Ballard Power mit September-Schlussspurt. 130 Mio USD Investment in China – Stadler stattet ersten US-H2-Zug mit Ballard aus und…

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Ballard Power investiert 130 Mio USD in China - Kapazitätserweiterung

Ballard Power – das Urgestein der Brennstoffzellenindustrie. Oft totgesagt , lebt immer noch. Will mitgestalten bei der erwarteten „Wasserstoffgesellschaft“. Und auch wenn die derzeitige Kursentwicklung des „ewigen Hoffnungswertes“ mit dem Markt für Growth-Werte traurig aussieht, so ist doch im September viel passiert.

In den ersten drei Septemberwochen gab es bereits drei potentiell kursstützende Meldungen von Ballard Power (ISIN: CA0585861085 ): Auftrag Siemens Mobility,  Auftrag/Beteiligung Quantron, Indian Railways testet Züge mit Ballard-Brennstoffzelle.Und in der letzten Septemberwoche ging es nahtlos weiter. Zweimal News, jeweils geeignet gewesen, in „den alten Wasserstoffaktienhypezeiten“ für kräftige Kursgewinne zu sorgen. Aber diese Zeiten sind vorbei – mittlerweile reichen Perspektivaufträge, Leuchtturmprojekte und Projektionen nicht mehr für neue Kursrekorde. Jetzt will der Anleger sehen, dass nach vielen Jahren der Verluste auch Gewinne in greifbare Nähe rücken – dass aus Kleinserien Massenfertigungen werden können – mit entsprechenden Skalenvorteilen, Effizienzsteigerungen und erweiterten Einsatzfeldern.

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Genau das bietet die Meldung über das 130 Mio USD Investment in China – die andere Meldung zeigt die Perspektiven, die Ballard zukünftig haben kann: Die Schweizer Stadler Rail stattet den ersten in USA in Einsatz befindlichen Wasserstofftriebwagen mit Brennstoffzellen von Ballard Power aus. Zuerst aber zum „Big Point“:

Ballard Power baut seine Kapazitäten aus – konkret 130 Mio USD in Schanghai für Produktion und Forschung. Aber auch Europa im Fokus…

Um gerüstet zu sein für die erhofften Grossaufträge für Brennstoffzellen, beginnen die Kanadier mit dem Ausbau der Kapazitäten in Schanghai. Gerade in China rechnet man sich mit dem Kooperationspartner Weichai grosse Chancen aus. Aber in derselben Unternehmensmeldung werden – im Nebensatz – auch Investitionen in Europa angekündigt:

Am 30.09.2022 gab man aus Kanada seine Strategie „lokal für lokal“ bekannt. Und im Rahmen dieser Strategie plant Ballard Power seine globale Produktionspräsenz in Europa, den Vereinigten Staaten und China zu vertiefen, um das Wachstum der globalen Marktnachfrage bis 2030 zu unterstützen. Wohlgemerkt als TEIL  dieser Strategie hat Ballard eine Investitionsvereinbarung mit der Regierung von Anting im Jiading-Distrikt von Shanghai geschlossen. Ballard plant ihren neuen chinesischen Hauptsitz, ihre Produktionsstätte für Membranelektrodenmontage (MEA) und ihr F&E-Zentrum am Jiading Hydrogen Port zu errichten, der sich in einem der führenden Cluster der chinesischen Automobilindustrie befindet.

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130 Mio USD – Produktionsstart 2025 – 20.000 Brennstoffzellen – Balalrd Power setzt hierbei auch auf Weichai

Ballard  plant in den nächsten drei Jahren etwa 130 Millionen US-Dollar zu investieren, was eine jährliche Produktionskapazität von etwa 13 Millionen MEAs schaffen wird, die für  etwa 20.000 Brennstoffzellen ausreichen würden.  Ballard geht davon aus, bei höherer Nachfrage eine erhebliche Kapazitätserweiterung dieser Anlage mit viel geringerem Kapitalbedarf erreichen zu können. Die Anlage soll auch Raum für die Montage von etwa 600 Brennstoffzellen pro Jahr umfassen, um die Produktion und den Verkauf von Ballard-Motoren auf den Schienen-, Schiffs-, Offroad- und stationären Märkten in China sowie für bestimmte Exportmärkte zu unterstützen.

