Adler Group Aktie – Schlimmer geht immer – Freitag 21:13 Uhr bewiesen

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Adler Group Aktie, KPMG Forensik Bericht.

Adler Group Aktie sah am Tag der Veröffentlichung des KPMG-Forensik-Berichts noch einmal „knapp unter 14,00 EUR“ bevor es abwärts ging – bis auf einen Kurs von 7,24 EUR am Freitag zum XETRA-Schluss. Und wie die Märkte auf das reagieren werden, was die Adler Group Gestern um 21:13 Uhr ankündigte,

wird man am Montag sehen. Nachdem sich schon der Markt offensichtlich dazu entschieden hatte, dass der Forensik Bericht kein Freispruch erster Klasser für die Adler Group SA  (ISIN: LU1250154413) Verantwortlichen von den Viceroy-Vorwürfen sei, kommt es nun noch dicker. Bisher wurde das Vorenthalten von umfangreicher E-mail  Kommunikation gegenüber den KPMG Forensikern als zu schwerwiegend aufgefasst, als dass den Worten des Adler-Verwaltungsratsvorsitzender Prof. Dr. A. Stefan Kirsten in einer Presseerklärung kurz nach Vorlage des Berichts glauben egschenkt würde:

„Meine persönliche Ansicht zur Gesamtbewertung des Berichts ist eindeutig: Es gab unbotmäßigen versuchten Einfluss in Anzahl und Tiefe durch Dritte, aber von einer systematischen und umfassenden Bereicherung zulasten anderer Stakeholder kann meines Erachtens überhaupt keine Rede sein. Betrug und Täuschung gab es nicht. Finanzielle Korrekturen, wo im Bericht gefunden und aufgeführt, werden korrigiert. Sie sind aber immateriell und daher für die Stakeholder irrelevant. Materiell, in der Sache und im Ton halte ich die Viceroy-Vorwürfe für vollkommen überzogen und daher für nicht haltbar.“ – Für die Marktteilnehmer so nicht akzeptabel, wie die Betrebungen der SdK zeigen, die die Interessen der aktuellen und ehemaligen Aktionäre und Anleihegläubiger der Adler Group  und deren „Vorgängergesellschaften“ vereinen möchte.

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SdK bringt es auf den Punkt

Die SdK ist der Ansicht, dass der von KPMG erstellte Sonderprüfungsbericht die von Viceroy Research vorgebrachten Vorwürfe aus dem Oktober 2021 nicht wie von der Gesellschaft angegeben zu großen Teilen enkräftet, sondern in wesentlichen Punkten sogar bestätigt bzw. aufgrund unzureichender Dokumentenlage keine Aussage zu einzelnen Vorwürfen getroffen werden kann.(www.sdk.org, Adler Group) Und fordert weitere Untersuchungen. Was notwendig und sinnvoll ist, soll die Adler group wirklich eine Chance haben sich aus dem „Sumpf“ der Vergangenheit wieder freizumachen. Spannend wird dabei nun der nächste Punkt:

Dazu kommt der neue Nackenschlag für die Adler: KPMG mitVersagungsvermerk für Konzernabschluss und Einzelabschluss 2021 der Adler Group

Und damit reden wir nicht mehr nur von möglciherwiese „krummen“ Geschäften in der Vergangenheit, die die Adler Group oder die Vorgängergesellschaften schädigten, sondern offensichtlich von Auswirkungen auf die AKTUELLE Lage des Unternehmens. Wo auch immer scheinen in der Bilanz tickende oder zumidnest unsichere Posten zu shclummern. Hierbei könnte man auf die bereits im Forensikbericht erwähnten Bewertungen der Projektentwicklungen der Consus denken. In diesem Zusammenhang möglicherwiese auch an den Nebnesatz, dass die meissten Consus Entwicklungsprojekte einen Baustop gehabt hätten als die KPMG-Prüfen vor Ort Überprüfungen vornahmen.

Adler Real Estate und Adler Group – beide OHNE!

