Hensoldt Aktie – Rekordauftragsbestand wird in Umsatz und Gewinn umgesetzt. Stark.

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Hensoldt Aktie stark
Hensoldt – eine Aktien aus einer Branche, die wieder hoffähig geworden ist durch den Krieg in der Ukraine. In den letzten Wochenwurden  Allzeithochs erreicht, die „vor der Ukraine“ nicht denkbar schienen. Und selbst jetzt noch sieht die Bilanz auf Jahressicht sehr gut aus: 81,7% Plus bei Hensoldt, auf Halbjahresbasis 117,4 %.

In der „April-Hochphase“ erreichte Hensoldt 31,10 EUR – aktuell 26,40 EUR (XETRA, Schluss Gestern). Erinnert ein wenig an den Kursverlauf der Impfstoffaktien, die einen noch wesentlich höheren Rückgang vom Hoch verkraften mussten. Und so können die Aktionäre, die seit längerer Zeit bei Hensoldt investiert waren, eigentlich immer noch zufrieden sein. Insbesondere scheint die „Ukraine-Krise“ mittel- und langfristig die Chancen der Defense-Werte wesentlich verbessert zu haben. Die aktuell diskutierten und entschiedenen „Budgetaufstockungen“ sind auf Jahre, sogar Jahrzehnte angelegt – Hauptproblem scheint derzeit die Erhöhung der Kapazitäten zu sein. Und die Zahlen Hensoldts zum Halbjahr zeigen starkes Wachstum, weiter stiegende Auftragseingänge und ein Gewinn, der trotz allgemeiner Kostendiskussion mithalten kann:

Kapazitätsausbau, starkes profitables Wachstum und Prognose steht – Quintessenz für die Hensoldt Aktie

Seit KKR sein Aktienpaket an der HENSOLDT AG (ISIN: DE000HAG0005) abgegeben hat, sollten zumindest von dieser Seite keine Störungen für die Kursentwicklung mehr auftreten. Hensoldt hat zwei Aktionäre a 25,1 % – Leonardo und der Bund – die sich langfristig commitet haben. Und nachdem für 2021 Umsatzsteigerungen von 22%, und ein nachhaltiger Turnaround mit einem Gewinn von 63 Mio EUR erreicht werden konnte, setzte sich die Hensoldt-„Story“in diesem Jahr beschleunigt fort:

Die Umsatzerlöse von HENSOLDT kletterten gegenüber dem Vorjahreswert um 40,3% auf 682 Mio EUR (Vorjahr: 486 Mio). Das bereinigte EBITDA erreichte zum Halbjahr 61 Mio  EUR und damit ein ebenso deutliches Plus von 37,7% (Vorjahr: 44 Mio). Mit 8,9% lag die bereinigte EBITDA-Marge trotz eines höheren Anteils des Geschäftsvolumens mit geringem Wertschöpfungsanteil auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 9,1%). Passt.

… und das zufriedene Management sieht weitere…

Thomas Müller, CEO der HENSOLDT AG, sagt: „Das erste Halbjahr unterstreicht, dass HENSOLDT den vor unserer Industrie liegenden Kraftakt aus einer Position der Stärke heraus angeht. Mit der parlamentarischen Verabschiedung des Sondervermögens und des erhöhten Verteidigungshaushalts für 2023 ist eine wichtige Grundlage gelegt, die Bundeswehr zu einer zukunftsorientierten Armee zu ertüchtigen, und entsprechende Ausschreibungen laufen aktuell an. Als Hightech-Anbieter von Sensorlösungen können wir über alle Segmente sowie Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen hinweg einen entscheidenden Beitrag leisten.

