Rheinmetall Hensoldt. Defense-Aktien auf neuem „Normalniveau“? Hype gelaufen? Impulse? News?

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.Rheinmetall Hensoldt - Rüstungs-Aktien stehen vor der Ernte.
Rheinmetall Hensoldt – zwei Aktien aus einer Branche, die wieder hoffähig geworden ist durch den Krieg in der Ukraine. Beide Aktien hatten in den letzten Wochen Allzeithochs erreicht, die „vor der Ukraine“ nicht denkbar schienen. Selbst jetzt noch sieht die Bilanz in 2022 sehr gut aus: 76,11% Plus bei Rheinmetall,

67,82 % Plus bei Hensoldt. In der „April-Hochphase“ erreichte Rheinmetall 227,90 EUR  – aktuell noch 154,20 EUR (XETRA, Schluss Freitag). Und bei Hensoldt waren es 31,10 EUR – aktuell 22,60  EUR (XETRA, Schluss Freitag). Erinnert ein wenig an den Kursverlauf der Impfstoffaktien, die einen noch wesentlich höheren Rückgang vom Hoch verkraften mussten. Und so können die Aktionäre, die seit längerer Zeit bei den beiden Werten (Rheinmetall Hensoldt)investiert waren, eigentlich immer noch zufrieden sein. Insbesondere scheint die „Ukraine-Krise“ mittel- und langfristig die Chancen der Defense-Werte wesentlich verbessert zu haben. Die aktuell diskutierten und entschiedenen „Budgetaufstockungen“ sind auf Jahre, sogar Jahrzehnte angelegt. Und das Hauptproblem scheint derzeit eher die kurzfristige Erhöhung der Kapazitäten zu sein.

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Rheinmetall Hensoldt – Beide haben derzeit volle Auftragsbücher – Hensoldt als reiner Defensewert natürlich noch mehr durch die neue „Wahrnehmung“ der Rüstungsindustrie vom langfirsitgen Trend beeinflusst als der Rheinmetall Konzern, der zu ca. 1/3 Umsatzanteil auch vom Automotive-Sektor abhängt. Wobei Rheinmetall in diesem Bereich durch die langfristige Wasserstoff- respektive Brennstoffzellenstrategie in einem weiteren zukünftigen Wachstumsfeld engagiert ist. Beide Aktien – Rheinmetall Hensoldt – scheinen sich auf neuen, höheren Nach-Ukraine-Kurssockel festgesetzt zu haben – mit anfänglich starken Aussclägen nach oben ist mittlerweile ein Trendkanal bei Rheinmetall oberhalb von 150,00 EUR und bei Hensoldt oberhalb von 20,00 EUR in Ausbildung begriffen. Jetzt fehlen strake Impulse, um wieder die Anfangshochs bei Ausbruch des Ukraine-Kriegs zu erreichen. Potentielle Grossaufträge, Teilhabe am 100 Mrd EUR Sondervermögen oder andere Rüstungsgrossprojekte.

Rheinmetall Hensoldt – Werden die Q3-Zahlen am 10.11.2022 einen Impuls für den Aktienkurs geben können? Oder überzeugt der Konzern mit einer Ladeinnovation noch mehr als mit Defense?

Und bis diese neuen Defense-Aufträge sich materialisieren, sammeln die beiden Konzerne „die Ernte“ von Ausschreibungen ein, die bereits vor dem Krieg Russlands in der Ukraine betrieben wurden. Einzig bei Munitionsaufträgen scheint bereits im Q2 eine kräftige Belebung stattgefunden zu haben. Der Technologiekonzern Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) kann „liefern“ und rechnet sich durchaus Chancen aus, die sowieso schon gut gefüllten Auftragsbücher der Defensesparte weiter zu füllen. Sowohl im Rahmen des 100 Mrd EUR Sondervermögens der Bundesregierung, als auch aus den auf 2 % des BIP erhöhten jährlichen Verteidigungsbudgets diverser Nato-/EU-Staaten. Bereits in 2021 gelang es dem Defense/Automotive (ca. 2/1)-Konzern ein sehr gesundes Ergebnis zu erzielen mit den Highlights 2021: Umsatz plus 4,7% auf 5,658 Mrd EUR – op. EBIT plus 33% auf 594 Mio EUR – Marge auf 10,5 % (Vorjahr: 8,3 %). SPANNEND WIRD’S AM 10.11.2022 BEI BEKANNTGABE DER 9-MONATSZAHLEN.

