H2-Update | Ballard Power’s Zahlen enttäuschen, keine Prognose für 2021 – Geduld der Aktionäre erforderlich

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Ballard PowerSystems Inc. (ISIN: CA0585861085)’s Ambitionen sind gross und man versucht jede Nische im rasant wachsenden Weltmarkt für Brennstoffzellen zu besetzen.  Aber neben den Visionen und Plänen gibt es natürlich auch noch das Hier und Jetzt: Die Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2020 liegen vor.

Vielleicht zuerst zu den Schätzungen, die, um es vorweg zu sagen, Ballard verfehlte: Im Schnitt gingen 9 Analysten für das Q4 von einem Verlust von -0,044 CAD je Aktie aus und den Quartalsumsatz sahen 13 Analysten durchschnittlich bei 38,5 Millionen CAD. Beim Jahres-Umsatz gingen 14 Analysten im Schnitt davon aus, dass in 2020 insgesamt 135,4 Millionen CAD erzielt werden könnten.

Positiv: Kassen sind voll – Negativ: Umsatz weit unter Erwartungen

Mit einer Liquiditätsreserve zum Jahresende von 763,4 Mio USD und weiteren 632,7 Mio USD brutto. die am 02. Februar über den Kapitalmarkt in Form einer Aktienplatzierung „geholt“ wurden, kann man die Verluste des Geschäftsjahres „verschmerzen“ und an den ehrgeizigen Investitionsplänen festhalten. Man muss festhalten, dass von den populären Wasserstoffwerten allein Plug Power mit einer kräftigen Steigerung der abrechnungsfähigen Umsätze in 2020 glänzen konnte.

Dennoch sieht der CEO Ballard’s Randy MacEwen in Anbetracht der Corona-Auswirkungen zumindest ein „erträgliches Ergebnis“: “Our Q4 and full year 2020 results were consistent with management’s internal projections based on expected impacts from COVID-19. In Q4 and throughout 2020, COVID-19 created uncertainty and adversely impacted operations for certain customers along with order intake, although we saw higher than expected activity levels in our sales pipeline. Revenue was $28.6 million in Q4, and full year revenue was $103.9 million. Gross margin for the full year was 20%, Adjusted EBITDA was ($38.9) million and year-end cash reserves were $763.4 million.”

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Mit 28,6 Mio USD 32 % weniger Umsatz im Q4 als im Vorjahr – nicht wirklich gut

Und es traf beide Segmente: Während „Power Products“ sogar einen Rückgang von 41 % auf 15,0 Mio USD insbesondere wegen geringerer Brennstoffzellenlieferungen nach China verkraften musste, mussten die „Technology Solutions“ hauptsächlich wegen des Auslaufens der Forschungsvereinbarung mit Audi einen Rückgang von 17 % auf 13,6 Mio USD verbuchen. Gleichzeitig stiegen die Kosten um 25 % wegen erhöhter Forschungsaufwendungen und gestiegener Verwaltungskosten. Und folglich fiel der Netto-Verlust auf Minus 14,4 Mio USD – 0,05 USD je Aktie.

Q4 2020 quarterly charts

Operativ gab es durchaus positive Entwicklungen – meistens jedoch zukunftsgerichtet, ohne grossen Einfluss auf die Zahlen in 2020

Und so erläutert  MacEwen weiter, “Continued progress in the execution of our growth strategy in 2020 was reflected in a number of notable achievements: the Weichai-Ballard joint venture operation in China was commissioned; we announced a key strategic partnership with MAHLE to develop advanced fuel cell engines for the European commercial truck market; made continued progress with bus OEM customers; we launched a new high power density stack; completed our Marine Center of Excellence in Denmark and launched our new FCwaveTM 200 kilowatt engine for marine applications; we invested to expand our Vancouver MEA production capacity by 6-times; announced our plan to reduce fuel cell stack costs by 70% by 2024; we detailed our estimate of the multi-billion dollar market opportunity for Ballard by 2030; Ballard products powered vehicles for cumulative on-road mileage in excess of 70 million kilometers; and we further fortified our balance sheet.”

Und er hat Recht: Die MAHLE-Kooperation vom September letzten Jahres, der Ausbau der Weichai-Kooperation, die schon häufiger thematisierten Omnibus-Kooperationen mit Wrigthbus, der polnischen Solaris, der niederländischen  van Hool und Alexander Dennis Ltd. Nicht zu vergessen die maritimen Ambitionen Ballard Powers.

