CEWE Aktie – Ärger und Streit? CEO kriegt keine Verlängerung. Stiftung gegen Aufsichtsrat und Hauptaktionär…

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Cewe Aktie mit Streit und Ärger im Haus.

Cewe Aktie könnte eigentlich positive Impulse vertragen, aber derzeit scheint es eher um interne Zwistigkeiten unter den Stakeholdern zu gehen. Auch wenn die Streit-Inhalte blumenhaft mit „unterschiedlicher Auffassungen über die Unternehmensführung“ beschrieben werden, so scheint es klare Fronten zu geben.Ob und welche Auswirkungen dieser Streit und die „Nichtvertragsverlängerung“ mit dem eigentlich operativ sehr erfolgreichen CEO auf die weitere Unternehmens-Entwicklung haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Auf jeden Fall gab es Gestern Abend einen Schlagabtausch via Unternehmensmeldungen.

Stiftungskuratorium entscheidet sich gegen Vertragsverlängerung des CEO – Auftakt für Bewegung in der Cewe Aktie?

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA (ISIN: DE0005403901) besitzt aufgrund der Komanditgesellschafts-Konstruktion in der haftenden Neumüller CEWE COLOR Stiftung die entscheidende Instanz, die Aktionäre sind eher vergleichbar mit „Vorzugsaktionären“ eienr normalen AG. Jedenfalls hat Gestern Abend das Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung mehrheitlich entschieden – laut deren Vorsitzendem Dr. Rolf Hollander – den Vorstandsvertrag des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Christian Friege, über den 31.12.2022 hinaus nicht zu verlängern.

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Begründung „unterschiedlich Auffassung über Unternehmensführung“ – nicht etwa strategische oder operative Gegensätze

Jedenfalls scheint die Begründung schwer fassbar und offensichtlich nicht für alle Stakeholder nachvollziehbar. So folgen den „pflichtschuldigst heruntergespulten Dankesworten des Kuratoriumsvorsitzenden, Widersprüche seitens Aufsichtsrat und Aktionariat. Aber zuerst die „Worte vom Band“ – Dr. Rolf Hollander, Vorsitzender des Kuratoriums der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, betont: „Das Kuratorium bedankt sich beim gesamten siebenköpfigen Vorstand für die erfolgreiche Führungsarbeit der letzten Jahre. CEWE ist gut aufgestellt und hat eine hervorragende Marktposition erreicht – die solide, vielversprechende Basis für die wirtschaftliche Zukunft unseres Unternehmens.“

Aufsichtsrat und Hauptaktionär widersprechen – kommen unruhige Zeiten auf die Cewe Aktie zu?

Nach der Quasi-„Entlassungsmeldung“ um 19:05 Uhr durch die Stiftung meldet sich um 20:15 Uhr der Aufsichtsratsvorsitzende Otto Korte im Namen des Aufsichtsrats der CEWE Stiftung & Co. KGaA zu Wort:

Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA spricht Herrn Dr. Friege seinen ausdrücklichen Dank aus: „Herr Dr. Friege hat nach Überzeugung des Aufsichtsrats die positive Unternehmens- und Ertragsentwicklung wesentlich geprägt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem von Herrn Dr. Friege geführten Vorstand war stets von Offenheit, Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Wir hätten eine Vertragsverlängerung sehr befürwortet und danken Herrn Dr. Friege ausdrücklich für die geleistete Arbeit und seine Zusage, im Interesse des Unternehmens eine reibungslose Übergabe zu ermöglichen“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats Otto Korte.

Hauptaktionär spielt sogar die „Unternehmensgründer“-Karte – klare Front gegen Stiftungskuratorium

Und der Aufsichtsrat hat sich offensichtlich rückversichert, denn es heisst in der Meldung von 20:15 Uhr weiter: Auch die Erben des Unternehmensgründers Heinz Neumüller als größter Anteilseigner von CEWE (27,1% Anteilsbesitz) teilen diese Auffassung: „Herr Dr. Friege kann auf seine ausgezeichnete Arbeit stolz sein. Das Unternehmen ist Jahr für Jahr wertvoller geworden und hat nicht zuletzt in der COVID-19-Pandemie gezeigt, dass das Geschäftsmodell resilient ist. Diese langfristige Orientierung liegt nicht nur im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden, sondern entspricht auch dem Denken und Handeln des Unternehmensgründers Heinz Neumüller. Herr Dr. Friege hat zu jeder Zeit unser volles Vertrauen genossen und wir hätten eine Vertragsverlängerung sehr begrüßt, teilten die Erben mit.

Da scheint noch einiges an Konflikten auf die CEWE-Gruppe zuzukommen. Interessant wäre die Frage, ob und wie die Erben des Gründers auf die Zusammensetzung des Stiftungskuratoriums Einfluss nehmen können.

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CEWE Aktie steht für „dreizehnte Dividendenerhöhung“ in Folge

CEWE hatte das Geschäftsjahr 2021 nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen mit einem unter Pandemiebedingungen starken Ergebnis abgeschlossen: Das EBIT erreicht danach mit 72,2 Mio EUR einen Wert innerhalb der für 2021 geplanten Zielbandbreite von 72 bis 84 Mio EUR (EBIT 2020: 79,7 MioEUR). Der Umsatz liegt bei 692,8 Mio EUR (2020: 727,3 Mio). Im Jahr 2020 hatte besonders im Weihnachtsgeschäft der Corona-bedingte „Stay-at-home“-Effekt eine noch größere Wirkung auf die Nachfrage nach Fotoprodukten als im nun abgeschlossenen Geschäftsjahr. Verglichen mit dem Vor-Corona Jahr 2019 legte das 2021 erreichte EBIT um rund 27% zu (EBIT 2019: 56,8 Mio EUR).

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Am 28.02.2022 hatte der Vorstand der CEWE Stiftung & Co. KGaA hat beschlossen, dem Aufsichtsrat auf Basis der vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2021 die Anhebung der Dividende auf 2,35 EUR je dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen (Dividende für das Geschäftsjahr 2020: 2,30 Euro). Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats in seiner Bilanzsitzung am 23. März 2022 sowie der Aktionäre im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2022 entspricht die nun vorgeschlagene Dividende von 2,35 Euro je Aktie auf Basis des aktuellen Kurses von 101,80 Euro (Xetra-Schlusskurs 28.02.2022) einer Dividendenrendite von 2,3%. Es ist die dreizehnte Dividendenerhöhung in Folge und zugleich die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte.


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