ITM Power Aktie 10% Plus.100 MW Auftrag? Vorauftrag erteilt. Rest müsste fast sicher sein. Aus Deutschland.

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Schaut man sich den Kurs der ITM Power (ISIN: GB00B0130H42) -Aktie an, sieht man, dass seit einem Zwischenhoch – sofern man bei einem Kurs von 118 GBPence von Hoch sprechen will –  der Kurs langsam wieder „in sich verfällt“. RWE Auftrag am 31.01. über 200 MW Elektrolyseur-Leistung brachte Aufmerksamkeit.

Und damit auch die Aktie wieder über 1,00 GBP. „Der“ Kapitalmarkt schien wieder Vertrauen in das arg von Personalquerelen und technischen Problemen gebeutelte Unternehmen zu fassen.  Jetzt fehlen – wie seinerzeit auch bei Nel immer wieder diskutiert, weitere Aufträge, die die positive Grundstimmung bestätigen könnten. Und so testete die Aktie in den letzten Monaten – auch ein Opfer der generellen Börsenstimmung gegen „Verlusteschreiber“ – immer neue Jahrestiefststände.

Nel Aktie – Umsatzüberraschung. Starker Umsatzanstieg – weit über Erwartungen. Dazu gestern 40 MW-Order…

DAS könnte sich nun kurzfristig ändern. Nachdem man vor kurzem die Gründung der deutschen Servietochter meldete, kommt nun wiede rBewegung aus Deutschland für die Aktie:

Heute 10% Kursplus – muss  nicht das Ende für die ITM Power Aktie sein.

ITM Power kann heute wohl mehr als die Hälfte der Ernte einfahren. Niemand bestellt – kostenpflichtig – Komponenten, wenn er sich nicht sehr sicher ist – darum sollte es gehen – beantragte Zuschüsse für ein Wasserstoffprojekt zu erhalten. Auch wenn formal erst nach Zuschussbescheid die Investitionsentscheidung fällt. Um keine Zeit zu verlieren bedient man sich „Kapazitätsreservierungsverträgen“, wie dieses Jahr bereits zweimal bei thyssenKrupp nucera. Oder der Reservierung von Herstellerkapazitäten, wie aus Kalifornien bei Nel für die Fueling-Sparte.

Deshalb – mehr als die halbe Miete, wenn ITM Power heute…

… meldet, die Vergabe eines Auftrags für die Beschaffung von Materialien und Komponenten mit langer Vorlaufzeit bekannt zu geben, die für die Herstellung der MEP30-Skids für ein 100-MW-Projekt in Deutschland erforderlich sind. Zu Recht „freut sich“ ITM Power über diesen Auftrag. Auch wenn die endgültige Investitionsentscheidung (FID) bereits in 2023 vom nicht gennanten Kunden getroffen werden soll, so hält man auf jeden Fall die Spekulationen lebendig. Wieder ein Auftrag von Linde/RWE? Oder diesmal ein anderer?  Dennis Schulz, CEO ITM Power sagte: „Dieser Auftrag ist eine wichtige Bestätigung unserer Technologie und unserer Fähigkeit, Projekte in großem Maßstab durchzuführen. Es wird das dritte 100-MW-Projekt sein, mit dessen Umsetzung wir betraut werden.“

Und wie der CEO sagt „It will be the third 100MW project we are entrusted to execute.” – nicht „würde“, „wird“. klarer und eindeutiger kann ein CEO nicht sein.

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Aktuell handelt die Aktie mit 84,02 GBPence (16:00 Uhr) endlich mal klar höher als zu den vor kurzem noch gesehenem Jahres-Tiefststand von  65,70 GBPence. Immer noch Pennystock, aber wer weiss was passiert, wenn die Order bestätigt wird. Die hochgesteckten Erwartungen und Hoffnungen, die vor einem Jahr noch die Firmenkommunikation und Ausgabepolitik geprägt hatten, gehören klar der Vergangenheit an. Und das neue Management versuchte gegenzusteuern: Fuhr ein striktes Sparprogramm, beendete teure „Ausflüge“, strich den geplanten Neubau einer Gigafactory auf der grünen Wiese, fokussierte sich auf das Stammwerk und beschloss nach Fortschritten der neuen strategischen Ausrichtung dessen Erweiterung um rund 50% Produktions- und Nutzfläche.

