SDAX | Encavis konsequent in Strategieumsetzung – „Squeeze Out“ bei Solarparks.

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Die ENCAVIS AG (ISIN: DE0006095003) setzt ihre Expansion fort – EBIT Marge beeindruckende 48%, wegen „weniger Wind und Sonne“ unwesentlich niedriger als im Vorjahresvergleich im Q3. Und in 2021 werden kräftige Steigerungen erwaretet zumindest beim EBITDA.

Auch wenn die Encavis Aktie gerade etwas vom Allzeithoch bei 25,55 EUR – gesehen in diesem Monat – zurückgekommen ist, so handelt sie doch in sehr hohen Kursregionen mit Kennzahlen eines Wachstumswertes. Aber das ist die Encavis derzeit auch – ein Wachstumswert im Nachhaltigkeitssektor. Derzeit möglicherweise überkauft und etwas heissgelaufen, aber mit beeindruckenden Margen und Wachstum.

Es sollte nicht vergessen werden, dass die Aktie nahe ihrem Allzeithoch handelt und Gewinnmitnahmen durchaus legitim und gesund für eine Aktie sind.

Minderheitsanteile in Niederlanden „rausgekauft“ – man will allein verdienen beim Solarboom

So erwirbt Encavis – wie heute mitgeteilt – im Rahmen der Strategie „>> Fast Forward 2025“ weitere Minderheitsanteile (19,99%) des Solarparks Budel in der Nähe der Stadt Eindhoven in der Provinz Nordbrabant in den Niederlanden. Insgesamt sind nun knapp 99% des Solarparkportfolios von rund 106 Megawatt (MW) in den Niederlanden im Besitz des Konzerns.

Im Geschäftsjahr 2020 hatte die Encavis AG bereits bei dem spanischen Solargroßprojekt La Cabrera (200 MW Gesamtkapazität), dem Solarpark Brandenburg/Havel (18,7 MW Gesamtkapazität), dem Solarpark Bitterfeld (6 MW Gesamtkapazität) sowie bei 12 weiteren Solarparks in Frankreich mit einer Gesamtkapazität von 75 MW ihre Beteiligungen auf 100% aufgestockt. Aktuell befinden sich nun alle britischen, französischen, italienischen und nahezu alle holländischen und deutschen Solarparks (jeweils zu rund 99%) fast komplett im Eigentum der Encavis AG.

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„Konsequent setzen wir mit dem Erwerb der Minderheitenanteile an unseren Solarparks unsere Wachstumsstrategie >> Fast Forward 2025 um. Wann immer sich für Encavis die Chance ergibt, ausstehende Minderheitsanteile an Solarparks zu wirtschaftlich überzeugenden Konditionen zu erwerben, werden wir diese wahrnehmen“, unterstreicht Dr. Christoph Husmann, CFO der Encavis AG, den jüngsten Zukauf.

Wert mit Zukunft in einem stark wachsenden Markt

Jedenfalls ist Encavis eine Aktie, die zeigt „mit Nachhaltigkeit“ kann man mittel- und langfristig „gutes Geld “ verdienen. Und die gerade fertiggestellten spanischen Windparks mit über 500 MW und sehr guten wirtschaftlichen Eckdaten sind wohl erst der Anfang auf dem Weg der Encavis zum (noch größeren) Bestandshalter.

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Und den zeigten die letzten Meldungen: Der von der Encavis Asset Management AG ), Tochter des Encavis AG, gemanagte und exklusiv von der Bayern LB vertriebene Banken-Spezialfonds EIF II nahm am 30. Dezember 2020 die letzten Zeichnungsscheine entgegen. Damit ist einer der größten Erneuerbaren-Energien-Fonds Deutschlands mit insgesamt mehr als 50 investierten Kreditinstituten nun geschlossen.

