publity, PREOS , GORE – viel hin und her. Ob immer logisch, sei dahin gestellt. Und am Ende? Transparenz?

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publity, PREOS , GORE - viel Bewegung. Ob immer logisch, sei dahin gestellt. Und am Ende? Transparenz?

publity, PREOS, GORE – es sit still heworden um das Trio miteinander verbundener Firmen. Gab wohl „nichts zu melden“. Zuletzt überraschte PREOS am 10.12.2022 mit der fristlosen Entlassung  ihres CEO „gemäss § 84 IV AktG. Bis heute gab es dazu keine Erläuterung oder Beschreibung der gründe, die zu diesem drastischen Schritt geführt hatten (Zur Vorgeschichte in Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 ,Teil5 und Teil 6 unserer Reihe „Eyemaxx, Northern Data, PREOS und publity – Geduldsspiel“.)

Heute bringen publity, PREOS, GORE ihre Aktionäre auf den „aktuellen Stand“

Zumindest melden alle drei Unternehmen Teilaspekte des „grossen“ Entwirrungs- und Beteiligungsreduzierungspakets. Sollte „der Anleger“ darüber zwischen der wirtschaftlichen Logik oder bilanziellen Nachvollziehbarkeit den Faden verlieren, wäre das nicht überraschend. Also zum aktuellen Stand laut „publity-Gruppe“:

publity, PREOS, GORE – Einbringen zu 3,00 EUR je Aktie, Sacheinlage für PREOS…

Heute heisst es in der Unternehmensmeldung der GORE folgendermassen

„(…)- Luxemburgisches Beteiligungsvehikel eines internationalen Versicherungskonzerns soll zwei luxemburgische Immobilienportfolios im (Netto-)Wert von nunmehr über insgesamt EUR 2 Mrd. in zwei Schritten in die GORE einbringen

Anmerkung nwm: Im Oktober war noch von rund einer Milliarde EUR die Rede. auch die jetzt geplanten zwei Schritte erscheinen neu.

– Einbringung der beiden Portfolios gegen Ausgabe neuer GORE-Aktien zu einem Wertansatz von voraussichtlich EUR 3,00 je neuer GORE-Aktie im Rahmen von zwei Sachkapitalerhöhungen bei der GORE

Anmerkung: Im Oktober war noch von einer Spanne von 2,00 bis 3,00 EUR die Rede. Offensichtlich ist die Substanz der Aktie doch „voraussichtlich“ höher, als der Aktienkurs suggerieren könnte.

– Jeweils Einbringung der neuen GORE-Aktien in Muttergesellschaft PREOS gegen Ausgabe neuer PREOS-Aktien zu einem Wertansatz von voraussichtlich EUR 5,20 je neuer PREOS-Aktie im Rahmen von zwei Sachkapitalerhöhungen bei der PREOS“

Nichts verstanden? Hier die ausführliche Version

„In einem ersten Schritt soll ein mittelbar von dem luxemburgischen Beteiligungsvehikel gehaltenes Portfolio von drei luxemburgischen Immobilien bzw. Immobilienprojektentwicklungen bestehend aus einer Beteiligungsholding und einem Debt Fonds mit einem (Netto-)Marktwert von rd. EUR 480 Mio. in die GORE im Wege einer Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe neuer GORE-Aktien eingebracht werden. Der für die GORE-Aktien anzusetzende Wert soll anhand des Börsenkurses und auf der Grundlage einer unabhängigen Unternehmensbewertung ermittelt werden und wird voraussichtlich bei EUR 3,00 je GORE-Aktie liegen.

In einem zweiten Schritt sollen die neu entstandenen GORE-Aktien in die PREOS im Wege einer Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe neuer PREOS-Aktien eingebracht werden. Der für die PREOS-Aktien anzusetzende Wert soll anhand des Börsenkurses und auf der Grundlage einer unabhängigen Unternehmensbewertung ermittelt werden und wird voraussichtlich bei EUR 5,20 je PREOS-Aktie liegen.

Wow:Die aktuell an der Börse für 2,83 EUR (14:30 Uhr, 03.03.)gehandelte PREOS-Aktie wird also mit einem „voraussichtlichen“ Wert von 5,20 EUR angesetzt.Weshalb die luxemburgischen Investoren eine derartige Transaktion durchführen? Scheint auf jeden Fall nicht auf den ersten Blick erschliessbar.
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Rheinmetall, Hensoldt – Aktien die seit letztem Donnerstag „hochgehandelt“ wurden. Für KKR Grund seine Hensoldt Beteiligung zu reduzieren, für Rheinmetall…
Kion Aktie profitiert von überzeugenden Ergebnissen in 2021, trotz Corona, trotz Lieferkettenproblemen, trotz steigender Rohstoffpreise…

Die Sachkapitalerhöhungen der PREOS und GORE sollen auf jeweiligen außerordentlichen Hauptversammlungen im zweiten Quartal 2022 beschlossen werden.