Kernzelle in Kanda – von da aus geht Ballard Power den globalen Ansatz

Im Jahr 2021 errichtete Ballard seine MEA-Fertigungserweiterung in Kanada, was von entscheidender Bedeutung war. Denn die MEA gilt als Kerntechnologie und bisher limitierender Faktor für Ballards globale Produktionskapazitäten für Brennstoffzellenmotoren. Mit der Inbetriebnahme der neuen MEA-Kapazität in China geht Ballard nun davon aus, dass seine globale MEA-Kapazität den gesamten Bedarf in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts decken wird. Und hierbei wird erwartet, dass diese Investition die MEA-Herstellungskosten senkt, sich an Chinas Politik zur Lokalisierung der Brennstoffzellen-Wertschöpfungskette anpasst und Ballard stärker in den Demonstrationsclusterregionen für Wasserstoff-Brennstoffzellen und für den Markt nach der Subventionierung positioniert. Heisst: Nur wer wichtige Wertschöpfungsschritte in China durchführt hat auf dem – noch subventuinierten – Heimatmarkt eine Chance. Und die will Ballard nutzen.

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Die Anlage soll 2025 in Betrieb gehen, um die erwartete Marktnachfrage in China zu decken, einschließlich des Weichai-Ballard Joint Ventures (WBJV) für die Bus-, Lkw- und Gabelstaplermärkte sowie andere Einsatzmöglichkeiten außerhalb des WBJV-Bereichs. Die jährliche Produktionskapazität der Weichai-Ballard-Joint-Venture-Anlage in Weifang, Shandong, beträgt etwa 40.000 Stacks und 20.000 Motoren.

Zufriedenheit – chinesischer Markt soll durch Investiiton dauerhaft erschlossen werden

“Our global manufacturing vision for 2030 is to have scaled ‘local for local’ manufacturing of leading fuel cell engines and components in our core regional markets of Europe, North America and China to support future industry growth patterns and volumes across our verticals. In the case of China, we already have volume manufacturing capacity for fuel cell engines, bipolar plates and stack assembly at our WBJV. With our continued high conviction on long-term scaled adoption in China of fuel cell electric vehicles for medium- and heavy-duty motive applications, we are now addressing long-term capacity in that market for our proprietary MEAs,” sagte Randy MacEwen, Ballard’s Chief Executive Officer. “We believe China is a market headed for a significant demand break-out as hydrogen infrastructure scales over the coming years and as our new MEA production facility comes online.”

To be competitive in China requires investment in China,” commented Alfred Wong, Ballard China CEO. “This new MEA manufacturing facility will significantly reduce MEA production costs, improve China market access and meet long-term market demand, including providing MEA supply to our Weichai-Ballard JV. We are thrilled to be partnering with Anting, Jiading District, which has quickly become a key hydrogen technology hub in China.”

Forschung kommt hinzu

Ballard Power planr am selben Standort auch ein F&E- und Innovationszentrum errichten. Das Zentrum soll sich auf die MEA-Forschung konzentrieren, um weitere technische Fortschritte des Unternehmens zu erzielen, Initiativen zur Kostensenkung zu unterstützen und die aufstrebende lokale Lieferkette in China für Brennstoffzellenmaterialien und -komponenten einzubeziehen.

Zusätzlich gab Ballard am 30.09. 2022 bekannt, dass es eine unverbindliche Absichtserklärung mit Weichai Power unterzeichnet hat, wonach Weichai Power plant, eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 2 % an Ballards neuem MEA-Produktionsunternehmen zu tätigen. Was wohl eher ein symbolischer Akt zu verstehen ist – gerade an die chinesische „Öffentlichkeit“ oder Entscheidungsträger gerichtet, die letztendlich über den Erfolg Ballards in China entscheiden.

Dazu noch ein wichtiger – zuerst symbolischer, später möglicherweise umsatzsträchtiger – Erfolg auf dem US-Markt

Anfang letzter Woche konnte Ballard melden einen Auftrag von Stadler Rail AG („Stadler“; www.stadlerrail.com), einem führenden Hersteller von Schienenfahrzeugen, für die Lieferung von sechs 100-kW-FCmoveTM-HD+-Brennstoffzellenmotoren für den Antrieb des ersten Wasserstoffzugs in den Vereinigten Staaten erhalten zu haben. Der Auftrag zur Lieferung des wasserstoffbetriebenen Zuges wurde von der San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) an Stadler vergeben, mit der Option auf weitere Züge in der Zukunft. Der Zug wird voraussichtlich 2024 in San Bernardino, Kalifornien, in Betrieb gehen und über 100 Passagieren Platz bieten. EINSTIEG – mit viel Perspektive.