Und das Gesamtjahr liegt fast auf dem Umsatzniveau von 2019 – aber halt „drunter“ – Schade

Mit Minus 2 % zum Vorjahr und einem Volumen von 103,9 Mio USD verfehlt man die Erwartungen kräftig. Im Jahr 2020 ging es eigentlcih gut los, aber in der zweiten Jahreshälfte schwächelte man kräftig – Corona geschuldet, sagt man. Insgesamt stieg das Segment „Power Products“ um 19% auf 58,6 Mio USD auf Q4 2020 full Year chartJahresbasis – hohe Lieferungen von Brennstoffzellen nach China und von Notstromaggregaten nach Europa führten zum Anstieg auf Jahresbasis. Schade der Rückgang insbesondere im Q4.

Im Segment „Technology Solutions“ gab es auch auf Jahresbasis einen 20%-igen Rückgang auf 45,3 Mio USD – neben dem Auslaufen des Audi-Forschungsprogramms wurden auch die Siemens-Forschungsaufträge und das Weichai-Ballard Joint Venture Programm zurückgefahren. Auch auf Jahresbaiss gab es eine Kostensteigerung – von sogar 29 %: Mehr Forschung, mehr Marketing, mehr Verwaltung. Insgesamt gibt es einen Verlust von 49,5 Mio USD, heisst 0,20 USD je Aktie.“Verbrannt“ wurden 42,9 Mio USD Liquidität.

Orderbuch niedriger – bald sollten die Fürchte doch kommen

Und der Auftragsbestand Ende 2020 lag bei 117,8 Mio USD (noch 128,1 Mio Ende Q3) – zur Auslieferung in den nächsten 12 Monaten gibt es derzeit für 83,5 Mio USD Aufträge, Ende Q3 waren es noch wneiger, nämlich 79,6 Mio USD.

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Kernmärkte Busse, LKW , Schifffahrtund Bahnverkehr – hier soll weiter investiert und Kapazität aufgebaut werden

So schliesst zumindest MacEwen seine Ausführungen, “Notwithstanding a challenging year due to COVID-19, the hydrogen and fuel cell industry enjoyed unprecedented progress with strong policy support, sizeable corporate investments and broadened investor interest. With about 50 countries announcing CO2 pricing initiatives, 75 countries with net zero targets, and over 30 countries with hydrogen strategies, we believe Ballard is well positioned to realize significant growth in the coming decade.

As a result, we are increasing and accelerating our investment to drive high growth, high market adoption and high market share for the benefit of long-term shareholder value. In 2021, we will increase our investment in competencies, technology innovation, product development and customer experience related to our key markets of bus, truck, rail and marine. We will continue to invest in our strategic partnerships with Weichai in China and MAHLE in Europe. We will also consider investments in further production capacity expansion and localization in key geographies, as well as strategic acquisitions and partnerships.”

… und die Kernmärkte sind China, Europa und Kalifornien

Dafür wird investiert in eine Versechsfachung der Porduktionskapazitäten in Vancouver und es werden möglcihe Produktionsstätten in China oder Europa eruiert. Und so stehen die Kernprodukte: Brennstoffzellen für Busse, LKW, Züge und Schiffe. Aber auch die Entwicklungspartner: MAHLE für LKW insbesondere und Weichai. Und die Kernmärkte: China, Europa und Kalifornien. Hier Fehlen eigentlich noch Kanada und einige andere asiatische Länder, die in den vergangenen Monaten vom CEO konkret angesprochen worden sind – abe rvielleicht kommt da ja noch was in den nächsten Wochen.

Und in 2021 gibt es zuviel Unsicherheit: Covid-19 und die nicht berechenbare Geschwindigkeit der Wasserstoffmarktdurchdringung, weshalb es keine Prognose gibt – aber Pläne

In 2021 will man sich nach potentiellen Übernahmezielen umsehen – was bei den derzeitigen Marktpreise zumindest teuer werden sollte – und wenn es „nur“ um einen bei einem Kauf per Aktie einhergehenden Verwässerungseffekt gehen sollte. Insgesamt 11,4 Mio USD werden in 2021 in das Ballard-Weichai Joint Venture als Teil des Commitments von insgesamt 79,5 Mio USD, wovon bereits 57,7 Mio USD in 2020 geflossen sind.

In Europa – wohl auch befeuert durch die Wrightbusorder vom 10. März – erwartet man grössere Aufträge aus verschiedenen Ländern für Bus-Aggregate. Im Bereich Notstromaggregate erwartet man keine Belebung der Nachfrage.

