Zeitenwende. Die Musik spielt in Dehli. Carl Zeiss MediTec, SFC Energy, Dürr, Wacker Chemie – you name it. Deutsche Small- und MidCaps müssen die Chance der Veränderung nutzen. Vielelicht noch mehr als beriets bei dne genannten Unternehmen, die sich in eine Pole-Position gebracht haben. Nicht gegen Massenhersteller,
sondern mit Spezialisierung, Exellenz. Hidden Champions haben Chancen, auch in protektionistischen neuen „Wirtschaftsmächten“, wie China oder Indien. Symptomatisch für die Blauäugigkeit und fehlende Weitsicht „der Westler“ sind die medialen Ereignisse am Wochenende des 12./13. September 2026 – Trumps Golfspiel in Irland und tumbe Bemerkungen über eine irische „Wiedervereinigung“ prägen die Medien, während in Dehli Zukunft gemacht wird.
BRICS-Gipfel in Neu-Delhi: Die Formierung des Globalen Südens.
Am Samstag, dem 12. September 2026, begann im indischen Neu-Delhi der 18. BRICS-Gipfel unter dem Motto „Building for Resilience, Innovation, Cooperation and Sustainability“. Unter Führung von Indiens Premierminister Narendra Modi beraten die Staats- und Regierungschefs der erweiterten BRICS+-Gruppe über eine Neuordnung der globalen Governance.
Die Agenda reicht weit über klassische Handelsabkommen hinaus: Reform multilateraler Institutionen, Reduzierung der Abhängigkeit vom US-Dollar, Stärkung der Energie- und Ernährungssicherheit sowie engere Kooperation bei Technologien und KI. Die BRICS+-Staaten stehen inzwischen für knapp 48 % der Weltbevölkerung und bewegen sich beim kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf einen globalen Anteil von ca. 38 % zu.
Und TACO? Gerede im Schatten des Golfplatzes.
Zur selben Zeit landete US-Präsident Donald Trump in Dublin. Der Anlass war offiziell diplomatischer Natur (Gespräche mit Premierminister Micheál Martin und Präsidentin Catherine Connolly), der Schwerpunkt lag jedoch auf Trumps Privatresort Trump International Golf Links & Hotel in Doonbeg (County Clare), wo die Irish Open stattfand. Und der Besuch löste in Irland scharfe Kritik aus. Historiker Daniel Geary (Trinity College Dublin) kommentierte gegenüber der AFP, Trump sehe „kaum einen Unterschied zwischen seinen privaten Interessen und seiner Rolle als Präsident“. Massiver Unmut entlud sich in Demonstrationen und hohen Sicherheitskosten von geschätzten 20 Millionen Euro.
Für politische Erschütterungen sorgte ein beiläufiger Satz Trumps zur irischen Wiedervereinigung: „Ich würde es lieben, wenn es vereinigt würde. Es wird eines Tages ohnehin dazu kommen, und das wäre eine fantastische Sache.“ Die britische Regierung reagierte umgehend mit dem Hinweis auf die Unveränderlichkeit des Karfreitagsabkommens, während Nordirlands unionistische DUP Trumps Einmischung scharf zurückwies.
Während in Neu-Delhi die Weichen für eine multipolare Weltordnung gestellt werden, demonstriert die Trump…
Dehli ist wichtig. hohe Bedeutung für deutsche Small- & Mid-Caps.
Viele Deutsche Small- und Mid-Caps haben bereits in der Vergangenheit – teilweise als technologisch führende „Hidden Champions“ – bereits beträchtliche Erlöse in den dynamischen BRICS+-Staaten erzeilt. Und setzen auf mehr. Wärhend die USA die Zollgrenzen hochziehen, setzt die BRICS+ Gruppe auf Wachstum – natürlich weder als offene Wirtschaftsräume, Präsenz murr durch lokale Produktion gekauft werden. Demokratie, Patentschutz und Bevorzugugn lokaler Hersteller sind täglich Brot, aber halten einige nicht davon ab Chancen zu nutzen.
