Wolftank Adisa dritter „Wasserstoff“-Vertrag 2023. Und wieder geht es um mobile Lösungen. Australien. Neuseeland.

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wolftank-adisa Wasserstoff

Wolftank-Adisa Holding AG (SIN: AT0000A25NJ6) – Aktie ist ein typischer Microcap: Wenig liquider Handel, bereits kleinere Stückzahlen führen zu Kursausschlägen. Wer das berücksichtigt, kann natürlich gerade unter den „kleinen Werten“ durchaus spannende Storys identifizieren.

Die neben einem erhöhten Risiko natürlich auch möglicherweise ein höheres Kurspotential im Erfolgsfall aufweisen. Und im Wasserstoffsektor gab es in der Vergangenheit einige Small- oder MicroCaps, die eine atemberaubende Kursentwicklung hinlegten und danach krachend scheiterten. Andere werden – noch? – mit einer Marktkapitalisierung ,die ein Vielfaches ihrer aktuellen Umsätze (!) ausmachen, bewertet. Die Börse handelt Zukunft. Wolftank-Adisa steht nicht im Verdacht einer totalen Übertreibung. Einer Marktkapitalisierung von knapp 69 Mio EUR stehen Umsätze im ersten Halbjahr 2022 von rund 29 Mio EUR und einem immerhin positiven EBITDA von 1,4 Mio EUR gegenüber. Aber spannender ist das, was in den nächsten Jahren aus der Wolftank-Adisa wird – oder eben nicht.

Ambitionierte Wasserstoffpläne der Wolftank-Adisa. Finden heute Fortsetzung Nummer 3 in 2023 – beeindruckende Frequenz.

Sollten die ambitionierten Pläne – insbesondere im Bereich Wasserstoff und Flüssiggas – umgesetzt werden können, wäre die Wolftank-Adisa Aktie durchaus einen zweiten Blick wert.  Man ist auf Wachstum ausgerichtet oder wie Peter Werth, CEO der Wolftank Group bei Vorlage der Halbjahresergebnisse meinte: „Nach den Turbulenzen der letzten beiden Jahre liegt ein gutes erstes Halbjahr hinter uns. Die Energiemärkte waren stark in Bewegung, aber wir konnten unseren Aufholkurs fortsetzen. (…). Nur so können wir jetzt im anziehenden Marktumfeld aus unserem vollen Potenzial schöpfen. Und der Trend zeigt klar nach oben“, sagt. Die Gruppe beschäftigt rund 280 Mitarbeiter:innen (31.12.2021:  267) in 7 Ländern.

Nach der am 16. Januar gemeldeten Kooperation mit ARTHUR BUS GmbH, einem Hersteller emissionsfreier Busse für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in Städten und regionalen Gemeinden, zur Weiterentwicklung und Auslieferung von mobilen Wasserstoff-Tankcontainern, kam am 24. Januar der nächste Schlag: Wolftank-Adisa ist im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung von TPER – ÖPNV-Anbieter in der italienischen Region Emilia Romagna – als operativ-industrieller Partner für ein gemeinsames Konsortium ausgewählt worden, das für integrierte Wasserstoff-Tanksysteme für Busse verantwortlich sein soll.

Und heute geht’s down-under mit den mobilen Wasserstofftankanlagen von Wolftank-Adisa.

Für ein Unternehmen mit der Grösse der Innsbrucker kann das Tempo beim Eingehen neuer Initiativen oder Kooperationen schon beeindrucken. Heute meldet man eine Vertriebsvereinbarung mit EnerMech, einem internationalen Spezialisten für die Bereitstellung integrierter Liefer-, Betriebs-, Wartungs- und Ingenieurlösungen. In Kooperation sollen Wolftank-Wasserstofftankstellen (HRS) an die australische und neuseeländische Industrie geliefert werden, wo Unternehmen ihre Transportflotten von fossilen Brennstoffen unabhängig machenwollen.

Und hierbei soll der australische Zweig des globalen integrierten Lösungsanbieters EnerMech die Wasserstofftankstellen der Wolftank Group liefern, installieren, in Betrieb nehmen und warten. Erste Kundenaufträge sind bereits eingegangen: Gemeinsam planen die beiden Unternehmen, mobile Wasserstofftankstellen an verschiedenen australischen Standorten zu installieren.

