
Gabler Group ging an die Börse. So hätte eine Erfolgsgeschichte wie bei STEYR Motors starten können. Ganz so ist es bisher noch nicht. Im Zuge der Zeitenwende und des anhaltenden Rüstungsbooms nutzte die Lübecker Gabler Group den Rückenwind der Verteidigungsbranche für den Schritt aufs Parkett: Im März 2026 feierte der Spezialist für maritime Sicherheitstechnologien sein Börsendebüt im Scale-Segment der Frankfurter Börse. Doch der Start verlief für Anleger bisher eher ernüchternd. Nach dem Ausgabepreis von 44,00 EUR kletterte der Titel im Premierenmonat zwar kurzzeitig auf ein Rekordhoch von 52,80 EUR, geriet danach jedoch ins Bröckeln. Über weite Strecken prägte eine zähe Seitwärtsbewegung das Bild. Mit einem aktuellen Kurs – 25.08., 9:31 Uhr – von 39,60 EUR (-1,98 %) notiert die Aktie aktuell rund 10 Prozent unter dem Emissionspreis. Grund für das leichte Minus scheinen die Zahlen zu sein – oder normale Schwankung in einem wenig liquiden Wert.
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Deutsche Rohstoff AG hat guten Riecher bewiesen bei den Beteiligungen. Wieder einmal. Riesenbeteiligungserlös versüsst Jahreszahlen.
Zahlen der Gabler Group sind so schlecht nicht, solide. Erwartet.
Vielleicht reicht das nicht für einen Kurssprung, aber auf Dauer sollte durchaus das Potential der Aktie deutlich werden. Bis dahin scheint Geduld für die Engagierten angesagt. Dabei zeichnete sich der Handelsverlauf in den vergangenen Monaten durch spürbare Schwankungen aus: Anfang Juli sackte der Kurs bis auf 36,60 EUR ab, ehe er sich Mitte Juli wieder auf eine Spanne zwischen 40,20 EUR und 44,60 EUR erholte. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit je nach Kursstand zwischen 232 Mio. und 269 Mio. EUR.
Operativ liefert der Konzern hingegen – wie gesagt – solide Zahlen. Mit dem aktuellen Halbjahresbericht bestätigte Gabler seine Jahresprognose und Bekräftigte die Mittelfristziele. Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 27,3 Mio EUR und ein bereinigtes EBIT von 6,8 Mio EUR, was einer starken operativen Marge von 21,3 % entspricht. Der Auftragseingang schlug mit 51,9 Mio EUR zu Buche, wodurch der Auftragsbestand per Ende Juni 2026 auf 390,4 Mio EUR anwuchs (Ende 2025: 358,7 Mio EUR). Und für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management unverändert mit Umsatzerlösen zwischen 69 Mio. und 71 Mio. EUR sowie einem bereinigten EBIT von 17 Mio. bis 19 Mio. EUR. Auf Sicht von drei bis fünf Jahren strebt der Vorstand weiterhin die Marke von über 100 Mio EUR Jahresumsatz an.
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Gabler Group – wer?
Der Marktführer bei Ausfahrgerätesystemen für konventionelle U-Boote gliedert sein Geschäft in die drei Segmente Submarine Systems, Subsea Communications & Data und Subsea Power. Zu den Kunden zählen über 250 Akteure, darunter 25 Streitkräfte weltweit. Treibende Kräfte für das Geschäft bleiben die weltweiten Aufrüstungsprogramme der Marinen, der Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur wie Seekabel und Pipelines sowie der Trend zu autonomen Unterwassersystemen. Um das Wachstum abzusichern, bündelt Gabler derzeit Produktion und Entwicklung bei der Tochter SubCtech und baut eigene Vertriebsstrukturen in den USA und Kanada auf.
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Auf Analystenseite stößt das Papier auf Wohlwollen, wenngleich die Abdeckung nach dem frischen Börsengang und der überschaubaren MarketCap naturgemäß noch schmal ist. Man findet bei MSN Money zwei Analystenstimmen mit einem Konsens-Rating von „Strong Buy“ und einem mittleren Kursziel von 65,60 EUR (Spanne: 64,00 bis 67,20 EUR). Unter anderem hatte Cantor Europe im April 2026 die Beobachtung mit einer Kaufempfehlungen aufgenommen und verwies dabei vor allem auf das dicke Auftragsbuch des Marinespezialisten.
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