
innoscriptia SE erwischte den Kapitalmarkt auf dem falschen Fuss. Bisher gab es mehr oder weniger wohlwollende Artikel und Interviews mit den Verantwortlichen. Auch die covernden Analysten sahen grosses Kurspotential – gut für Scale-Aktien ein oft gesehenes Analystenvotum durch die beaufragten Analysten.
Dann kam der Schock – Kursschock. Überraschende Durchsuchungen bei der innoscripta SE. Die innoscripta SE (ISIN: DE000A40QVM8) sah sich mit unerwarteten behördlichen Maßnahmen konfrontiert. An den beiden Unternehmensstandorten in Tutzing und München fanden Durchsuchungen statt, die auf zwei Beschlüssen des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd basieren. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zur Erlangung nicht gerechtfertigter Steuervorteile bei der Beantragung von Forschungszulagen durch einzelne Kunden. Das Unternehmen betonte, dass ein ehemals in diesen Vorgang involvierter Mitarbeiter bereits seit mehreren Jahren nicht mehr für innoscripta tätig sei.
Strategie der Mutares im Fokus und mündend in der Fragestellung, warum die Aktie so schwach bewertet ist in Relation zu den Kennziffern .
„Stockbuddy und Kursmysterien.“ – TEIL4: Rheinmetall, RENK, HENSOLDT – fallende Kurse, volle Auftragsbücher. Gibt’s einen Favoriten fürs Recovering? Und der Stockbuddy sagt einfach 67 zu 53 zu 33.
Und die aktie fiel heute bis 17:30 auf XETRA auf 32,45 EUR und wie am Gummiband gezogen gings danach wieder hoch bis auf 41,00 EUR um 22:00 Uhr im Tradegatehandel. Im Vergleich zu den mehr als 88,00 EUR vor Bekanntwerden der Durchsuchungen immer noch ein desaströses Bild. Und wer weiss,w ie die aktie auf XETRA am Montag eröffnet – Tradegatehandel am Freitag abend ist nicht unbedingt der liquideste Marktplatz…
Volle Kooperation und uneingeschränkter Geschäftsbetrieb – ein Anfang. innoscriptia hat noch viel zu tun…
CEO Michael Hohenester zeigte sich von den Durchsuchungen völlig überrascht, unterstrich jedoch das große Interesse der Gesellschaft an einer lückenlosen Aufklärung. Man kooperiere bestmöglich mit den Behörden. Nach aktuellem Kenntnisstand seien keinerlei Geschäftsvorgänge des laufenden Geschäftsjahres von den Untersuchungen betroffen. Der operative Geschäftsbetrieb laufe daher uneingeschränkt weiter und sei durch die Ermittlungsmaßnahmen nicht beeinträchtigt. Zu inhaltlichen Details des laufenden Verfahrens könne das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt mit Verweis auf das anhängige Verfahren keine weiteren Angaben machen.
Transparenzoffensive und Erläuterung des Antragsprozesses.
Um Vertrauen zu schaffen, wo alles erstmal auf Null gesetzt ist, verwies das Management auf die Qualität und Rechtmäßigkeit seiner internen Prozesse, die unter anderem vor dem Börsengang im Mai 2025 mehrfach extern geprüft worden seien. Zur Einordnung des Verfahrens erklärte innoscripta den zweistufigen Ablauf der Forschungszulage: In Schritt eins prüfe die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) die technisch-inhaltlichen Voraussetzungen, womit in der Regel auch der Honoraranspruch von innoscripta entsteht.
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Im dezentralen zweiten Schritt setze das jeweilige, oft weit entferntere Finanzamt des Kunden die Zulage auf Basis strukturierter Softwaredaten fest. Die Daten seien für Kunden und Steuerberater jederzeit transparent einsehbar, wobei die finale Antragstellung eigenverantwortlich durch den Kunden oder dessen steuerliche Vertretung erfolge. Bereits mehrere Tausend Zulagen seien auf diese Basis fehlerfrei festgesetzt und in Betriebsprüfungen bestätigt worden. Interne Prozesse sollen interessierten Aktionären zudem direkt vor Ort in Tutzing im Rahmen einer Produktvorstellung demonstriert werden, so das Angebot der auf dem Prüfstand stehenden innoscriptia SE.
innoscriptia SE Aktie ist erstmal…

Chart: innoscriptia Aktie| Powered by GOYAX.de
An den Finanzmärkten, wo die Aktie in Berichten zuvor überwiegend positiv dargestellt und als aussichtsreicher Titel gehandelt wurde, schlug die Ad-hoc-Mitteilung über die Durchsuchungen heftig ein. Der Aktienkurs der innoscripta SE, der am 30. September 2026 noch bei 88,60 Euro notiert hatte, geriet massiv unter Druck und sackte im Zuge der negativen Nachrichten auf XETRA bis auf 32,45 Euro ab. Dies entspricht einem dramatischen Kurseinbruch von rund 63,38 Prozent innerhalb kürzester Zeit. Das sich auf Tradegate bis 22:00 Uhr eine Erholung auf 41,00 EUR zeigte, bestätigt nur die extreme Unsicherheit und Unberechenbarkeit der aktuellen Situation für die Aktionäre. Durch diesen herben Absturz verlor das Papier jedenfalls schlagartig mehr als 50% ihres Wertes, während Marktbeobachter und Anleger auf weitere offizielle Details zur Aufklärung der Vorwürfe warten. Vertrauen zurückzugewinnen hängt von volllkommener Transparenz und der Botschaft ab, das die Durchsuchungne bereits gelösze und behobene Probleme betrafen.
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innoscriptia – was ist das überhaupt? Was machen die?
Die innoscripta SE positioniert sich als spezialisierter Anbieter von Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) und technologiegestützten Dienstleistungen im Bereich von staatlichen Steueranreizen und Forschungsförderungen. Kern des Geschäftsmodells ist eine eigenentwickelte Plattform (wie das Softwaresystem Clusterix), die Unternehmen dabei unterstützt, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F&E) zu erfassen. Zu strukturieren . Und die Antrags- sowie Abwicklungsprozesse für staatliche Forschungszulagen zu optimieren. Das Unternehmen wagte im Mai 2025 – als einer der wenigen IPO-Kandidaten in diesem Umfeld in Deutschland – den Schritt an das Parkett. Und ist seither an der Börse notiert. Begleitet von namhaften Bankhäusern wie Berenberg sowie Hauck Aufhäuser und M.M. Warburg & CO, fand die Erstnotierung im Segment Scale (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) statt.