In Nordamerika werden auch weitere Aufträge für Brennstoffzellenmodule für Busse und LKW erwartet, aber erst zur Auslieferung in späteren Jahren – also auch für 2021 „SAURE GURKEN“ angesagt. Und so heisst es wenig hoffnungsvoll:

„Consistent with the Company’s practice in this early stage of hydrogen fuel cell market development and adoption, and in view of the ongoing uncertainties resulting from COVID-19, Ballard is not providing specific financial performance guidance for the coming year.“

Bilanzen

Q4 2020 table

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Und das passt in ein weltweites Konzert der H2-Initiativen

Wobei wir heute mit Europa den Anfang machen wollen: 2050 klimaneutral war und bleibt gesetzt für die EU, aber seit Dezember muss es schneller gehen. Statt 40 % will man, und ist nach Pariser Klimaabkommen jetzt auch verpflichtet ,bereits 2030 eine CO2-Reduktion von 55 % zu erreichen. Wie? Durch Wasserstoff.

Bereits verabschiedete Wasserstoffinitiativen innerhalb der EU

In Deutschland hat man ein 9 Mrd EUR Programm verabschiedet und sich eine Elektrolysekapazität von 5 GW als Ziel gesetzt. Und in Frankreich ist man noch ehrgeiziger: 6,5 GW sollen es werden, Budgets von 7,2 Mrd EUR stehen dafür bereit. In Südeuropa steht man nicht nach: Spanien mit 4 GW und 8,9 Mrd EUR und Portugal mit verhältnismässig sehr hohen 2,3 GW und 8 Mrd EUR. Und in Italien plant man ein Programm von 5 GW und 10 Mrd EUR zu verabschieden. wobei der EU Entscheid von Dezember bestimmt das Verfahren beschleunigen wird.

Österreich plant 1,5 GW, zu dem geplanten Budget noch keine klare aussage. Mehr oder weniger eine Black Box sind die avisierten Initiativen von Griechenland, Rumänien, Slowakei und Polen. Jedenfalls wurde bereits kolportiert, das Polen sich die Zustimmung zu den neuen Klimazielen durch erhöhte EU-Gelder für diesen Zweck abringen liess. Also sollte einiges möglich sein. Grossbritannien, Norwegen sind ja bereits gut aufgestellt – erinnert sei nur an den 10 Punkte Plan Boris Johnsons. Jedenfalls ein perfektes Umfeld für “Wasserstoffwerte” auf dem alten Kontinent.

“ambitious framework” – 30 % der Gesamtenergieversorgung soll Wasserstoff liefern. Kanada will mithalten

Nahezu begeistert “applaudierte” Ballard in seiner Presseerklärung der kanadischen Regierung und insbesondere dem Minister für natürliche Ressourcen, dem ehrenwerten Seamus O’Regan, für die Wasserstoffinitiative “Hydrogen Strategy for Canada”.- veröffentlicht im Dezember letzten Jahres.  In der “Strategie” ist die Implementierung einer starken Wasserstoffwirtschaft ein oder sogar der entscheidende Schritt hin zur Klimaneutralität der kanadischen Wirtschaft bis 2050. Auf über 140 Seiten gibt es viel Perspektive und konkrete Ankündigungen, die sich gerade für Ballard Power sehr schnell in bare Münze umsetzen werden. HIER DIE KOMPLETTE VERÖFFENTLICHUNG.

Und Exportweltmeister für grünen Wasserstoff wollen direkt mehrere Staaten werden

Alles auch direkt potenzielle Kunden des heute von Ballard gemeldeten Projekts des CO2-neutralen Wasserstofftransports per Tanker. Angefangen bei den Vereinigten Arabischen Emiraten, die hierfür die Expertise von Siemens Energy nutzen wollen, über Saudi Arabien, die eine ganze Nachhaltigkeits-Stadt in die Wüste setzen wollen und bereits blue Wasserstoff nach Japan verschiffen, bis zu Chile. Und Chile arbeitet hierbei u.a. auch mit Siemens Energy zusammen.

Chile plant bis 2025 rund 5 GW H2 Elektrolysekapazität aufzubauen und bis 2030 rund 25 GW. In Verbindung mit den perfekten Windverhältnissen erwartet man in 2030 grünen Wasserstoff zu weltmarktfähigen Preisen von weniger als 1,50 USD je KG herstellen zu können. Wenn das möglich wäre, dann wäre es der Durchbruch für grünen Wasserstoff. Und massenhaft Aufträge für Siemens Gamesa für die Windenergie in Chile und möglicherweise für Siemens Energy für die Elektrolyse-Anlagen. Und Chile wäre ein Saudi Arabien des neuen H2-Zeitalters, als einer der grossen Wasserstoffexporteure der Welt. DER EHRGEIZIGE PLAN CHILES FÜR EINE H2-WIRTSCHAFT IM WORTLAUT.

Dazu die potenziellen Abnehmer des grünen Wasserstoffs wie Südkorea –mit einer weitreichenden Linde Initiative für ein landesweites H2-Tankstellennetz inclusive H2-Produktionsanlage-  China, Japan – alle mit ebenfalls ehrgeizigen Wasserstoffprogrammen.


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