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Und die Auslieferungen der ITM Power Elektrolyseure laufen an – Linde und indirekter Hauptkunde RWE bleiben den Briten treu.

Nachdem man die technologischen Probleme und Haftungs- und Garantierisiken gelöst zu haben scheint,  hat man in den letzten Monaten mit Berichten über erfolgreiche Testläufe, fertiggestellte Elektrolyseure, Kundenvorführungen funktionsfähiger Anlagen versucht, das Vertrauen in die technologische Leistunsgfähigkeit der ITM Power zu stärken. Und jetzt fühlt man sich – sowohl finanziell, als auch technologisch-  in der Lage den Markt aggressiver und offensiver anzugehen.

Folgerichtig – Präsenz, Service am Hauptmarkt. ITM Power goes Germany.

Dahin, woher auhc der neue – oder alte – Kunde kommt. Vielelciht hat diese Gründung die „Bestellung“ psoitiv beeinflusst? Die neugegründete  ITM Power Germany GmbH soll im Oktober dieses Jahres offiziell ihre Türen in Linden nördlich von Frankfurt eröffnen. Hiermit möchte ITM Power – nach eigenen Worten – „seine Position als führender Hersteller von Großelektrolyseuren für aktuelle Projekte in Deutschland und ganz Europa“ zementieren. Und nimmt von seinem deutschen Sitz aus zukünftige Projekte, die sich jetzt in der Ausschreibungsphase befinden, in den Blick, Erinnert an die asusagen Nel’s, die ebenfalls sich auf die aktuell laufenden grossen Ausschreibungen konzentrieren wollen.

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Offensichtlich sieht man in den Chefetagen der Wasserstoffplayer in Kundennähe inclusive umfassender Servieeinrichtugnen den richtigen Weg sich „die grossen Aufträge“ zu sichern. Und Deutschland ist offensichtlich ein attraktiver und im Rahmen des RePowerEU-Programms auch grosser Teilmarkt innerhalb der EU. So klotzen die Briten mit ihrer Service- und Vertriebstochter:

In der Erstausstattung sollen die neuen Einrichtungen von ITM Power Germany über Büroräume für mehr als 50 Mitarbeiter sowie ein Lager mit Spezialausrüstung für die Lagerung der ITM Stacks verfügen, die für den schnellen Einsatz als After-Sales-Ersatzteile bereitstehen sollen. Dadurch will man die Reaktionszeit gegenüber Kunden minimieren und so die entsprechenden Servicezusagen erfüllen. Ähnlich wie Plug Power im Duisburger Hafen will man Einrichtungen für Reparatur und Wartung, sowie für die Schulung von Kunden und Partnern am Standort vorhalten.

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H2-Update – Weitere 3,7 Mrd EUR vom Europäischen Innovationsfonds bewilligt. News ThyssenKrupp nucera, Nel, Nikola, Everfuel, Plug Power, ITM Power, DEUTZ.

ITM Power muss in die EU, um an den EU-Programmen optimal zu profitieren.

Dennis Schulz, CEO, fasst es in worte: “This expansion in Germany will not only support responsive aftersales in the heart of the EU as our core market today, but will also be home for various business functions that are enablers for ITM’s accelerated growth. As we are scaling our operations, this is a major step in gearing up for an increasing degree of local content creation in the EU.”

