H2REIHE-Update | SFC Energy kurzfristig gebremst durch Corona – aber mittelfristig will man „rocken“

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nebenwerte news nebenwerte magazin20.08.2020 – SFC Energy AG (ISIN: DE0007568578) ist einer der wenigen Brennstoffzellenanbieter aus Deutschland. Mit Vebindungen zum „Urgestein“ Ballard Power – einige Nummern kleiner, aber… Heute nun die Zahlen zum ersten Halbjahr – schlechter als im Vorjahr, aber mit gutem Grund: Corona hat zugeschlagen. Konkret im ersten Halbjahr erzielte man: Konzernumsatz Minus 10,8% bei 27,6 Mio. EUR, EBITDA bereinigt 1,2 Mio EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR)/unbereinigt minus 2,1 Mio. EUR, ergibt ein negatives bereinigtes EBIT von 0,6 Mio. EUR, unbereinigt von Minus 4 Mio. EUR. Alles kein Beinbruch, insbesondere da der Auftragsbestand um 9,4% auf 12,4 Mio. EUR zulegte und im Zukunftsfeld „Clean Energy & Mobility“ mit Umsatzwachstum von 70,2 % auf 9,4 Mio. EUR ein kräftiges Zeichen für die Zukunft gesetzt werden konnte (Stichwort Wasserstoffinitiativen der EU und der Bundesregierung). Auch SFC wird natürlich liefern müssen, aber bei Wasserstoffwerten wird eher ab 2023/4 mit erkennbaren bilanziellen Erfolgen und Umsatzsprüngen gerechnet – noch ist Brennstoffzellentechnolgie ein Nischenprodukt mit hohen Ambitionen und weltweiten staatlichen Anstrengungen zum Ausbau – Wasserstoffinitiativen, nationale und multinationale, laufen erst langsam an und helfen die Kostennachteile der Wasserstofftechnologie langsam zu egalisieren – wer hätte denn schon vor 10 Jahren gedacht, das Photovoltaik irgendwann ohne Subventionen günstiger als die klassischen Energiequellen Strom produzieren könnte. Ein langer Weg,a ber spannend und voller Chancen…{loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt)}

Bedeutung der Green Energy nimmt kräftig zu, die angestammten Felder nehmen ab – und die Zukunft ist nun mal im Green-Bereich, passt.

Prognose weiterhin nicht möglich und man sollte 2020 als Jahr des Übergnags betrachten – analog zu den anderen wasserstoffwerten, die auch erst ab 2022 oder 2024 mit wesentlichen Erfolgen rechnen: Bereits vor der Vorlage des Geschäftsberichtes 2019 hatte der Vorstand die mit den vorläufigen Zahlen 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Unsicherheit und fehlenden Visibilität als Folge der COVID-19-Pandemie und der negativen Entwicklung des Ölpreises zurückgezogen. Der Vorstand erwartet vor dem Hintergrund der aktuellen hohen Unsicherheiten und vorbehaltlich einer weltweiten Rezession Umsatzerlöse und Profitabilität deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die mittelfristigen Ziele bleiben jedoch unverändert, und das Wachstumspotenzial hat sich deutlich verbessert.

„In diesem herausfordernden Umfeld sind innovative Lösungen gefragt, um weiterhin erfolgreich agieren zu können. So haben wir im Berichtszeitraum unser Unternehmen mit unserem Maßnahmenprogramm zukunftsfähig ausgerichtet. Wir sind überzeugt, von der Entwicklung hin zu einer verstärkten Nutzung grüner Technologien zur Energieerzeugung, -distribution und -speicherung profitieren zu können. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die deutsche Bundesregierung ihren Willen zur verstärkten Nutzung umweltfreundlicher Technologien noch einmal bekräftigt und die Wahrnehmung hierfür deutlich geschärft“, äußert sich CEO Dr. Peter Podesser.