480 Mio EUR Fondskapital werden rund 1 Mrd Investitionen „bewegen“ – Honorar für Encavis Asset Management inclusive

Der von HANSAINVEST LUX S.A. administrierte Fonds weist nach diesem Platzierungserfolg ein Eigenkapital von 480 Millionen Euro aus. Die Encavis Asset Management AG ist mit dem Portfolio-Aufbau und der Betriebsführung der Kraftwerke beauftragt. Bisher konnten Wind- und Solarparks in den Euro-Märkten Deutschland, Niederlande, Finnland und Frankreich realisiert werden. Die derzeit installierte Gesamtnennleistung des Fonds von mehr als 350 Megawatt spart bereits heute jedes Jahr knapp 190.000 Tonnen klimaschädlicher CO2-Emissionen ein. Insgesamt wird mit diesem Spezialfonds für Banken und Sparkassen ein Investitionsvolumen in Wind- und Solarparks von deutlich mehr als 1 Milliarde Euro realisiert werden können.

„..es wird mit Hochdruck an einem Nachfolgefonds gearbeitet.“

„Die Investoren schätzen die Bereitstellung klar definierter Unterlagen für den speziellen Investitionsprozess von Kreditinstituten und zur regulatorischen Abbildung unter MaRisk sowie die Einbeziehung der Banken-Verbände durch die BayernLB. Das institutionelle Interesse für Erneuerbare-Energien-Fonds ist unverändert hoch und es wird mit Hochdruck an einem Nachfolgefonds gearbeitet. Wir freuen uns, dass uns Encavis für diesen Vertrieb weiterhin das Vertrauen schenkt“, so das BayernLB-Alternative Investments-Vertriebsteam.

Und Karsten Mieth, Vorstandssprecher der Encavis Asset Management AG, ergänzt: „Dieser außerordentliche Vertriebserfolg ist das logische Ergebnis einer starken Partnerschaft mit der BayernLB. Es passt für den Investor einfach vieles zusammen: Sehr gute Marktaussichten, kontinuierliche und solide kalkulierte Erträge, unsere hervorragenden Marktzugänge und Pipelines sowie eine Investitionsmöglichkeit, die bestmöglich regulatorische und bankseitige Anforderungen berücksichtigt“.

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BayWa, PNE: Nicht nur Encavis will Bestandshalter werden

PNE wird nach erklärtem Ziel des neuen Mehrheitsaktionärs , ein Morgan Stanley Fonds, zum Bestandshalter umgebaut und tritt so nicht mehr als reiner  Anbieter und eher noch als weiterer Nachfrager an den Markt für Windparks : „Und so geht es auch im dritten Quartal weiter in Richtung Bestandsaufbau: Derzeit betreibt die PNE-Gruppe Windparks mit einer installierten Nennleistung von 130,1 MW im Eigenbetrieb, weitere befinden sich im Bau. So will man den Bestand an eigenen Projekten, vornehmlich in Deutschland, bis Ende 2023 auf bis zu 500 MW ausgebauen.“ (nwm, 27.11.2020)

Und auch ein anderer bisher eher als Projektentwickler aufgetretener Player will zukünftig zum Bestandshalter werden. Zu einem spannenden Wert, der über seine Muttergesellschaft BayWa AG (ISIN: DE0005194062) an der Börse gehandelt werden kann. Die wachstumsstarke Perle im Konzern: BayWa r.e. renewable energy GmbH., ist auf dem weg weg vom reinen Porjektentwickler zum Bestandshalter: „…haben wir somit in weniger als zwei Jahren 1,03 Mrd. Euro am Kapitalmarkt für das Geschäftsfeld Regenerative Energien akquiriert”„. (nwm, 09.12.2020).

Der Trend zum Bestandshalter mit sicheren langfristigen Erträgen wird von vielen ehemaligen Projektentwicklern eingeschlagen: IST AUCH TEIL DER ERFOLGSSTORY DER ENCAVIS in ihrer Vision für 2025.

Encavis – die Story lebt

Die Performance der Aktie in letzter Zeit, sollte den Aktionären gefallen haben. Und Nachhaltigkeit ist auch für die nächsten Jahre Basis weiteren Wachstums. Bisher konnte Encavis die Erwartungen des Marktes überzeugend erfüllen. Und die Solarprojekte in Spanien, die beweisen, das Solarstrom auch subventionsfrei zu attraktiven Konditionen produziert werden kann, sind möglciherwiese nur ein Zwischenschritt zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele für 2025.