Es geht um das sammeln von Nutzer- und Leistungsdaten, um fortlaufend Produkt- und Technologieverbesserungen zu prüfen und umzusetzen. Diese Tätigkeiten sollen in Deutschland implemnetiert werden. es geht um das „Serviceangebot“, um zusätzliche iaufende Einnahmen aus einem zu definierenden Geschäftsmodell „Fernüberwachung/-betrieb“. Um vorausschauende Wartung sowie kommerzielle Berechenbarkeit rund um verschärfte Systemleistungsgarantien. Diese Aktivitäten sollen von einem neuen globalen Team für Daten und industrielles IoT geleitet werden, das seinen Sitz in Linden haben wird. Ebenfalls soll von Linden aus das globale „Business Development“ verantwortet werden. Es geht also auch um Kernfunktionen des ITM Power Konzerns.

Wertschöpfung innerhalb der EU wird – angesichts der Protektionismusdiskussionen rund um den InflationReductionAct der US-Regierung – möglicherweise Voraussetzung für EU-konforme Förderung für Aufträge an Technologielieferanten wie ITM Power sein. Hier handelt ITM Power proaktiv.
Wachstum mit Augenmass

Eine Schlüsselkomponente des 12-monatigen Prioritätenplans des neuen CEO’s und seines Teams, der im Januar diesen Jahres festgelegt wurde, war die Beseitigung von Engpässen bei Herstellung, Prüfung und Produktvalidierung. Die Erweiterung soll es ermöglichen, ein F&E- und Produktvalidierungszentrum zu schaffen, das wissenschaftliche Labors und Testeinrichtungen für zukünftige Technologieentwicklungen umfassen soll. Und damit sollen die vorhandenen Flächen im Bessemer Park effektiver für eine höhere Produktionsmenge genutzt werden können.

Geht auch um Konzentration und Reibungsverluste,die durch einen zentralen Standort entfallen sollen.

ITM-Mitarbeiter arbeiten heute an verschiedenen Standorten in Sheffield, und das Management beabsichtigt, die gesamte Belegschaft und den Geschäftsbetrieb in Bessemer Park zu konsolidieren, sowohl in der bestehenden Betriebsfläche, als auch in der angekündigten zusätzlichen Fläche. Und dass man hier keine Zwischenlösung plant, sondern langfristig zeigt die anfängliche Mietdauer von 15 Jahren über mehr als 83.000 Quadratfuß (rund 7.710 Quadratmeter). Wobei der Ausbau der Labore und Validierungsbereiche gegen Ende 2023 beginnen soll, um die Einrichtung Anfang 2024 zu beziehen.

CEO Dennis Schulz sieht sich auf gutem Weg der Planerreichung des ITM Power „Rettungsplans“ oder wie es heisst „12-Monatsplans“.

Anlässlich der Flächenanmietung sagte Dennis Schulz „We are well on track on delivering against our 12-month plan laid out in January. One of our priorities was the need for ITM to strengthen product validation and to debottleneck factory space and product testing. Today’s announcement is not only a critically important step on our journey to scale up manufacturing, but it will also enable the focussed development of future technologies.“ Und zur Erinnerung, wo ITM Power derzeit steht, nochmals die Selbsterkenntnis des neuen Managements, dass beim Aufräumen offensichtlich so viele Fortschritte gemacht hat, dass man jetzt wieder an Wachstum und Ausbau der Kapazitäten denken kann:

We raised capital to pursue an aggressive expansion strategyIn doing so we underestimated the competencies and capabilities required to transition from an R&D
company to a volume manufacturer of an industrial
product

so in der  ITM Power „presentation interim results“, 31.01.2023, erläutert. Auf diesem schweren Weg konnte ITM Power offensichtlich Fortschritte erreichen. Die technischen Probleme, deren Garantieleistungen bereits letztes Jahr neue Aufträge beinahe „verboten“ und die Auslieferungen verzögerten, sind wohl gelöst. Anders kann ein Firmentweet vom 1. März nicht gedeutet werden: „Our CEO @DS_DennisSchulz said:

„This validation is an encouraging sign we are progressing in the right direction….

