LAIQON sorgt mit seinem KI-ETF-Geschäft für Aufmerksamkeit. Nur rund zehn Wochen nach dem Börsenstart hat der LAIQON EU AI ETF bereits ein Fondsvolumen von 90 Millionen Euro erreicht. Jetzt legt der Hamburger Vermögensverwalter nach und bringt gemeinsam mit Amundi einen weiteren KI-gesteuerten ETF an den Markt. Diesmal stehen amerikanische Aktien im Mittelpunkt. Für Anleger der LAIQON Aktie stellt sich die Frage: Entwickelt sich das Geschäft mit künstlicher Intelligenz zum nächsten großen Wachstumstreiber?
LAIQON EU AI ETF: 90 Millionen Euro in zehn Wochen
Der Start des ersten NextGen AI Active ETF von LAIQON scheint gelungen. Seit dem Börsenlisting am 18. August 2026 hat der LAIQON EU AI ETF (WKN: A42FBA) ein Fondsvolumen von 90 Millionen Euro aufgebaut.
Für einen neu eingeführten Fonds ist das ein beachtlicher Wert. Allerdings lässt sich aus dem Fondsvolumen allein noch nicht ablesen, wie profitabel das Produkt für LAIQON ist. Dafür sind unter anderem die tatsächlichen Mittelzuflüsse, die Gebührenstruktur und die Kosten entscheidend.
Dennoch zeigt die Entwicklung, dass die Kombination aus künstlicher Intelligenz und aktivem Portfoliomanagement bei Anlegern auf Interesse stößt.
LAIQON setzt dabei nicht einfach auf Aktien von KI-Unternehmen. Vielmehr nutzt der Vermögensverwalter seine eigene Technologie, um Anlageentscheidungen zu unterstützen.
Neuer US AI ETF: LAIQON nimmt den größten Aktienmarkt der Welt ins Visier
Mit dem LAIQON US Equity AI Optimized Active UCITS ETF (WKN: A42N8B) folgt nun das zweite Produkt der neuen ETF-Reihe.
Der Fonds startet am 3. November 2026 auf Xetra und ist außerdem über gettex, Tradegate und LS Exchange handelbar.
Im Mittelpunkt steht der amerikanische Aktienmarkt. Anders als klassische Indexfonds soll der LAIQON US AI ETF seine Aktienauswahl mithilfe künstlicher Intelligenz optimieren.
Das Ziel ist ambitioniert: Der Fonds möchte den MSCI USA Screened Index auf risikoadjustierter Basis übertreffen. Dafür soll das Portfolio bis zu 400 Aktien umfassen und mehr als 90 Prozent der Marktkapitalisierung des relevanten US-Anlageuniversums abdecken.
Ein Erfolg ist damit natürlich nicht garantiert. Gerade bei aktiven ETFs muss sich erst über längere Zeiträume zeigen, ob die Strategie nach Kosten tatsächlich einen Mehrwert gegenüber klassischen Indexprodukten bietet.
125 Millionen Datenpunkte täglich: KI soll den Unterschied machen
Technologisch setzt LAIQON auf eine selbst entwickelte KI-Plattform. Diese analysiert nach Unternehmensangaben täglich mehr als 125 Millionen Datenpunkte und erstellt daraus Prognosen zu Renditen, Risiken und Unsicherheiten einzelner Aktien.
Auf dieser Grundlage werden die Portfolios laufend überprüft und angepasst. Die endgültige Umsetzung bleibt beim Portfoliomanagement.
Das unterscheidet die Produkte von vielen klassischen KI-ETFs, die hauptsächlich in Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Software oder künstliche Intelligenz investieren.
Bei LAIQON ist die KI dagegen das Werkzeug zur Aktienauswahl.
Interessant ist auch die Zusammenarbeit mit Amundi. Europas größter Vermögensverwalter übernimmt erneut die Strukturierung und Verwaltung über seine ETF-as-a-Service-Plattform. LAIQON konzentriert sich auf die KI-gestützte Investmentstrategie.
Diese Arbeitsteilung könnte helfen, weitere Produkte auf den Markt zu bringen, ohne sämtliche administrativen Strukturen selbst aufbauen zu müssen.
LAIQON Aktie: Wird das ETF-Geschäft zum Wachstumsmotor?
Für die LAIQON Aktie ist die Entwicklung aus einem einfachen Grund interessant: Mit jedem zusätzlichen Euro Fondsvolumen wächst grundsätzlich die Basis für mögliche wiederkehrende Gebühreneinnahmen.
Wie viel davon tatsächlich bei LAIQON verbleibt, hängt allerdings von den vertraglichen Vereinbarungen mit den beteiligten Partnern und den jeweiligen Produktkosten ab.
Der erfolgreiche Start des EU AI ETF und die Einführung des US-Pendants zeigen zumindest, dass LAIQON seine KI-Technologie zunehmend in skalierbare Anlageprodukte überführt.
Sollte es gelingen, weitere größere Fondsvolumina aufzubauen, könnte sich daraus ein zusätzlicher Wachstumstreiber für das Unternehmen entwickeln.
Allerdings ist der ETF-Markt hart umkämpft. Große Anbieter wie iShares, Vanguard und Amundi verfügen über enorme Vertriebskraft und bieten zahlreiche kostengünstige Indexprodukte an. LAIQON muss deshalb beweisen, dass die eigene KI-Strategie langfristig genügend Anleger überzeugt.
KI-Fantasie bei LAIQON: Der nächste Schritt ist gemacht
Mit 90 Millionen Euro Fondsvolumen nach rund zehn Wochen hat LAIQON einen vielversprechenden Start hingelegt. Der neue US AI ETF erweitert das Angebot nun auf den größten Aktienmarkt der Welt.
Für die LAIQON Aktie könnte das eine interessante Entwicklung sein. Das Unternehmen baut ein Geschäftsfeld aus, das bei steigenden Fondsvolumina wiederkehrende Einnahmen ermöglichen kann.
Noch ist allerdings offen, wie stark die neuen ETFs tatsächlich zum Konzernergebnis beitragen werden. Auch die langfristige Performance der KI-gesteuerten Strategien muss sich erst beweisen.
Die kommenden Monate dürften deshalb spannend werden. Gelingt es LAIQON, den Erfolg des europäischen KI-ETFs in den USA zu wiederholen, könnte das ETF-Geschäft zunehmend an Bedeutung gewinnen.















