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Die Hapag-Lloyd AG (ISIN: DE000HLAG475) hat eine neue revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 100 Millionen Euro vereinbart, die ab dem 14. Juni 2019 für unterschiedliche Laufzeiten bis zu 18 Monaten und mit Option auf eine zweijährige Verlängerung gezogen werden kann.

Die Finanzierung kann für allgemeine Geschäftszwecke genutzt werden ebenso wie für die weitere Optimierung der Kapitalstruktur und -kosten im Einklang mit den strategischen Zielen der Hapag-Lloyd AG.Inanspruchnahmen unter der revolvierenden Kreditfazilität sollen für eine Abwicklung von marktüblichen Credit Default Swap Transaktionen berechtigt sein.

Und wie war 2018?

Auf Basis der testierten Zahlen erhöhte sich das Konzernergebnis für das Jahr 2018 auf 46 Millionen Euro und lag damit um 13 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (2017: 33 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (EBITDA) stieg auf 1.138 Millionen Euro an (2017: 1.055 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 443 Millionen Euro (2017: 411 Millionen Euro). Sowohl das EBITDA als auch das EBIT liegen damit am oberen Ende der prognostizierten Bandbreiten für das Geschäftsjahr 2018 (EBITDA: 900 bis 1.150 Millionen Euro; EBIT: 200 bis 450 Millionen Euro).

"Das Marktumfeld in 2018 war sicher nicht einfach: In der ersten Jahreshälfte blieben die Frachtraten unter unseren Erwartungen und die Bunkerpreise und Kosten erhöhten sich im Jahresverlauf. In der zweiten Jahreshälfte wurden diese Effekte jedoch teilweise kompensiert, da wir von einer höheren weltweiten Transportmenge, besseren Frachtraten und Verbesserungen auf der Kostenseite profitieren konnten. In Summe sind wir mit den Ergebnissen für das Jahr 2018 zufrieden," so Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd Ende März bei Vorlage der Bilanz.

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Die Umsätze erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 um 15 % auf 11,5 Milliarden Euro (2017: 10,0 Milliarden Euro), insbesondere durch den Zusammenschluss mit UASC und die damit einhergehende um 21 % auf 11,9 Millionen TEU gesteigerte Transportmenge (2017: 9,8 Millionen TEU). Die Transportaufwendungen waren insbesondere getrieben durch das starke Mengenwachstum sowie einen deutlich höheren durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreis von 421 USD/t (2017: 318 USD/t) und stiegen mit 18 % auf 9,4 Milliarden Euro (2017: 8,0 Milliarden Euro) weniger stark an als die Transportmenge. Die durchschnittliche Frachtrate lag für das Gesamtjahr mit 1.044 USD/TEU unter dem Vorjahreswert (2017: 1.060 USD/TEU), verbesserte sich im vierten Quartal jedoch auf 1.079 USD/TEU (Q4/17: 1.038 USD/TEU). Bei einem Vergleich der gemeinsamen Geschäftsaktivitäten von Hapag-Lloyd und UASC für das gesamte Geschäftsjahr 2018 auf Pro-forma-Basis erhöhten sich die Transportmenge um 6 % und die durchschnittliche Frachtrate um 2 %.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2017 verfügte Hapag-Lloyd über Eigenkapital in Höhe von 6,3 Milliarden Euro (2017: 6,1 Milliarden Euro) und eine Liquiditätsreserve (liquide Mittel und nicht genutzte Kreditlinien) in Höhe von 1,1 Milliarden Euro (2017: 1,1 Milliarden Euro). Die Nettoverschuldung betrug zum Bilanzstichtag 5,4 Milliarden Euro (2017: 5,7 Milliarden Euro).

"Auch wenn unser Geschäft zyklisch ist und bleibt, haben sich die Marktbedingungen für die Linienreedereien jedoch über die letzten Jahre hinweg graduell verbessert. Unser Kurs für die nächsten Jahre ist gesetzt und unsere Ziele für 2019 sind klar: Erträge verbessern, Verschuldung konsequent weiter abbauen und unsere Strategy 2023 weiter umsetzen - alles darauf abzielend, Mehrwert für unsere Kunden und für unsere Eigentümer zu schaffen entlang unseres Anspruchs, die Nummer eins für Qualität zu werden," so Rolf Habben Jansen.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hapag-Lloyd AG beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 die Zahlung einer Dividende von rund 26 Millionen Euro, entsprechend 15 Cent pro Aktie, vorzuschlagen.

Im aktuellen Ausblick für das Jahr 2019 erwartet der IWF ein Weltwirtschaftswachstum von 3,5 % und einen Anstieg des Welthandelsvolumens von 4,0 %. Hapag-Lloyd erwartet für das Jahr 2019 eine Erhöhung des Transportvolumens im Rahmen des allgemeinen Marktwachstums. Unter dieser Annahme, kombiniert mit einem im Vergleich zum Vorjahr geringerem Anstieg der weltweiten Transportkapazität, dürfte die durchschnittliche Frachtrate von Hapag-Lloyd im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahresniveau leicht steigen. Zudem erwartet Hapag-Lloyd für das Jahr 2019 einen im Vergleich zum durchschnittlichen Wert in 2018 moderat steigenden durchschnittlichen Bunkerverbrauchspreis.

Unter der Voraussetzung des erwarteten Frachtratenniveaus, der beabsichtigten Verbesserung der Erlösqualität in Kombination mit der Erzielung erster Kosteneinsparungen im Rahmen der Strategy 2023 sowie dem erwarteten Mengenwachstum plant Hapag-Lloyd für 2019 ein EBITDA in Höhe von 1,6 bis 2,0 Milliarden Euro und ein EBIT in Höhe von 0,5 bis 0,9 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein derzeit erwarteter Ergebniseffekt aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 auf das EBITDA in Höhe von 370 bis 470 Millionen Euro sowie auf das EBIT in Höhe von 10 bis 50 Millionen Euro.

Aktuell (14.06.2019 / 09.09 Uhr) notieren die Aktien der Hapag-Lloyd AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +0,25 EUR (+0,74%) bei 33,90 EUR.


Chart: Hapag-Lloyd AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000HLAG475

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