wallstreet:online Aktie vor Neubewertung? Fallstudie 2026 nachgefragt. CEO Hach: „Jeder weitere Kunde stärkt unsere Finanzbasis…“

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wallstreet:online Aktie, demnächst die Smartbroker Holding AG Aktie, hält sich derzeit „zu den Wettbewerbern“, wie zB eine flatexDEGIRO Aktie, wesentlich besser. Woran es liegt? Vielleicht an den Erwartungen für Umsatz und Profitabilität durch die Transformation, die der Konzern derzeit vollzieht – aus eigener Kraft.

Vom Portalbetreiber mit schwankenden Erträgen hin zu einem modernen Finanzdienstleister mit berechenbareren Einnahmen, der Portalgeschäft und Trading verzahnt – wallstreet:online Aktie mehr als Portalgeschäft mit Brokerage Tochter. Synergien heben ist das Motto. Abläufe verzahnen. Und mit den Erträgen des Portalgeschäfts wurden/ werden allein in 2021 und 2022 insgesamt rund 20 Mio EUR in den Ausbau des „Smartbroker“-Geschäfts investiert – wie gesagt aus eigener Kraft. Auf der Hauptversammlung am 26.06.2022 sprach man neben der Namensänderung der Gesellschaft, der den zukünftigen Umsatzschwerpunkt des Konzerns in den Mittelpunkt rückt, auch über die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022 und über „das was möglich wird“ – Fallstudie 2026.

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Smartbroker 2.0 in Verbindung mit der erwarteten Genehmigungserweiterung soll noch in 2022 das Brokerage-Geschäft auf eine neue, breitergefasste Ertragsbasis stellen – wallstreet:online Aktie 2.0 ?

Während das Geschäftsjahr 2022 umsatz- und ertragstechnisch trotz des erwarteten, hohen Umsatz-Wachstums von 25% eher als Übergangsjahr erscheint, werden derzeit die Weichen gestellt zukünftig ein „wesentlich grösseres Stück“ der Smartbroker-Umsätze auf eigene Rechnung zu verbuchen. Sobald die entsprechende Genehmigunsgerweiterung der BAFin für die Wallstreet:online Capital AG, respektive zukünftig „Smartbroker AG“ vorliegt, kann man auf die „Partnerbank“ verzichten.Und wird so die Kennziffern der wallstreet:online Aktie kräftig verbessern können – zumindest wenn man die „hochgerechneten“ Umsätze von 163 Mio EUR in 2026 mit einem „hochgerechneten“ EBITDA von 61 Mio EUR erreichen sollte. (HIER DIE PRÄSENTATION VON DER HV, ab Seite 27 „Case study 2026“)

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Und das Unternehemn hinter der wallstreet:online Aktie wird so von einem reinen Depot-Vermittler zum „Eigenen Broker“ der statt einer festen Marge je Trade auf einmal eine steigende Marge je Trade erzielen kann (Fixkostenblock mit geringen variablen Kosten). Dazu kommt die Möglichkeit den Smartbroker 2.0-Kunden Cryptohandel anzubieten und die aktuell immer interessanter werdende Möglichkeit, eine Zinsmarge zu vereinnahmen. Spannende Möglichkeiten – die auf der HV in einer Falllstudie 2026 „hochgerechnet“ wurden. Grund dem CEO Matthias Hach der „Smartbroker Holding AG“ einige Fragen zu stellen:

Bevor wir zu der Case Study 2026 kommen, die zeigt “wohin der Zug fahren soll”, noch zwei Fragen zu Ihrem Forecast 2022. Sie reden von 25 % Konzernumsatzwachstum bei 55.000 Depotneueröffnungen in 2022. In den Folgejahren rechnen Sie mit wesentlich mehr Depoteröffnungen, weshalb ist 2022 noch “gebremst”, wenn man bei 55.000 Neukunden davon sprechen mag?

