Aurelius Aktie verliert heute weitere 16,54%. m:access/XETRA-Ende läutete extremen Kursverfall ein. Heute Übernahmenachricht mit Fragezeichen.

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Aurelius engagiert im „Carve-out“-Geschäft. Frei übersetzt: Ungewünschte, oft unrentable Beteiligungen von Konzernen übernehmen, optimieren und dann zu einem hohen Multiple auf das Ursprungsinvestment verkaufen. Oft gibt es sogar zum symbolischen Kaufpreis eine „Morgengabe“.Nicht anders gewollt? Die Verantwortlichen von AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A0JK2A8) hatten relativ einsam und zum Ärger der Finanz-Community entschieden, dass „man“ aus Kostengründen den m:access verlassen will und in den einfachen Freiverkehr  wechseln wolle. Hierbei begründete man diesen Schritt mit „erheblichen Kosten- und Zeitersparnissen“. Anders gesagt, an Deutlichkeit kaum zu überbieten:

Aktionäre für die Gruppe nicht mehr nötig – genug Geld über andere Quellen. Und die Kommanditgesellschaft gibt den Aurelius Partnern alle Macht.

Aus einem auf Deutschland fokussierten Turnaround Investor entwickelte sich die AURELIUS Equity Opportunities zu einem Teil der pan-europäischen AURELIUS Gruppe. Diese ist auf Private Equity, Private Debt und Immobilien spezialisiert.

Bereits seit 2013 besteht für die Gesellschaft kein Bedarf mehr, die Finanzierungsmöglichkeiten des qualifizierten Freiverkehrs zur Beschaffung von Eigenkapital zu nutzen. Gleichzeitig ist der finanzielle und regulatorische Aufwand, den die Notierung in diesem Segment mit sich bringt und der teils auch zu Nachteilen im Tagesgeschäft des Unternehmens führt, in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Der angestrebte Segmentwechsel resultiert aus einer Bewertung dieses Ungleichgewichtes, wonach eine Notiz im qualifizierten Freiverkehr nicht mehr als notwendig erachtet wird.“ (Unternehmensmeldung 16.01.2023: „AURELIUS Equity Opportunities strebt Segmentwechsel an“)

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Und jetzt – seit dem 30.06.2023 endete der Handel der Aktie auf XETRA, München wird wohl folgen – verabschieden sich die ungewünschten Aktionäre,

oder gerüchteweise „Fonds“, die aufgrund ihrer Anlagekriterien keine reinen Freiverkehrswerte halten dürfen. Dass parallel heute die Aurelius GRUPPE – inwieweit hier auch die zumindest dauerhaft in Hamburg handelbare  Aurelius Equity Opportunities beteiligt ist, kann der Meldung nicht entnommen werden – eine Übernahme in Grossbritannien meldete, ist wohl eher Zufall.

Aktuelle Aktienkurse finden sich auf auf Lange&Schwarz, Freiverkehr Hamburg und Freiverkehr München – 17:44 Uhr: 10,85 EUR in Hamburg, 10,80 EUR in München und 10,79 EUR bei L&S.
Dass Gestern der Verkauf der Beteiligung vor Handelsbeginn bereits vom börsennotierten Verkäufer Dye & Durham Ltd. bereits gemeldet wurde und heute Morgen erst von der Aurelius GROUP  der Kauf wird wohl der neue Kommunikationsstil sein – Transparenz, Informationsgleichheit und Kapitalmarktorientierung mit der m:access-Notiz vergangen?

Interessante Übernahme durch Aurelius GROUP – wie gesagt, ob mit Aurelius Equity Opportunities Beteiligung, wird nicht klar.

AURELIUS gibt die Übernahme der TM Group Limited (UK) von Dye & Durham Corporation (Toronto Stock Exchange notiert) bekannt. Die Transaktion hat einen Wert von bis zu 91 Millionen GBP – neben eienr Kuafpreiszahlung von 50 Mio GBP können bis zu 41 Mio GBP zwischen 2023 bis 2026 an Earn-Out-Zahlungen fällig werden.

TM Group ist ein führender Anbieter von Immobilienrecherchediensten, der Anwaltskanzleien mit Immobilienrecherchen unterstützt. In Großbritannien ist dies ein Schlüsselelement der Due Diligence bei Immobilienkäufen. Die Transaktion wurde von der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA genehmigt. Der Abschluss wird voraussichtlich im August 2023 erfolgen. Und warum konnte Aurelius zugreifen? Dye & Durham musste gemäss behördlicher Weisung die Beteiligung verässern, da man ohne Genehmigung der Wettbewerbsbehörden durch den Kauf der TM Group Ltd. eine marktbeherrschende Stellung in grossbritannien besessen hätte.