Gewinn stimmt, reduzierend Optionsprogramme, Wetter …

Bei den Q3 Zahlen profitierte man von dem kontinuierlich wachsenden Portfolio an Erzeugungskapazitäten in Wind- und Solaranlagen sowie von positiven meteorologischen Effekten. Zwar waren die geringer als im Vorjahr, aber Sonne und Wind produzieren kontinuierlich hohe Cash flows und sichern eine EBITDA-Marge von über 75%, EBIT-Marge über 45%, was auch die langfristigen Zielvorgaben des Managements  der Encavis sind.

Ausbau Eigenbestand

Zwar resultiert der Umsatzanstieg in der ersten neun Monaten 2020 um rund 5% auf 234,3 Millionen Euro vornehmlich von der Akquisition mehrerer Windparks in Dänemark im Jahre 2019, aber die Zahlen passen. Und das Wetter spielt auch mit: Bis Ende September 2020 konnte zudem ein positiver meteorologischer Effekt in Höhe von 7,1 Millionen Euro gemessen werden, der jedoch um 5,8 Millionen Euro unter der noch stärkeren Vergleichsperiode des vergangenen Jahres 2019 (12,9 Mio. Euro) lag.

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Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) in Höhe von 181,0 Millionen Euro liegt dementsprechend um 4,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert; entspricht aber einer EBITDA-Marge von gut 77%. Das erzielte EBIT in Höhe von 113,2 Millionen Euro (Vorjahr:121,8 Mio) entspricht einer EBIT-Marge von gut 48 %. Mindernd wirkten mit Minus 5,8 Mio EUR meteorologische Effekte, um 4 Mio EUR niedrigere Verkaufserlöse (Vorjahr 5,9 Mio, dieses Jahr bisher 1,9 Mio EUR) und Kosten des Aktienoptionsprogramms von 4 Mio EUR (vorjahr 1,1 Mio). So kostet ein steigender Aktienkurs Geld – angemessener Preis für ein erfolgreiches Management. Und die einzigen Kosten, deren Steigerung den Aktionären Spass machen müsste.

Zukunft: Spanien – da wird nächstes Jahr gerockt!

Und nächstes Jahr werden erstmals die grossen spanischen Projekte die Gewinnmaschine füttern. Hier ist die termingerechte Fertigstellung der Grossprojekte essentiell. Und das klappt: Durch den Start der Einspeisung gestern ist Spanien mit einer Erzeugungskapazität von rund 500 MWp in der Position des Spitzenreiters innerhalb des Solarparkportfolios der Encavis.

Prognose passt und bestärkt Attraktivität des Geschäftsmodells

Wenn ein Geschäftsmodell auf langfristige Energieproduktion – unter meteorologischen Schwankungen – angelegt ist, dann sollte die Prognsoe relativ einfach sein. Und Encavis liefert eine Prognose „in line“ mit der Vision 2025. Und die Kennziffern sprechen für das „langweilige“ Geschäftsmodell. Nicht nur  kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig. Aktuell ist der Aktienkurs natürlich schon sehr, sehr gut gelaufen, aber es gibt ja auch noch ruhigere Tage. Sofern einem Anleger das Geschäftsmodell gefallen sollte.

Prognose

aufgrund der Q3 Ergebnisse fällt es dem Vorstand leicht, erneut die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 zu bestätigen: In 2020 geplante Umsatzerlöse von über 280 Millionen Euro aus (2019: 273,8 Millionen Euro, wetteradjustiert 263,3 Millionen Euro).

Das operative EBITDA soll sich voraussichtlich auf über 220 Millionen Euro erhöhen (2019: 217,6 Millionen Euro, wetteradjustiert 210,6 Millionen Euro). Der Konzern rechnet mit einer Steigerung des operativen EBIT auf über 130 Millionen Euro (2019: 132,2 Millionen Euro, wetteradjustiert 125,2 Millionen Euro). Zudem wird ein operatives Ergebnis je Aktie von 0,41 Euro erwartet (2019: 0,43 Euro, wetteradjustiert 0,40 Euro). Das Ergebnis je Aktie wird zunächst unterproportional steigen, da die Anzahl der Aktien zunimmt, die mit den Mitteln getätigten Investitionen ihren Ergebnisbeitrag aber erst in den Folgejahren voll entfalten – allein die beiden spanischen Projekte machen „Zukunftsmusik“.