Hach: 2022 ist für uns ein Übergangsjahr: Wir wollen im zweiten Halbjahr mit Smartbroker 2.0 durchstarten und stecken dafür nahezu unsere gesamte Energie in die Entwicklung. Deshalb halten wir uns zurzeit mit Werbung zurück: Erst wenn das neue System gestartet ist und fehlerfrei läuft, werden wir die Neukundenansprache wieder hochfahren. Was man dabei auch nicht vergessen darf: Jeder Kunde, der jetzt noch in der „alten“ Smartbroker-Welt ein Depot eröffnet, muss dann in ein paar Monaten auf unsere eigene IT-Infrastruktur transferiert werden und diesen Aufwand wollen wir möglichst klein halten – auch im Interesse der Kunden.

In der zweiten jahreshälfte 2022 soll der Smartbroker 2.0 gelauncht werden. Warum versprechen Sie sich auf der Ertragsseite für die “Smartbroker”-Gruppe einen derartig grossen Hebel?

Hach: Zum einen können wir erstmals im großen Stil in den sozialen Medien werben, was insgesamt zu einem günstigeren Marketing-Mix führen wird. Ohne eigene App war das bislang immer schwierig. Wir sprechen künftig also eine deutlich breitere Zielgruppe an und wir rechnen gleichzeitig mit mehr Trades pro Kunde. Gleichzeitig sinken die Kosten aufgrund von Skaleneffekten. Zum anderen ergeben sich durch das neue Geschäftsmodell zahlreiche Vorteile: Zum Beispiel müssen wir künftig keinen Umsatzanteil mehr an eine Partnerbank zahlen. Mit Smartbroker 2.0 profitieren wir auch von einer möglichen Zinsmarge, außerdem werden wir in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen. Auf der Medienseite tut sich ebenfalls etwas: Aktuell arbeiten wir an verschiedenen Paid-Content-Lösungen, beispielsweise im Zusammenhang mit einem eigenen Börsenbrief. Mittelfristig sehen wir sogar noch weiteres Umsatzpotenzial, beispielsweise durch Kooperationsmöglichkeiten im White-Label-Format und die erweiterte Integration des Smartbrokers in unsere Finanzportale.

Nun zur Fallstudie 2026; Sie rechnen in Ihrer “Fallstudie 2026” ab 2023 mit durchschnittlich 75.000 Neukunden und 30 Trades je Kunde/Jahr. Wie wollen Sie  diese Schlagzahl erreichen und sind Ihre Strukturen überhaupt in der Lage solche Zuwächse zu verarbeiten? In der Anfamgsphase gab es ja relative lange Wartezeiten für Neukunden bis ihre Depots eröffnet wurden.

Hach: Das ist leider wahr und mit den langen Wartezeiten waren wir selbst auch alles andere als zufrieden. Diese Situation war aber zwei Faktoren geschuldet: Zum einen ist der Smartbroker in den ersten Monaten deutlich stärker gewachsen, als wir es erwartet hatten. Vor allem während der Phase um den Gamestop-Hype wurden wir förmlich mit Depotanträgen überrannt, für diesen Ansturm hatten wir einfach nicht genügend Personal. Zum anderen hat Corona und der damit verbundene Lockdown das Recruiting deutlich erschwert:

Der Markt war wie leergefegt, denn in so unsicheren Zeiten wollen nur wenige Menschen wechseln und ein berufliches Risiko wagen inklusive neuer Probezeit. Zum Glück befinden wir uns inzwischen in einer ganz anderen Situation: Die Corona-Beschränkungen sind fast vollständig aufgehoben, wir haben uns die Kritik zu Herzen genommen und neue Strukturen geschaffen. Allein im vergangenen Jahr haben wir hier im Unternehmen mehr als 40 neue Mitarbeiter eingestellt, der Großteil davon für das Kundencenter. Unsere Erreichbarkeit ist inzwischen auf einem Top-Niveau und auch aktuelle Vergleichstests bescheinigen uns, dass die Depoteröffnung inzwischen problemlos und schnell funktioniert.

Sehen wir es richtig, das auch falls  für 2026 der wesentliche Umsatzbringer das Brokerage-Geschäft sein soll, das weiterhin die Finanzplattformen wichtig für den Erfolg des Brokerage sein werden? Welche Rolle spielen die Finanzplattformen/Medien in der neuen Smartbroker Gruppe?

