Nordex mit kräftigem Auftragsplus: 2,8 Gigawatt im dritten Quartal – Türkei und USA treiben Wachstum

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Nordex Group setzt ihren Wachstumskurs beim Auftragseingang fort. Im dritten Quartal 2026 verbuchte der Windkraftanlagenbauer neue Bestellungen über insgesamt 2.810 Megawatt (MW). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem deutlichen Plus von 29,5 Prozent. Besonders auffällig ist die zunehmende Internationalisierung des Geschäfts: Neben Deutschland entwickeln sich die Türkei und die USA zu wichtigen Wachstumstreibern.

Auch auf Sicht der ersten neun Monate zeigt sich eine positive Entwicklung. Von Januar bis September 2026 summierte sich der Auftragseingang im Projektgeschäft auf 7.733 MW, nach 6.661 MW im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Zuwachs von 16,1 Prozent.

Damit unterstreicht Nordex die weiterhin hohe Nachfrage nach seinen Windenergieanlagen und stärkt die Grundlage für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre.

427 Windenergieanlagen in zehn Ländern bestellt

Allein zwischen Juli und September bestellten Kunden insgesamt 427 Windenergieanlagen für Projekte in zehn verschiedenen Ländern.

Zu den stärksten Einzelmärkten gehörten die Türkei, Deutschland und die USA. Besonders die Entwicklung außerhalb Europas gewinnt für Nordex zunehmend an Bedeutung.

Die Türkei war im dritten Quartal mit einem Auftragsvolumen von mehr als 900 MW der größte Einzelmarkt des Unternehmens. Gleichzeitig hat Nordex in den USA seit Jahresbeginn bereits Aufträge über mehr als 1,3 Gigawatt eingesammelt.

Die Zahlen zeigen, dass Nordex seine internationale Marktposition weiter ausbaut und sich beim Auftragseingang zunehmend breiter aufstellt.

Verkaufspreise bleiben weitgehend stabil

Neben dem starken Mengenwachstum liefert auch die Preisentwicklung wichtige Hinweise auf die Marktsituation.

Der durchschnittliche Verkaufspreis je Megawatt (ASP) lag im dritten Quartal 2026 bei 0,90 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es noch 0,93 Millionen Euro gewesen.

Auf Neunmonatssicht zeigt sich dagegen ein leicht höherer Durchschnittspreis: Mit 0,93 Millionen Euro je Megawatt lag der Wert über den 0,92 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums.

Nordex führt die Veränderungen vor allem auf den jeweiligen Projektumfang und regionale Mix-Effekte zurück. Insgesamt spricht das Unternehmen weiterhin von einem stabilen Preisumfeld.

Für Anleger ist diese Entwicklung relevant. Schließlich kommt es beim Auftragseingang nicht allein auf die bestellte Leistung an. Entscheidend ist auch, zu welchen Preisen die Anlagen verkauft werden und welche Margen sich daraus erzielen lassen.

Der leichte Preisrückgang im dritten Quartal muss daher nicht zwangsläufig auf einen zunehmenden Preisdruck hindeuten. Die insgesamt stabile Entwicklung über die ersten neun Monate spricht vielmehr für ein weitgehend konstantes Preisniveau.

Internationale Expansion gewinnt an Bedeutung

Nordex-Chef José Luis Blanco sieht in den aktuellen Zahlen eine Bestätigung der internationalen Wachstumsstrategie.

Der Auftragseingang werde zunehmend internationaler. Besonders die starke Entwicklung in der Türkei und den USA zeige, dass Nordex auch außerhalb seiner traditionellen europäischen Märkte erfolgreich neue Projekte gewinnt.

Dabei rechnet das Management mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. In den kommenden Quartalen sollen weitere Projekte aus der internationalen Vertriebspipeline in konkrete Aufträge umgewandelt werden.

Gleichzeitig bleibt Europa ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Insbesondere Deutschland verzeichnet nach Unternehmensangaben weiterhin eine hohe Nachfrage nach Nordex-Anlagen.

Für den Konzern ist diese geografische Diversifizierung strategisch bedeutsam. Eine breitere Verteilung des Auftragseingangs auf verschiedene Regionen kann die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und deren Genehmigungs- oder Investitionszyklen reduzieren.

Auftragseingang nähert sich der Acht-Gigawatt-Marke

Mit 7.733 MW nach neun Monaten hat Nordex bereits ein beachtliches Auftragsvolumen erreicht.

Allein im dritten Quartal kamen 2.810 MW hinzu. Damit entfielen rund 36 Prozent des bisherigen Jahresauftragseingangs auf die Monate Juli bis September.

Auf Basis des gemeldeten durchschnittlichen Verkaufspreises von 0,93 Millionen Euro je Megawatt ergibt sich für die ersten neun Monate rechnerisch ein Projektauftragswert von rund 7,2 Milliarden Euro. Für das dritte Quartal allein liegt der entsprechend abgeleitete Wert bei rund 2,5 Milliarden Euro.

Dabei handelt es sich um rechnerische Näherungswerte auf Basis des durchschnittlichen Verkaufspreises und der bestellten Leistung, nicht um separat ausgewiesene Auftragswerte. Das Servicegeschäft ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

Für Nordex schafft das hohe Bestellvolumen eine wichtige Grundlage für die zukünftige Auslastung der Produktionskapazitäten. Wann die Aufträge tatsächlich umsatzwirksam werden, hängt allerdings von den jeweiligen Projekt- und Lieferterminen ab.

Einordnung für Anleger: Wachstum und stabile Preise als positives Signal

Die aktuellen Zahlen zeigen eine erfreuliche Kombination: Der Auftragseingang wächst deutlich, während das Preisniveau insgesamt stabil bleibt.

Besonders positiv ist die zunehmende internationale Nachfrage. Mit der Türkei und den USA gewinnen Märkte an Gewicht, die das europäische Geschäft ergänzen und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten eröffnen.

Allerdings lässt sich aus einem steigenden Auftragseingang nicht automatisch auf höhere Gewinne schließen. Für die weitere Ergebnisentwicklung bleiben Produktionskosten, Projektabwicklung, Liefertermine und die erzielbaren Margen entscheidend.

Auch die Umwandlung des hohen Auftragsvolumens in Umsatz und operatives Ergebnis wird in den kommenden Quartalen eine zentrale Rolle spielen.

Fazit: Nordex startet mit Rückenwind ins Schlussquartal

Nordex liefert mit den Auftragszahlen für das dritte Quartal 2026 ein weiteres positives Signal.

2.810 MW neue Bestellungen, ein Wachstum von 29,5 Prozent und insgesamt 7.733 MW nach neun Monaten zeigen, dass die Nachfrage nach den Windenergieanlagen des Konzerns hoch bleibt.

Besonders bemerkenswert ist die geografische Entwicklung. Die Türkei war mit mehr als 900 MW der stärkste Markt des dritten Quartals, während Nordex in den USA seit Jahresbeginn bereits mehr als 1,3 Gigawatt an Aufträgen gewonnen hat.

Gleichzeitig bleiben Deutschland und Europa wichtige Absatzmärkte.

Für Anleger dürfte vor allem die Kombination aus steigenden Bestellmengen, einer breiteren internationalen Aufstellung und weitgehend stabilen Verkaufspreisen interessant sein.

Nordex geht damit mit einem gut gefüllten Auftragseingang in das Schlussquartal 2026. Entscheidend wird nun sein, das starke Bestellvolumen in profitables Wachstum umzusetzen.

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