GK Software – Frist endet Morgen. Sollten 55% nicht erreicht werden, drohen Kursrückschläge.

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GK Software Übernahme

GK Software, führender Anbieter von Softwarelösungen für den Filialbetrieb grosser Einzelhandelsunternehmen, ist zum Übernahmeziel geworden. Warum? Vielleicht weil GK Software bereits Weltmarktführer ist. Oder weil „die Grossen“ der Gesellschaft vertrauen, wie Lidl, Aldi, Edeka, fressnapf, Kaufhof, Coop, Migros, Walmart India, Gabe’s, L’Oreal, flexi,… Nach dem überzeugenden Auftritt des Hauptaktionärs und Vorstands auf dem EKF 2022 in Frankfurt meinten wir „Entsprechend sieht die langfristige Kursentwicklung der GK Software Aktie aus – vielleicht einer der Aktienwerte, der noch in die Reihe der Kostolany-Empfehlungen passt: Aktie kaufen und liegen lassen.“ (nwm 1.12.2022, „Einhell GK Software niiio finance – Was für länger… EKF22 Eindrücke…“)

44,2% am 17.04. – noch ein Weg zu mindestens 55 % der GK Software Aktien bis zum 20.04. um 24:00 Uhr.

Am 17.4.2023 gab es einen „mahnenden“ Zwischenstand beim laufenden Übernahmeangebot: Mit einem Übernahmeangebot von 190,00 EUR je Aktie überzeugte Fujitsu die Hauptaktionäre – „schöne Prämie auf den aktuellen Kurs für GK Software“ könnte aber nicht genug sein. Ob es reichen wird für die angestrebte Mindestannahmeschwelle von „nur“ 55%? Da bereits die beiden Gründer von GK Software, die gemeinsam 40,65 Prozent der Anteile halten, unwiderrufliche Andienungsvereinbarungen mit Fujitsu abgeschlossen haben, hätte man auf den Gedanken kommen können, dass die Sache gelaufen ist. Aber bis zum 17.4. gab es erst Zusagen für insgesamt 44,2 % des Aktienkapitals – hiervon 40,65% Aktienanteil der beiden Hauptaktionäre.

Fujitsu stellte klar – keine Nachfrist, keine Angebotsverbesserung. Am 20.04. zählt es.

Fujitsu findet in der GK Software ein „kerngesundes, wachstumsstarkes“ Unternehmen, dessen weltweiter Marktanteil „mehr als 10% aller neu ausgerollten Systeme für die grossen Handelskonzerne“ umfasst. Und die Kursentwicklung der Aktie hat über die letzten Jahre den Aktionären Freude gemacht. „Die GK Software SE (ISN: DE0007571424) ist nach vorläufigen Zahlen auch in einem schwieriger werdenden Marktumfeld weiter zügig gewachsen.“ So lässt sich die Story der GK Software zusammenfassen. Und Grenzen des Wachstums – Cloud, Omnichannel – scheinen erstmal in Ferne. Auf dem EKF22 machte der Vorstand und Gründer klar: Man sieht sich als weltweit technologisch führenden Software-Partner des Einzelhandels und biete umfassende Lösungen zur Abwicklung aller geschäftskritischen Prozesse in den Filialen und Unternehmenszentralen. Und die Kundenliste liest sich entsprechend wie das Who-is-who des Handels.

Und jetzt könnte man einen schönen Gewinn mitnehmen und die GK Software Aktie andienen –

oder auf die Zukunft spekulieren. Denken, dass Fujitsu einen Preis bietet,der den Japanern noch Gewinnspielraum in den nächsten Jahren bietet. Spatz in der Hand, Taube auf dem Dach? Hier muss jeder Aktionär mit sich selber und seiner Risikoneigung ins Gericht gehen. Der 20.04.2023 naht – Entscheidungen sind notwendig. Andienen und „einen schönen Gewinn“ realisieren. Oder man ist überzeugt, dass die 55% schon zusammenkommen und will selber „dabeibleiben“. Mit der Spekulation auf einen möglichen Squeeze Out in Zukunft zu höheren Preisen, wobei das Erreichen der 55% nicht garantiert ist. Wäre eine Variante, die vielleicht erst in Jahren oder nie greift.

Oder man dient nicht an und ist sich bewusst, dass bei einem Scheitern des Fujitsu Angebots der Kurs der GK Software erstmal „in den Keller gehen könnte“. Geht aber davon aus, dass auf mittlere und lange Frist höhere Kursniveaus möglich sein könnten – für eine selbstständige GK Software. Ob die Spekulation auf ein erhöhtes Fujitsu Angebot eine andere Überlegung sein könnte, lässt sich nicht ausschliessen. Auch wenn hier Fujitsu – überzeugend? – ein klares Nein zu Preiserhöhungen am 17.04. kommunizierte.

Nach dem 20.04. steht die Drohung, dass die Aktie auf das Vorübernahmeangebot-Kursniveau erst mal zurückfallen könnte, falls nicht insgesamt 55% plus das Angebot annehmen sollten. Gefangenendilemma? Vielleicht ein wenig.
Künstliche Intelligenz, Cloud oder Blockchain – GK Software sieht sich als technologischen Vorreiter der Branche

Anhand des bereits in der Presse diskutierten wegweisenden Lidl-Auftrags im Bereich eines Omni-Channel-Retailing, einschließlich millionenfach genutzter Konsumenten-Apps wurde deutlich, was GK Software „aus-macht“. Und das weltweit in über 60 Ländern und in mehr als 62.700 Filialen auf über 548.000 Systemen werden täglich die geschäftskritischen Prozesse des Einzelhandels über GK Software abgebildet. Und GK Software kann auf eine lange Erfolgs- und Wachstumsgeschichte zurückblicken. Dazu kommt eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung auch im vielleicht etwas schwierigerem Jahr 2022 – bisher.

Entsprechend sah die langfristige Kursentwicklung der GK Software Aktie aus. Und jetzt der Sprung Richtung 190,00 EUR. Vielleicht sollte man die Party verlassen, wenn es am schönsten ist. Oder dabeibleiben und auf mehr hoffen… dann aber womöglich mit sehr langem Atem…
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Sollten die 55% „geschafft werden“, wäre das für die verbleibenden Aktionäre wohl eine attraktive Situation. Beim Scheitern an der Mindestschwelle würden wohl alle Aktionäre erstmal tiefrote Kursvorzeichen sehen. Wie langfristig dieser Rückschlag wäre? Wer weiss. Vielleicht würde Fujitsu ja doch noch mal Nachkarten. Hat man auch schon gesehen, trotz anderslautender Beteuerungen bei anderen Übernahmen.

Chart: GK Software AG | Powered by GOYAX.de

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