Hach: Die Bedeutung der Finanzplattformen wird durch den Smartbroker nicht geschmälert. Unser Ziel ist ja gerade die Verbindung beider Welten, das heißt, ein Zusammenspiel von Information und Transaktion. Wir müssen also beide Segmente weiter ausbauen, weiter investieren und neue Ideen entwickeln. Schon jetzt gibt es zahlreiche Schnittstellen, die Smartbroker-Kunden erhalten Beispielweise einen Newsletter mit ausgewählten Texten von wallstreet-online.de – passend zum Thema Trading und der aktuellen Situation an den Märkten. Diese Kooperation wollen wir in beide Richtungen noch deutlich ausbauen, dazu soll auch unsere neue Trading-Redaktion beitragen.

Die Börsenportale sind aber auch aus wirtschaftlicher Sicht immens wichtig: Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Mitbewerbern, können wir uns selbst finanzieren, das heißt, wir finanzieren das Smartbroker-Wachstum mit den Einnahmen aus dem Portalgeschäft. Das ist für uns alle ein entscheidender Pluspunkt und gibt auch den Mitarbeitern Sicherheit. Wir lesen ja leider momentan sehr häufig, dass im Fintech-Bereich Entlassungen vorgenommen werden. Dank unserer Finanzplattformen stehen wir gut da und können sogar weiter wachsen – ganz unabhängig von Wagniskapitalgebern.

61 Mio EUR EBITDA in 2026 in Ihrer Studie bedeuten ein höheres EBITDA als bisher die Smartbroker Gruppe insgesamt an Umsatz erzielt. Wo liegen die Risiken in dieser Fallstudie? Welche Investitioenn sind nötig, um dieses Wachstum technisch und personell überhaupt darstellen zu können?

Hach: Wie bei jeder Prognose unterliegt natürlich auch unsere Case Study bestimmten Annahmen. Wir weisen deshalb auch explizit in der Präsentation darauf hin, dass es Risiken und Unsicherheiten gibt. Niemand von uns kann genau vorhersagen, wie sich beispielsweise die Situation in der Ukraine entwickeln wird, oder die Energiepreise oder die Inflation. Dazu kommen regulatorische Fragen, etwa die Diskussion um Payment for Order Flow. Deshalb haben wir drei verschiedene Szenarien aufgezeigt, ein sogenannter Low Case mit 20 Transaktionen pro Jahr, ein Base Case mit 30 Transaktionen und ein High Case mit 40 Transaktionen. Diese Zahlen basieren auf Erfahrungswerten, die wir in den vergangen zweieinhalb Jahren sammeln konnten. Das mittlere Szenario entspricht in großen Teilen den Werten, die wir bei uns im vergangenen Jahr gemessen haben, deshalb ist es in meinen Augen in realistischer Basiswert.

Beim Thema Wachstum reden wir über rund 20 Millionen Euro, die wir innerhalb des Projektzeitraums 2021-2022 in den Personalaufbau und die IT-Entwicklung investieren. Der Großteil davon wird amortisiert und über wenige Jahre abgeschrieben. Die Investition rechnet sich ab Tag 1, da der Smartbroker 2.0 bereits mit der jetzigen Kundenanzahl – abgesehen von den Kosten für Neukundengewinnung – einen positiven Beitrag zur Profitabilität der Gruppe leistet. Und die Kosten für die Neukundengewinnung kontrollieren wir selbst zu 100 Prozent, können sie also jederzeit herunterfahren.

Und alles das wollen Sie ohne Kapiatlerhöhung stemmen?

Hach: Wir halten uns strategisch und taktisch alle Möglichkeiten offen. Wenn wir das Wachstum entscheidend beschleunigen können und eine Kapitalerhöhung für das Unternehmen und alle Stakeholder von Vorteil ist, dann könnte man sicherlich darüber nachdenken. Manche Gelegenheiten im Leben muss man einfach nutzen, aber grundsätzlich planen wir den Smartbroker mit den Erträgen aus dem Mediengeschäft aufzubauen. Insofern gibt es im Moment keinen Bedarf für Fremdkapital, zumal wir mit wachsenden Einnahmen in beiden Segmenten rechnen – also sowohl bei den Portalen als auch bei den Transaktionen. Jeder weitere Kunde stärkt unsere Finanzbasis und mit den geplanten Paid-Content-Angeboten der wallstreet:online Publishing GmbH werden wir auch die Einnahmenseite im Mediengeschäft ausbauen.

