NIKOLA – Zahlen kommen schlecht an: Weniger Umsatz, aber auch weniger Verlust als erwartet. Klare Zielvorgaben für 2023.

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NIKOLA

NIKOLA Aktie bei aktuell 2,15 USD – ein kräftiges Tagesminus von aktuell 7,7%.  Grund? Die Zahlen für 2022, heute vor Handelsbeginn veröffentlicht, überraschen zwar mit geringeren Verlusten als erwartet, aber die Umsätze liegen weit unter den Erwartungen.

Obwohl NIKOLA in den letzten Monaten kontinuierlich geliefert hat – Förderzusagen, Batterieproduktion, Aufträge, H2-Infrastrukturinvestitionen, Kooperationen mit Plug Power und Fortescue Futures – scheint einfach keine Phanatsie bei den Anlegern mehr aufkommen zu wollen. Bevor es nochmals um die aktuellen Entwicklungen bei NIKOLA geht, der Blick auf die Zahlen 2022 – und auf die „hard facts“, die man in 2023 erreichen will. Könnte – auch wenn die heutige Marktreaktion anderes ausdrückt – durchaus noch interessant werden bei dem LKW-Bauer aus Arizona:

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NIKOLA – am Umsatz hängt es. Aber es gibt auch Licht.

Entgegen den erwarteten EPS im Q4 von Minus 0,432 USD/ in 2022 von Minus 1,27 USD sehen die erreichten Minus 0,37 USD (Non-GAAP) im Quartal und Minus 1,11 USD auf Jahresbasis eigentlcih gut aus. Aber wirklich enttäuscht aufgenommen wurden die Umsatzzahlen, die mit 50,8 Mio USD die Erwartungen von 75,9 Mio USd Jahresumsatz klar verfehlten. Wenig überraschen dlegte NIKOLA bei den „Highlights“ den schwerpunkt auf die Gewinnentwicklung. Wobei die im Dezember und in 2023 gewonnenen Aufträge für 2023 optimistisch werden lassen – und das durch die im Aufbau befindliche E-Batterieproduktion in Coolidge (Übernahme von Romeo wird egnutzt) pro Batteriensatz 105 TUSD eingespart werden sollen, lässt auch hier „Weniger Verlust“- Phantasie aufkommen.

Im Q4/22 konnte NIKOILA 133 Tre BEV (E-LKW) produzieren und davon 20 an Händler ausliefern. Ein Anfang, mehr als viele Zweifler geglaubt haben. “During the fourth quarter we strengthened our commercial and sales operations, which is expected to lead to increased sales and accelerated customer deliveries,” erläutert Nikola CEO, Michael Lohscheller. “As a whole, we made significant progress on both the truck and energy infrastructure fronts. The advances we have made on battery charging and hydrogen solutions with strategic partners, and the unveiling of our hydrogen mobile fueler under the HYLA brand, will allow Nikola to provide fully integrated mobility solutions to customers for both the BEV and FCEV.” 

Erwartungen/Vorgaben für 2023 des NIKOLA Managements machen „den Erfolg“ mess- und kontrollierbar.

NIKOLA Management defineirte heute die Ziel für 2023, die man erreichen will. Vorgaben an denen sich dann das Unternehmen auch messen lassen muss:

  • Fertigstellung von 10 gamma FCEV’s im Q2 2023 – Vorserienmodelle des Brennstoffzellen-Modells.
  • Rund 105,000 USD Kostenersparniss je Batteriemodul für den Tre BEV bis zum Q4 2023. U.a. durch den Aufbau der Batterieserienproduktion in Coolidge mit dem Know-How der neuen Tochter Romeo Power („amerikanische Akasol“ – letztes Jahr in einem Share-Deal von NIKOLA übernommen.)
  • Edngültige Investitionsentscheidung für den „Phoenix Hydrogen Hub“ bis zum Q3 2023. In Phoenix will NIKOLA mit Fortescue Futures den startpunkt des breiter angelegten Joint Ventures setzen.
  • Zwei neue Tankstellenstandorte bis Juni 2023 zu benennen. ob da die im Februar gemeldete neue Station in West Sacramento hinzugezählt wird, lässt sich nicht sagen. Da aber bereits in der ehutigen Meldung erwähnt, wohl eher nicht.
  • Ausleiferung von 250 – 350 Tre BEVs an Händler in 2023. Scheitn nicht übermässig ambitioniert.
  • Auslieferung von 125 – 150 Tre FCEVs im Q4 2023

Nachdem man für das IVECO-NIKOLA Joint Venture einen Auftrag über 100 Tre FCEV sichern konnte, ging es in Coolidge, Arizona Schlag auf Schlag weiter:Der im Dezember angekündigten  Kooperation beim Wasserstoffnetzausbau mit Plug Power folgte eine Kooperation mit Fortescue Future Industrie, Teil des Milliarden-Minenkonzerns Fortescue Metals Group Ltd, zum Aufbau von „Grossproduktionsstätten für Wasserstoff„. Und dann am 25.01.2023 ging es weiter – klein auf klein – nur so kann es funktionieren, dass NIKOLA wieder Vertrauen am Kapitalmarkt aufbauen kann:

Biagi Bros. Inc. erwartet im Q4/23 die Lieferung von 15 Nikola Tre Brennstoffzellenmodellen (FCEVs).