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Erstmal bleibt man „rot“, aber das ist für Wasserstoffwerte ja scheinbar üblich

Der Umsatzeinbruch im margenstarken Defensebereich (nur noch 344 TEUR nach 2 Mio. im Vorjahr) wird sich kräftig auf das EBITDA ausgewirkt haben – wichtiger aber ist der im Gegensatz zu den alten Segmenten Öl&Gas und teilweise Industrie kräftige Wachstumsschub bei Clean Energy&Mobility – dieses Zukunfstfeld wuchs als einziges Segment und dann auch noch um über 70% – bestätigt den Optimismus des CEO. Die anderen Segmente werden wahrscheinlich – unter gegebener Unsicherheit – einen gewissen Nachholeffekt erleben, aber der Trend ist auch bei SFC klar.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt)}

Bericht des CEO – ausführliche Darstellung

Im folgenden zitieren wir den CEO Dr. Peter Podeser bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse – ein umfassender Überblick geprägt von Optimismus:

„In einem bewegten ersten Halbjahr 2020 nahmen zwei Faktoren den größten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. So erschwerten einerseits die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in Teilbereichen unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Kunden hielten sich bei Kaufentscheidungen zurück, was zu Auftragsverschiebungen führte. Andererseits rückte die Brennstoffzellen-Technologie als zuverlässige und umweltfreundliche Energiequelle weiter verstärkt in den Fokus verschiedenster Anwender. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang eine noch nie dagewesene starke Dynamik bei der Nachfrage nach Direktmethanol- und auch Wasserstoff-Brennstoffzellen für zivile Anwendungen.

Wie bereits kommuniziert, wirkten sich die Einflüsse der COVID-19-Pandemie insbesondere im zweiten Quartal aus. Konnten einerseits Messen und persönliche Kundentermine nicht oder nur unter Beachtung höchster Hygienestandards wahrgenommen werden, kam es andererseits zu Auftragsverschiebungen in einigen Segmenten.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt_03)}

Dennoch ist SFC in Deutschland zu keinem Zeitpunkt in Kurzarbeit gegangen. Im Gegenteil: Mit „Fit für die Zukunft“ haben wir ein umfassendes Maßnahmenprogramm formuliert und ausgerollt. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Programm die Basis legt, um nach der Corona-Pandemie noch stärker und effizienter agieren zu können. Beispielhaft werden Vertriebs- und Marketingaktivitäten online trennschärfer zugeschnitten. Gleichzeitig haben wir unser Engagement im Bereich Forschung & Entwicklung verstärkt, um die Fertigstellung der nächsten EFOY Brennstoffzellengeneration sowie die Entwicklung der neuen Generation an Wasserstoff-Brennstoffzellen zu beschleunigen und komplementäre Technologien, wie Elektrolyse, zu bewerten. Mit unserer Entscheidung, essenzielle Teile zu bevorraten, wollen wir potenziellen Lieferengpässen in Folge der COVID-19-Pandemie vorbeugen.

Wasserstoff und zugehörige Technologien, wie die Brennstoffzelle, rücken verstärkt in den gesellschaftlichen Fokus und damit des politischen Handelns. Das klare Bekenntnis der deutschen Bundesregierung zu einer nachhaltigen Energiepolitik unterstreicht diese Entwicklung deutlich. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung im Juni ein umfassendes Förderprogramm für den Markthochlauf sowie für Forschungs- & Entwicklungstätigkeiten aufgelegt. Geschaffene Anreize, um beispielsweise von konventionellen Verfahren der Energieerzeugung auf nachhaltigere Alternativen wie die Brennstoffzellen-Technologie umzusteigen, zeigen bereits Wirkung. Dies spiegelt sich in weiteren Abrufen zur Ausrüstung der Notstromversorgung des digitalen Behördenfunknetzwerks BOSNet mit EFOY Jupiter Wasserstoff-Brennstoffzellen wider. Von diesem Anfang Juni 2020 erhaltenen Auftrag geht somit in einem von Unsicherheit gekennzeichneten Umfeld eine starke Signalwirkung aus.