Denken Sie die “Wettbewerber” werden nicht auf  Dauer sich den Konditionen des Smartbrokers anpassen, wenn die Kundenzahlen so bei Ihnen steigen, wie angenommen? Hätte das einen negativen Einfluss auf Ihre Planungen/Erwartungen 2026?

Hach: Die etablierten Banken könnten zweifellos die Gebühren reduzieren, aber warum sollten sie es tun? Häufig ist so eine Veränderung gar nicht gewollt oder intern nur schwer durchzusetzen: Die Einnahmen sprudeln, denn erstaunlicherweise sind auch im Jahr 2022 immer noch viele Kunden bereit, 30, 40 oder 50 Euro für einen Trade bei ihrer Hausbank zu bezahlen, der bei uns maximal 4 Euro kostet. Außerdem darf man nicht vergessen, dass gerade die klassischen Filialbanken mit einer ganz anderen Kostenstruktur arbeiten als ein rein digitaler Anbieter. Langfristig werden wir sicherlich eine gewisse Annäherung sehen, aber mit Blick auf unsere Planungen für die kommenden Jahre mache ich mir da gar keine Gedanken.

Die typischen Neobroker arbeiten ganz bewusst mit nur einem oder zwei Partnern zusammen, dieser simple Aufbau und die Übersichtlichkeit ist sicherlich auch Teil des Konzepts – insbesondere bei jenen Anbietern, die sich an Börsenneulinge richten. Wer bei bestimmten Mitbewerbern eine Aktie kaufen will, macht das über einen klar definierten Handelsplatz. Die Auswahl ist dadurch sehr begrenzt, aber die Entscheidungsfindung wird einem wie durch Zauberhand abgenommen. Ein Klick und schon ist die Aktie gekauft – im Zweifel mit einem schlechteren Spread. Auch das ist ein Geschäftsmodell und bislang funktioniert es offenbar gut.

Nennt man wohl All-in. Smartbroker 2.0 soll „rocken“ – wir sind gespannt auf die neuen Features. Die Konkurrenz schläft nicht und der geweckte Anspruch ist hoch – Fehler nicht erlaubt! Fragt sich, wie sich die Umsetzung der Pläne auf die wallstreet:online Aktie auswirken wird.
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Matthias Hach | Doppel-CEO der wallstreet:online AG (Smartbroker Holding AG) und der wallstreet:online capital AG (Smartbroker AG)

Matthias Hach ist CEO der wallstreet:online AG und der wallstreet:online capital AG. Er verantwortet insbesondere das Wachstum des Online-Brokers Smartbroker und die strategische Transformation vom Portalbetreiber zu einem modernen Finanzdienstleister. Bis Februar 2021 war er als Bereichsvorstand der Commerzbank AG für das Digital Banking & Brokerage, für das Marketing und für die comdirect verantwortlich. Weitere Stationen in seiner Laufbahn waren u.a. Vorstand der ViTrade AG, Geschäftsführer bei E*TRADE Germany und später bei der flatex GmbH und Vorstand sowie CMO der comdirect Bank AG.

Über die wallstreet:online-Gruppe:

 Die wallstreet:online-Gruppe betreibt den Smartbroker – einen mehrfach ausgezeichneten Online-Broker, der als einziger Anbieter in Deutschland das umfangreiche Produktspektrum der klassischen Broker mit den äußerst günstigen Konditionen der Neobroker verbindet. Gleichzeitig betreibt die Gruppe vier reichweitenstarke Börsenportale (wallstreet-online.de, boersenNews.de, FinanzNachrichten.de und ARIVA.de). Mit mehreren Hundert Millionen monatlichen Seitenaufrufen ist die Gruppe der mit Abstand größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und unterhält die größte Finanz-Community.

Wallstreet online Aktie
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