Die dürren Worte, die auf Turbulenzen am Montag hindeuten: „Adler Real Estate Aktiengesellschaft hat heute die Mitteilung des Abschlussprüfers, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, erhalten, dass dieser nach Beendigung der Abschlussprüfung einen Versagungsvermerk für den Konzernabschluss und Einzelabschluss 2021 erteilen wird, da der Abschlussprüfer nicht in der Lage ist, ein Prüfungsurteil abzugeben. Die Gesellschaft wird den geprüften Konzernabschluss und den geprüften Einzelabschluss 2021 am 30. April 2022 veröffentlichen und damit die Berichtspflichten gemäß den Bedingungen ihrer ausstehenden Anleihen erfüllen.“  (Unternehmensmeldung Adler Real Estate, 29.04.2022, 23:15 Uhr)

Zwei Stunden zuvor:Adler Group S.A hat heute die Mitteilung des Abschlussprüfers, KPMG Luxembourg Société anonyme, erhalten, dass dieser nach Beendigung der Abschlussprüfung einen Disclaimer of Opinion (Versagungsvermerk) für den Konzernabschluss und Einzelabschluss 2021 erteilen wird, da der Abschlussprüfer nicht in der Lage ist, ein Prüfungsurteil abzugeben. Die Gesellschaft wird den geprüften Konzernabschluss und den geprüften Einzelabschluss 2021 am 30. April 2022 veröffentlichen und damit die Berichtspflichten gemäß den Bedingungen ihrer ausstehenden Anleihen erfüllen“ (Unternehmensmeldung Adler Group, 29.04.2022, 21:13 Uhr)

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Es muss etwas geändert werden, aber es gab keinen systematischen Betrug! So der Verwaltungsratspräsident. Mittlerweile scheint er damit relativ alleine zu stehen.

Für Prof. Dr. A. Stefan  Kirsten sei das Thema Viceroy damit erledigt, wie er gegenüber Medien und Analysten letzet Woche bei Vorlage des KPMG-Berichts erklärte. „Aber im Rahmen der Untersuchung wurden diverse Schwachpunkte aufgedeckt, die ein für ein börsennotiertes Unternehmen mangelndes Verständnis von guter Corporate Governance offensichtlich gemacht haben. Wir werden nun fristgerecht unseren Jahres- und Konzernabschluss 2021 vorlegen und sodann ein umfassendes Programm „Listen – Learn – Lead“ aufsetzen, um die erkannten Schwachstellen in Struktur und Prozess zu beseitigen. Wir streben dazu eine Präsentation Mitte Mai an, zusammen mit der Einladung für die Hauptversammlung am 29. Juni 2022; denn unsere Aktionäre sollen die relevanten Maßnahmen beschließen.“

Nur Gerresheimer Deal sei umstritten zwischen KPMG und Adler Group – Rest sei eher philosophischer Art – „akademisch“.

Wichtig war es Kirsten zudem, darauf hinzuweisen, dass „die Erkenntnisse aus der Sonderuntersuchung uns nicht in unserer Fähigkeit beschneiden werden, weiter unsere Verbindlichkeiten wie geplant zu bedienen, noch werden sie zu einer Verletzung der Anleihebedingungen führen.“ Kirsten ging bei seinen Ausführungen ausdrücklich auf einen „offenen Dissens“ mit KPMG ein – bezüglich der sogenannten Gerresheimer Transaktion. Hätte man alle Forderungen aus Einzeltransaktionen, so KPMG, hier vollständig angepasst, hätte es im 3. Quartal 2019 eine Überschreitung des Loan-to-Value für dieses eine Quartal gegeben, und das nur auf der Ebene einer Tochtergesellschaft. „Der Rest ist eine sehr theoretische, ja fast akademische Analyse ohne rechtliche oder faktische Relevanz für die heutige Adler Gruppe“, fügte Kirsten hinzu.

Also Business as usual. Keine wesentlichen Bilanzwirkungen. Fehler ja, aber korrigierbar. Kein systematisches Fehlverhalten – so die Offiziellen der Adler Group

Der Markt folgt dem nicht. Anleger sollten DEN GESAMTEN BERICHT der Forensiker von KPMG betrachten und selber die Bedeutung des festgestellten fehlverhaltens einordnen. Und dann daraus eine Meinung zu den Chancen und Risiken der Adler Group Aktie entwickeln. Anders als bei Wirecard, als der KPMG-Bericht klare Beweise für ein breitangelegetes Betrugssystem über Jahre und systematisch lieferte, gab es bei Adler Group einzelne – berechtigte – Kritikpunkte Viceroy’s die bestätigt wurden, andere wurden widerlegt oder es wurden keine Beweise dafür gefunden. Sehr oft findet sich bei KPMG der Hinweis auf verspätet oder gar nicht zur Verfügung gestellte Unterlagen. Und passenderweise wurden 100 tausende von E-Mails als vertraulich und „geschützt“ eingestuft udn so gar nicht erst an KPMG weitergegeben. Hier der

KPMG Bericht über die Sonderuntersuchung vom 21.04.2022 – 137 Seiten Wirtschaftskrimi. Ob mit Happy End für die Adler Group Aktie wird sich zeigen.