62 Mio GBP Umsatz kosten 50 Mio GBP plus bis zu 41 Mio GBP. Aurelius mit vollen Kassen? Wohl eher dieAurelius  Group als die „unwichtig gewordene“ Aurelius Equity Opportunities…

TM Group ist auf dem britischen Immobilienmarkt etabliert und bietet spezialisierte Recherchedienste an, die einen integralen Bestandteil des britischen Eigentumsübertragung darstellen. Zu den angebotenen Recherchen gehören die Bereiche Eigentumsrecht, örtliche Behörden, Wasser und Entwässerung sowie Umweltfragen. Solche Recherchen sind bei der Eigentumsübertragung notwendig. Spezialisierte Immobilienanwälte stellen diese als Auslagen im Rahmen von Immobilienkäufen in Großbritannien in Rechnung. Das Unternehmen hat eine führende Marktposition erreicht. Im Jahr 2022 erwirtschaftete die TM Group einen Umsatz von 62 Mio GBP.

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„Für AURELIUS ist dies eine gute Gelegenheit, in den Bereich der Immobiliendienstleistungen in Großbritannien zu investieren – überdies in eine starke Plattform mit stetigem Wachstum. Die Dienstleistungen der TM Group sind für den Eigentumsübertragungsprozess in Großbritannien unverzichtbar und ermöglichen dem Unternehmen eine gute Nachfrage in einem Markt mit hohen Eintrittsbarrieren. Wir sehen eine Reihe überzeugender Möglichkeiten, auf der gut etablierten Marktposition der TM Group aufzubauen und freuen uns darauf, unsere operative Expertise als Partner des etablierten Managementteams einzubringen. Der Carve-Out von Dye & Durham ist ein weiterer Beleg für unsere Leistungsfähigkeit in einem schwierigen M&A-Markt“, so Tristan Nagler, Partner bei AURELIUS.

Q1-Zahlen und „das Drumherum“. Kündigte sich an, wie es zukünftig für die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt bestellt sein sollte.

Der Finanzbericht der Aurelius Equity Opportunities zum Q1/2023 befindet sich nicht auf der Homepage der Gesellschaft. Während zumindest die Quartalsberichte der letzten Jahre (Q1/22) jeweils ausführlich eine „Momentaufnahme“ der Unternehmensentwicklung lieferten, muss man nun – neue Zeiten – mit einer äusserst dürren Unternehmensmeldung vorliebnehmen. Hier erfolgt ein klarer Bruch der Kommunikation gegenüber den Vorquartalen. Um die unterschiedliche Herangehensweise und den verringerten Informationsgehalt deutlich zu machen, stellen wir der heutigen Unternehmensmeldung zum Q1/23 (in braun) die zusätzlichen Informationen/Inhalte der letztjährigen Unternehmensmeldung (12.05.2022) zur Vorlage der Q1/22 Zahlen gegenüber.

„AURELIUS Equity Opportunities veröffentlicht Geschäftszahlen für das erste Quartal 2023

  • Konzerngesamtumsatz erreicht 743,8 Mio. EUR
  • Operatives EBITDA 49,8 Mio. EUR
  • Eigenkapital und liquide Mittel stabil
Anmerkung: Für das Q1/22 wurde an dieser Stelle der Meldung als weiterer Punkt das NAV ausgewiesen. Und dazu die Zahl und Art der Unternehmens-Transaktionen im Quartal.

Grünwald, 11. Mai 2023 – AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (AURELIUS; ISIN DE000A0JK2A8) veröffentlicht die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2023. AURELIUS erzielte einen Konzerngesamtumsatz von 743,8 Mio. EUR (Q1 2022: 759,9 Mio. EUR). Der annualisierte Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen erreichte 2.969,5 Mio. EUR (Q1 2022: 2.875,4 Mio. EUR).

Anmerkung: Für das Q1/22 wurden im Einleitungskapitel dieselben Punkte aufgeführt, jedoch wurden Veränderungen erläutert.

Das operative EBITDA im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 betrug 49,8 Mio. EUR (Q1 2022: 49,7 Mio. EUR). Das EBITDA des Gesamtkonzerns lag im vergangenen Quartal bei 108,5 Mio. EUR (Q1 2022: 79,1 Mio. EUR). Folglich betrug in Q1 2023 der nicht operative Bestandteil des EBITDA 58,7 Mio. EUR (Q1 2022: 29,4 Mio. EUR).

Anmerkung: Für das Q1/22 wurde ebenfalls das operative EBITDA ausgewiesen – dazu gab es insgesamt 9 Zeilen Erläuterungen zur Entwicklung. Der nächste Abschnitt in der Meldung zum Q1/22 befasste sich auf insgesamt 6 Zeilen mit der Entwicklung und Berechnung des NAV – heute Fehlanzeige.