Die Corona-Pandemie sorgt für hohe Verunsicherung bei allen Marktteilnehmern und schränkt die Visibilität deutlich ein. Eine valide Prognose ist so nicht seriös möglich. Dennoch sieht sich SFC Energy gut aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. Aufgrund der 20-jährigen Erfahrung im Markt, exzellent eingeführter Produkte und einer gut gefüllten Projekt- und Produktpipeline ist das Management der Überzeugung, von der Beschleunigung der Energiewende überproportional profitieren zu können“

SFC wird von einigen auch kritisch gesehen

Am 15.06.2020 setzte Warburg seine Einschätzung auf SELL, da der Kurs der Aktie bereits „zu gut gelaufen sei“ für die aktuellen Umsatzzahlen. Kursziel sei weiterhin 10,00 EUR – eine Aussage, wie sie zu allen Wasserstoffwerten denkbar wäre. Wir reden bei Wasserstofftechnologieen über eine erst am Anfang der Marktdurchdringung stehenden Technologie, die erst jetzt in den Fokus der Politik geraten ist, als dezentrale, nachhaltige (wenn aus grüner Erzeugung) und emissionsfreie Form der Energieversorgung. Jedenfalls sehen die Erwartungen für SFC’s Umsatz für 2021 einen Umsatz von 69 Mio. EUR, der in 2022 auf 81 Mio. EUR und schließlich in 2023 bei 108 Mio. EUR liegen soll. Gewinne werden ab 2021 spätestens mit einem Vorsteuergewinn von 1 Mio. EUR erwartet, danach soll es kräftig damit hoch gehen.

Unsere Reihe über Wasserstoffaktien:

H2TEIL1: Ballard Power Systems Inc – Kursrakete steigt weiter oder…

H2TEIL2: Plug Power Inc. – Kursdelle+Kaufkurse oder geht es weiter runter?

H2TEIL3: Nel Asa – Elektrolyse, Tankstellen und mehr, Milliardenmarkt. Für Nel?

H2TEIL4:NIKOLA Corp. – TESLA Nachfolger auf dem Weg?

H2TEIL5:SFC Energy AG. – Deutschlands Ballard Power?

H2TEIL6: Linde und Air Liquide – zwei Großkonzerne, die Wasserstoff in der DNA haben oder eben zukaufen können 

H2-Update KW33: Ballard Power droht Aktienflut, Nikola mit Durchbruch, Nel muss am 26.08., Plug Power mit Doppelschlag

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Metzler’s 46%-Kurspotential vom 17.07.2020

hört sich im Vergleich zu den dreistelligen Prozentsätzen,die andere Brennstoffzellenanbieter in den letzten Monaten gestiegen sind, schon fast konservativ an. Das Unternehmen kommt derzeit auf eine Market Cap von 220 Mio. EUR bei einem Umsatz in 2019 von 58,54 Mio. EUR und dem schon fast obligatorischen Verlust bei einem Brennstoffzellenhersteller von „nur“ 1,93 Mio. EUR nach Steuern (2019 musste man – anders als die Großen -aufgrund Auftragsverschiebungen einen Umsatzrückgang hinnehmen). Im Q1 musste man einen leichten Umsatzrückgang auf 16,1 Mio. EUR hinnehmen mit einer kräftigen Reduktion des EBITDA auf 0,36 Mio. EUR (Minus 51,8%). Aber auch für SFC Energy gilt, das die Brennstoffzellentechnologie erst am Anfang eines – von vielen erwarteten – Siegeszuges steht. Kann SFC an dieser Entwicklung profitieren? Die Technologie wird beherrscht, die Einsatzmöglichkeiten der von SFC produzierten und entwickelten Brennstoffzellen sind vielfältig und es kommen regelmäßig neue hinzu.

Hinzu kommt viel Phantasie aus ungeplanten Entwicklungen. Wir haben seienrzeit ein Interview mit dem CEO der SFC Energy AG geführt über Chancen, Risiken und Perspektiven:

Wir wollen mit SFC der weltweit führende Anbieter im Bereich der stationären Energieerzeugung mit Brennstoffzellen sein.

und bleiben“, sagt der CEO von SFC Energy auf die Frage, wo man in 5 Jahren sein willl. Hier das gesamte Interview – immer noch aktuell:

Herr Dr. Podesser, welche Anwendungsgebiete für die Brennstoffzelle erscheinen Ihnen zukunfts- und wachstumsstark und welche davon können sie bedienen?

Dr. Peter Podesser: Es gibt drei wesentliche Anwendungsgebiete der Brennstoffzelle: für stationäre Anwendungen, als tragbare Ausführung sowie im Mobilitätssektor. SFC Energy ist traditionell stark in den ersten beiden Bereichen, in denen wir bereits mehr als 45.000 Brennstoffzellen für stationäre und tragbare Anwendungsgebiete ausgeliefert haben.

