Die auf digitale Vermögensverwaltung und Asset Management spezialisierte LAIQON AG hat einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung ihrer Bilanz vollzogen. Mit einem umfangreichen Debt-Equity-Swap sowie bereits abgeschlossenen Kapitalmaßnahmen verbessert das Unternehmen seine Eigenkapitalbasis um insgesamt rund 17,3 Millionen Euro – und sendet damit ein starkes Signal an den Kapitalmarkt.
Besonders bemerkenswert: Investoren tauschten Anleihen und Wandelschuldverschreibungen freiwillig zu einem Preis von 6,25 Euro je Aktie in Eigenkapital – und damit deutlich oberhalb des aktuellen Börsenkurses.
Millionen-Schulden werden zu Eigenkapital
Im Rahmen der laufenden Konzernfinanzierung 2026/2031 brachte eine Gruppe ausgewählter Investoren bestehende Schuldverschreibungen im Volumen von rund 13,4 Millionen Euro in die Gesellschaft ein.
Der größte Teil davon – rund 10,7 Millionen Euro – wurde direkt in Eigenkapital umgewandelt. Dafür gab LAIQON insgesamt 1.709.440 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 6,25 Euro je Aktie aus.
Der verbleibende Betrag von rund 2,7 Millionen Euro wurde in die neue Unternehmensanleihe 2026/2031 umgetauscht und damit langfristig bis 2031 verlängert.
Für die Gesellschaft bedeutet das vor allem eines: deutlich weniger Finanzverbindlichkeiten und mehr Eigenkapital.
CEO investiert selbst Millionen
Ein starkes Signal kommt dabei auch aus dem Management.
Das Family Office von CEO Achim Plate beteiligte sich ebenfalls an der Sachkapitalerhöhung und zeichnete neue Aktien im Gegenwert von rund 3,3 Millionen Euro.
Gerade bei kapitalmarktorientierten Unternehmen achten Investoren häufig besonders darauf, ob das Management selbst finanzielle Risiken eingeht und eigenes Kapital investiert.
Die Beteiligung des CEO dürfte daher als klares Vertrauenssignal gewertet werden.
Verschuldung sinkt deutlich
Durch den Debt-Equity-Swap konnte LAIQON die ausstehenden Finanzverbindlichkeiten spürbar reduzieren.
Die Volumina der bestehenden Finanzierungsinstrumente wurden deutlich zurückgeführt:
- Wandelschuldverschreibung 2023/2027: von 5,0 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro
- Wandelschuldverschreibung 2023/2028: von 20,0 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro
- Unternehmensanleihe 2025/2030: von 10,8 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro
Damit verbessert sich die Bilanzstruktur erheblich.
Gerade in einem Umfeld höherer Finanzierungskosten und steigender Anforderungen an die Kapitalausstattung wird eine solide Bilanz zunehmend zum Wettbewerbsvorteil.
Eigenkapital wächst um 17,3 Millionen Euro
Zusammen mit der bereits zuvor durchgeführten Barkapitalerhöhung über rund 6,6 Millionen Euro summiert sich die Eigenkapitalstärkung nun auf insgesamt 17,3 Millionen Euro.
Für LAIQON bedeutet dies:
- höhere Eigenkapitalquote
- geringere Verschuldung
- verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten
- größere strategische Flexibilität
Gerade für Unternehmen im Asset-Management- und FinTech-Sektor spielt eine starke Bilanz zunehmend eine wichtige Rolle bei der Gewinnung institutioneller Kunden und strategischer Partner.
Starkes Vertrauenssignal der Investoren
Der vielleicht wichtigste Aspekt dieser Transaktion liegt jedoch im Signalcharakter.
Investoren waren bereit, bestehende Forderungen gegen Aktien zu einem Preis von 6,25 Euro zu tauschen – und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Das deutet darauf hin, dass die beteiligten Investoren langfristig an die Entwicklung der Gesellschaft glauben und ihre Chancen höher bewerten als die Rückzahlung der bisherigen Schuldinstrumente.
Für Anleger könnte dies ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass die laufende Transformation der LAIQON AG zunehmend Vertrauen am Kapitalmarkt gewinnt.