Die liquiden Mittel des Konzerns betrugen zum Ende des abgelaufenen Quartals 321,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 331,5 Mio. EUR).

Anmerkung: Für das Q1/22 wurde neben der Liquidität in insgesamt 3 Zeilen auf die wesentlichen Faktoren für die Liquiditätsentwicklung hingewiesen.

Der Ausbau der operativen Task Force stand auch im abgelaufenen Quartal im Fokus der AURELIUS Equity Opportunities. Deren intensiver Einsatz ermöglichte trotz des angespannten makroökonomischen Umfeldes robuste Ergebnisse. Entsprechend wird die Task Force in den verbleibenden Quartalen weiter gestärkt.

Anmerkung: Für das Q1/22 wurde nicht mit zweizeiligen Allgemeinplätzen auf die Entwicklung eingegangen, sondenr ausführlich unter der Überschrift: „Bedeutende Transaktionen, Schärfung im Portfolio sowie Ausbau des ESG-Engagements“ über die operative Entwicklung der Aurelius berichtet – insgesamt 20 Zeilen komprimierte Information für den Kapitalmarkt.

Dann folgten in der Meldung zum Q1/22 unter der Überschrift: „Ausblick: Konkrete Entwicklung im aktuellen Marktumfeld schwierig zu prognostizieren, weiteres Analysehaus nimmt Coverage auf .“ auf immerhin 9 Zeilen Informationen. In der aktuellen Meldung findet sich hierzu nichts.

Kennzahlen

 (in Mio. EUR) 1.1. – 31.03.2022 1.1. – 31.03.2023
Konzern-Gesamtumsatz 759,9 743,8
Konzernumsatz (annualisiert) 1,2 2.875,4 2.969,5
EBITDA Konzern gesamt  79,1 108,5
davon nicht operative Bestandteile des EBITDA -29,4 -58,7
EBITDA Konzern operativ 49,7 49,8
Konzernergebnis 1 34,2 70,1
  31.12.2022 31.03.2023
Vermögenswerte 2.185,8 2.209,2
  davon liquide Mittel 331,5 321,8
Verbindlichkeiten 1.611,2 1.573,4
  davon Finanzverbindlichkeiten 442,2 408,9
Eigenkapital ³ 574,6 635,8
Eigenkapitalquote ³ (in %) 26,3 28,8
Anzahl Mitarbeiter zum Stichtag 10.144 10.036

1) Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden entsprechend den Bestimmungen des IFRS 5 zu Vergleichszwecken angepasst.
2) Aus fortgeführten Geschäftsbereichen.
3) Inkl. Minderheiten.“ (Unternehmensmeldung 11.05.2023, Aurelius Equity Opportunities)

Anmerkung: Für das Q1/22 wurde neben derselben Tabelle auch in über 10 Zeilen die NAV-Berechnung hergeleitet. mit anschliessender Erläuterung der NAV-Ermittlung.

Wichtig ist, was diesmal alles keine Erwähnung wert ist.

Dass die Aurelius diesmal zu einer Unternehmensmeldung light greift, ist natürlich dem Management unbenommen. Für die Aktionäre und anderen Stakeholder wäre es bestimmt zur Einschätzung der Unternehmenslage schöner gewesen, in der früher gewohnten Ausführlichkeit informiert zu werden. Möglicherweise Folgen des angekündigten Börsensegment-Downgrades, um aussagegemäss Kosten zu sparen. Schade, wenn das zu Lasten der Transparenz gehen sollte. Interessant wird es jetzt, ob noch  Quartalsberichte in der gewohnten Ausführlichkeit und Klarheit veröffentlicht werden.

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Aurelius wieder da? Dafür spräche das laufende Aktienrückkaufprogramm als „Kursstütze“. Dazu endlich wieder mal ein nennenswerter Exit. Und die Perspektiven der wirtschaftlichen Situation der in den letzten Jahren in den Fokus gerückten „Grossinvestments“ im Rahmen des Coinvestmentstruktur mit dem neuen Aurelius-Fonds. Dagegen steht die undurchschaubare Struktur der Aurelius-Gruppe, der Transparenzverlust durch Börsensegmentdowngrade und die verhaltene Prognose für 2023. Und dann auch noch eine Quartals-Meldung, die mehr Fragen als Antworten lieferte. Dazu kräftiger Kursverfall seit der Eisntellung der m:access Zugehörigkeit. Ohne XETRA-Handel und mit Kommunikation, die kein Interesse mehr an den Aktionären des börsnenotierten Teils der Aurelius GROUP erkennen lässt. Einem Teil der erklärtermassen nicht mehr wichtig für die Finanzierungsstruktur der Aurelius GROUP ist. Dazu kommt die kapitalmarktfeindlcihe KGaA-Struktur, die letztendlich alle Entscheidungen beim Komplementär lässt –
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