Zur Auslieferung in Ontario, California. Und die FCEV Tre sollen über 100,000 Meilen pro Jahr im „rund-um-die-Uhr“-Einsatz leisten. “These initial 15 Nikola Tre FCEVs are part of Biagi Bros. commitment to transition their fleet to zero-emissions,” erläuterte Michael Lohscheller, Nikola’s President und CEO. “In addition, the trucks will be fueled at the previously announced hydrogen station in Ontario, Calif.” – Teil des von NIKOLA im ersten Planungsschritt auf 60 H2-Stationen ausgelegten H2-Stationsnetzwerks, das notwendig ist, um das innovative „Freight-as-a-Service“-Konzept NIKOLA’s umzusetzen. Mit dme man sich von der Konkurrenz abheben will.

“Biagi Bros. has been successfully testing Nikola’s Class 8 FCEV beginning in January of 2022,” lobte Andrea Biagi, President von Biagi Bros. “After logging more than 12,000 miles, we are extremely pleased with the performance and specification of the trucks, and we are ready to move forward to officially build our zero-emission fleet later this year.”

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Und gestern meldete man Standort Nr.4 in Kalifornien – H2-Tankstelle von NIKOLA errichtet und betrieben.

NIKOLA gab gestern den vierten kalifornischen Wasserstofftankstellenstandort seiner Marke „HYLA“ bekannt. Der neueste kalifornische Tankstellen- und Logistikinfrastrukturstandort soll in der Stadt West Sacramento errichtet werden – sowohl für FCEV Tre’s  als auch für „fremde“ Brennstoffzellen-LKW. Bis Ende 2026 plant NIKOLA US-weit voraussichtlich unter seiner Marke HYLA 60 Tankstellen zu betreiben. Der Sonnenstaat Kalifornien ist für NIKOILA mit dem batterieelektrischen Fahrzeug Nikola Tre der Klasse 8, dem Wasserstoff-Elektrofahrzeug Nikola Tre erklärter startmarkt – gerade wegen der hohen bundesstaatlichne Förderungsmassnahmen für die Anschaffung von emissionsfreien LKW.

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“The first four stations in California are intended as part of Nikola’s energy strategy to support hydrogen electric truck demand,” erläuterte Nikola President, Energy, Carey Mendes. “Our recently announced hydrogen energy brand, HYLA, is dedicated to solving the complex challenges that the mobility and hydrogen industry have faced for decades by offering integrated mobility solutions, including the trucks and energy supply. The HYLA hydrogen refueling stations, along with a comprehensive energy supply, will provide our customers the support needed to seamlessly transition their fleets to zero-emissions.”

“We’re encouraged to see Nikola’s progress in helping to establish a sustainable hydrogen ecosystem in California by accelerating the development and deployment of clean, renewable infrastructure,” ergänzte Gia Vacin, Deputy Director of ZEV Market Development at the Governor’s Office of Business and Economic Development (GO-Biz). “Projects like these will be key in decarbonizing California’s economy, while improving local air quality and providing tangible benefits to frontline communities.”

Fahrassistenz-System „und mehr“ von Plus wird in NIKOLA Tre’s eingebaut. First US-Customer. Hier profitiert man von IVECO, dem „Testpartner“ von Plus auf Deutschlands Strassen – wahrscheinlich.

NIKOLA gab heute bekannt, dass es sich für PlusDrive, das von „Plus“ entwickelte Sicherheitssystem der nächsten Generation, für das batterieelektrische Fahrzeug (BEV) Nikola Tre und das Wasserstoff-Elektrofahrzeug in den USA entschieden ha. Die  erweiterte Fahrerassistenzfunktionen powered by PlusDrive soll bis Ende 2024 verfügbar sein.Und wie kommt man bei NIKOLA zu diesem Partner? Als erster LKW-Produzent in den USA? Liegt vielleicht daran, dass der Produktionspartner in Ulm – IVECO – in Deutschland die Systeme von PlusDrive auf ihre Praxistauglichkeit testet. In den folegnden Monatne erweitert man die Tests auf Österreich, Italine und die Schweiz.

“Germany is a leader and trendsetter in autonomous driving, so we are excited to launch our public testing program in a country that has long embraced technology innovation and the life-changing impact of safety solutions like highly automated trucks. This is an important phase in our plans to bring highly automated trucks to market,” sagte Marco Liccardo, Chief Technology & Digital Officer, Iveco Group, zum Plus-Assistenszsystem.

Und jetzt kommt NIKOLA zum Zuge – NIKOLA’s Premiumkunden scheinen begeistert.

