Evotec Aktie Gestern Minus 12,29 %. Heute Quartalszahlen mit kräftigem Umsatzwachstum. Prognose bestätigt mit „Ticken“ oben drauf

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Evotec Aktie erholt.

Evotec Aktie – natürlich weit entfernt von den Kursen „nach Gamestop“-Short Squeeze,- schien sich gefangen zu haben. In den letzten Wochen hatte sich die Aktie der Hamburger langsam, aber stetig wieder Richtung 30,00 EUR bewegt. Letzte Woche bis auf 29,70 EUR. Ohne grosse News, unauffällig.

Und Gestern dann ging es kräftigweiter  runter – von 27,39 EUR auf aktuell (14:05 Uhr) 23,90 EUR. Weshalb? Die einfachste und simpelste Erklärung wäre – überfällige Konsolidierung. Und ausgelöst durch einen äussert kritischen Blick der Analysten von Morgan Stanley, der heute veröffentlicht wurde.Pessimismus für die Aktie aus Hamburg über Jahre. Von einem Kaufvotum ging es direkt auf UNDERWEIGHT. Das neue Kursziel von 32,00 EUR liegt zwar mehr als 15% über dem gestrigen Schlusskurs. Aber es scheint fast so, als ob man einen Grund gesucht hätte, die schönen Kursgewinne der letzten Wochen mitzunehmen.

Quartalszahlen sind die Antwort?

Anstieg der Konzernerlöse um 24 % auf 336,9 Mio EUR (H1 2021: 271,3 Mio) dank weiterhin starker Nachfrage im Basisgeschäft; auf vergleichbarer Basis (exklusive Wechselkurseffekte) läge das Wachstum bei 19 % – so beginnt Evotec heute Morgen seine Q2-Ergebnisse. Nicht schlecht, insbesondere wenn man das Gestern stimmungsbestimmende Morgan Stanley Statement zur Evotec betrachtet ( nochmals im Anschluss an die Zahlen). Und natürlich zeigt sich das auch in einem erhöhten Umsatz: Umsatzwachstum (inkl. Intersegment) von 26 % auf gesamt 351,0 Mio EUR (H1 2021: 279,5 Mio) im Segment EVT Execute und von 36 % auf 78,0 Mio EUR (H1 2021: 57,3 Mio) im Segment EVT Innovate, Letzteres dank einer starken Beschleunigung im zweiten Quartal.

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Gewinnentwicklung angesichts der Investitionen und Kostenentwicklung – „passt“. Und die Evotec Aktie?

Bereinigtes Konzern-EBITDA von 33,6 Mio EUR (H1 2021: 36,2 Mio); Bruttomarge mit einem Anstieg um 270 Basispunkte auf 27,3 % exklusive der sich im Aufbau befindlichen Just – Evotec Biologics; geringerer Beitrag durch Meilenstein-, Abschlags- und Lizenzzahlungen sowie weitere Aufwendungen für den Kapazitätsausbau; höhere Energiekosten, höhere Kosten entlang der Lieferkette und Kosten in Verbindung mit der Akquisition von Rigenerand Srl; negative Effekte wurden durch positive Wechselkurseffekte teilweise ausgeglichen. Dazu Abschreibungen bei der Beteiligung an der börsennotierten Exscientia plc in Höhe von 89,8 mio EUR – Momentaufnahme und Spiegelbild einer „schlechten Stimmung an der Börse für Biotechnologie“, Kursverluste nicht nachrichtengetrieben.