Sind weitere Projekte oder Einsatzgebiete für die SFC-Brennstoffzellen zukünftig möglich?

Dr. Peter Podesser: Die wichtigste Stoßrichtung für uns heute ist mit Wasserstoff-Brennstoffzellen speziell im stationären Bereich die sich bietenden Chance zu nutzen. Ein plakatives Beispiel: Flächendeckende Digitalisierung erfordert den Rollout der 5G-Mobilfunkgeneration, die saubere und sichere (Not-) Stromversorgung hierfür erledigt die Brennstoffzelle.

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Inwiefern sind Sie auch im aktuell gehypten Bereich Mobilität involviert?

Dr. Peter Podesser: Wir sind nun bereits seit fast 20 Jahren im Bereich Zusatzstromversorgung für Freizeit- und Einsatzfahrzeuge aktiv. Ergänzend hierzu betreiben wir Entwicklung hin zur Zusatzstromversorgung für Lkw und Busse. Das Thema Antriebsstrang ist aus heutiger Sicht für uns kein primärer Zielmarkt, auch wenn wir uns die Lizenzierung unserer Technologie durchaus vorstellen können. Wir wollen bei Brennstoffzellen nicht der x. Anbieter im Bereich Antrieb sein, sondern die Nummer 1 im Bereich stationärer Stromversorgung bleiben.

Sie arbeiten auch mit Ballard Power zusammen. In welchen Bereichen? Konkurrieren sie auch in bestimmten Feldern oder sind die Schwerpunkte unterschiedlich?

Dr. Peter Podesser: Im Zuge der Entwicklung unserer Wasserstoff-Produkte haben wir mit unserem Partner adKor auf ein schon eingeführtes Produkt mit Ballard-Power-Komponenten zurückgegriffen. Ballard Power ist im Bereich der Stack-Technologie ein wichtiger Partner und Zulieferer für uns, hier agieren wir sehr komplementär. Aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunkte Mobilität bei Ballard Power vs. stationäre Anwendungen bei SFC sehen wir heute bei der Marktbearbeitung keine Konkurrenzsituation.

Wie sieht Ihre Börsengeschichte aus? Seit wann ist Ihr Unternehmen wo notiert? Was war der ursprüngliche Grund/Zielsetzung für das Listing?

Dr. Peter Podesser: Wir sind im Frühjahr 2007 noch vor der Finanzkrise in Frankfurt an die Börse gegangen und notieren im streng regulierten Prime Standard. Zielsetzung des IPOs war es im Wesentlichen, Wachstumskapital für das Unternehmen zu generieren. Ein Nebeneffekt war es, einzelnen Venture-Capital-Gebern der ersten Stunde eine Exitoption anbieten zu können.

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Die Kursentwicklung der sagen wir mal „Wasserstoffaktien“ ist teilweise schwindelerregend. Wie sehen Sie Ihr Unternehmen in dieser Riege aufgestellt? Derzeit sind sie ca. 220 Mio. EUR an der Börse „wert“. Dies ist ja im Vergleich zu der mit 4,8 Mrd. USD bewerteten Ballard Power günstig, oder?

Dr. Peter Podesser: Wenn man die Bewertungen unserer nordamerikanischen Brennstoffzellen-Kollegen ansieht, zeigt schon ein Blick auf die Umsatzmultiples – selbst ohne das Thema Profitabilität in Betracht zu ziehen – eine deutliche Abweichung um den Faktor 10 bis 20, was nicht den originären Wert des Unternehmens und des Geschäftsmodells reflektiert. Ein nicht unwesentlicher Grund hierfür ist natürlich die traditionell höhere Risikobereitschaft nordamerikanischer Investoren, die Zukunftsthemen aggressiver und höher bewerten, als dies hierzulande der Fall ist.

Es gibt eine Wasserstoffoffensive der Bundesregierung: Man nimmt wohl 9 Mrd. EUR in die Hand, um insbesondere Infrastruktur der Wasserstoffversorgung und Mobilität durch Brennstoffzellen zu fördern. Rechnen Sie sich auch einen Anteil „am Kuchen“ aus? Insbesondere in welchen Bereichen?

