OHB SE: KKR steigt ein. 44,00 EUR je Aktie geboten. Delisting und bekanntes Spiel werden folgen.

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OHB SE steht vor Veränderungen. Zumindest die Aktionärsstruktur soll sich ändern. Ungewöhnlich beim heute veröffentlichten Angebot: Die Mehrheitsaktionäre, der Familienpool der Familie Fuchs bleibt beim  Raumfahrtunternehmen OHB SE (ISIN: DE0005936124) an Bord. Ansonsten die bekannten Elemente.Neuer Aktionär – Hedgefonds/Investor – steigt ein und bietet den freien Aktionären eine Prämie auf den Aktienkurs: Hier die KKR und mit einem Gebot von 44,00 EUR je Aktie liegt man 36,6% über dem Xetra-Schlusskurs von Freitag, dem 4. August 2023, beziehungsweise 39,1% über dem volumengewichteten Xetra-Durchschnittskurs der OHB-Aktie der vergangenen drei Monate. Ein faires Angebot? Zumindest ein schöner Aufschlag, der durchaus für den Aktionär interessant sein sollte.

Element Nummer 2 – frisches Geld für Wachstum der OHB SE.

Hierfür verpflichtet sich KKR zur Teilnahme an einer Kapitalerhöhung in Höhe von 10 % des Aktienkapitals zu einem Kurs von ebenfalls 44,00 EUR. Desweiteren wird KKR zusätzlich 30 Mio EUR über Wandelschuldverschreibungen in die weitere Entwicklung der Rocket Factory Augsburg AG investieren, um die privatwirtschaftliche Entwicklung des Microlaunchers RFA One bis hin zum erfolgreichen Erstflug sicherzustellen und so Europas unabhängigen Zugang zum All zu verbessern. Und KKR tätigt die Investition durch eine Holdinggesellschaft im Besitz seines neuesten europäischen Private-Equity-Fonds, dem KKR European Fund VI.

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Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB: „Die Stärkung von OHB als unabhängiges, europäisches Unternehmen und Partner für Regierungen und Institutionen festigt die europäische Sicherheit und Souveränität im Weltraum. Darüber hinaus können wir unsere technologischen Spitzenpositionen in unseren Kernkompetenzen als Infrastrukturpartner und im Servicebereich ausbauen und Kunden und Partnern neue Perspektiven eröffnen. Wir freuen uns, dass wir mit KKR den idealen Partner gefunden haben, der als Minderheitsinvestor unser langfristiges Wachstum und unsere Vision unterstützt.“

Element Nummer 3 – angekündigtes Delisting, mit Squeeze-Out als ungenanntes Fernziel?

Anschließend strebt die OHB den Rückzug von der Börse an, um so als privat gehaltenes Unternehmen die langfristige Strategie leichter umsetzen können.“ Alles wie gehabt in letzter Zeit: Nach Einstieg eines professionellen Investors erfolgt das Delisting der Aktie. Was jedoch Dank der Hamburger Börse seinen Schrecken für Aktionäre, die das Übernahmeangebot nicht annehmen wollen, verloren hat. Auch gedelistete Aktien können an diesem Börsenplatz aktiv gehandelt werden. Auch wenn das Handelsvolumen durch den angestrebten Erwerb von Aktien aus dem Freefloat durch KKR abnehmen wird, ist bei streng limitierten Orders ein fairer Handel i.d.R. weiterhin möglich.

Christian Ollig, Partner und Leiter der Region DACH bei KKR: „Der globale Markt für Raumfahrtlösungen wird weiter wachsen. Wir sehen in Europa großes Potenzial und sind überzeugt, dass OHB mithilfe von zusätzlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung ideal für langfristiges nachhaltiges Wachstum positioniert ist. Das Kapital von KKR wird die zukünftige Entwicklung des Unternehmens unterstützen. Gleichzeitig bietet das Angebot bestehenden Aktionären die Möglichkeit einer sofortigen Wertrealisierung zu einer attraktiven Prämie. KKR freut sich sehr, die Familie Fuchs unterstützen zu dürfen.“

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Aktuelle Quartalszahlen sprechen für OHB’s Zukunft.

Warum KR einsteigen will? Vielleicht geben die ebenfalls heute veröffentlichten Zahlen darüber Auskunft: „Der OHB-Konzern (ISIN: DE0005936124, Prime Standard) erzielte nach sechs Monaten eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigerte (3 %) Gesamtleistung von EUR 456,6 Mio. (Vorjahr: EUR 442,8 Mio.). Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich von EUR 42,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 44,1 Mio. Die erzielte operative EBITDA-Marge lag im Berichtszeitraum wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum bei 9,7 %. Das EBIT verbesserte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf EUR 26,0 Mio. nach EUR 25,4 Mio. im Vorjahr. Die entsprechende EBIT-Marge lag ebenfalls unverändert zum Vorjahreszeitraum bei 5,7 %.“ (CN. OHB SE, 7.08.2023)

Positiver Ausblick – Prognose kann gefallen.

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2023 eine konsolidierte Gesamtleistung des OHB-Konzerns in Höhe von 1.176 Mio EUR, die operativen Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT sollen 109 Mio EUR, respektive 70 Mio EUR erreichen. Aufgrund des hohen Auftragsbestands und des positiven Ausblicks für das aktuelle Geschäftsjahr geht der Vorstand davon aus, dass sich die Finanz- und Vermögenslage weiterhin gut entwickeln wird.

Spannende Branche, interessante, schillernde Peer Group, hohe Auftragsbestände – eine runde Sache die OHB SE. Ob die 44,00 EUR ein angemessener Preis für diese Zukunft sind? Zumindest ein schöner Aufschlag auf das aktuelle Kursniveau. Ansonsten: Je nach Anlageprofil steht es den Aktionären frei auf höhere Preise der Aktie zu spekulieren, die vielleicht in einiger Zeit – und hier kann es sich durchaus um Jahre handeln – möglich werden. Vielleicht auch ein Squeeze Out nach Überschreiten der Beteiligungsgrenzen möglich. Auf jeden Fall Handelbarkeit der Aktie wird durch Delisting nur teilweise eingeschränkt, bleibt aber gegeben. Also: Bange machen gilt nicht.
Carl Zeiss Meditec schafft zwar schöne Umsatzsteigerung, muss aber beim EBIT Abstriche hinnehmen. Ertragsschwäche dauert fort. Ende absehbar?
1&1 Aktien – Platow Brief meint ganz klar: meiden. Denn die aktuellen Kurssprünge können nicht die operativen Schwächen auf Jahre verdecken.

Chart: OHB SE | Powered by GOYAX.de
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