Smartbroker Aktie – CEO Kolbinger auf Herbstkonferenz optimistisch. Zu recht?

Post Views : 21

Smartbroker – Andre Kolbinger auf der Frankfurter Herbstkonferenz

Smartbroker – Aktie mit chancenreicher Unterbewertung eines Neueinsteigers im Brokeragegeschäf? Der Gründer, Hauptaktionär und CEO der Smartbroker-Gruppe, Andre Kolbinger, versuchte den Stand der unternehmerischen Entwicklung des Smartbrokers als Konkurrenzprodukt zu den klassischen Onlinebanken, aber auch Neobrokern,

darzustellen. Nicht Thema war die derzeitige Cash-Cow der Gruppe, die 4 Finanzseiten. Spannend wurde es, als es um schwächelnde Neukundenzahlen, Payment-for-Orderflow, Altersvorsorgevermögen und Wachstumsaussichten des Smartbrokers ging. Sahne am Ende war ein Hinweis zum laufenden Prozess mit der DAB. Also Vorhang auf für

Smartbroker-CEO Kolbinger auf der Frankfurter Herbstkonferenz.

„Zwischen Wachstumsklimmzügen und der Option Altersvorsorge“ – Auf der Frankfurter Herbstkonferenz der Deutschen Börse AG zeigte sich heute André Kolbinger, CEO der Smartbroker Holding AG, gewohnt optimistisch. Gleichzeitig sparte er nicht mit realistischen Worten zum aktuellen Branchenumfeld: Das Wachstum der Alternative zum klassischen Online-Brokerage, dem „Neobroker“ mit skalierbaren Vollangebot verläuft angesichts verhaltener Börsenstimmung schleppender als ursprünglich avisiert. Und erhofft.

Warum Rheinmetall, SAP und Zalando unterbewertet sind. Und was möglich ist.
Aktien KW 35 Nvidia richtet’s. Wenn jetzt noch die FED-Rede wirkt… News. Rheinmetall. Infineon. SUSS MicroTec. Aixtron. Gabler. SMT Scharf. Dermapharm. IVU Traffic. CTS Eventim. Fortec. IBU Tec. OHB. elumeo. VIB Vermögen. Circus. HENSOLDT.
RENK aroundtown Teamviewer Grenke – Septembertips? Oder lieber Gold, DAX & Co.?
ENAPTER 2.0 – Exclusivinterview mit Dr. Laakmann. Lean soll -Wunder wirken, Besinnung auf die Stärken!
Neukundenakquise im Gegenwind: Hohe Kosten, zurückhaltender Markt.

Nach einem starken Jahr 2025 mit 77.000 Neukunden muss Kolbinger für das laufende Geschäftsjahr 2026 eine Drosselung des Tempos einräumen. Von den für 2026 angestrebten 100.000 Neukunden konnten bisher erst rund 35.000 gewonnen werden. Wird schwer werden bis zum 31.12.2026 das Ziel zu erreichen – aber Kolbinger sieht noch einen Joker in diesem Rennen -dazu abe rspäter mehr.

Hauptursache für die niedrigeren Neukundenzahlen ist das spürbar verteuerte Marketingumfeld bei zeitgleich eingetrübter Privatanleger-Stimmung:

Smartbroker kompensiert souverän PFOF-Wegfall.

Ein zentraler Meilenstein des Jahres war die regulatorisch vorgegebene Abschaffung des Payment for Order Flow (PFOF), die seit März 2026 kein Thema mehr für den Smartbroker sei. Trotz des Wegfalls dieser Rückvergütungen blieb das operative EBITDA vor Neukundenakquisitionskosten unbeeinträchtigt. Smartbroker gelang es, die wegfallenden Erträge durch deutlich günstigere Einkaufs- und Kostenstrukturen auf der Abwicklungs- und Partnerseite vollständig zu kompensieren.

Zukunfts-Joker für Smartbroker.

Den großen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre sieht Kolbinger im geplanten staatlichen Altersvorsorgedepot, das ein Potenzial von bis zu 50 Millionen Kunden in Deutschland adressiere.

Smartbroker setzt auf Reinvestition, nicht Dividende.

Bezüglich der Mittelverwendung bleibt das Management bei seiner klaren Linie:

  1. Reinvestition in Wachstum: Sämtliche Gewinne werden wie angekündigt weiterhin in die Gewinnung von Neukunden investiert, da die Erträge aus dem gewonnenen Kundenbestand eine attraktive Kapitalrendite aufweisen.

  2. Dividendenperspektive: Eine Dividendenzahlung komme erst dann in Betracht, wenn der Ertrag pro Neukunde die Akquisitionskosten nicht mehr innerhalb kalkulierbarer und sinnvoller Zeithorizonte einspiele.

Fragerunde: Rechtsstreit mit der DAB BNP Paribas im Blick.

In der anschließenden Fragerunde wurde Kolbinger unter anderem auf den Stand des juristischen Verfahrens mit der vormaligen Partnerbank DAB (Direktanlagebank / BNP Paribas) angesprochen. Kolbinger stellte klar, dass das Verfahren weiterhin anhängig sei. Der zuständige Richter habe den Parteien zwar bereits einen Vergleich empfohlen, ein erstes Abfindungsangebot der DAB sei aus Sicht von Smartbroker jedoch unzureichend gewesen. Der CEO rechnet daher mit einer Verfahrensdauer von mindestens einem weiteren Jahr. Für Anleger wichtig: Kolbinger betonte explizit, dass es im Rahmen des Rechtsstreits ausschließlich um Geldzahlungen an Smartbroker geht und keinesfalls um umgekehrte Forderungen. Negative finanzielle Auswirkungen oder bilanzielle Risiken für die Smartbroker Holding seien somit nicht zu befürchten.

Unternehmensprofil: Die Smartbroker Gruppe auf einen Blick

Die Smartbroker Holding AG (ISIN: DE000A2GS609) kombiniert Mediengeschäft und Next-Generation-Brokerage:

  • Kernprodukt Smartbroker+: Vollwertiger Online-Broker mit Zugang zu allen deutschen und zahlreichen internationalen Handelsplätzen, Sparplänen sowie einem breiten Spektrum an handelbaren Wertpapieren (Aktien, ETFs, Derivate, Anleihen).

  • Medien-Segment: Mit Reichweiten-Portalen wie wallstreet-online.de, boersennews.de, FinanzNachrichten.de und ARIVA.de betreibt die Gruppe die größte verlagsunabhängige Finanz-Community im deutschsprachigen Raum. Dies ermöglicht dem Konzern eine direkte Ansprache kapitalmarktinteressierter Zielgruppen und Synergien bei den Kundenakquisitionskosten.

Chart: Smartbroker Holding AG | Powered by GOYAX.de

 

Share : 

Interviews

Wochenrückblick

Trendthemen

Anzeige

Nachrichten SMALL CAPS

Anzeige

Related Post

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner