MDAX | Hannover Rück: Dividende hoch auf 4,50 EUR, 2020 über (angepasster) Prognose.

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11.03.2020 – Die Hannover Rück SE (ISIN: DE0008402215) ist auch in der Corona-Krise kräftig gewachsen mit sinkenden Gewinnen und sieht durchaus Chancen für weiteres – möglicherweise auch anorganisches? – Wachstum und verzichtet deshalb auf eine Sonderdividende, stattdessen erhöht man moderat den Dividendenvorschlag auf 4,50 EUR für 2020. Damit gäbe es 0,50 EUR mehr als für 2019

Jean-Jacques Henchoz, der Vorstandsvorsitzende der Hannover Rück:Das Coronavirus hat unser aller Leben enorm geprägt und unser Mitgefühl möchte ich denen aussprechen, die durch das Virus persönliches Leid erfahren haben.“. Und weiter:

„Wir leisten unseren Beitrag zur Bewältigung der Folgen dieser Pandemie und bringen unsere Expertise in die Entwicklung von Deckungskonzepten für zukünftige Extremereignisse mit ein. Als einer der größten und finanzstärksten Rückversicherer bleiben wir ein verlässlicher Partner an der Seite unserer Kunden. Die Hannover Rück hat im Pandemiejahr 2020 ein sehr gutes Ergebnis erzielt und damit erneut ihre herausragende Risikotragfähigkeit und ihre breite Diversifizierung unter Beweis gestellt. Wir profitieren in besonderem Maße von der nachhaltigen Verbesserung der Preise und Konditionen in unserem Markt. Damit wir die sich daraus bietenden Geschäftschancen voll ausschöpfen können, haben wir uns entschlossen, für 2020 auf die Zahlung einer Sonderdividende zu verzichten und stattdessen die Basisdividende leicht anzuheben.“

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Die Bruttoprämie der Hannover Rück stieg im Geschäftsjahr 2020 um 9,6 % auf 24,8 Mrd EUR (22,6 Mrd. EUR); währungskursbereinigt hätte das Wachstum 12,0 % betragen. Und die verdiente Nettoprämie wuchs um 8,2 % auf 21,4 Mrd. EUR (19,7 Mrd. EUR). Bei unveränderten Währungskursen hätte sich ein Wachstum von 10,6 % ergeben.

Operativ schlechter – allein 950 Mio EUR für den „Schadenkomplex Covid-19“

Auch coronabedingt ging das EBIT um 34,5 % auf 1.214,1 Mio EUR (1.853,2 Mio EUR) zurück. Folglich reduzierte sich der Nettokonzerngewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 31,2 % auf 883,1 Mio EUR (1.284,2 Mio EUR). Damit hat die Hannover Rück die im November ausgegebene Konzerngewinnprognose von mehr als 800 Mio. EUR übertroffen. Das Ergebnis je Aktie betrug 7,32 EUR (10,65 EUR).

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Schadenrückversicherung – Covid-19, Beirut, Laura und US-Unwetter verhagelten Ergebnis der Sparte

Das Bruttoprämienvolumen in der Schaden-Rückversicherung stieg um 13,3 % auf 16,7 Mrd. EUR (14,8 Mrd EUR). Und die verdiente Nettoprämie erhöhte sich um 11,0 % auf 14,2 Mrd.EUR (12,8 Mrd EUR). Die Großschäden lagen im Geschäftsjahr 2020 das vierte Jahr in Folge oberhalb der Erwartungen. Allein für den Schadenkomplex Covid-19 hat die Hannover Rück in der Schaden-Rückversicherung 950,1 Mio EUR an ihre Kunden ausgezahlt oder zurückgestellt. Davon entfielen 330,9 Mio. EUR auf gemeldete Schäden und 619,2 Mio. EUR auf eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden.

„Wir haben das Risiko für weitere Reservierungen in der Schaden-Rückversicherung deutlich reduziert, indem wir unsere Spätschadenreserven für den Schadenkomplex Covid-19 zum Jahresende nochmals gestärkt haben„, sagte Henchoz. „Sofern die Großschäden im Rahmen unserer Erwartungen bleiben, sollte dies 2021 zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen.“

Weitere Grossschäden

Neben den Belastungen aus der Pandemie gehörte zu den schwersten Großschäden des Jahres ein Unwetter, das sich über östliche Teile der USA erstreckte, mit einer Nettobelastung von 111,0 Mio EUR, der Hurrikan Laura mit 87,5 Mio EUR sowie die Explosion im Hafen von Beirut mit 86,6 Mio EUR. Insgesamt belief sich die Netto-Großschadenbelastung 2020 auf 1.594,9 Mio EUR (956,1 Mio. EUR) und lag damit deutlich oberhalb des vorgesehenen Großschadenbudgets von 975 Mio. EUR für das Gesamtjahr.

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Und das versicherungstechnische Ergebnis inklusive Depotzinsen reduzierte sich auf -223,5 Mio EUR (235,4 Mio EUR). Die kombinierte Schaden-Kostenquote betrug 101,6 % (98,2 %). Gründe hierfür waren insbesondere die vorgenannten Aufwendungen im Zusammenhang mit Covid-19. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel um 35,3 % auf 831,3 Mio EUR (1.285,8 MioEUR).

Für 2021 konnten höhere Prämien am Markt durchgesetzt werden, sodass ein kräftiger Aufholer beim Ergebnis möglich wäre, wenn keine „ausserplanmässigen“ Grossschäden „dazukommen“.

Ausblick 2021: Konzernüberschuss von rund 1,2 Mrd. EUR sollten es schon werden

Der weitere Verlauf der Pandemie und die damit einhergehende erhöhte Mortalität bleiben weiterhin schwer zu prognostizieren. Insbesondere in den USA ist mit weiteren Schadenaufwendungen in der Personen-Rückversicherung zu rechnen. Die bislang zu erwartenden zusätzlichen Belastungen sollten aber durch einen positiven Einmalertrag aus einer Umstrukturierung im US-Mortalitätsgeschäft abgemildert werden.

„Auch wenn die Pandemie weiter ein Unsicherheitsfaktor bleibt, bin ich zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2021 alle erreichen und zu dem sehr guten Ergebnisniveau des Jahres 2019 zurückkehren werden“, sagte Henchoz. „Dies wird unterstützt durch die anhaltende Verbesserung von Preisen und Konditionen in der Schaden-Rückversicherung.“

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Für 2021 erwartet die Hannover Rück auf Basis konstanter Währungskurse ein Wachstum der Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft von rund 5 %. Das Nettokonzernergebnis sollte 1,15 Mrd EUR bis 1,25 Mrd EUR erreichen. Und Voraussetzung hierfür ist, dass die Großschadenbelastung den Erwartungswert von 1,1 Mrd. EUR nicht wesentlich übersteigt und es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt.

Die Starken Überleben und das ist die Hannover, stark

Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 24 Mrd. EUR der drittgrösste Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet 1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 170 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard & Poor’s AA- „Very Strong“ und A.M. Best A+ „Superior“..

Aktuell (11.03.2021 / 010:24Uhr) notieren die Aktien der Hannover Rück SE im Frankfurter-Handel mit einem Plus von 0,60 EUR (+0,40 %) bei 152,30 EUR.


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