirkung auf die Produktionsziele in den nächsten Monaten gering bzw. nicht vorhanden sein.

Nach einer Präsentation der vorläufigen Ergebnisse von Exponent, einem renommierten externen Ermittler, am 10. August wurde festgestellt, dass ein Kühlmittelleck in einem einzelnen Batteriesatz die wahrscheinliche Ursache für den LKW-Brand am Hauptsitz des Unternehmens in Phoenix, Arizona, am 23. Juni war. Die Ergebnisse wurden durch einen „geringfügigen thermischen Zwischenfall“ – ein Feuer? – weiter untermauert, der am 10. August eine Batterie-Pack auf einem im Werk des Unternehmens in Coolidge, Arizona, geparkten technischen Validierungslastwagen traf. Bei keinem der Vorfälle wurde niemand verletzt.

Zuliefererproblem? Mal schauen…

Interne Untersuchungen der Sicherheits- und Technikteams von Nikola deuten darauf hin, dass eine einzelne Zulieferkomponente innerhalb des Batteriepakets die wahrscheinliche Ursache für das Kühlmittelleck sein sollen, und es würden Anstrengungen unternommen, um in den kommenden Wochen vor Ort Abhilfe zu schaffen. Und dann wurde es in der Unternehmensmeldung technisch:

Tre BEV trucks may remain in operation, but for optimal performance and safety, the Nikola team encourages all customers and dealers to immediately take the following actions:
  • Place the Main Battery Disconnect (MBD) switch into the “ON” position at all times to enable real-time vehicle monitoring and safety systems operation
  • Consider parking trucks outside to allow for over-the-air updates and better connectivity with Fleet Command, Nikola’s truck monitoring system
The company’s software systems are being used in real-time to monitor trucks in the field closely and continually assess risks. Thus far, only two (2) battery packs have experienced a thermal event, out of more than 3,100 packs on trucks produced to date (less than 0.07%).“

Weitere Informationen, Aktualisierungen und erforderliche Kundenmaßnahmen sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. „Bei Nikola nehmen wir Sicherheit sehr ernst“, sagte Steve Girsky, CEO von Nikola. „Wir haben von Anfang an erklärt, dass wir nach Abschluss unserer Untersuchungen ein Update bereitstellen und unsere transparenzorientierte Berichterstattung fortsetzen werden, sobald wir mehr erfahren.“

In der ersten Erklärung des Unternehmens vom 23. Juni wurde eine Brandstiftung als mögliche Ursache des Vorfalls angedeutet, basierend auf Videoaufnahmen, die ein neben den betroffenen Lastwagen geparktes Fahrzeug zeigen, das nach einem hellen Blitz und dem Ausbruch des Feuers schnell wegfuhr. Umfangreiche interne und von Dritten durchgeführte Hypothesentests, Interviews mit Mitarbeitern und Auftragnehmern sowie stundenlange Überprüfungen von Videomaterial haben seitdem ergeben, dass ein Fremdverschulden oder andere externe Faktoren den Vorfall wahrscheinlich nicht verursacht haben.

Ärgerliche Probleme für die auf eine psotive grundstimmung angewiesene Nikola, um frisches Geld für ihr Überleben zu erhalten. ABER: Auf Dauer zählt es erstmal die Ziele für 2023 zu schaffen, ein eventueller Short Squeeze kann nur temporär Aktienkurse beeinflussen, wenn auch extrem. Gleiches gilt für diese Batterieprobleme. Am Ende zählt nur eines: Gelingt es die Auslieferungszahlen zu schaffen? Insbesondere die geplanten FCEV-Zahlen, die erst im Q4/23 starten sollen? Kann man den Kapitalmarkt davon überzeugen, dass man – irgendwann – profitabel werden kann? Man wird sehen…
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