Dr. Peter Podesser: Absolut. Wenn man sich die Wertschöpfungskette ansieht, so gehen wir im ersten Schritt davon aus, dass wir bei unseren nächsten F&E-Programmen für die kommende Generation der Wasserstoff-Brennstoffzelle sehr gute Chancen auf eine staatliche Förderung haben. Hier gibt es verschiedene Förderinitiativen auf Landes- wie auch nationaler Ebene, die dafür infrage kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Markterschließungsprogramme, hierzu gehört z. B. auch das aktuelle Programm zur Ausrüstung des Behördenfunknetzes (BOSNet) mit Brennstoffzellen.

Die 100 Mio. EUR Umsatzgrenze meinen Sie in welchem Jahr ins Auge fassen zu können?

Dr. Peter Podesser: Trotz der kurzfristig eingeschränkten Visibilität aufgrund der COVID-19-Pandemie halten wir unverändert an unserer Mittelfristprognose fest und sehen den nächsten Meilenstein in drei bis vier Jahren bei einem Umsatz von über 100 Mio. Euro. Im Zuge dieser Entwicklung peilen wir auch eine Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge auf deutlich über 10 % an. Was unser Wachstum angeht, so kann dies in einer 5-Jahressicht aber noch erheblich weiter gehen. Insbesondere durch eine weitere Dynamisierung des Umfeldes, speziell was das Thema Wasserstoff betrifft, könnte sich auch unsere Entwicklung nochmals beschleunigen.

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Die Wahrnehmung der SFC Energy am Kapitalmarkt erscheint sehr positiv. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Dr. Peter Podesser: SFC steht mit seiner nachhaltigen Technologie und modernen Produkten für eine saubere und effiziente Form der alternativen Energieerzeugung. Mit unserer Technologie leisten wir einen Beitrag zur CO2-Reduktion in der Energieerzeugung und ermöglichen damit auch ein schnelleres Erreichen der Klimaziele. Dies begünstigt heute eine besonders hohe Akzeptanz und ein positives Image quer durch alle Altersschichten. Hinzu kommt, dass wir als erste bewiesen haben, dass man im Brennstoffzellensektor auch jetzt schon Geld verdienen kann – dies wird von Investorenseite honoriert.

Im vergangenen Jahr haben Sie eine Kapitalerhöhung zu 10,00 EUR platziert. Denken Sie über weitere Kapitalmaßnahmen nach? Wofür könnten Sie Geld brauchen? Gibt es potenzielle Übernahmeziele? Größere Forschungsprojekte? Expansionspläne?

Dr. Peter Podesser: Wir sind sehr froh über die erfolgreiche Kapitalmaßnahme im vergangenen Jahr. Damit konnten wir sofort u. a. weitere Entwicklungsprogramme in beiden Produktgruppen, Wasserstoff- wie auch Direkt-Methanol-Brennstoffzellen, forcieren und Anfang des Jahres eine erste Akquisition tätigen. Unsere weiteren Wachstumspläne sehen neben der regionalen Ausweitung in Asien und Nordamerika auch die Ausweitung unserer Aktivitäten auf Wasserstoff-Brennstoffzellen höherer Leistungsklassen vor. Zudem sehen wir uns auch Technologie im Bereich der autarken Produktion von grünem Wasserstoff und natürlich Akquisitionstargets an, die entweder regional oder technologisch zu uns passen. Es gibt aktuell keinen konkreten Bedarf für eine weitere Kapitalmaßnahme, wir wollen uns diese Option aber perspektivisch offenhalten – bei entsprechenden Investitionsmöglichkeiten. Mit Daniel Saxena, unserem neuen CFO, haben wir uns zur Umsetzung dieser Wachstumsstrategie auch einen erfahrenen Experten mit Investmentbanking-, M&A- sowie Private-Equity-Expertise an Bord geholt.

Bringen sich die großen Aktionäre – insbesondere HPE mit 15,99 % größter Einzelaktionär – über den Aufsichtsrat ein oder sind die Aktionäre eher „still“? Ist der relativ große Streubesitz Ihrer Aktie von fast 70% in Ihren Augen eher ein Vorteil oder wünschen Sie sich manchmal größere Ankeraktionäre?

