Plug Power’s Aktie vor neuem Lauf? Südkorea Joint Venture gewinnt Energieversorger als Partner.

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Plug Power Aktie spannend.

Plug Power Inc. (ISIN: US72919P2020) ist auf dem Weg ein globaler Player im Geschäft mit „grünem Wasserstoff“ zu werden. Wobei der Kursaufschwung bis auf rund 31,00 USD erstmal verdaut werden musste, gestern ging die Aktie mit 28,43 USD aus dem Handel. Übertriebener Anstieg? Zu hohe Bewertung? Die annähernde Kursverdopplung seit Ende Juli scheint sehr viel vorwegzunehmen. Sie wurde befeuert durch die Gesetzgebung in den USA, die eine Steuergutschrift von bis zu 3,00 USD je KG in den USA-produziertem Wasserstoff vorsieht – abhängig von der CO2-Intensität. Bedeutet: Grüner Wasserstoff fällt in die Maximalförderstufe.Und Plug Power baut derzeit mit Hochdruck ein US-Produktionsnetzwerk für grünen Wasserstoff auf. Wäre also einer der Hauptprofiteure dieser Fördermassnahme (Einzelheiten dazu im INTERVIEW mit Andy Marsh).

Das allein rechtfertigt bestimmt nicht das aktuell erreichte Kursniveau der Amerikaner. Auch starke Kooperationspartner weltweit, Rückenwind durch die aktuellen Gesetzesinitiativen nicht nur im Heimatmarkt (REPowerEU) und grosse Auftragseingänge – dies alles allein rechtfertigt die aktuellen Kurse nicht, sie  müssen letztendlich mit Zahlen, Gewinnen, Umsätzen bestätigt werden. Dafür geschieht einiges bei Plug Power. Heute eine Meldung über die südkoreanischen Aktivitäten, die man gemeinsam mit einem der grössten Konglomerate Südkoreas – der SK Group – in einem Joint Venture „angeht“.

Koreanischer Energieversorger (10% Marktanteil) plant Decarbonisierung durch Produktion von grünem Ammoniak und Wasserstoff gemeinsam mit Plug Power Joint Venture

Als ersten Schritt meldet man aktuell den Abschluss eines MoU zwischen einer Tochter der SK Group, der SK E&S, der SK Plug Hyverse – Joint venture zwischen SK E&S und Plug Power – und der Korea Southeast Power Generation – südkoreanischer Energieversorger . Ziel der Zusammenarbeit sollen gemeinsame grüne Wasserstoff- und grüne Ammoniakprojekte im In- und Ausland sein.

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South-East Power plant, den Aufbau eines CO2-neutralen Ökosystems, indem es ein Unternehmen zur Stromerzeugung aus grünem Wasserstoff und Ammoniak aufbaut. Diese Absichtserklärung soll als „Eckpfeiler“ für das globale Handelszeitalter von sauberem, CO2-neutralem Wasserstoff dienen. Laut dem von der südkoreanischen Regierung im vergangenen Jahr veröffentlichten „Ersten Basisplan zur Umsetzung der Wasserstoffwirtschaft“ soll das Angebot an Wasserstoff von 220.000 Tonnen im Jahr 2020 auf 3,9 Millionen Tonnen im Jahr 2030 und 27,9 Millionen Tonnen im Jahr 2050 ausgebaut werden.

Plug Power ’s Andy Marsh sprach im Interview bereits von den mehr als 6 Mio geplanten Brennstoffzellenfahrzeugen in Südkorea

Um die erwartete Inlandsnachfrage nach Wasserstoff zu decken und die Nutzung von sauberem Wasserstoff auszuweiten, soll neben lokal produziertem blauem Wasserstoff grüner Wasserstoff an Standorten mit reichlich vorhandenen und wettbewerbsfähigen erneuerbaren Energieressourcen hergestellt und zu grünem Ammoniak synthetisiert oder in flüssigen Wasserstoff umgewandelt werden. Es geht hierbei um die kostengünstigere Transportfähigkeit über See von grünem Ammoniak, produziert in wind- oder sonnenreichen Regionen, wie Australien, arabische Halbinsel, Chile oder anderen.

SK Plug Hyverse, Plug Power, SK E&S wollen mit Korea South East Power den rasant wachsenden Markt abdecken

PEM-Elektrolyseure, die SK Plug Hyverse liefern will, sind laut Plug Power die einzige kommerziell erprobte Technologie mit einer schnelleren Startzeit als die alkalischen Elektrolyseure und einer überlegenen Lastreaktionsfähigkeit, wodurch sie effektiver mit der intermittierend (schwankende Produktionsmenge) erzeugten erneuerbaren Energie arbeiten können, um grünen Wasserstoff zu produzieren. Darüber hinaus seien PEM-Elektrolyseure für eine hohe Energiedichte und moderate Wartungskosten bekannt.

