Prime Standard | Manz AG: Geldsegen aus Taiwan zur rechten Zeit – Zusage für EU-Mittel an Eigenanteil gebunden

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27.01.2021 – Nach dem Großauftrag im Bereich E-Mobility im November, einem im “deutlich” zweistelligen Millionenbereich für den Bereich Energy Storage im Dezember meldete die Manz AG (ISIN: DE000A0JQ5U3)  am 12.01.2021 wieder ein Auftrag für Energy Storage Sparte von einem “US-amerikanischen Hersteller von Elektrofahrzeugen” im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Und passend zur gestrigen Nachricht vom Verkauf der Talus Manufacturing kommt wenige Stunden später:

Zusage über Förderung im Rahmen des IPCEI-Projekts ‘EuBatIn – European Batteries Innovation’ der Europäischen Kommission

Wow. Energy Storage sollte sowieso Schwerpunkt für Investitionen sein, die durch den Verkauf des Taiwan Joint Ventures finanziert werden sollten. Und vom Timing perfekt: WESENTLICHE FÖRDERMITTEL soll es geben. Aus dem Topf des sogenannten IPCEI (Important Project of Common European Interest) “EuBatIn – European Batteries Innovation”. Mit den Fördermitteln der europäischen Kommission zum Aufbau einer europäischen Li-Ion Batteriefertigung soll die Entwicklung hochinnovativer und nachhaltiger Produktionstechnologien für Lithium-Ionen-Batteriezellen und -module unterstützt werden, die sich im Vergleich zur aktuellen Batteriegeneration durch eine längere Lebensdauer, kürzere Ladezeiten sowie niedrigere Kosten und eine geringere Umweltbelastung auszeichnen soll.

Wesentliche Mittel – aber wieviel hängt auch von den Eigenmitteln ab

Die Höhe der Fördermittel, welche die Manz AG zur Umsetzung des Projekts “Lithium-Ionen-Batteriefabrik der Zukunft” erhält, steht aktuell noch nicht fest. Und klar formuliert die Manz AG in ihrer Unternehmensmeldung Vorbehaltlich finaler Zusagen für die Finanzierung des Eigenanteils der Manz AG, soll das Projekt von Konzerngesellschaften in Deutschland und Italien realisiert werden.”

Hier hilft bestimmt der zweistellige Millionenbetrag aus dem Gestern finalisierten Verkuaf. Projektziel der “Lithium-Ionen-Batteriefabrik der Zukunft” ist die Entwicklung innovativer Produktionsprozesse und den dazugehörigen Anlagen auf Grundlage eines neuen, digitalisierten und kostengünstigeren Geschäftsmodells.

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Die 80,5 % Beteiligung Talus Manufacturing Ltd wurde verkauft

Gestern berichteten wir vor der Meldung über die Zuschussentscheidung über einen Verkauf: Nicht ganz freiwillig trennte sich Manz von ihrem 80.5 % Anteil an der Talus Manufactoring – die Lam Research Corporation zog eine Option und erhöhte so ihren 19,5 % Anteil an dem Joint Venture auf 100 %. Aber die zusätzliche Liquidität – die eine Vervielfachung der ursprünglichen Investments widerspiegelt – und der dadurch erzielte a.o. Gewinn entschädigen dafür. Im Segment Contract Manufacturing war die 2016 Talus Manufacturing als “Global Refurbishment Center” von Lam in den operativen Betrieb übergegangen. Und wurde seither bei der Manz AG im Segment Contract Manufacturing geführt. Der Schwerpunkt des Unternehmens lag von Beginn an in der Modernisierung und Wiederaufbereitung bestehender Anlagen zur Herstellung von Halbleitern. Seither hatte sich Talus Manufacturing sehr positiv entwickelt. Dies spiegelt sich auch in der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 125% seit Gründung wider.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge

äußert sich Martin Drasch, Vorstandvorsitzender der Manz AG: “Die Zusammenarbeit mit Lam Research ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Durch die sehr positive Unternehmensentwicklung hat sich der Wert unserer Beteiligung seit der Gründung 2016 vervielfacht. Aus dem Verkauf unserer Anteile resultiert nun ein ergebniswirksamer Einmaleffekt, den wir in unser strategisches Kerngeschäft investieren werden. Einen besonderen Fokus werden wir auf das wachstumsstarke Segment Energy Storage richten. Dank der enormen Marktdynamik weltweit konnten wir hier 2020 Aufträge von mehr als 100 Millionen Euro verzeichnen. Und auch für 2021 erwarten wir, dass sich für uns als Hightech-Maschinenbauer wieder zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten bieten werden. Diese Potenziale wollen wir durch die nun möglichen Investitionen noch besser nutzen.

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Batteriesegment – lässt Gewinne sprudeln, auch wenn die Umsätze coronabedingt…

Noch am 03.11.2020 gab es die Quartalsergebnisse: Der Umsatz von 172,4 Mio. EUR blieb zwar unter Vorjahresniveau. Wichtiger aber ist: das EBITDA hat sich mit 17,6 Mio EUR im Vorjahresvergleich mehr als verdreifacht (9M 2019: 5,8 Mio EUR). Das  EBIT ist mit 8,2 Mio EUR signifikant verbessert; Gewinnerwartung für 2020 bestätigt

Martin Drasch, CEO der Manz AG, kommentierte seinerzeit: “Unsere erfreuliche Ergebnisentwicklung ist ein starkes Zeichen, dass die Manz AG in der Vergangenheit die richtigen Weichen gestellt hat. Wir haben dabei nicht nur unsere organisatorischen Prozesse verbessert, sondern auch frühzeitig auf die Themen Elektromobilität und Energiespeicherung gesetzt. Dadurch konnten wir trotz einer einschneidenden weltweiten Krise unsere Profitabilität deutlich steigern. Auch die Manz AG blieb jedoch von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie nicht vollständig verschont, wie die Umsatzverschiebungen in unseren Segmenten Solar und Electronics zeigen. Wir korrigieren daher unsere bestehende Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht nach unten, behalten unsere positive Ergebnisprognose allerdings klar bei und sehen die Manz AG auch über 2020 hinaus auf einem sehr guten Kurs.”