Dr. Peter Podesser: Mit HPE Growth Capital und einigen weiteren langjährig investierten institutionellen Anlegern haben wir eine stabile Kernaktionärsgruppe. Tim van Delden, einer der Gründer von HPE, ist unser langjähriger, aktiver Aufsichtsratsvorsitzender. In dieser Konstellation sehen wir uns sehr vernünftig aufgestellt in der Balance zwischen einem ausreichend großen Streubesitz und stabilen Ankeraktionären.

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Wahrscheinlich hat Corona Einfluss auf kurzfristige Umsatz- und Ertragsentwicklungen gehabt? Sehen Sie auch mittel- oder langfristige Folgen?

Dr. Peter Podesser: Natürlich haben auch wir im ersten Halbjahr 2020 spürbare Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unser Geschäft gespürt, speziell im Sektor Öl & Gas. Die mit der negativen Ölpreisentwicklung verbundene Investitionszurückhaltung in diesem Bereich macht sich im Nordamerika-Geschäft deutlich bemerkbar. Im Industriegeschäft kam es zu Verschiebungen, allerdings sehen wir dort keine Auftragsstornierungen. Völlig unbeeindruckt von Corona entwickelt sich hingegen unser ziviles Brennstoffzellengeschäft, in dem wir einen erfreulichen Wachstumstrend sehen. An unserer Mittelfristprognose halten wir wie bereits erwähnt unverändert fest – neben den erwarteten Wachstumsimpulsen aus dem zivilen Brennstoffzellengeschäft mit einer zunehmenden Dynamik im Bereich Wasserstoff sind wir auch zuversichtlich, was weitere Auftragsvergaben im Verteidigungsbereich anbetrifft. Insofern sehen wir keine Notwendigkeit für eine Korrektur unserer mittelfristigen Zielsetzung.

Und zum Schluss noch eine persönliche Frage: Wo sehen Sie die SFC Energy in fünf Jahren?

Dr. Peter Podesser: Wir wollen mit SFC der weltweit führende Anbieter im Bereich der stationären Energieerzeugung mit Brennstoffzellen sein.

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SFC Energy AG könnte die Wasserstoffinitiative Deutschlands und der EU für neue Einsatzbereiche ihrer Technologie nutzen – neben den angestammten weltweit besetzten Einsatzgebieten

Während Ballard  Power, Plug Power und Nikola klar bei Brennstoffzelleneinsatz im Mobilitätsbereich (LKW, Spezialfahrzeuge und PKW) einen extremen Wachstumsimpuls erhalten würden, ist SFC eher in Nischen aktiv. Hier aber durchaus erfolgreich und findig bei der Suche nach neuen Einsatzmöglichkeiten. Die Wasserstoffwelle könnte bei SFC auch eine neue Umsatzebene bewirken. Der Aktienkurs erscheint aufgrund der aktuellen Umsatzzahlen zwar hoch, aber im Vergleich zu den Bilanzrelationen Ballard Powers oder Nel’s geradezu günstig – wohlgemerkt nur im Vergleich. Ob SFC überraschen kann durch neue Umsätze aufgrund der staatlichen Programme ist offen – falls ja, wäre auch hier eine „neue Story“ zu schreiben, falls man bei den bisherigen Einsatzgebieten bleibt, gäbe es wohl weniger „Phantasie“ als bei den reinen Hoffnungswerten – wie NIKOLA, die ohne Umsatz bald 20 Mrd. wert sind, zumindest an der Börse.

FAZIT? sollte dem CEO überlassen bleiben:

…wir bei unseren nächsten F&E-Programmen für die kommende Generation der Wasserstoff-Brennstoffzelle sehr gute Chancen auf eine staatliche Förderung haben“ und „Wir wollen mit SFC der weltweit führende Anbieter im Bereich der stationären Energieerzeugung mit Brennstoffzellen sein.“

VORSCHLÄGE VON LESERN ÜBER WASSERSTOFFWERTE DIE IN DIESER REIHE BEHANDELT WERDEN SOLLEN – IMMER WILLKOMMEN.

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