MDAX | K+S: Aktie unter Druck – BaFin lässt prüfen.

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Der K+S AG (ISIN: DE000KSAG888) geht es nicht eigentlich nicht schlecht, aber die hohe Schuldenlast drückt – zumindest bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses des Amerika-Geschäfts für 3,2 Mrd. USD in diesem Sommer. Und 2020 ist tiefrot wegen einer Abschreibung von 2 Mrd EUR. 

Und genau die ist jetzt noch mehr im Fokus: DENN gestern  ein DONNERSCHLAG, der böse Erinnerungen an Wirecard und Steinhoff aufkommen lässt. Um nur zwei Beispiele zu nennen. Auch wenn es bei K+S „nur“ um verspätete Buchungen von Abschreibungen geht, ist doch das Vertrauen der Anleger in die „Korrektheit“ der Bilanzen unabdingbar, um eine Aktie/Unternehmensbeteiligung zu erwerben. Deshalb mit bitterem Beigeschmack die Anordnung der BaFin an die DPR zur Prüfung der K+S-Bilanzen – wobei auch hier natürlich die Unschuldsvermutung gelten sollte. Insbesondere wenn es auch um subjektive Bewertungskriterien über den Eintritt einer „dauerhaften“ Wertminderung und deren Höhe sich zu handeln scheint.

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Steinhoff  nutzt Momentum der Conservatorium-Einigung: Start von 2 Schutzschirmverfahren (NL, SA) um den Vergleich in trocken Tücher zu bekommen. Stichtag 30.06.2021

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Aus der Anordnung der BaFin: „Konkrete Anhaltspunkte liegen vor, weil die im Konzernabschluss zum 31.12.2019 und im verkürzten Abschluss zum 30.06.2020 ausgewiesenen Vermögenswerte, insbesondere das Anlagevermögen, zu hoch bemessen sein könnten.

Unter anderem gemäß IAS 36 sind Vermögenswerte auf Wertminderung zu überprüfen, wenn Tatsachen und Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines solchen Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Wenn Tatsachen und Umstände Anhaltspunkte dafür geben, dass dies der Fall ist, hat ein Unternehmen einen etwaigen Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36 zu bewerten, darzustellen und zu erläutern.

Gemäß der Ad-hoc-Mitteilung der K+S Aktiengesellschaft vom 04.11.2020 liegen die Annahmen zur langfristigen Kalipreisentwicklung nun niedriger und zum Kapitalkostensatz höher als bisher angenommen. Daraus resultierte im Quartalsabschluss zum 30.09.2020 ein Wertminderungsbedarf in der Operativen Einheit Europe+ von rund 2 Mrd. Euro.

Der BaFin liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass dieser Wertminderungsbedarf ggf. nicht zutreffend ermittelt und ganz oder teilweise bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätte erfasst werden müssen. Ebenso können weitere Aktivposten von einem Wertberichtigungsbedarf betroffen sein.

Es liegen somit auch Anhaltspunkte dafür vor, dass eine ggf. erforderliche Fehlerkorrektur gem. IAS 8 unterlassen wurde.“

Und die DPR wird sehr genau prüfen – Dank Wirecard hat man bereits den „Auftrag“ des Bundes verloren und es drohen möglicherweise sogar Schadensersatzforderungen

Also sollte man die nächsten Wochen auf weitere „schlechte“ Nachrichten gefasst sein. Es geht hierbei wohlgemerkt nicht um Bilanzfälschung, Luftumsätze oder ähnliches, sondern bisher „nur“ um verspätete Buchung von bereits erfolgten Abschreibungen. Und um möglicherweise zu geringe Abschreibungen.. Aber die Zeit der Prüfung der Bilanzen, die nach Worten der DPR  jederzeit erweitert werden könnte: „sie (gemeint DPR)sich vorbehält, die Prüfung auf weitere Gegenstände auszudehnen, soweit weitere Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Rechnungslegung bekannt werden.“ (Ad-hoc, 17.02.2021, K+S ), ist definitiv eine von Unsicherheit geprägte.

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Und die Märkte mögen keine Unsicherheit, auch wenn

seit dem K+S den Ausblick zuletzt in seinem Quartalsbericht zum Q3/2020 konkretisierte nichts Negatives passiert/gemeldet worden ist:

Für die verbleibenden Wochen des laufenden Jahres rechnet K+S mit einer leichten Erholung der Kaliumchloridpreise im Vergleich zum Preisniveau des dritten Quartals. Die Preise für Düngemittelspezialitäten sollten weitgehend stabil bleiben. Für das Gesamtjahr 2020 geht K+S unverändert von einem EBITDA in Höhe von rund 480 Mio. € (2019: 640 Mio. €) nach Berücksichtigung von einmaligen Restrukturierungsaufwendungen von bis zu 40 Mio € aus. Aufgrund der Sonderabschreibung auf Vermögenswerte in Höhe von rund 2 Mrd.€ wird das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern im Gesamtjahr auf einen deutlich negativen Wert sinken. Außerdem ist für 2020 unverändert von einem in etwa ausgeglichenen bereinigten Freien Cashflow (2019: 140 Mio €) auszugehen.

Und damals wurden auch die als laut BaFin „zu spät erfolgten“ Abschreibungen verbucht, die für 2020 den Konzern ins Minus reissen werden.

„K+S hat Anfang Oktober den Verkauf der Operativen Einheit Americas für 3,2 Mrd.US-Dollar an Stone Canyon Industries Holdings LLC, Mark Demetree und Partner vereinbart. Der Abschluss der Transaktion (Closing) wird für Sommer 2021 erwartet. „Durch die Einnahmen aus dem Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts und die konsequente Umsetzung unseres Maßnahmenpakets werden wir das Unternehmen deutlich entschulden und die Finanzierung der nächsten Jahre sicherstellen“, betont Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender von K+S. „Mit der Wertberichtigung im dritten Quartal haben wir nun auch die Bilanz bereinigt. All dies vergrößert unseren Handlungsspielraum für die weitere Entwicklung des Unternehmens“, so Lohr weiter.“

Und mit dem Wissen von heute: „nun auch“ deutet auf ein Verbuchen nach Sicherstellung des Verkaufs des Americas Geschäft hin – im Nachhinein sehr missverständlich formuliert…

Aktuell (18.02.2021 / 09:00 Uhr) notieren die Aktien der K+S AG im XETRA-Handel mit -12,62 % (- 1,23 EUR)  im MINUS bei 8,56 EUR.  Im sehr volatilen Handel!

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