Vorab soviel: Viele Vorwürfe Viceroy’s über nicht nachvollziehbare Bewertungsansätze, „Mauscheleien“ bei den diversne Übernahmen von Consus, Adler Real Estate und „mit Aktien“ der ADO Properties SA bezahlt – der heutigen Adler Group SA, „Geschäften“ mit kontrollierenden „Privatpersonen“, nicht nachvollziehbaren Eigentumsverhältnissen einzelner Geschäftspartner, „nicht marktgerechte Kaufpreise“ „unter Freunden“ – werden wohl viel Wahrheit enthalten haben. Zumindest legen die von KPMG zitierten Tranaktionen, involvierten Parteien und oft willkürlich angesezten Preissetzungen oder „zugerufenen Beraterverträge“ sehr viel „Vermischung“ nahe. Auch wenn eine Vielzahl von Hinweisen „da sind“ letztendlich fehlen den Forensikern von KPMG letztendlich die letzten Beweise – auch möglicherweise „nicht vorgelegten Unterlagen“ oder nicht zur Verfügung gestelltem E-Mailverkehr.

Wochenrückblick – gerade nochmal den Bogen gekriegt. Nel, Verbio, Adler, Plug Power, Steinhoff, Encavis, MGI, Hapag und einige weitere im Fokus.
Verbio Aktie nach „Augsburger Allgemeine“ Interview der Umweltministerin eingebrochen. Hat sich eigentlich jemand mal die potentiellen Auswirkungen für Verbio überhaupt angeschaut?
Plug Power ’s Bestreben weltweit ein wichtiger Player in der Wasserstofffwirtschaft zu werden wird heute durch eine neue Kooperation gestärkt
LPKF Hapag Lloyd Encavis Energiekontor MGI – Gestern war einiges los! 10H-Bewegung, Übernahme, Kursexplosion
Gerresheimer Deal war mit einem 50% Aufschlag auf marktübliche Preise nach Ansicht KPMG’s nicht nachvollziehbar

Und das dadurch möglicherweise „Gewinne“ fabriziert worden sind, die so einige Verschuldungsgrenzen in Anleihebedingungen verletzt hätten, ist für KPMG bewiesen – zumindest für einen Zeitpunkt im Q3/2019. Die ansonsten sehr vorsichtig formulierenden Fornesiker von KPMG bleiben offensichtlich in dem Punkt Gerresheimer hart. Ansosnten entsteht oft der Eindruck , dass wegen fehlender Unterlagen, „geheimen“ Emails  oder nicht gegebener Informationen seitens der Adler-Verantwortlichen oder Personen „im Dunstkreis“ wichtiger Akteure, oft der letztendliche Beweis oder Beleg fehlt für eine klare Beurteilung. Oft finden sich die Worte: „keien Hinweise“, „konnte nicht widerlegt werden“ oder andere Aussagen, die einen Freispruch mangels klarer Beweise suggerieren, nicht aufgrund erwiesener Unschuld.

Aber: Mangels Beweisen reicht im deutschen Rechtssystem aus – die „interessanten Kaufpreis“ und „Aktienpreisgestaltungen“, ohne die eigentlcih selbstverständlichen Gutachten, Bewertungen bei Geschäften dieser Grössenordnung haben definitv GESCHMACK, aber hier muss man dem Verwaltungsratspräsidenten der Adler Group zustimmen. Auch wenn er nur Verbesserungsbedarf sieht, erscheint es dem Leser des KPMG-reports so, als ob Corporate Governance ein Fremdwort in der alten Adler Real Estate Gruppe war.

Sofern die „alten Strukturen“ wirklich durch eine funktionsfähige Corporate Governance, klare Complianceregeln wirklich keinen Einfluss mehr haben auf die Adler Group, dann könnte….

Aber ob dem Verwaltunsgratspräsident mit seiner Aussage  „Keine Wirkung auf die zukünftige Entwicklung der Adler Group!“ in Anbetracht der jetzt vorliegendem Versagungsvermerks noch gefolgt werden kann, ist zweifelhaft!

Also auch für die Aktionäre möglicherweise Ärgerniss und Vermögensverlust in der Vergangenheit – aber für die Zukunft der Adler Group haben diese Strukturen – sofern man hier dem Verwaltungsratspräsidenten noch glauben schenken will – keinen Einfluss! So könnte der neue – möglicherweise dauerhafte – Aktionär Vonovia mit erprobten Compliancestrukturen helfen.

