SDAX | Ceconomy endlich mit klarer Struktur. Aber Lockdown bremst wichtiges Weihnachtsgeschäft…

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Die CECONOMY AG (ISIN: DE0007257503) überraschte bereits die Analysten mit ihren Ergebnissen des Q3 äußerst positiv und jetzt hat man auch eine Lösung für ein viele Jahre den Konzern lähmendes Problem gefunden.

Natürlich die große Blockade und intensiv ausgetragenen Kämpfe, um die richtige Saturn/Mediamarkt Strategie fanden noch innerhalb des Metro-konzerns statt. Noch unter dem erbitterten Widerstand des „Gründers“ Kellerhals, der sich umfangreiche Minderheitsrechte für seine 21,62% an „seinem“ Saturn/Mediamarkt-Unternehmen nach dem Mehrheitsverkauf sicherte. Obwohl nach Kellerhals Tod eine gewisse Entspannung eintrat im Verhältnis der Beteiligten – mittlerweile die fokussierte Ausgründung Ceconomy des Metro Konzerns und der Convergenta (Vehikel der Kellerhals-Erben) – hinderte die Struktur. Um die strauchelnde Ceconomy, die sich auf dem Weg der Besserung befindet, weiter zu stärken, ist die gestrige Nachricht wichtig.

Tausche 21,62 % in 25,9 % plus Cash

sonderbares Rechenexempel. Aber es rechnet sich für Ceconomy. Steigerung der Schlagkraft, schnellere Entscheidungswege, Strukturkosten um 4 Mio EUR epr Jahr reduziert und – wichtiger als die 4 Mio EUR – Nutzung eines Verlustvortrages von jeweils rund 1,2 Mrd. EUR Körperschaft- und Gewerbesteuer innerhalb der gruppe vereinfacht. Dafür hat die Kellerhals-Familie jetzt einen höheren Anteil am Gesamtkonzern, als man vorher an der wichtigsten Tochter hatte. Und dazu kommt noch eine Wandelanleihe und Cash.

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Konkrete Gegenleistung
Im Zuge der Transaktion wird Convergenta ihre MediaMarktSaturn-Beteiligung in höhe von 21,62% (inclusive der umfangreichen „Minderheitsrechte“) an CECONOMY übertragen, sodass CECONOMY ihren Anteil an MediaMarktSaturn auf insgesamt 100 Prozent aufstockt. Als Gegenleistung ist vorgesehen, dass CECONOMY an Convergenta
  • 125,8 Mio. Stück neue auf den Inhaber lautende Stammaktien der CECONOMY (gewinnberechtigt ab dem 1. Oktober 2020) ausgibt, die im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung des Grundkapitals um 321.602.593,27 € unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre geschaffen werden,
  • Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 151 Mio. € (Marktwert: 160 Mio. €) mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einer Wandlungsprämie von 30 Prozent, einer Verzinsung von 0,05 Prozent p.a. und einem anfänglichen Wandlungspreis von 5,42 €, anfänglich wandelbar in bis zu rund 27,9 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien der CECONOMY unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre begibt, die mit einem neu zu schaffenden bedingten Kapital unterlegt werden, und
  • eine Barkomponente in Höhe von insgesamt 130 Mio. €, zahlbar in zwei Tranchen, leistet.
Auf Basis des volumengewichteten Dreimonatsdurchschnittskurs (3M VWAP) der CECONOMY-Aktie von 4,17 EUR ergibt sich somit eine Gegenleistung in Höhe von etwa 815 Mio. EUR. Klar: Vor einiegn Jahren wäre diese Beteiligung in EUR wesentlcih mehr wert gewesen. Aber die jahrelange Lähmung des Konzerns, die dadurch verspäteten strategischen Anpassungen auf sich ändernde Markbedingungen, haben gekostet. Die Legion von gerichtlichen Auseinandersetzungen, die „verschlissenen“ Metro-Manager gehörten zwar größtenteils der vergangenheit an, aber jetzt ist auch für die Zukunft die Strategie klar.
Was hat man vor bei dem neuen Hauptaktionär der Ceconomy?

Schwer einzuschätzen: In der Presseerklärung wird von eienr angestrebten beteiligung in Höhe von 29,9% an der CCeconomy gesprochen, gleichzeitig aber hält man sich die Möglichkeit offen, bis zu 4 % der neuerworbenen Aktien zu veräußern innerhalb kurzer Frist. Im Wortlaut heisst es:

„Durch die Transaktion wird Convergenta vor Ausübung des Wandlungsrechts Aktionär mit einer Beteiligung in Höhe von rund 25,9 Prozent am Grundkapital der CECONOMY. Convergenta strebt eine Beteiligung von bis zu 29,9 Prozent der Stammaktien an. Convergenta hat sich verpflichtet, bis zum Ablauf von sechs Monaten nach Vollzug der Sachkapitalerhöhung, längstens bis zum 31. Dezember 2021, keine weiteren Aktien an CECONOMY zu erwerben oder sonstige Maßnahmen vorzunehmen, die zu einer Kontrollerlangung und einem Pflichtangebot führen würden. Zudem hat sich Convergenta verpflichtet, bis zum Ablauf von sechs Monaten nach Vollzug der Sachkapitalerhöhung, längstens bis zum 31. Dezember 2021, höchstens bis zu vier Prozent der durch CECONOMY ausgegebenen Stammaktien zu veräußern.