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Umsatzrückgang zwang zur (Teil-)Prognosereduktion

Aufgrund der rückläufigen Umsatzentwicklung durch die Folgen der Pandemie hatte sich der Vorstand der Manz AG bereits früh dazu entschlossen, die Umsatzprognose nach unten zu korrigieren. Statt eines geringen bis moderaten Umsatzwachstums wird nun ein leichter Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr für das Gesamtjahr erwartet. Die Ergebnisprognose wird hingegen bestätigt. Der Vorstand rechnet weiterhin mit einer EBITDA-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer EBIT-Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Auch mit Blick auf die Auftragslage zeigt sich der Vorstand der Manz AG optimistisch. Nicht nur für die weitere Geschäftsentwicklung im restlichen Geschäftsjahr, sondern auch darüber hinaus. Über alle Segmente hinweg stieg der Auftragseingang mit Stand 30.09.2020 sehr deutlich auf 181,9 Mio EUR (Vorjahr: 128,7 Mio EUR). Der Auftragsbestand lag mit einem Wert von 177,0 Mio EUR auf einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls deutlich verbesserten Niveau (Vorjahr: 140,6 Mio EUR).

Dazu kommen mindestens drei Aufträge im zweistelligen Millionenbereich. Den Auftrag von TE Connectivity erhielt man im November. Am 01.10.2020 gab es den Auftrag der InoBat in der Slowakei über 20 Mio EUR. Und der heute mitgeteilte Auftrag “eines Batterieherstellers” rundet das Bild ab.

Manz- wer?

Die 1987 gegründete Manz AG ist ein weltweit agierendes Hightech-Maschinenbauunternehmen. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente Solar, Electronics, Energy Storage, Contract Manufacturing und Service.

Mit langjähriger Expertise in der Automation, Laserbearbeitung, Bildverarbeitung und Messtechnik, Nasschemie sowie Rolle-zu-Rolle-Prozessen bietet das Unternehmen Herstellern und deren Zulieferern innovative Produktionslösungen in den Bereichen Photovoltaik, Elektronik und Lithium-Ionen-Batterietechnik. Das Produktportfolio umfasst sowohl kundenspezifische Entwicklungen als auch standardisierte Einzelmaschinen und Module, die zu kompletten, individuellen Systemen verkettet werden können. Vor allem durch die frühzeitige Einbindung der Manz AG in Kundenprojekte leistet die Gesellschaft mit qualitativ hochwertigen, bedarfsorientierten Lösungen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Kunden.

Die seit 2006 in Deutschland börsennotierte Firmengruppe entwickelt und produziert in Deutschland, der Slowakei, Ungarn, Italien, China und Taiwan. Vertriebs- und Service-Niederlassungen gibt es darüber hinaus in den USA und Indien. Weltweit beschäftigt die Manz AG aktuell rund 1.500 Mitarbeiter. Davon rund die Hälfte in der für die Zielbranchen des Unternehmens massgeblichen Region Asien. Der Umsatz der Manz-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2019 rund 264 Millionen Euro.”

Auftragseingang beeindruckt – Energy Storage ist Zukunft – wenn jetzt wirklich noch TESLA dabei wäre…

Perspektiven bietet derzeit das Energy-Storage-Geschäft, wo man offensichtlich nicht nur Grosskunden “an sich zu binden wusste”., sondern auch Neukunden gewinnen kann. Von der deutschen Akasol AG erhielt die Manz AG bereits im ersten Quartal einen Grossauftrag. Über Montagelinien zur Fertigung von Lithium-Ionen-Batteriemodulen für hybrid- und vollelektrische Nutzfahrzeuge. Und dann am 20.08.2020 gab es einen AKASOL-Folgeauftrag für den Standort in Amerika. Dazu kommen mindestens drei Aufträge im zweistelligen Millionenbereich nach Quartalsende. Den Auftrag von TE Connectivity erhielt man im November, am 01.10.2020 den Auftrag der InoBat in der Slowakei über 20 Mio EUR und der im Dezember mitgeteilte Auftrag “eines Batterieherstellers” rundeten das Bild in 2020 ab.

Auch im Bereich Contract Manufacturing verzeichnete Manz ein sehr positives Ergebnis, zu dem insbesondere die Talus Manufacturing Ltd. beitrug. Hier wird es in 2021 einen kräftigen Einbruch geben – Talus wurde ja heute endgültig verkauft und wird so den Konsolidierungskreis verlassen. Auftragseingänge für Standorte in der Slowakei und eine neu gegründete Partnerschaft mit einem Kunden aus dem Bereich Semiconductor in China belegen die hohe Wetterwerbsfähigkeit der Manz AG.

Aktuell (26.01.2021 / 11:49 Uhr) notieren die Aktien der Manz AG im Tradegate-Handel im Plus mit 6,39 % (3,10 EUR) bei 46,60 EUR

 


Chart: Manz AG | Powered by GOYAX.de

 

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