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Prognose präzisiert, bestätigt – leicht erhöht wegen positiver Wechselkurseffekte

In der heutigen Unternehemnsmeldung heisst es „zur Zukunft“:

PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022 PRÄZISIERT UND MITTELFRISTIGE ZIELE BIS 2025 BESTÄTIGT

  • Konzernumsatz nun in einer Bandbreite von 715 – 735 Mio. € gegenüber 700 – 720 Mio. € erwartet (unverändert 690 – 710 Mio. € bei konstanten Wechselkursen) (2021: 618 Mio. €)
  • Bereinigtes Konzern-EBITDA unverändert in einer Bandbreite von 105 – 120 Mio. € erwartet (neue Bandbreite zu konstanten Wechselkursen von 85 – 100 Mio. € gegenüber 95 – 110 Mio. € bisher) (2021: 107 Mio. €)
  • Erwartete Aufwendungen für die unverpartnerte Forschung und Entwicklung in Höhe von 70 – 80 Mio. € (2021: 58 Mio. €)
  • Mittelfristige Ziele: Steigerung der Umsätze auf mehr als 1.000 Mio. € und des bereinigten EBITDA auf mindestens 300 Mio. €, Aufwendungen für unverpartnerte Forschung und Entwicklung von mehr als 100 Mio. € bis 2025“ (Unternehmensmeldung 11.08.2022)

Morgan Stanley sieht 2023/24 kritisch, erst danach kämen die Forschungsprojekte in die „Erntephase“

Dazu würden die diversen Zukunftsinvestitionen erstmal die Bilanz belasten und die Erträge dieser Investments wären „in der Zukunft“. Weiterhin negativ würde die derzeit negative Börsenstimmung für BioTEch’s auf die Perspektiven Evotec’s wirken. Fazit des Morgan Stanley Analysten: Schwache Kursentwicklung für die nächsten Jahre. Bevor… und dieses bevor scheint dem Analysten wohl zu vage, zu unbestimmt.

Eigentlich nichts wirklich Neues. Und die Kursreaktion zeigte eigentlich nur, wie nervös die Marktakteure derzeit sind.

Man könnte dagegen halten: Dass der grosse Vorteil der Evotec SE (ISIN: DE0005664809) sei, immer mehr „Eisen im Feuer“ – der Kooperationen in einzelnen Wirkstoffgruppen – zu haben. Und dass parallel dazu einige Zukäufe im Bereich innovativer Forschungsansätze oder wie zuletzt von Produktionsanlagen das Konzept ergänzten. Dazu kommt: Das Geschäft der Evotec ist nicht konjunkturabhängig oder „auf kurze Zeiträume“ ausgelegt. Wirkstgoffforschung und eventuelle Zulassungen aus der Forschungspipeline brauchen viele Jahre bis zur eventuellen Zulassung. Bis dahin zahlen in der Regel Kooperationspartner die Forschungsaufwendungen der Projekte inclusive Milestonezahlungen.

Schlechtes Timing der Gesternkomplett untergegangenen News. Kommerzielle Produktion eines in der klinischen Phase I befindlichen Wirkstoffs durch Evotec Tochter geplant bei Zulassung – spannend.

Evotec und Alpine Immune Sciences, Inc. (NASDAQ: ALPN) gaben Mittwoch bekannt, dass Evotecs in Seattle, USA ansässige Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics, Inc. seine mehrjährige Partnerschaft mit Alpine erweitert hat. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll ein kommerzieller Prozess für ALPN-303, einen Wirkstoff den Alpine zur Zulassung durch die FDA „bringen will“, entwickelt werden.

Bisher lieferte Evotec nur für die klinischen Studien – quasi homöopathische Dosen

Der Vertrag knüpft an ein im Jahr 2020 initiiertes Programm an, in dessen Rahmen Just – Evotec Biologics mit ihrer Plattform für kontinuierliche Herstellung, J.DESIGN, Wirkstoffsubstanzen für die Erstanwendung im Menschen (engl. „first-in-human”) für Alpines laufende Phase I Studie sowie für eine erwartete Phase II-Studie mit ALPN-303 hergestellt hat.

Im Rahmen des erweiterten Vertrags wird Just – Evotec Biologics ihre datengetriebene Technologieplattform einsetzen, um einen kommerziellen Herstellungsprozess für ALPN-303 zu entwickeln. Das Programm schließt den gesamten Up- und Downstream-Prozess, analytische Methoden, sowie die Formulierungsentwicklung ein, und verfolgt das Ziel, die kommerzielle Herstellung von ALPN-303 zu unterstützen. Die Aktivitäten zur Entwicklung eines kommerziellen Prozesses werden an Just – Evotec Biologics‘ moderner biopharmazeutischer J.POD®-Anlage in Redmond, WA, USA durchgeführt. Denn dafür ist die J.POD-Anlage ist mit ihrer erweiterbaren und hochflexiblen Kapazität ausgerichtet, sowohl klinische als auch kommerzielle Herstellungsprozesse abdecken zu können.