Bereits für das laufende Geschäftsjahr haben wir unsere Prognose für die book-to-bill-ratio entsprechend erhöht. Ich bin zudem überzeugt: Auf die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen kann es nur eine Antwort geben – die Vertiefung europäischer Kooperation. Einen Rückfall in einzelstaatliche Alleingänge darf es nicht geben. In diesem Geist intensivieren wir die Zusammenarbeit mit Leonardo bei der gemeinsamen Entwicklung und Herstellung von Radaren und Selbstschutzsystemen für den Eurofighter, bei Kampfführungssystemen für Fregatten der nächsten Generation, vernetzten Sensorlösungen für Landsysteme und bei den Luftverteidigungssystemen der nächsten Generation einschließlich der Abwehr von hypersonischen Flugkörpern. Dieses Bündnis sehen wir dabei auch als mögliche Keimzelle einer breiteren europäischen Zusammenarbeit.

Heliad Aktie unter der Lupe der „Aktien Spezialwerte“. Und es bleibt dabei – ein KAUF. weiterhin unterhalb von 7,00 EUR mit Kursziel 9,00 EUR.

Also bleibt die Konsolidierung, Fokussierung der europäischen Rüstungsindustrie Thema. Und mit der stark gestiegenen Kursbewertung der Hensoldt Aktie wird die Gestaltungsmöglichkeit für Hensoldt stärker. Aus gestärkter Position heraus mit einer „wertvollen“ Aktie könnte Hensoldt mehr Gestalter werden bei einem solchen Zusammenschluss als zuvor. Interessant für die Aktionäre der Hensoldt – neben den kräftig steigenden Umsätzen und den auf Jahre hervorragenden Aussichten.

Aufträge – Zukunft steht bei Hensodlt Aktie weiter im Vordergrund

HENSOLDT konnte auch im ersten Halbjahr 2022 sich bei wichtigen Verteidigungsprojekten durchsetzen und entsprechende Auftragseingänge verbuchen. So werden die Mehrzweckfregatten F126 (ehemals MKS180) der Deutschen Marine mit vier TRS-4D-Radaren von HENSOLDT ausgestattet. Der Auftrag hat ein Volumen von 186 Mio EUR; die erste Fregatte F126 soll voraussichtlich im Jahr 2028 ausgeliefert werden. Weiterhin wurde im Berichtszeitraum ein langfristiger Servicevertrag für den Eurofighter in Höhe von 270 Mio EUR geschlossen.

Der gesamte Auftragseingang belief sich im ersten Halbjahr auf 948 Mio EUR, nachdem im Vorjahreszeitraum der Meilensteinauftrag zur Lieferung des signalerfassenden und luftgestützten Aufklärungssystems PEGASUS mit einem Volumen von rund 1,25 Mrd EUR den Vergleichswert auf 2,112 Mrd EUR hatte ansteigen lassen. Im laufenden Geschäftsjahr stieg der Gesamtauftragsbestand zur Jahreshälfte auf 5,364 Mrd EUR (Vorjahr: 5,024 Mrd EUR).

Futter für Jahre…

Aufgrund einer höheren Visibilität der Sales Pipeline konkretisierte das Unternehmen die Prognose für das Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz (book-to-bill-ratio) auf zwischen 1,1 und 1,2. Die Prognose der weiteren Kennzahlen bleibt unverändert: Es wird ein Umsatzwachstum von 15% auf 1,7 Mrd EUR erwartet sowie ein bereinigtes EBITDA von 285 Mio bis 300 Mio EUR. Der Nettoverschuldungsgrad soll wie geplant auf 1,4x weiter gesenkt werden. HENSOLDT geht von einer Dividende von 20% des bereinigten Nettogewinns aus.