Im nächsten Schritt soll ein weiteres mittelbar von dem luxemburgischen Beteiligungsvehikel gehaltenes Portfolio von vier luxemburgischen Immobilien bzw. Immobilienprojektentwicklungen im (Netto-)Wert von insgesamt voraussichtlich rd. EUR 1,75 Mrd. in die GORE im Wege einer weiteren, für den Zeitraum zwischen dem 4. Quartal 2022 und dem 4. Quartal 2023 geplanten Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe weiterer neuer GORE-Aktien eingebracht werden. Der für diese neuen GORE-Aktien anzusetzende Wert soll – ermittelt auf Basis des Börsenkurses und auf der Grundlage einer unabhängigen Unternehmensbewertung – voraussichtlich ebenfalls bei EUR 3,00 je GORE-Aktie liegen.

In einem vierten Schritt sollen die infolge dieser weiteren Sachkapitalerhöhung neu entstandenen GORE-Aktien in die PREOS ebenfalls im Wege einer Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe neuer PREOS-Aktien eingebracht werden. Der für diese neuen PREOS-Aktien anzusetzende Wert soll gleichfalls anhand des Börsenkurses und auf der Grundlage einer unabhängigen Unternehmensbewertung ermittelt werden und wird voraussichtlich bei EUR 5,20 je PREOS-Aktie liegen.

Es ist geplant, dass die PREOS die von ihr infolge der vier Transaktionsschritte gehaltenen GORE-Aktien abverkauft.

Warum verkaufen die Luxemburger Investoren nicht „ihr Immobilienpaket“ selbe rund nutzen dann meinetwegen die Erlöse für eine Kapitaleinlage bei PREOS? Warum diese Vielfalt an Bewertungen, an Sacheinlagen. SPANNEND WIRD AUF JEDEN FALL DER VERÄUSSERUNGSERLÖS FÜR DIE GORE AKTIEN AUS DEM PREOS DEPOT.

publity, PREOS, GORE – Verwirrend

Die gleichen Transaktionen, die GORE in ihrer Unternehmensmeldung beschreibt, sind in einer zeitgleichen Meldung der PREOS aufgeführt, mit einem PREOS spezifischen Fazit:

„Im Ergebnis der Transaktion soll das luxemburgische Beteiligungsvehikel nach der ersten PREOS-Sachkapitalerhöhung im Umfang von rd. 44,7 % und nach der zweiten PREOS-Sachkapitalerhöhung im Umfang von rd. 79 % an der PREOS beteiligt sein und die PREOS ihre gesamte Beteiligung an der GORE abverkauft haben. Die PREOS-Mutter publity wird nach der ersten Sachkapitalerhöhung noch rd. 51 % der PREOS-Aktien halten und nach der zweiten PREOS-Sachkapitalerhöhung nur noch mit rd. 20 % an der PREOS beteiligt sein.“

Also: Nach Abschluss der ersten Sachkapitalerhöhung für Immobilien im Wert von rund 480 Mio EUR, die in GORE Aktien gewandelt als Sacheinlage in die PREOS eingebracht werden, beträgt die Beteiligung des luxemburgischen Vehikels rund 44,7 % (!). Nach Einbringung des zweiten Portfolios mit einem Wert von rund 1,75 Mrd EUR soll das luxemburgische Vehikel „79 %“ an der PREOS halten. Und das zu gleichen Bewertungskursen der GORE- und PREOS-Aktien. Wie das aufgehen soll, sollte mathematisch bestimmt zu lösen sein. Vielleicht hält das Vehikel bereits PREOS-Aktien? Wäre eine mögliche Erklärung der Prozentzahlen. Oder? Mehr Klarheit in der Unternehmensmeldung wäre auf jeden Fall hilfreich.

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publity, PREOS, GORE – und kein Wertberichtigungsbedarf?

Die Abläufe der Tochter PREOS und Enkelin GORE ergänzt publity mit seiner zeitgleichen Mail um die wichtige Aussage: „Die Beteiligung der publity an der PREOS wird nach der ersten PREOS-Sachkapitalerhöhung auf rd. 51 % und nach der zweiten PREOS-Sachkapitalerhöhung auf rd. 20 % abgeschmolzen sein.“

Also sollten die von publity gehaltenen Aktien an der PREOS zum derzeit aktuellen „Buchwert“ bewertet werden können, da ansonsten ein Hinweis auf mögliche negative bilanzielle Auswirkungen zu erwarten gewesen wäre. Oder? Würde bedeuten, dass publity „seine PREOS“ Aktien zum „voraussichtlichen Wert“ von 5,20 EUR bilanziert. Gut, dass das luxemburgische Vehikel diesen Wertansatz akzeptiert. Ansonsten wären wahrscheinlich Diskussionen über Bewertungsgewinne, Bewertungsansätze oder ähnliches aufgekommen.

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