Zufriedenheit – operativ passt es für Evotec. Aber ob das die Evotec Aktie stärken kann?

Dr. Linda Zuckerman, Executive Vice President, Global Head Biotherapeutics von Just – Evotec Biologics, kommentierte: „Wir freuen uns sehr, unsere gute Zusammenarbeit mit Alpines innovativem Team fortsetzen zu können, und sie mit der Entwicklung eines kommerziellen Herstellungsprozesses für ALPN-303 in unserer hochmodernen J.POD-Anlage in Redmond, WA zu unterstützen.”

Und Dr. Craig Johnstone, Chief Operating Officer von Evotec, fügte hinzu: „Wir sind stolz, Alpine bei der weiteren Entwicklung von ALPN-303 zu unterstützen. Die Kombination flexibler Herstellungskapazitäten mit der Entwicklung smarter, robuster und ertragreicher Prozesse macht J.DESIGN von Just – Evotec Biologics zur idealen Plattform um ALPN-303 für Patienten mit einem erheblichen ungedeckten medizinischen Bedarf verfügbar zu machen.”

Und das letzte Wort hat Dr. Wayne Gombotz, Chief Technology Officer von Alpine: ALPN-303 ist ein hochdifferenzierter, vielversprechender Wirkstoffkandidat mit dem Potenzial, herausfordernde Krankheiten wie Lupus und andere B-Zell-vermittelte Entzündungskrankheiten zu behandeln. Wir freuen uns, die J.DESIGN-Plattform von Just – Evotec Biologics einzusetzen, um dieses wichtige Medikament in die späte klinische Entwicklung voranzutreiben.”

Und was könnte die Entwicklung der Evotec Aktie stören? Neben einem Analysten aus Amerika? Shortseller?

Wichtig zu wissen dabei. Die Evotec Aktie findet – klares Signal – immer noch relativ wenig noch das Interesse der Shortseller. Monatelang gab es eine Stagnation der Positionen bei in Summe 0,68 % der Evotec Aktien, die in meldepflichtigen Positionen (mindestens 0,5%) leerverkauft waren. Also „short“. Seit Ende Juni erhöhte sich die Position um 0,5 % auf nun insgesamt 1,18 %, um dann auf aktuell 0,59 % am 08.07.2022 abgebaut zu werden. Der Canada Pension Plan war offensichtlich nervös geworden wegen der Kursanstiege bis auf fast 30,00 USD in der letzten Woche .

Heliad Aktie unter der Lupe der „Aktien Spezialwerte“. Und es bleibt dabei – ein KAUF. weiterhin unterhalb von 7,00 EUR mit Kursziel 9,00 EUR.

Insbesondere wenn man die Evotec-Shortquoten mit anderen Biotechnologiewerten vergleicht, scheint von dieser Seite keine grössere Kursgefahr zu drohen. Und  so gilt: Selbst wenn man die vielleicht in zwei- oder dreifacher Positionsgrösse nicht meldepflichtigen Shortpositionen hinzurechnet, ist die Erwartung auf fallende Kurse der Evotec Aktie im langjährigen Vergleich immer noch eher gering ausgeprägt. Natürlich hat der Short Squeeze im „Gamestop-Zusammenhang“ die Shortseller bei der Evotec Aktie  vorsichtiger werden lassen. Aber selbst diese Vorsicht erklärt nur teilweise die relativ geringe Shortquote. Also sollte erstmal zumindest von der Shortsellingseite keine Störung eines möglichen Kursanstiegs ausgehen.

Mal schauen, wie der Markt auf die „nicht üblen“ Quartalszahlen reagiert…

Chartbilder evotec mutares encavis varta - Evotec
Chart: Evotec Aktie | Powered by GOYAX.de
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