TecDAX | Evotec erreicht weitere Milestonezahlung von Bristol Myers Squibb

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Nachdem Evotec SE (ISIN: DE0005664809) Mitte Dezember Milestonezahlungen in seiner Proteomik-Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb erreicht hatte, meldet man nun in einem Projekt mit demselben Partner eine weitere Milestone-zahlungen auslösende Aktivität..

Im Rahmen der iPSC-basierten Neurologie-Allianz mit Bristol Myers Squibb Company erhält man eine Zahlung in Höhe von 6 Mio. USD. Grund hierfür war die Entscheidung von Bristol Myers Squibb, das gemeinsame Portfolio um ein zusätzliches Wirkstoffforschungsprojekt zu erweitern.

Während die Proteomik Partnerschaft „erst“ seit 2018 läuft, erzielte man nun in einem seit 2016 laufenden Projekt mit dem Celgene Rechtsnachfolger einen Erfolg. Wobei die Zahlung von 6 Mio USD erst der Anfang sein sollte. Wenn bereits dieser Betrag fällig wird, um ein zusätzliches Wirkstoff-projekt zu starten, kann man sich vorstellen, welche Zahlungen bei Fortschritten in diesem oder den anderen Projekten möglich sind.

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Seit 2016 unterwegs – die Ernte kommt später

Evotec und Bristol Myers Squibb (Rechtsnachfolger von „Celgene“) beabsichtigen mit ihrer 2016 geschlossenen Allianz, krankheitsmodifizierende Therapieoptionen für eine Vielzahl neurodegenerativer Erkrankungen zu identifizieren. Aktuell zugelassene Medikamente lindern die Symptome nur kurzfristig und es gibt einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf an Therapieoptionen, die den Fortschritt neurodegenerativer Erkrankungen verlangsamen oder umkehren.

Diese Partnerschaft verfolgt einen innovativen Ansatz zur Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe, indem Evotec verschiedene ihrer  Technologieplattformen einbringt, darunter auch die humane iPSC-basierte Plattform. Die Allianz von Evotec und Bristol Myers Squibb hat bereits verschiedene neurologische Zugänge gefunden und damit zu einem breiten Portfolio geführt, das an wichtigen Krankheitsmechanismen neurodegenerativer Erkrankungen ansetzt.

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte:Wir sind hocherfreut über diese Erweiterung unseres gemeinsamen Portfolios mit Bristol Myers Squibb, die den iPSC-basierten Ansatz in unserer strategischen Neurologie-Partnerschaft weiter validiert. Wir sind sicher, dass iPSC-basierte Ansätze Wirkstoffkandidaten mit besserer Krankheitsrelevanz liefern, und damit auch zu sichereren und wirksameren Medikamenten führen können als konventionelle Ansätze.“

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iPSC-Plattform ist?

Und was bedeutet dieser Ansatz? Hier wollen wir Evotec zitieren:

„Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen oder auch iPSC) sind pluripotente Stammzellen, die direkt aus adulten Zellen generiert werden können. Die iPSC-Technologie wurde im Labor von Shinya Yamanaka in Kyoto, Japan, entdeckt, dem es im Jahr 2006 gelang, mit einer Kombination aus vier spezifischen Genen kodiert mit Transkriptionsfaktoren adulte Zellen in pluripotente Stammzellen umzuwandeln. Im Jahr 2012 erhielt er zusammen mit Sir John Gurdon den Nobelpreis für die Entdeckung, dass erwachsene Zellen in pluripotente Zellen umprogrammiert werden können. Der Einsatz von pluripotenten Stammzellen ist sehr vielversprechend im Bereich regenerative Medizin. Da sie sich unendlich vermehren lassen und in jegliche anderen Zelltypen des Körpers umgewandelt werden können (z. B. Neuronen, Herz-, Pankreas-, und Leberzellen) stellen sie eine Ressource als Ersatz für durch Krankheit beschädigte Zellen dar.