Ob die vielen Anfangsverdachtsmomente im KPMG-Bericht zu weiteren Massnahmen führen werden, könnte den Aktionären der Adler Group eigentlich fast egal sein, wichtiger ist für die Aktionäre die Zukunft des Unternehmens  und die Frage, wie sich insbesondere die aus der Consus-Übernahme wohl „wackligsten“ Vermögenswerte entwickeln werden. Vorgänge um einen Vermögensübertrag an Adler zur Liquiditätssicherung der wankenden Consus vor der Übernahme durch Adler – „Accentro Real Estate“ – mit nicht vollständig gezahlten Kaufpreisen, 60 Mio EUR derzeit noch offener Forderung aus dieser Transaktion in der Adler Bilanz, deren Wert nach KPMG dringend berichtigt werden muss, und zumindest „ambitionierte“ Bewertungsansätzen wurden offensichtlich von Viceroy im Wesentlichen richtig dargestellt. Erschreckend genug.

Nel Aktie konnte Gestern die anfänglichen Kursgewinne nicht halten. Warum? Auf der Generalversammlung lief es gestern „nicht rund“.
Steinhoff Aktie schwächelt. Die 78 % Beteiligung Pepco könnte durch die starken Halbjahreszahlen Rückenwind bringen.
Evonik Aktie könnte durchaus weiter „aufholen“. Die Zahlen des Q1 waren wesentlich besser als erwartet. Und auch wenn die Prognose…

Durch die Consus Übernahme erfolgte eine nach KPMG nicht nachvollziehbare Wertsteigerung des 50% Anteils an der CG Gruppe AG von 49 Mio EUR auf 872 Mio EUR innerhalb eines Jahres. Wundersame Geldvermehrung, die nicht den anderen Adler Aktionären zugute gekommen ist. Auch hier: Keine Wirkung auf die zukünftigen Geschäfte der Adler Group, aber in der Vergnagenheit wurden so wohl die meissten Aktionäre in ihren Vermögensanteilen „verwässserst“ zu Gunsten einer/einem nicht genannten/bekannten  „Beteiligten“.

Viel Schatten bei der Adler Group, viele Vorwürfe „nur“ mangels Beweisen nach aktuellem Belegstand als derzeit nicht nachweisbar abgelehnt, ABER die Wertansätze der Immobilien waren wenigstens grösstenteils korrekt.

Wie ja auch die Paketverkäufe der Adler Group an LEG und Hedgefonds belegten. Und hier war die grösste Gefahr für die Aktionäre, auch wenn einige der Consus Assets wohl „mutig bewertet“ waren/sind, ist hier doch keine reine Blase verbucht oder reine Phantasiebewertung erfolgt. Gerade bei den Consus Assets sollte in der 2021er Bilanz wohl noch Abschreibungsbedarf schlummern. Durch den Versagungsvermerk entstehen ernsthafte Zweifel am Optimismus des  Verwaltungsratspräsident:

Für die zukünftige Entwicklung und Schuldentragfähigleit der Adler Group seien keine gegenläufigen Belege oder Tatsachen aufgedeckt. Die Vorgänge der Vergangenheit haben sehr wahrscheinlich die Vermögensbasis aller Aktionäre zu Gunsten „von wem auch immer“ gemindert, aber ob hieraus irgendwelche Konsequenzen erfolgen werden, ist ungewiss, eher unwahrscheinlich. Status Quo muss Adler Group als „Neuanfang“ verstehen, eine zweite Chance. Und den muss man als Neuanfang mit Corporate Governance und Compliancestrukturen umsetzen. WENN DIE AKTUELLE ENTWICKLUNG DER ADLER DIESE CHNACE ÜBERHAUPT NOCH ERÖFFNET. Es werden wohl weitere Untersuchungen unter der führung der SdK durchgestezt werden und möglicherweise werden dann die bsihe rvorenthaltenen Unterlagne mehr Klarheit, vielleicht sogar Beweise für Viceroy’s Vorwürfe aufdecken.

Derzeit ist die Adler Group Aktie ein heisses Eisen im Depot der bereits investierten Anleger. Brandgefährlich. Un dderzeit ist die zukünftige Entwicklung absolut uneinschätzbar.
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Chart: Adler Group S.A. | Powered by GOYAX.de

 

Börse hat’s gerade noch mal geschafft diese Woche. Verbio, Adler, Nel, Aurelius, Plug Power, Steinhoff u.a. im Fokus.
Encavis Aktie: Auch wenn Samstag gemeldet, es fällt auf: Weitere Verkäufe desselben Insiders. Wie viele kommen noch?

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