Und wichtig auf Plug Power’s Erbhof gelingt Ballard der Einstieg „als Erster“

“We continue to see the critical role hydrogen will play in decarbonizing our economy. We are excited to work with Stadler, a global industry leader in rail manufacturing, to reduce emissions in the transportation sector and bring the first hydrogen powered, zero emission passenger train to the United States,” erläuterte  Randy MacEwen, Ballard CEO.

Und Martin Ritter, CEO von Stadler US kommentierte, “Stadler is committed to designing and building green technology for the transportation industry. We are delighted to work alongside innovative organizations, like SBCTA and Ballard, that share our enthusiasm to reduce emissions in the sector. It is a great honor to be a part of bringing the first hydrogen-powered train to the United States.”

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Bei Vorlage der Halbjahreszahlen hatte Ballard noch seine Chance vertan, die Stimmung zu drehen…

Denn durchschnittlich wurde ein Verlust im Q2 von -0,159 CAD je Aktie erwartet. Und es hatten 15 Analysten dazu eine Schätzung abgegeben. DANN MELDETE BALLARD ein EPS von – 0,19 USD (ca. -0,24 CAD). Schon eine kräftige Überschreitung der erwarteten Verluste. Weiterhin wurde durchschnittlich – eine mehr oder weniger Stagnation der Umsätze bei 32 Mio CAD gegenüber den 31 Mio CAD im Q2/21 erwartet. Hierzu äusserten sich 19 Analysten. UND BALLARD MELDETE einen Umsatz von 20,9 USD – 26,8 Mio CAD.

Und dazu kommt noch ein negativer Ausblick für die weitere Entwicklung dieses Jahres. Ballard wurde vorsichtige. Und reduzierte sogar seine Investitionspläne für 2022. Dabei ein CEO, der in Zukunft macht – Randy MacEwen, President und CEO von Ballard Power:“We continue to see policy momentum across the globe to support our vision of decreasing our planet’s emissions. We believe our product offering will make a meaningful impact on the energy transition by enabling our customers with zero emission solutions. This vision is at the forefront of our continued innovation and investment in our business and product offering”,

Viel Vision – aber Gegenwart und nahe Zukunft scheinen trist.

Und MacEwen bemerkte seinerzeit. “In the second quarter, our revenue was $20.9 million, and we secured new orders totaling $12.3 million, driven primarily by stationary power generation and repeat bus customers. We saw continued gross margin compression in the quarter and anticipate continued pressure throughout 2022, but we are confident in our plan to expand margins in the mid- to long-term as we transition to commercial scale production. We ended the quarter with a strong cash balance of $1 billion, which continues to support our technology development programs and other strategic growth initiatives.”

“Given the challenging macro-economic outlook, we have decreased our planned investments in 2022. As a result, we are revising our total operating expense and capital expenditure guidance downwards from $140 to $160 million to $130 to $150 million, and $40 to $60 million to $30 to $50 million, respectively,”  äussert. MacEwen. “Notwithstanding the current macro-economic context, we remain confident on the long-term opportunities for hydrogen and fuel cells. We see converging trends driving the energy transition, including net-zero ambitions, low-cost renewable energy, and energy security. At Ballard, we are well positioned with leading fuel cell technology, strong customer and partner relationships, and a solid balance sheet.”

Q2-2022 Summary

Wenigstens die Newslage hellt sich bei Ballard Power auf. Aber ob das in der derzeitigen Börsenlage reicht? Denn es sind schwere Zeiten für Growth-Werte. Gerade bei steigenden Zinsen und abnehmender Risikoneigung der Anleger. Und Abwarten bis die neuen Verträge sich in Umsätzen neiderschlagen? Oder ist jetzt die Chance da sich an einem zukünftigen Wasserstoffplayer teilzuhaben…
Nel, Plug Power, Ballard Power oder SFC Energy - Chartbild Ballard Power.
Ballard Power Systems Inc. | Powered by GOYAX.de

 

 

 

 

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