Evotec hat eine industrialisierte iPS-Zellen-Infrastruktur aufgebaut, die eine der größten und komplexesten iPS-Zellplattformen der Branche darstellt. Evotec hat ihre iPSC-Plattform in den vergangenen Jahren mit der Zielsetzung entwickelt, iPSC-basiertes Wirkstoffscreening so in den industriellen Maßstab zu übertragen, dass es den höchsten industriellen Standards an Durchsatz, Reproduzierbarkeit und Robustheit entspricht, und iPSC-basierte Zellen über Evotecs proprietäre EVOcells-Plattform auch für Zelltherapie-Ansätze nutzbar zu machen.“

Also werden aus „normalen“,  Zellen menschlicher Erwachsener Stammzellen generiert, die beliebig vervielfältigbar „beschädigte“ Zellen im Körper ersetzen sollen. Soweit die Theorie, die Praxis entwickelt gerade Evotec gemeinsam mit BMSC.

In den ersten neun Monaten alles gut, nur die Sahne fehlte

Wobei die „Sahne“ in kaum planbaren Milestonezahlungen besteht, die bei aktuell mehr als 100 laufenden Projekten eigentlich nur eine Frage der Zeit zu sein scheinen, Und die Bristol Milestonezahlungen – vor wenigen Tagen gemeldet – werden gerüchteweise sich in Höhe von vielleicht 15 Mio EUR bewegen – beeindruckend. Aber erst bei Zulassungen, bei erfolgreichen Phase1, 2 oder 3 Studien, winken die wirklich bilanzbewegenden Zahlungen. Und natürlich dann nach Zulassung die in der Regel fest vereinbarten Umsatzbeteiligungen. Wann hier erste Wirkstoffe aus der Pipeline diese Regionen wieder erreichen werden, kann nur die „Glaskugel“ sagen. Jedenfalls die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei der Vielzahl der Projekte höher als bei sogenannten Ein-Wirkstoff-Unternehmen. Zukunft fängt für Evotec gerade erst an.