Dazu stellt i Young Lee, CEO des Joint Ventures SK Plug Hyverse und gleichzeitig Head of Global Hydrogen Business der SK E&S, fest: “We are thrilled to join forces with KOEN for endeavors to lead the transition of Korea into a carbon-neutral era. We are proactively developing opportunities throughout the clean hydrogen value chain to help building a competitive hydrogen portfolio for Korea and establishing a world leading clean hydrogen ecosystem in the country”

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Und Sang-pyo Eun, Vice president und Head of South-East Power’s „New Business Division“, ergänzt, “Utilization of hydrogen and ammonia is crucial for achieving national carbon neutrality and delaying the stranded capitalization of thermal power producing facilities. Given the local production capability of hydrogen and ammonia, it is vital to establish a hydrogen and ammonia supply chain from abroad. Using this MOU as an opportunity, we will reliably generate hydrogen and ammonia overseas with SK E&S, a leading firm in the hydrogen economy, and introduce it into Korea to become an energy company leading the national carbon neutrality and the hydrogen economy.”

MoU mit Potential – aber…

…erst wenn man konkrete Investitionen im Rahmen dieser Absichtserklärung veröffentlichen sollte, kann die Bedeutung für die operative Entwicklung Plug Powers und damit für Bilanz und GuV abgeschätzt werden. Aber definitiv hat Plug Power einen starker Partner gefunden und bestimmt hat die SK Group durch ihre Vernetzung in der südkoreanischen Wirtschaft hierfür den Ausschlag gegeben. Jetzt ist Plug Power am Zug durch die technischen Leistungsindikatoren seiner Technologie, Kostenreduktion durch Serienfertigung und schnellen Aufbau der lokalen Produktion von Elektrolyseuren in Südkorea, die möglichen Grossprojekte zu beschleunigen.

Passend zur Südkorea-Nachricht: Ein Ausschnitt aus dem Interview mit CEO Andy Marsh von Plug Power Inc.: Weltweit engagiert

nwm: Sie haben gerade Ihre Prognose für 2025 erneut bestätigt. Wie konservativ haben Sie in dieser Prognose die Entwicklungschancen der potenziell großvolumigen Joint Ventures auf allen Kontinenten (Fortescue, Acciona, Renault, SK Group,…) betrachtet?

Marsh: Wir haben sehr ehrgeizige Ziele für unsere Joint Ventures. Das Joint Venture mit Renault weist den Weg zu einem kompletten Ökosystem von Brennstoffzellen-LCVs, grünem Wasserstoff und Tankstellen in ganz Europa. Bis 2030 streben wir einen Marktanteil von 30 % am Brennstoffzellen-LCV-Markt in Europa an.

Gemeinsam mit Acciona wollen wir das Wachstum der Wasserstoffwirtschaft in den Bereichen Industrie, Mobilität und Pipelinegas in Europa beschleunigen.  Die Partnerschaft zielt darauf ab, bis 2030 einen Marktanteil von 20% an grünem Wasserstoff auf der Iberischen Halbinsel zu erreichen.

Die Zusammenarbeit mit der SK Group wird Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme, Wasserstofftankstellen, Elektrolyseure und grünen Wasserstoff für den koreanischen und andere asiatische Märkte bereitstellen. Die Partnerschaft umfasst eine strategische Investition der SK Group in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar in Plug . Diese Partnerschaft wird durch die Ziele der südkoreanischen Regierung für 2040 befeuert. Ihr Ziel ist eine Reihe von mehr als 6.000.000 Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen und 1.200 Wasserstofftankstellen.

Plug und Fortescue sind eine strategische Partnerschaft zur Herstellung von Elektrolyseurtechnologie in Australien eingegangen. Die Partnerschaft umfasst Pläne zum Bau einer Gigafactory in Queensland, Australien.  Im Rahmen der Vereinbarung wird FFI auch 250 Megawatt der Elektrolyseurlösungen von Plug erwerben, was in Zukunft auf  Brennstoffzellensysteme und andere wasserstoffbezogene Betankungs- und Speicherinfrastruktur erweitert werden könnte.  Die Partnerschaft soll  die weltweit führende Erfolgsbilanz von Fortescue bei der Innovation und Entwicklung großer integrierter Infrastrukturanlagen nutzen, um die Vision von FFI von grünem Wasserstoff zu verwirklichen. Im ersten Schritt will man bis 2030 15 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr zu produzieren.

UND ES GEHT IM INTERVIEW AUCH UM ZUKÜNFTIGE PRODUKTIONSZIELE FÜR GRÜNEN WASSERSTOFF — AUSWIRKUNGEN DER ERDGASPREIS-STEIGERUNGEN — NEUE PROJEKTE IN EUROPA — VISIONEN FÜR PLUG 2025 — ANDY MARSH’S ZEIT BEI PLUG POWER —

DEUTSCHE VERSION DES INTERVIEWS

ENGLISH VERSION OF THE INTERVIEW

 

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