Worum geht’s? Für den Linde-Kunden Infineon konnte der – bisher grösste – Elektrolyseur aus ITM Produktion erfolgreich getestet werden und ist somit lieferbar. „Another successful Factory Acceptance Test (FAT)! Today, our customer @Lindeplc witness tested & verified FAT. Once shipped, this electrolyser, our 3MEP20 Plug & Play Container, will produce the first green hydrogen to be used in@Infineon’s semiconductor manufacturing process.“ Geht also langsam voran. Wichtig ist, dass durch die Auslieferung dieses 2 MW Elektrolyseurs die Argumentation der Linde-Verkaufsteams ein stück einfacher werden, um weitere Aufträge zu akquirieren und den Auftragsstau abzuarbeiten – bei in diesem Jahr um 30% zu reduzierenden Personalkosten ( Minus 9 Mio GBP auf 21 Mio GBP p.a.)

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ITM Power Aktie hat mehrere Trümpfe  – neben knapp 320 Mio GBP Cash. Linde als starken „Verkäufer“ und „Ingenieurdienstleiter“ mit Grossprojekterfahrung. ( Jetzt) Klare Fokussierung auf Core-Produkte, „Nebenarme“ wurden geschlossen, gestoppt und gestrichen.

ITM Power profitiert weiterhin von einer starken Bilanz mit aktuellen Barmitteln von knapp 320 Mio GBP – Stand Oktober 2022. Und man konzentriert sich verstärkt auf operatives Cash- und Kostenmanagement – wie zuletzt die verschobenen oder für immer aufgegebenen Investitionspläne für eine brandneue Gigafactory zeigten. Erstmal hat man erkannt, dass man den bestehenden Standort ausbauen und „zum funktionieren“ bringen muss, wenn man die grossindustrielle Serienfertigung erreichen will. Und so spart man an allen Ecken und Enden – Grossmannssucht scheint vorbei – einzige Chance zu Überleben und vielleicht doch noch die ehrgeizigen Ziele zu erreichen.

So spart man allein durch die eigentlich schon fest vereinbarte Gigafactory in Sheffield Gesamtkosten voraussichtlich in der Größenordnung von 50 bis 55 Mio GBP. Zusätzlich zu den Grundstückskosten in Höhe von 13,4 Mio GBP, die möglicherweise trotzdem fällig werden, da man schon im Frühjahr2022  den Landkauf vereinbart hatte.

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Linde, Überwinden der technischen Probleme, Kostenreduktion, Fokussierung auf Core-Produkte,Fortschritte bei den technischen Problemen und jetzt eine Expansion mit Augenmass – könnte vielleicht doch noch was aus ITM Power werden. Sollte es gelingen, in den anstehenden Vergaberunden für die „grösseren Elektrolyseur-Aufträge“ zu punkten, dann wäre trotz extremer Anlaufprobleme noch etwas möglich. Hierbei ist die Partnerschaft mit Linde bestimmt das schwerste Pfund – und der Linde-Hintergrund des neuen CEO schadet hierbei bestimmt nicht…
Aber ITM Power ist derzeit „ganz unten“. Und in der schnelllebigen Wasserstoffwelt kann man sich nicht mehr viele Fehler leisten. Also eine – hochriskante Wette auf eine bodenständigere Strategie. Denn der neue CEO – mit Linde Stallgeruch -verzichtete auf einige jetzt grössenwahnsinnig erscheinende Ideen der vergangenen Jahre. Und geht jetzt mit der deutschen Tochtergesellschaft direkt zum Hauptmarkt und Hauptkunden. Folgerichtig. Wenn jetzt noch das dritte 100 MW-Elektrolyseur-„Paket2 verkauft werden könnte…
Nel RWE Plug Power Bloom Energy
Chart ITM Power Aktie | Powered by GOYAX.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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