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ANHALTEND STARKE PERFORMANCE IM BASISGESCHÄFT; ROBUSTES UMSATZWACHSTUM UND EBITDA-VERBESSERUNG IM DRITTEN QUARTAL
  • Konzernumsatz: Steigerung um 12 % auf 360,4 Mio. € (9M 2019: 321,4 Mio. €)
  • Deutliches bereinigtes Like-for-like-Umsatzwachstum des Basisgeschäfts (portfolio- und währungsbereinigt) von 19 %
  • Robustes Umsatzwachstum in beiden Segmenten: Gesamtumsatz von EVT Execute steigt um 14 % auf 352,7 Mio. € (9M 2019: 308,1 Mio. €), die Umsatzerlöse von EVT Innovate um 21 % auf 74,7 Mio. € (9M 2019: 61,8 Mio. €)
  • Bereinigtes Konzern-EBITDA von 76,9 Mio. € (9M 2019: 93,2 Mio. €) mit guter Dynamik im dritten Quartal
  • Verstärkte Aufwendungen für F&E in Höhe von 46,1 Mio. € (9M 2019: 41,3 Mio. €); deutlicher Anstieg der unverpartnerten F&E-Aufwendungen um 30 % auf 33,4 Mio. € (9M 2019: 25,7 Mio. €)
  • Bisher keine wesentlichen Auswirkungen durch COVID-19-Pandemie auf die gesamtfinanzielle und strategische Entwicklung; leichte Verzögerung bei Vertragsabschlüssen und Meilensteinerreichungen
EVT EXECUTE UND EVT INNOVATE – DANK MULTIMODALITÄT UND INTEGRIERTER PLATTFORM GUT GERÜSTET FÜR WACHSTUM IN DATENGESTÜTZTER PRÄZISIONSMEDIZIN
  • Zahlreiche neue und verlängerte Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsallianzen
  • Just – Evotec Biologics auf Erfolgskurs
  • Strategische Allianz mit Novo Nordisk zur Entwicklung neuer Therapien für Nierenerkrankungen
  • Erweiterung der Patientendatenbank um den Bereich Lebererkrankungen durch Zugang zur QUOD Biobank
  • Weiterer Meilenstein in Neurodegeneration-Allianz mit Bristol Myers Squibb erreicht
  • Ausweitung der Zusammenarbeit mit Centogene um den Bereich Gaucher-Krankheit
  • Gute Fortschritte in Co-owned Pipeline – Bayer startet zwei klinische Phase-II-Studien mit dem P2X3-Antagonisten Eliapixant (BAY1817080) im September/Oktober (Beginn der Patientenrekrutierung für eine der Studien nach Ende der Berichtsperiode)
  • Wichtige Partnerschaften in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie mit dem US-Verteidigungsministerium (DOD) sowie Förderung durch die Bill & Melinda Gates Stiftung (nach Ende der Berichtsperiode)
CORPORATE
  • Erwerb der Vermögenswerte (hauptsächlich Grundstücke und Gebäude) sowie Übernahme der Mitarbeiter des “Biopark by Sanofi SAS”, jetzt “Campus Curie Toulouse”, macht Evotec zum alleinigen Eigentümer des Standorts Toulouse (Frankreich)
  • Kontinuierlicher Ausbau der Infrastruktur in Abingdon (UK) und Göttingen, um künftiges Wachstum zu fördern
  • Die Mubadala Investment Company wird strategischer Investor und Novo Holding A/S verstärkt ihr Engagement; Gesamt-Investment beider Aktionäre von 250 Mio. € im Rahmen einer Kapitalerhöhung (nach Ende der Berichtsperiode)
  • Vertragsverlängerung von CEO Dr. Werner Lanthaler um weitere fünf Jahre bis zum 05. März 2026 (nach Ende der Berichtsperiode)
PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2020 BESTÄTIGT
  • Unveränderter Ausblick gegenüber dem Halbjahresbericht 2020 unter Berücksichtigung der derzeit wahrnehmbaren Effekte durch COVID-19
  • Konzernerlöse in Höhe von 440-480 Mio. € erwartet (2019: 446,4 Mio. €)
  • “Unverpartnerte F&E-Aufwendungen” auf Konzernebene von etwa 45 Mio. € (2019: 37,5 Mio. €)
  • Bereinigtes Konzern-EBITDA in Höhe von 100-120 Mio. € erwartet (2019: 123,1 Mio. €)

Kennzahlen der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung und Segmentinformationen
Evotec SE & Tochtergesellschaften – erste neun Monate 2020

in T€EVT
Execute
EVT
Innovate
Eliminie-rungen zwischen den SegmentenÜberleitung4)Evotec-Konzern
9M 2020
Evotec-Konzern
9M 2019
Externe Umsatzerlöse1)269.86074.69215.862360.414321.362
Intersegment Umsatzerlöse82.802-82.802
Herstellkosten der Umsätze-262.154-68.66875.459-15.862-271.225-222.553
Rohertrag90.508 6.024 -7.343089.189 98.809
Bruttomarge in %25,78,124,730,7
F&E-Aufwendungen2)-3.589-49.8317.343-46.077-41.285
Vertriebs- und Verwaltungskosten-47.402-10.730-58.132-46.230
Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte-11.919
Sonstige betriebliche Erträge (Aufwendungen), netto13.66136.64550.30647.050
Betriebsergebnis53.178 -17.89235.28646.425
Bereinigtes EBITDA3)92.303-15.3610076.94293.216

 

Aktuell (05.01.2021 / 07:41Uhr) notieren die Aktien der Evotec SE im Frankfurter-Handel zum Schluss gestern mit einem Minus von -0,22 EUR (-0,73 %) bei 30,05 EUR. Auch diese Aktie können Sie bereits ab 0,- EUR auf Smartbroker handeln.


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