PRÄSENTATION DER CECONOMY ÜBER DIE VORTEILE DER „STRUKTURBEREINIGUNG“

Operativ läufts runder

Am 12.10.2020 machte man Hoffnung auf das Ergebnis des am 30.09.2020 endenden Geschäftsjahres: Während das Unternehmen vor diesem Tag  einen aktualisierten Ausblick von einem bereinigten Konzern-EBIT zwischen 165 Mio EUR und 185 Mio EUR für das Geschäftsjahr 2019/20 benannt hatte, gingen die Analysten im Mittel von 176 Mio. EUR aus (11 Analysten berücksichtigt). Und dann hieß es: „…erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 auf Basis vorläufiger Zahlen ein bereinigtes Konzern-EBIT, das deutlich oberhalb des Prognosekorridors und der Markterwartung liegt. Dies ist maßgeblich auf eine besser als erwartete Umsatzentwicklung im vierten Quartal, insbesondere aufgrund einer fortgesetzt starken Kundennachfrage sowie der weiterhin erfolgreichen Online-Aktivitäten, zurückzuführen.“

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Und heute die Zahlen für das am 30.09.2020 endende Geschäftsjahr. Während der Umsatz von 21,45 Mrd EUR auf 20,83 Mrd EUR zurückgeht, erreicht das BEREINIGTE  EBIT 236 Mio EUR. wobei der Unternehmensverlust jedoch Minus 237 Mio EUR erreicht. Für ein Jahr des Umbruchs und von Corona geprägt noch sehr akzeptabel. Dazu jetzt die Strukturbereinigung – könnte ein gutes 2020/2021 werden. Aber der Lockdown verdirbt das wichtige Weihnachtsgeschäft. Ob Online-Verkäufe das ausgleichen können, ist (zumindest in 2020) zweifelhaft.

Die Aktie wird wieder richtig interessant,

wenn bereits jetzt, ohne dass derTransformationsprozess seine Wirkung entfaltet,  die Gewinne wieder sprudeln, was wird dann erst… wenn…

Denn die Ceconomy befindet sich gerade im Umbau, um zu alter Profitabilität zurückzukehren – und diesmal ziehen sowohl die Metro als auch die Familie Kellerhals an einem Strang – der oftmals lähmende Streit der beiden Gesellschafter aus der vergnagenheit scheint geschichte im Interesse gemeinsamer Ziele. Am 12.08.2020 teilte man der Öffentlichkeit den Ansatz für einen digitaleren, flexibleren und kundenorientierteren Konzern mit:

Die CECONOMY AG  und die MediaMarktSaturn Retail Group  haben in den letzten Jahren einige operative Fortschritte unter anderem in der Digitalisierung, dem Ausbau des Services & Solutions-Geschäfts und in der Verbesserung der Kosteneffizienz erzielt. Um die Transformation zu beschleunigen, führen CECONOMY und MediaMarktSaturn nun konzernweit eine einheitliche Organisationsstruktur („Operating Model“) ein. Im Mittelpunkt des neuen Operating Model stehen über alle Länder hinweg einheitliche Führungsstrukturen und standardisierte, effiziente Prozesse und Abläufe. Dies gilt für die Verwaltungsfunktionen in den Landesgesellschaften ebenso wie für die Organisation der Märkte. Das neue Operating Model trägt dabei auch der fortschreitenden Zentralisierung der Prozesse Rechnung. Die neue, einheitliche Führungsstruktur für die Stores und die Entlastung von administrativen Aufgaben ermöglicht eine maximale Fokussierung der Mitarbeiter auf das Kundenerlebnis.

Verlustbringer wurden bereits geschlossen – insgesamt 100 Mio. jährliches Einsparvolumen

Angesichts rückläufiger Kundenfrequenzen infolge von COVID-19 überprüfte MediaMarktSaturn auch europaweit das Store-Portfolio. Die Unternehmensgruppe hat bereits entschieden, 14 defizitäre Märkte dauerhaft zu schließen. Die Zahl der europäischen Märkte könne sich in den kommenden Monaten darüber hinaus gehend nochmals leicht verringern.

Im Zuge der Umsetzung des neuen Operating Models wird es in den kommenden 24 bis 36 Monaten vorwiegend im europäischen Ausland zu einem Abbau von voraussichtlich bis zu 3.500 Vollzeitstellen kommen. Zum Stichtag 30. Juni 2020 beschäftigte das Unternehmen europaweit rund 45.000 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis. Einzelheiten sind Gegenstand von Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern, die zeitnah beginnen sollen.

CECONOMY erwartet durch die Implementierung der Maßnahmen nachhaltige Einsparungen von knapp über 100 Mio. Euro pro Jahr, die mehrheitlich ab dem Geschäftsjahr 2022/23 wirksam werden sollen. Die Aufwendungen für die Umsetzung der Maßnahmen werden sich voraussichtlich auf insgesamt circa 180 Mio. Euro belaufen, wovon ein signifikanter Teil noch im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 erwartet wird.

Aktuell (15.12.2020 / 08.03  Uhr) notierten die Aktien der Ceconomy AG im XETRA-Handel mit einem KRÄFTIGEN Plus von +0,16 EUR (+3,90 %) bei 4,36  EUR. Auch diese Aktie können Sie bereits ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln.


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