SARTORIUS Aktie: Prognose Freitag runter, Kurs am Montag?

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SARTORIUS AG: Nachfragenormalisierung prägt erstes Quartal von Sartorius, Ausblick für das Geschäftsjahr bestätigt

Sartorius Aktie sollte am Montag auf die am Freitag, nach Handelsschluss um 22:29 Uhr gemeldete Prognosereduktion reagieren. Und wahrscheinlich werden sich die Plus 3,68% der Aktie auf einen Schlusskurs von 295,50 EUR dabei in Luft auflösen. Dass 2023 kein besonders gutes Jahr werden würde, war klar, aber…Nachdem das coronabezogene Geschäft und ein Lagerbestandsaufbau bei Kunden in den Vorjahren starke zusätzliche Wachstumsimpulse bewirkten, hatte sich die Nachfragenormalisierung bei Sartorius bereits im ersten Quartal 2023 erwartungsgemäß fortgesetzt – rückläufige Umsätze und Erträge. Bei Vorlage der Q1-Zahlen ging Sartorius aber für das Gesamtjahr immer noch von „einem moderaten Umsatzwachstum sowie einer Ergebnismarge in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres„. Das hat sich geändert:

Sartorius Aktie vor einem unruhigen Handelstag – Umsätze werden mindestens 10% niedriger ausfallen. Schlimmeres in der neuen Umsatz-Range möglich.

Dazu eine auf rund 30% gesunkene „operative“ EBITDA-Marge, die in 2022 noch 33,8% erreicht hatte. Eine länger als erwartet andauernder Lagerbestandsabbau bei Biopharma-Kunden nach der Coronavirus-Pandemie, sowie eine relativ geringe Investitionstätigkeit auf Seiten der Kunden infolge von freien Produktionskapazitäten dürften die Geschäftsentwicklung von Sartorius im Gesamtjahr länger als bisher erwartet dämpfen.

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Entsprechend gehe die Unternehmensleitung nunmehr für das Gesamtjahr 2023 von einem Umsatzrückgang im Konzern „im niedrigen bis mittleren Zehner-Prozentbereich aus„. Welch eine „Eiertanzformulierung“, die leider relativ unpräzise einen kräftigen Umsatzrückgang prognostiziert. Reden wir von 10% bis 15% oder 11% bis 16% oder 17%? Ohne Berücksichtigung des Coronageschäfts würde sich der Umsatz nur im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich verringern (bisher: Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich; ohne Berücksichtigung des Coronageschäfts oberer einstelliger Prozentbereich). Zur Umsatzentwicklung sollen Akquisitionen mit rund 1 Prozentpunkt beitragen, wobei die geplante Polyplus-Übernahme noch nicht in der Prognose berücksichtigt sei.

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Darauf deutet auch die unveränderte Investitionstätigkeit hin – das umfangreiche Mittelfristprogramm zur Kapazitätserweiterung wird fortgesetzt. Weshalb sich die Investitionsquote bezogen auf den Umsatz im Jahr 2023 von den ursprünglich geplanten etwa 12,5 % auf rund 15% erhöhen soll.

Für seine Sparte Bioprocess Solutions erwarte das Unternehmen nun einen Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren Zehner-Prozentbereich; ohne Berücksichtigung des Coronageschäfts einen Rückgang im hohen einstelligen bis niedrigen Zehner-Prozentbereich (bisher: Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich; ohne Berücksichtigung des Coronageschäfts oberer einstelliger Prozentbereich). Akquisitionen dürften rund 1 Prozentpunkt zum Umsatz beitragen. Die operative EBITDA-Marge wird bei rund 31 Prozent erwartet (bisher: etwa auf dem Niveau des Vorjahres; VJ: 35,7 Prozent).

Für die Sparte Lab Products & Services rechnet Sartorius mit einer niedrig einstellig negativen bis stabilen Umsatzentwicklung, ohne Berücksichtigung des Coronageschäfts wird eine Bandbreite von einem niedrig einstelligen Umsatzrückgang bis zu einem niedrig einstelligen Umsatzwachstum erwartet (bisher: Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich; ohne Berücksichtigung des Coronageschäfts oberer einstelliger Prozentbereich). Die operative EBITDA-Marge soll wie bislang prognostiziert bei rund 26 Prozent (Vorjahr: 26,2 Prozent) liegen.

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Montag sollten die Anleger die Kursentwicklung im Blick haben – vielleicht Chance für einsteigewillige Anleger, die auf günstige Kurse gewartet haben. Oder für Aktionäre Grund Stop-Orders zu setzen oder ihre Stops zu überprüfen. Auf jeden Fall sollte Montag das Zeug besitzen für einen umsatzstarken und möglicherweise volatilen Handel.


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