Geht um Bergbau und andere „weit weg der Zivilisation“-Einsatzfelder

Die mobile Wasserstoff-Betankungslösung von Wolftank-Adisa eigne sich besonders für Sektoren wie den Bergbau, wo die Baustellen in der Regel an abgelegenen Orten lägen und bis dato kaum oder keine Möglichkeiten zur Wasserstoffbetankung vorhanden sei. Dank der Technologie von Wolftank können wasserstoffbetriebene Fahrzeuge genauso schnell betankt werden wie herkömmliche benzin- oder dieselbetriebene Fahrzeuge. Und der Partner EnerMech hat bereits in der Vergangenheit große Wasserstoff- und LNG-Projekte im asiatisch-pazifischen Raum begleitet und ist in der Lage, fachkundige Unterstützung für schlüsselfertige Komplettlösungen zu bieten, von mechanischen und elektrischen Dienstleistungen bis hin zur vollständigen Inbetriebnahme der Anlage.

Garry Ford, Regionaldirektor Asien-Pazifik von EnerMech, sagte: „Wasserstoff erzeugt keine Kohlendioxidemissionen und ist eine flexible, lagerfähige und sichere Alternative für Unternehmen in transportintensiven Sektoren wie Bergbau und Schwertransport, in denen die Betriebe oft an abgelegenen Orten angesiedelt sind. Eine der größten Herausforderungen ist jedoch das Fehlen einer Betankungsinfrastruktur in diesen entlegenen Gebieten, die den Einsatz von Wasserstoff möglich machen würde.

Aus diesem Grund wird die mobile Wasserstofftankstelle (HRS) von Wolftank einen entscheidenden Unterschied machen.

Wir freuen uns sehr, mit einem so zukunftsorientierten und vertrauenswürdigen Unternehmen wie Wolftank zusammenzuarbeiten, das seine Kunden nachweislich bei der Verwirklichung umweltfreundlicher Nachhaltigkeitsziele im Verkehr unterstützt. Unser Unternehmen ist schon seit einiger Zeit im Bereich Wasserstoff tätig, und diese Partnerschaft positioniert EnerMech für weiteres Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien.“

„Wir liefern unsere innovativen Wasserstofftechnologien in rund ein Dutzend Länder, vom Transport über die Umwandlung in Strom bis hin zur Verteilung mit mobilen oder stationären Betankungssystemen. Mit EnerMech haben wir einen perfekten Partner gefunden, um nun auch Australien und Neuseeland mit unseren Lösungen zu versorgen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Expansionskurs. Unser Ziel ist es, überall auf der Welt die notwendige Infrastruktur für eine emissionsfreie Zukunft mit aufzubauen“, so Peter Werth, CEO der Wolftank Gruppe.

Zuletzt gab es eine Kapitalerhöhung – 10% mehr Aktien zu einem Bezugspreis von 14,01 EUR. Neuer starker Aktionär.

Am 15.12.2022 konnte Wolftank den erfolgreichen  Vollzug einer Kapitalerhöhung melden. Knapp 6 Mio EUR für weiteres Wachstum. Rund 78% der neuen Aktien (entspricht rund 6,8% des Grundkapitals nach Durchführung der Kapitalerhöhung) wurden von einem strategischen Partner, Baywobau Invest GmbH mit dem Sitz in Grünwald bei München, gezeichnet. Baywobau soll das weitere Wachstum unterstützen und vor allem die Abwicklung von entsprechend größeren Projekten ermöglichen.

Als Begründung für den Kapitalbedarf nannte Wolftank-Adisa eine derzeit „erhöhte Anzahl an Anfragen im Bereich Betankungsanlagen für erneuerbare Energien und Umweltsanierung der bestehenden europäischen Betankungsinfrastruktur“ und die Besetzung des Marktes soll „durch strategische Partnerschaften bzw. Beteiligungen unterstützt werden“. Zuletzt überraschte Wolftank mit einer Kooperation mit SFC Energy und auch die Kooperation mit Kuwait Petroleum Italia, die aus Italien das Europageschäft mit mehr als 3.000 Tankstellen unter der Marke „Q8“ leitet, sollte Früchte tragen können.

Und so erhalten die grossen Pläne der Innsbrucker immer mehr Substanz. Dazu ein finanzstarker Partner im Hintergrund mit der Baywobei Invest GmbH, der Wachstum finanzieren könnte. Da kommen die drei neuen Verträge und Rahmenvereinbarungen im „Wasserstoffbereich“ in 2023 gerade recht. Hinzukommt ein sich von den coronabedingten Rückschlägen schnell erholendes Basisgeschäft. Also: Könnte was werden…

Chart: Wolftank-Adisa AG |Powered by GOYAX.de
fashionette kann 2022 nicht überzeugen. 2023 wird entscheidend.
Bechtle trifft Erwartungen. Aber reicht das für mehr bei der Aktie?

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