Atoss Software – Tagesplus 9,86% – Hochtief – Tagesminus 2,96% – Rheinmetall – Tagesplus 1,25% – so unterschiedlich die Reaktionen gestern. Drei Aktien unter den meistgesuchten Aktienwerten des ersten Tages dieser Handelswoche. Und eine fällt gestern trotz angehobener Prognose, guter Quartalsergebnisse. Warum? Manche sagen Gewinnmitnahmen.
Und andere sehen gerade jetzt perfekte Einstiegschancen und eine goldene Zukunft für den Bau von Rechenzentren – und Hochtief.
Anders die Kursentwicklung bei ATOSS Software, bereits Ende letzter Woche im Gleichschritt mit SAP gestiegen und auch gestern gemeinsam mit dem Softwaregiganten aus Walldorf ganz weit vorne auf den Kurslisten. Ende Juli nimmt die Berichtssaison am deutschen Aktienmarkt spürbar Fahrt auf. Neben den regelmäßigen Quartalsberichten der Großkonzerne sorgen vor allem Prognoseanhebungen und die Einordnung von langfristigen Megatrends für hohes Such- und Handelsvolumen. Und deshalb standen diese drei Titel bei Anlegern gestern besonders im Mittelpunkt:
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HOCHTIEF: Eine deutliche Anhebung der Jahresprognose zeigt, wie der Baukonzern über seine US-Tochter vom weltweiten Bau von KI-Rechenzentren profitiert. Und lässt natürlich Interesse aufkommen – wie stark wurde die Prognose erhöht, was ist in den nächsten Jahren möglich. Natürlich wurde dabei in Erwägung gezogen, das die Aktie dieses Jahr bereits sehr gut gelaufne ist – für einige so gut, das man Gewinn realisieren „musste“.
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Rheinmetall: Eine neue Bestellung der Bundeswehr liefert „Grundrauschen“ – doch die eigentlichen Treiber für das Anlegerinteresse liegen tiefer. Zeitenwende bereits eingepreist – oder steht die Aktie vor einem neuen Kurssprung, wieder in Richtung 2.000,00 EUR.
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ATOSS Software: Rekordzahlen im Cloud-Geschäft treffen auf einen in den Vormonaten stark korrigierten Aktienkurs. Anleger scheinen abzuwägen, ob die Sorgen vor einer Bedrohung durch Künstliche Intelligenz gerechtfertigt sind. Auch wenn bereits letzte Woche „geliefert“ wurde, zieht gestern die haussierende SAP-Aktie auch diesen Mitprofiteur in den Fokus.
HOCHTIEF Atoss Software Rheinmetall: KI-Infrastrukturboom als Kurstreiber?
KI-Infrastrukturausbau spült gerade in Amerika den Essenern über ihre Tochter Turner kräftig Geld in die Kassen – und das nicht nur dieses Jahr. More to come? Eine Ad-hoc-Meldung von HOCHTIEF sorgte gestern zu Wochenbeginn für Aufsehen. Der Vorstand hat die Prognose für den operativen Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2026 spürbar angehoben. Statt der bisher erwarteten 950 bis 1.025 Millionen Euro rechnet das Management nun mit 1.025 bis 1.100 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und der Hauptgrund für diesen Sprung liegt in den USA: Die Tochtergesellschaft Turner verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach dem Bau von Rechenzentren. Für Turner wurde die Ergebnisprognose vor Steuern kräftig nach oben korrigiert – was natürlich auf die Bilanz der Mutter durchschlägt.
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ATOSS Aktie vor Rebound.
Der weltweite Ausbau von Künstlicher Intelligenz erfordert eine massive physische Infrastruktur in Form von riesigen Rechenzentren – mit Nvidiatechnik, sicherer Energieversorgung durch beispielsweise Bloom Energy und Gebäuden von HOCHTIEF. Und hierbei entwickelt sich HOCHTIEF über Turner zunehmend zu einem Schlüsselakteur bei der Errichtung dieser komplexen Großanlagen. Für Analysten und Investoren erfordert die veränderte Auftragslage eine Anpassung der Bewertungsmodelle, da das Geschäft mit Rechenzentren weniger von klassischen Baukonjunkturzyklen abhängt.
