TecDAX | Nordex SE: ​​​​​​​518,7 MW Auftrag aus Brasilien könnte Nordex auf eine neue Ebene heben

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Nachdem die  Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554) noch im letzten Jahr erfolgreich eine Kapitalerhöhung platzierte, dreht sich das Auftragskarussell weiter. Vor wenigen Tagen  ein Auftrag über188 MW in Finnland und heute informiert Nordex über einen sehr grossen Auftrag: 518,7 MW.Die höchste Zahl von Anlagen in einem Auftrag jemals für diesen erst seit 2019 am Markt befindlichen Typ. Offensichtlich  werden die Anlagen mit über 5 MW Einzelleistungen immer beliebter.Und klar, ein weiteres Superlativ: Der erste Auftrag ausserhalb Europas für den neuen Typ. Und gleichzeitig Markteintritt für über 5 MW-Anlagen in einem grossen Markt: Brasilien.

518 MW in Brasilien

Statkraft Energias Renovéveis, die brasilianische Tochtergesellschaft von Europas größtem Produzenten erneuerbarer Energien, der norwegischen Statkraft, hat Ende 2020 der Nordex Group einen Auftrag für ein 518,7-MW-Projekt in Brasilien erteilt. Die Nordex Group wird den Windpark „Ventos de Santa Eugenia“ mit 91 Turbinen des Typs N163/5.X und damit das größte Windkraftprojekt von Statkraft in Südamerika ausstatten. Etwas enttäuschend, dass „nur“ ein dreijähriger  Premium-Service-Vertrag abgeschlossen werden konnte. Hier gab es auch schon Verträge über 15 oder 20 Jahre. Wie umsatz- und ertragstechnisch die Vereinbarung über „technische Unterstützung des Kunden über einen Zeitraum von 20 Jahren“ einzuschätzen ist, kann im Moment nicht beurteilt werden.

Egal: Grosser Auftrag, lokale Produktion, erster Markteintritt bei 5 MW Anlagern in Brasilien, namhafter Perspektivkunde – hört sich alles nicht schlecht an.

„Wir freuen uns, dass sich Statkraft für unsere Anlagentechnologie entschieden hat und das damit in uns gesetzte Vertrauen, ihren größten südamerikanischen Windpark mit unserer N163/5.X auszustatten. Mit der Turbinenvariante der Delta4000-Baureihe, die speziell auf mittlere und schwache Windbedingungen ausgelegt ist, kann Statkraft sauberen Windstrom zu geringen Stromgestehungskosten produzieren und die in Brasilien benötigte Energie liefern“, sagt Patxi Landa, Vertriebsvorstand der Nordex Group.

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Lokale Fertigung stärkt Position an einem grossen Markt

Der Windpark „Ventos de Santa Eugenia“ wird in der Nähe von Uibaí im Bundesstaat Bahía im Nordosten des Landes errichtet. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2023 vorgesehen. Die Turbinen werden in einem optimierten Betriebsmodus von 5,7 MW geliefert und auf 120 Meter hohen Betontürmen errichtet.

Für das Projekt „Ventos de Santa Eugenia“ produziert die Nordex Group die N163/5.X lokal. Die Betontürme werden ebenfalls in einem eigenen Werk nahe des Windparks hergestellt. Darüber hinaus bezieht Nordex auch die Rotorblätter aus Brasilien, um das Projekt mit einem maximalen lokalen Anteil zu realisieren.

Die N163/5.X wurde 2019 auf den Markt gebracht und ist für Windstandorte mit mittleren und schwachen Windgeschwindigkeiten konzipiert. Als Variante der Delta4000-Serie basiert sie auf dem Ansatz eines flexiblen Leistungsbereichs innerhalb der 5-MW-Klasse.Die Nordex Group hat für Statkraft bereits den 52,5-MW-Windpark „Baillie“ in Schottland sowie den 23-MW Windpark „Kilathmoy“ in Irland errichtet und in Betrieb genommen.

Gestern schied überraschend der langjährige CFO aus

Ob die gestrige Nachricht auf die derzeit operativ erfreuliche Entwicklung der Nordex haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen: „Christoph Burkhard, derzeitiger CFO der Nordex SE, beendet seine Tätigkeit für das Unternehmen aus persönlichen Gründen vorzeitig und wird sein Vorstandsmandat zum 28. Februar 2021 niederlegen. Er wird sich künftig neuen beruflichen Herausforderungen stellen.“

Der seit 2016 für das Finanzressort verantwortliche Burkhard hatte einen grossen Anteil an der Stabilisierung/Transformation des Konzerns und derzeit soliden Liquiditätssituation der Gesellschaft. Sofern sein Ausscheiden nicht Nordex-bezogene Gründe haben sollte, dürfte der Wechsel hin zu Dr. Ilya Hartmann, bislang CEO der Division Europa bei Nordex, keine wesentlichen Einwirkungen auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft haben.

Gestern äußerte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Nordex SE, Dr. Wolfgang Ziebart,: „Wir bedauern die Vertragsauflösung mit Christoph Burkhard sehr, die im besten gegenseitigen Einvernehmen erfolgt. Herr Burkhard hat in den vergangenen vier Jahren wesentlich zur erfolgreichen Transformation und strategischen Neuausrichtung von Nordex beigetragen. Wir danken ihm ausdrücklich für seine hervorragende Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg“.

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Ausblick stimmt

In den ersten neun Monaten 2020 erzielte die Nordex Group einen Umsatz von 3,2 Mrd. EUR (9M 2019: 1,9 Mrd. EUR). Und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 70,8 Mio. EUR (9M 2019: 60,2 Mio. EUR), was einer EBITDA-Marge von 2,2 Prozent (9M 2019: 3,1 Prozent) entspricht. Wobei die  Working-Capital-Quote zum Quartalsende bei minus 5,7 Prozent lag.

Noch deutlich von der COVID-19-Pandemie beeinflusst ist das dritte Quartal gewesen. Und für das Jahr 2021 erwartet die Nordex Group jedoch den Beginn einer positiven Entwicklung- Angestrebt als strategisches Ziel für das Jahr 2022 wird ein Umsatz von rund 5 Mrd. Euro und eine EBITDA-Marge von 8 Prozent.

Aktuell (13.01.2021 / 08:15Uhr) notieren die Aktien der Nordex SE im XETRA-Handel zum Vortagsschluss bei 24,54 Euro.


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