Kennzahlen

Millionen EURH1 2021H1 2022
Umsatz486682
Bereinigtes EBITDA4461
Bereinigte EBITDA Marge9,1%8,9%
Auftragseingang2.112948
Auftragsbestand5.0245.364
Bereinigter Free-Cash-Flow (vor Steuern und Zinsen)-57-157
Zuletzt Erweiterung in Ulm „gefeiert“ – Teil eines breitangelegten Kapazitätsausbaus

HENSOLDT investiert an allen Standorten in die Erweiterung seiner Kapazitäten, um dem langfrisitg angelegten Wachstum seines Auftragsbuchs gerecht zu werden. An seinem Standort Ulm eröffnete HENSOLDT am 27.07.2022 ein neues Laborgebäude, das mit einem Investitionsvolumen von circa 20 Mio EUR errichtet wurde. Das Gebäude beherbergt auf circa 3.500 qm Labore und Integrationsflächen, in denen 100 Radar- und Aufklärungs-Experten arbeiten sollen. Nach der Einstellung von über 500 Mitarbeitern in den vergangenen zwei Jahren plant das Unternehmen auch in diesem Jahr circa 200 Neueinstellungen und die Erhöhung der Zahl von Ausbildungsplätzen.

„HENSOLDT liefert Sensorlösungen an die Bundeswehr, aber auch an internationale Kunden, die gegenüber neuen Bedrohungen auf unsere Unterstützung vertrauen“, sagte anlässlich der Einweihung Peter Schlote, Leiter der Radar-Division und des Standorts Ulm. „Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir die Technologieentwicklung weiter vorantreiben und zugleich unsere System-Kapazitäten erweitern. Unsere Investition in neue Systemlösungen und Entwicklungslabore ist daher unverzichtbarer Bestandteil unserer Wachstumsstrategie.“

Wachstum ist das Mantra bei Hensoldt – auf Jahre Vollauslastung scheint sicher…

Christian Ladurner, seit 1. Juli 2022 CFO der HENSOLDT AG, sagt: „In den vergangenen Monaten haben wir unsere Wachstumsdynamik bei Umsatz und Ertrag weiter gesteigert und gezeigt, wie konsequent wir unseren Rekord-Auftragsbestand in Ergebnis übersetzen. HENSOLDT verbindet Innovationskraft mit einem attraktiven Geschäftsmodell. Dies zeichnet unser Unternehmen seit jeher aus und wird auch in Zukunft unser Fokus sein. Wir werden weiterhin sehr diszipliniert auf die Kostenseite schauen, um mit hoher Ertragskraft unseren Innovationskurs zu finanzieren und gezielt in weiteres Wachstum zu investieren.

Unsere unternehmerische Performance wird uns ermöglichen, die Position von HENSOLDT als führender Lösungsanbieter für Optronik und Sensorik im gesamten elektromagnetischen Spektrum auszubauen und mit Data Analytics, Sensorfusion und Künstlicher Intelligenz komplementäre Wachstumsfelder weiter zu stärken. Die aktuelle globale Entwicklung verdeutlicht außerdem auch den gesellschaftlichen Nutzen und die Relevanz von HENSOLDT. Das spiegelt sich auch in unserem Streubesitz wider, so ist der Anteil der Investoren mit einem klaren ESG-Fokus von etwa 6% Ende 2021 auf jetzt über 20% gestiegen.“

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Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie wohl kein Schnäppchen bei einem KGV von rund 25 für 2022 oder 18,4 für 2023. Aber durchaus einen  zweiten Blick wert. Bei einer über mehrere Jahre vollausgelasteten Kapazität und einem Orderbuch, das mittlerweile dreimal den für 2022 erwarteten Umsatz ausmacht.  Dazu kommt Phantasie aus dem erklärten Willen „eine führende Rolle“ bei der Konsolidierung der europäischen Defense-Industrie zu spielen. Was bei dem aktuellen Kursniveau durchaus interessanter ist, als noch Mitte März – vor dem Kurssprung. Und ob Leonardo irgendwann seine Sperrminorität weiter ausbauen will, scheint erstmal zwar kein Thema. Aber…
Hensoldt – Aktie charttechnisch stark

Rheinmetall Hensoldt Chartbild.

Chart: Hansoldt AG |Powered by GOYAX.de

 

 

 

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