Mehrere Flottenjzúnden NIKOLA’s, darunter PGT Trucking und Christenson Transportation, haben zugestimmt, die ersten Lastwagen mit Nikola PlusDrive zu testen, die Ende 2023 verfügbar sein werden. “The enhanced driver assistance features are yet another differentiator of Nikola’s premium driver experience for our customers,” erläitert Michael Lohscheller, President und CEO, Nikola Corporation. “We are one of the first OEMs to offer 100% electric steering paired with the ZF EBS braking system. This base technology in all our vehicles, combined with Nikola’s own internally developed vehicle controls, over-the-air updates and vehicle security can enable the integration of these advanced sensors and the realization of the PlusDrive safety system from Plus.”

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“We are proud to support a zero-emission future and provide the underlying safety system behind Nikola’s enhanced driver assistance features. The proven commercial readiness of our highly automated solution PlusDrive accelerates the deployment for our partners and sets a new bar for safety and sustainability for the trucking industry,” sagte David Liu, CEO und Mitgründer von Plus.

Konkrete Sicherheitsfeatures – die den Unterschied zur Konkurrenz machen könnten.

PlusDrive wurde für Fahrer von Fahrern entwickelt und bietet unübertroffene Sicherheits-, Kraftstoffeffizienz- und Fahrerkomfortfunktionen. PlusDrive erhebt die Rolle des professionellen Fahrers zu einem Piloten, der das System überwacht, um auf der Autobahn zu fahren. Seine Fähigkeiten gehen weit über grundlegende Fahrerassistenzfunktionen wie Spurhalteassistent und automatische Notbremsung hinaus.

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PlusDrive kümmert sich auch um alles, von der Beibehaltung der Spurmitte, dem Spurwechsel, dem Einfädeln, dem Stop-and-Go-Verkehr und dem Anstupsen, während der Fahrer wachsam und aufmerksam bleibt. Neue Fahrfunktionen werden kontinuierlich Over-the-Air ohne zusätzliche Ausfallzeiten des Lkw hinzugefügt. Zusammen mit der Basistechnologie von Nikola moderiert und prognostiziert PlusDrive die optimale und sicherste Geschwindigkeit und nutzt gleichzeitig die Vorteile des regenerativen Bremsens im Verkehr und bei langsameren Bedingungen.

Spursicherheit

Es wird erwartet, dass das Fahrzeug die beste Position innerhalb der Spur behält und andere große Fahrzeuge und Einsatzfahrzeuge berücksichtigt. Mit PlusDrive werden die BEVs und Wasserstoff-Elektrofahrzeuge von Nikola Tre über erstklassige Fähigkeiten zur Erkennung von Vorfällen verfügen, indem mehrere Kameras zusammen mit Nahbereichsradar und LiDAR verwendet werden. Die fortschrittliche Sensorsuite unterstützt den Fahrer bei der sicheren Interaktion mit anderen Fahrern und bietet zusätzlichen Schutz zur Haftungsminderung.

Schutz für Fussgänger, Fahrradfahrer…

Wenn sie nicht auf der Autobahn verwendet werden, behalten die BEV- und Wasserstoff-Elektrofahrzeuge von Nikola Tre die Fähigkeit, Hindernisse und Verkehr in den toten Winkeln zu erkennen. Anderer Verkehr, einschließlich Motorräder und Fußgänger, wird weiterhin hervorgehoben, um den Fahrern Informationen zu ihrer Nähe zu geben. Das System funktioniert unter allen Verkehrsbedingungen, einschließlich Ladedocks. Die Sicherheit von Fußgängern rund um die Lkw ist besonders wichtig, da viel leisere emissionsfreie Fahrzeuge zu einer Hauptstütze werden. Das System wird Fußgänger um das Fahrzeug herum hervorheben, um die Sicherheit typischer Vorgänge wie Be- und Entladen, Inspektionen sowie Laden und Tanken zu gewährleisten. Auch der sichere Betrieb beim Hochleistungsladen und Wasserstofftanken wird durch Detektions- und Aufzeichnungsfunktionen ergänzt.“

KEIN ÜBERFLIEGER MEHR. DAZU MITTLERWEILE ZWAR FÜR EIN NICHT MEHR GANZ UMSATZLOSES UNTERNEHMEN HOCH BEWERTET. ABER MIT BISHER ERBRACHTEN INVESTITIONEN, DIE DIE AKTUELLE KAPITALISIERUNG ÜBERSTEIGEN. OB SICH DAS AUSZAHLEN WIRD? ZEIGT SICH IN DEN NÄCHSTEN EIN ZWEI JAHREN. ABER EINE ZUKUNFTSBRANCHE UND CHANCEN…
Die heute gemeldeten Umsatzzahlen für 2022 bedeuten für den Kurs einen Rückschlag, aber auf Dauer zählt 2023: Gelingt es die Auslieferungszahlen zu schaffen? Insbesondere die geplanten FCEV-Zahlen, die erst im Q4/23 starten sollen? Ob das irgendwann für signifikante Kursteigerungen reicht? Man wird sehen…

Chart: NIKOLA Corp. | Powered by GOYAX.de

 

 

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