Einfaches Modell, klare Kommunikation – wichtig für den Anleger

Wichtig für den potentiellen Aktionär ist Transparenz – und hier leifert man: EIGENBESTAND ist transparent: Einen interessanten Überblick über die Solarparks der Encavis inclusive Such-und Filterfunktion findet sich auf deren Homepage unter SOLARPARKS ENCAVIS und die der Windparks unter WINDPARKS ENCAVIS. Genau so stellt man sich Transparenz und offene Kommunikation vor – Nachhaltigkeitswert mit klaren Zielen. Losgelöst größtenteils von der allgemeinen Konjunktur. Mit aktiver Expansionspolitik in den letzten Monaten.

Erinnern Sie sich?

Encavis AG wurde am 10.03.2020 von der Ratingagentur Scope Ratings (kurz: Scope) in einer aktualisierten Analyse bewertet in dessen Rahmen das Encavis Emittentenrating im Investment Grade-Bereich (BBB-) bestätigt wird. Der Ausblick für das Rating ist stabil. Und erstmals veröffentlicht man bei Encavis auch einen Analysten-Consensus von acht Analysten der Banken, die Encavis im Research beobachten. Der Consensus spiegelt die veröffentlichten Schätzungen zum Konzernjahresabschluss 2019 so haben wir im TEIL2 unserer Reihe „Interessante Aktien in Crashzeiten“ über Encavis begonnen  FORTSETZUNG

Minderheitsanteilsverkäufe, Cashmanagement und Effektivitätssteigerungen bei Encavis – Vision 2025

Encavis will die Erzeugungskapazität bis 2025 verdoppeln. Hört sich einfach an und zeigt das Potential im Unternehmen, wenn es allein durch die relativ einfachen Massnahmen möglich ist, eine derartige Expansion OHNE geplante Kapitalmassnahmen durchzuführen. Respekt. Die Pläne im einzelnen sehen folgendes vor:

1. Investitionen in Wind- und Solarparks im Status „Ready-to-build“ sowie Sicherung von Projekten bereits in früheren Phasen der Entwicklung in Abstimmung mit den aktuell fünf strategischen Entwicklungspartnern unter Einhaltung einer langfristigen Eigenkapitalquote des Konzerns in Höhe von >24 %. Dabei ist keine Kapitalmaßnahme im Plan angenommen.
2. Veräußerung von Minderheitsanteilen an Wind- und einzelnen ausgewählten Solarparks von bis zu 49 % zur Freisetzung von Liquidität zur Investition in weitere Wind- und Solarparks
3. Reduzierung und Optimierung der operativen Kosten in Betrieb und Wartung von Solarparks
4. Optimierung/Refinanzierung von SPV-Projektfinanzierungen
5. Einführung eines konzernweiten Cash-Pooling inklusive aller Einzelgesellschaften

Hierdurch will man dann folgende Kennziffern erreichen:

Verdopplung der vertraglichen gesicherten eigenen Erzeugungskapazität von 1.7 Gigawatt auf 3.4 GW
eine Steigerung des Wetter-adjustierten Umsatzes (wa) von 260 Mio. EUR auf 440 Mio. EUR
eine Steigerung des Wetter-adjustierten operativen EBITDA (wa) von 210 Mio. EUR auf 330 Mio. EUR
eine Marge des Wetter-adjustierten operativen EBITDA (wa) von 75 %
eine Steigerung des operativen Ergebnisses je Aktie (EPS) (wa) von 0,40 EUR auf 0,70 EUR

Wir gehen davon aus, dass das Management diese Ziele realistisch aufgestellt hat. Und es zeigt natürlich auch die – notwendige – Professionalisierung des schnell gewachsenen Unternehmens. Hierbei geht Encavis den Schritt zu einem effektiv geführten Unternehmen und entwächst den Kinderschuhen, könnte dem Aktionär noch viel Freude machen, entsprechend wenig den Shorts.

Aktuell (27.01.2020 / 11:02 Uhr) notieren die Aktien der Encavis AG im XETRA-Handel bei 23,95 EUR. Am 19.04.2020 stellten wir Encavis im Rahmen unserer Reihe „Aktien in Crash-Zeiten“ bei einem Kurs von 6,98 EUR vor.


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