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Der netzunabhängige Telekommunikationsanbieter Drillisch AG (ISIN: DE0005545503) wächst durch die jüngsten Zukäufe von yourfone und Phone House Deutschland weiter zügig.

Die Notwendigkeit, jetzt möglichst schnell viele Neukunden zu akquirieren, ist auf einen im Juni letzen Jahres geschlossenen Deal mit Telefonica Deutschland zurückzuführen. Dieser legt fest, dass Drillisch in den kommenden fünf Jahren 20% mehr an Netzkapazitäten anmieten muss.

Telefonica-Deal war Ergebnis der Übernahme von E-Plus

Die Vereinbarung kam im Rahmen der angestrebten Übernahme von E-Plus durch Telefonica Deutschland zustande. Die Münchener wollten mit diesem Schritt die anstehende Entscheidung der Europäischen Kommission zur Fusion positiv beeinflussen. Es sollten damit wettbewerbsrechtliche Bedenken ausgeräumt werden. Die Kommission stimmte der Übernahme von E-Plus letztendlich auch zu.

Für Drillisch bedeutete das, die schrittweise Aufstockung der Netzkapazität um 20%. Zudem erhielten die Maintaler noch eine Option zur Erhöhung der Kapazität von bis zu 10%. Um jedoch die Netzkapazitäten auch gewinnbringend nutzen zu können, muss zukünftig ein entsprechendes Kundenwachstum damit einhergehen. Logische Folge: Drillisch hat Ausschau nach Zukäufen gehalten und bereits zwei gefunden.     

Kauf von yourfone und Phone House Deutschland

Im November unterschrieb Drillisch zunächst eine Absichtserklärung mit Telefonica Deutschland über den Kauf der E-Plus-Tochter yourfone GmbH. Inbegriffen alle Markenrechte und Kunden. Im Januar dieses Jahres ging der Deal dann über die Bühne. Einen Betrag im zweistelligen mittleren bis hohen Millionenbereich hat Drillisch für yourfone bezahlt und mit einem Schlag 235.000 neue Kunden hinzugewonnen. Im gleichen Zuge übernahm man zu einem symbolischen Preis 300 E-Plus und o2 Filialen und wagte damit den Schritt weg vom reinen Onlineprovider.

Daran anschließend kaufte Drillisch im April 2015 auch noch die Phone House Deutschland GmbH vom britischen Unternehmen Dixons Carphone plc. Phone House zählt mit einer Vermittlung von jährlich 1 Mio. Teilnehmer und einem Umsatz von 350 Mio. EUR zu den größten Distributoren von Mobilfunk- und Festnetzverträgen sowie von Smartphones und Zubehör.

Darüber hinaus gab Drillisch zuletzt bekannt, dass man sich auf eine Kooperation mit dem Kabelnetzbetreiber Tele Columbus AG (ISIN: DE000TCAG172) geeinigt hat. Auch diese Partnerschaft ist in Hinblick auf die Neukundengewinnung und der Expansion von Drillisch einzuordnen.

Gute Q1-Zahlen unterstreichen erfolgreiche Expansion

Das erste Quartal stand ganz im Zeichen der Akquisition von yourfone. Die Kundenanzahl wuchs von Ende 2014 bis Ende März um 291.000. Der Großteil dieses Wachstums ist wie erwähnt der Übernahme der E-Plus Tochter zu verdanken. Bezogen auf den Stichtag Q1 2014 ist der Kundenbestand von Drillisch um 22% auf insgesamt 2,36 Mio. (Q1 2014: 1,94 Mio.) gewachsen.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 39,1% auf 99,2 Mio. EUR (Q1 2014: 71,3 Mio. EUR). Beim Konzernergebnis konnte Drillisch sich um 22,8% auf 15,8 Mio. EUR (Q1 2014: 12,2 Mio. EUR) steigern. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand ein EBITDA von 95-100 Mio. EUR (2014: 85,1 Mio. EUR).

Keinerlei Störung: Steigender Kurs und steigende Dividende

Wer sich vor fünf Jahren entschlossen hat, Aktionär von Drillisch zu werden, wird sich heute – sofern er der Aktie treu geblieben ist – über eine Verzehnfachung des Kurses freuen. Allein seit Anfang des Jahres ist die Aktie von Drillisch von 30,29 EUR auf aktuell 44,72 EUR angestiegen, was einem Plus von 14,43% entspricht.

Darüber hinaus verfolgt Drillisch bereits seit einigen Jahren eine großzügige Dividendenpolitik. Auch in diesem Jahr werden die Aktionäre mit einer Erhöhung der Dividende von mindestens 6,25% auf 1,70 EUR je Aktie belohnt.

Drillisch zieht aber nicht nur Privatinvestoren an. Die zuletzt gemachten Akquisitionen und die Marschroute des Managements hat auch United Internet AG (ISIN: DE0005089031) dazu veranlasst, ihren Anteil an Drillisch-Aktien auf 20,7% aufzustocken. Ob United Internet damit eine spätere Übernahme vorbereitet, bleibt Spekulation. United-Chef Dommermuth hat dies zuletzt jedenfalls dementiert.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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