Rheinmetall HOCHTIEF Atoss Software: Bundeswehrabruf liefert Grundrauschen …
Rheinmetall meldete zu Wochenbeginn den Abruf weiterer Einheiten aufgrund eines bestehenden Rahmenvertrags mit der Bundeswehr. Geordert wurden weitere 56 schwere Sattelzugmaschinen des Typs „Elefant 2“ mit einem Brutto-Auftragswert von rund 60,5 Millionen Euro. Die Auslieferung der 680 PS starken Allrad-LKW ist für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen. Für Rheinmetall ist ein Auftrag dieses Volumens jedoch mittlerweile Routine. Das verstärkte Markt- und Suchinteresse an der Aktie basiert auf übergeordneten Faktoren:
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Positionierung vor den Halbjahreszahlen: Ende Juli richten Investoren ihren Blick verstärkt auf die anstehende Berichterstattung im Rüstungssektor. Die Sanktionen Chinas scheinen – ausser einer Retour zu den x-ten Ukrainesanktionen der EU – kaum Wirkung auf Rheinmetall zu haben. Zumindest nicht kurzfristig…
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Geopolitisches Umfeld: Das Interesse an Verteidigungswerten reagiert kontinuierlich auf Debatten um NATO-Budgets, nationale Beschaffungsinitiativen und die logistische Rolle Deutschlands bei der Bündnisverteidigung. Auch wenn der Iran-US-Krieg zu einer Kursschwäche der Defenseaktien führte, so wird die veränderte Sicherheitslage in der Welt auf Dauer dem Rüstungsallrounder aus Düsseldorf in die Hände spielen.
Trendthema Carboninfrastruktur? Teil 1: CO2-Reduktion bis 2050 in der EU und anderen Staaten – wo sind die Gewinner zu finden. Gibt es bereits Pureplayer?
Trendthema Carboninfrastruktur? Teil 2: Zertifikate und fehlende Pureplayer. Siemens Energy oder Linde beispielsweise tanzen auf zu vielen Hochzeiten, also was man braucht…
Der LKW-Auftrag vom Montag unterstreicht zwar die Nachfrage im Logistikbereich der Truppe, der wesentliche Rahmen für die Kursentwicklung wird jedoch durch mehrjährige Großprojekte in den Bereichen Munition, gepanzerte Fahrzeuge und Luftverteidigung gesteckt. Und hier muss Rheinmetall von der Zweifeln der „Zeitenwende“ bei den Rüstungsgütern wegkommen – nicht nur Drohnen, sondern auch Munition und Panzer werden zukünftig gebraucht werden, um eine schlagkräftige „Truppe“ zu erhalten. Zumindest so das Credo der Düsseldorfer –
ATOSS Software Rheinemetall HOCHTIEF: Cloud-Wachstum sticht KI-Skeptiker.
Beim Münchner Spezialisten für Workforce-Management zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Einerseits meldete das Unternehmen letzte Woche für das erste Halbjahr 2026 starke operative Zahlen:
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Umsatz: Anstieg um 12 Prozent auf den Rekordwert von 103,2 Millionen Euro.
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Cloud-Geschäft: Die Erlöse im Bereich Cloud & Subscriptions kletterten um 26 Prozent auf 55,7 Millionen Euro und machen nun 54 Prozent des Gesamterlöses aus.
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Wiederkehrende Umsätze: Zusammen mit den Wartungsverträgen liegt der Anteil planbarer Erlöse bei 72 Prozent.
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Profitabilität: Die EBIT-Marge erreichte 35 Prozent, das operative Ergebnis stieg auf 36,2 Millionen Euro.
Trotz dieser operativen Zuwächse hat sich der Aktienkurs im Vergleich zum Allzeithoch aus dem Sommer 2025 (147,60 Euro) auf etwa 70 Euro halbiert – da ändern die schönen Zuwächse seit letzter Woche nur als Tropfen auf den heissen Stein. Es sei denn es geht weiter so – wie es sich am Montag andeutet – plus 9,86% auf 83,60 EUR andeutet. Für die durchlittene Kursschwäche lag die Begründung in der Angst, generatív nutzbare KI-Modelle könnten etablierte Softwareanbieter mittelfristig ersetzen.
Analystenhäuser wie Berenberg, Warburg Research oder Jefferies halten diese Sorgen im Fall von ATOSS für überzogen. Die Software von ATOSS bildet komplexe, länderspezifische Tarifverträge, Arbeitszeitmodelle und regulatorische Vorgaben ab. Diese tiefe Prozessintegration lässt sich nicht ohne Weiteres durch allgemeine KI-Anwendungen austauschen. Vielmehr integriert ATOSS selbst KI-Funktionen in die eigene Software, um Prozesse zu automatisieren.
Mutares Aktie viel zu billig… trotz Exit heute? Trotz …
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ATOSS Aktie vor Rebound.
Aufgrund des gefallenen Kurses bei gleichzeitig steigenden wiederkehrenden Erlösen und einer Nettokasse von 121,3 Millionen Euro stufen sämtliche im S&P Global erfassten Analysten die Aktie derzeit als Kauf ein. Das mittlere Kursziel liegt bei knapp 126 Euro. Neben der Neueinschätzung durch Value-Investoren machen das skalierbare Modell und die Marktstellung im DACH-Raum das Unternehmen auch für strategische Investoren und Private-Equity-Firmen interessant.
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