So hebt das Statistische Bundesamt in seinen Außenhandelsdaten zur Bedeutung des asiatischen Raums und der Schwellenländer hervor: „Der Handel mit den Staaten Asiens sowie den erweiterten BRICS-Partnern gewinnt für die deutsche Exportwirtschaft als strukturelles Standbein kontinuierlich an Gewicht, wobei die Verflechtung technologisch hochwertiger Güter die Abnehmerstruktur im Investitionsgütersektor nachhaltig prägt.“ ,Statistisches Bundesamt (Fachserie 7, Reihe 1 / Außenhandel)
KMUs mit flachen Hierarchien können Lieferketten und Niederlassungen oft innerhalb von Wochen anpassen, während Großkonzerne Monate benötigen. Und es geht um die Nische statt Direktkonkurrenz: Deutsche Spitzenkomponenten („Schlüsselmodule + Service“) ergänzen lokale Produktionsketten in China und Indien, statt direkt mit heimischen Anbietern im Preiskampf zu stehen.
Carl Zeiss Wacker Dürr Gea Elringklinger: Asien- & BRICS-Umsätze im Vergleich.
Blaupause? SFC Energy & Die indische Lokalisierungsstrategie
Ein Musterbeispiel dafür, wie ein deutscher Small Cap das BRICS-Wachstum operativ über lokale Tochtergesellschaften erschließt, ist SFC Energy:
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Lokale Fertigung in Gurgaon: SFC Energy gründete die SFC Energy India Ltd. und betreibt zusammen mit dem indischen Partner FC TecNrgy Pvt Ltd. eine 35.000 qm große Produktionsstätte im Großraum Delhi (Eröffnung Juli 2023).
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Auftragslage & Verteidigung: Zielkunden sind staatliche Stellen, insbesondere die Armee – nur erreichbar durch lokale Wertschöpfung. Und staatliche Wasserstoffprogramme, die ehrgeizige Ziele für die nächsten Jahre setzen – unter der Bedingung lokaler Produktion kann „man“ mitmachen. Beispiele? Hier:
- Großaufträge 2023: Volumen von über 33 Millionen Euro (u. a. der bisher größte Einzelauftrag des indischen Verteidigungsministeriums über 450 portable Methanol-Brennstoffzellensysteme).
- Folgeauftrag (Februar 2025): Wert von ca. 4 Millionen Euro für portable und stationäre Methanol-Brennstoffzellen (wie JENNY 600S) für die indischen Streitkräfte.
- Wartungsvertrag (November 2025): Laufzeit über 3 Jahre und im Wert von 3,2 Millionen Euro für den Support der taktischen Systeme (EMILY 3000 und JENNY 600S) durch ein landesweites Servicenetz.
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Strategischer Drehscheiben-Ansatz: Die indische Tochter dient nicht nur der Abdeckung des lokalen Marktes, sondern fungiert zusammen mit Singapur als Hub für die Expansion in ganz Südostasien.
Chancen, Risiken und Neubewertung.
Das Erstarken der BRICS+-Staaten zwingt den deutschen Mittelstand zu einer strategischen Neubewertung:
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Chancen (Der Wachstums-Motor): Unternehmen mit hoher technologischer Spezialisierung (SFC Energy bei Wasserstoff, Dürr bei E-Auto-Lackierung, Zeiss Meditec bei Augenheilkunde) nutzen BRICS nicht mehr nur als verlängerte Werkbank, sondern als Kern-Wachstumsmarkt mit lokaler Wertschöpfung.
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Risiken (Geopolitische Fragmentierung): Sanktionsrisiken, lokale Schutzzölle und behördliche Beschränkungen (wie Chinas VBP-System) verlangen ständige Anpassung.
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Börsenperspektive: Für Anleger zeigt sich, dass Small- und Mid-Caps mit funktionierender „Local-for-Local“-Strategie in den BRICS-Staaten ihre Abhängigkeit von der schwächelnden europäischen Binnenkonjunktur wirksam abfedern können.