Derzeit überwiegen Defense-News aus Aufträgen im Rahmen des Ringtauschs und Munitionsaufträge zur Unterstützung der Ukraine

Und mit einem Höchstwert beim Auftragsbestand von 24,5 Mrd EUR ging es in 2022. Bis zum 30.06.2022 konnte dieser – und hier sind noch wenige Ukraine-Zusatzumsätze enthalten – gegenüber dem Stand des ersten halbjahres 2021 kräftig erhöht werden: Vehicle Systems (Automotive) hatte einen um rund 2% verringerten den Auftragsbestand von 10,31 Mrd EUR, „Weapon and Amunition“ 3,879  Mrd EUR (knapp 50% Plus gegenüber Vorjahr).“Electronic Solutions“ lagen bei 2,723 Mrd EUR (plus gut 10%) und „Sensors and Actuators“ erhöhte das sog. Booked Business auf 1,431 Mrd EUR (plus über 50% gegenüber H1/21). Bei „Materials and Trades“ erhöhte sich das Booked Business auf 0,4 Mrd EUR, gut 20% Plus gegenüber Halbjahr 2021.

Prognose wurde am 27.07.2022 wegen Automotive zumindest bei der hohen Umsatzerwartung reduziert. Gewinne sprudeln weiter.

Oder wie es offiziell hiess: „Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Risiken hinsichtlich der Entwicklung der globalen Automobilproduktion aktualisiert Rheinmetall seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2022. Das Unternehmen geht nunmehr davon aus, dass der organische Umsatzanstieg im laufenden Geschäftsjahr mit rund 15% am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne, die ein organisches Wachstum zwischen 15% und 20% vorgesehen hat, liegen wird.

Die bisherige Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 wird bestätigt: Rheinmetall rechnet für 2022 mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer operativen Ergebnisrendite von über 11%.(Ad-hoc, 27.07.2022, Rheinmetall)

Immer noch klar besser, als ohne Sonderprogramm und erhöhte Verteidigungsbudgets

Zwar bremst die Entwicklung des Automotive-Segments die Umsatzsprünge im Defense-Bereich offensichtlich „etwas“ aus – aber immerhin werden insgesamt noch Umsatzanstiege von 15% erwartet. Besser als das, was man „vor der Ukraine“ im Geschäftsbericht 2021 angegeben hatte mit einer Wachstumserwartung von 8% bis 10% für 2022.

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Und immer noch im Rahmen dessen, was man päter – nach demAngriff Russlands auf die Ukraine – optimistischer mit einer erwarteten Umsatzsteigerung von 15% bis 20% zusammenfasste. In dieser mittlerweile relativierten Wachstumsprognose seien die sich konkretisierenden Pläne der Bundesregierung „aus den vergangenen Tagen hinsichtlich möglicher Beschaffungen aus dem Verteidigungshaushalt für 2022 sowie aus dem zu schaffenden Sondervermögen Bundeswehr nach aktuellen Erkenntnissen berücksichtigt“. Und die „höhere operative Marge“ soll immer noch zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses führen.

Letzte Unternehmensmeldungen  – wichtig: Spannende Innovation aus dem Bereich Ladetechnik

Mit dem willkürlich gewählten Startdatum 1.10.2022 eine Aufstellung der letzten – direkt umsatzrelevanten Unternehmensmeldungen:

  •  Rheinmetall liefert im Zuge des von der deutschen Bundesregierung beauftragten Ringtauschs Kampfpanzer und weiteres Gerät an die Tschechische Republik.
  • Am 15. Oktober 2022 übergab Rheinmetall den ersten von insgesamt 209 Schützenpanzern Lynx an die ungarischen Streitkräfte.
  • Rheinmetall ist von der Bundeswehr mit der Lieferung weiterer neuartiger 120mm-Übungsmunition für Kampfpanzer beauftragt worden. So bestellten die deutschen Streitkräfte 10.715 Stück der Patrone DM98 und 10.000 Stück der Patrone DM88. Der noch im zweiten Quartal 2022 gebuchte Auftrag hat einen Wert von rund 42 MioEUR brutto.
  • Rheinmetall wird mit Unterstützung der Bundesregierung ein schlüsselfertiges modernes Feldhospital an die ukrainischen Streitkräfte liefern. Der Auftrag des ukrainischen Verteidigungsministeriums erging im September 2022 an die Rheinmetall-Tochter Zeppelin Mobile Systeme GmbH (ZMS) und hat einen Auftragswert von rund 9 MioEUR.
Bloom Energy setzt auf starkes Nachfragewachstum auf Dauer. Im Q3 konnte Bloom erste Früchte ernten und übertraf die Erwartungen.
Evotec Aktie. Förmlich „heruntergeprügelt“ scheint nun Kraft für eine Trendumkehr zu sammeln. Keine meldepflichtigen Shorts. Disruptive Technologie. Investitionspläne.

Und dazu zwei Unternehmensmeldungen, die die neue strategische Ausrichtung  der Rheinmetall weg vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu einem digitaleren Unternehmen bestätigen und beschleunigen:

  •  Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern vollzieht einen wichtigen Schritt im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung und trennt sich von den Aktivitäten im Bereich der Produktion von Großkolben. Der Kaufvertrag umfasst den Großkolbenbereich von Rheinmetall mit drei Produktionswerken in Deutschland, USA und China sowie die Stahlkolben-Linie aus dem Kleinkolbenwerk Marinette/USA. Zuvor hatte Rheinmetall bereits Abschreibungen im dreistelligen Millionenbereich auf die seit längerem zum Verkauf stehenden Aktivitäten im Bereich Gross- und Kleinkolben.
  • Die Rheinmetall AG und die 4iG PLC haben ein IT-Joint-Venture in Budapest gegründet und damit einen weiteren Schritt in ihrer strategischen Zusammenarbeit vollzogen. 4iG ist mit 51% an der „Rheinmetall 4iG Digital Services LLC“ (R4) beteiligt, Rheinmetall hält die restlichen 49% der Anteile. Das Unternehmen wird ab dem Jahr 2023 IT-Dienstleistungen für die lokalen und globalen Tochtergesellschaften von Rheinmetall sowie potenziell auch für Dritte erbringen.
Spannend und vielleicht ein Impuls für die Rheinmetall Aktie aus dem Bereich E-Mobility – „Ladebordsteine“

Freitag meldete Rheinmetall, dass man auf der Fachkonferenz VDE E-Mobility Conference ein neuartiges Ladelösungskonzept für Elektrofahrzeuge vorgestellt habe. Die Rheinmetall-Ladebordsteine fügten sich nahezu unsichtbar ins Stadtbild ein und böten Möglichkeiten, die Herausforderungen bestehender Ladesysteme – etwa hoher Platzbedarf, geringe Punktedichte, Verschlechterung des Stadtbildes und hohe Kosten – zu lösen. Hierzu setzt die Rheinmetall-Entwicklung im Gegensatz zu anderen am Markt befindlichen Ladelösungen auf die Ertüchtigung und intelligente Nutzung vorhandener städtischer Infrastruktur.

„Durch Integration von Ladeelektronik in einen Bordstein wird dieser faktisch zur „Ladesäule“, ohne jedoch die für die anderen Verkehr¬steilnehmer mit einer Ladesäule verbundenen Einschränkungen zu verursachen. Weiterhin lassen sich Elektrofahr¬zeuge hiermit direkt am Bordstein laden, ohne lange Kabel über Gehwege legen zu müssen.“

Das Rheinmetall-System leiste so einen Lösungsbeitrag zur großen Herausforderung, insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen ausreichend Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Es wurde unter der Prämisse entwickelt, den Eingriff in den öffentlichen Raum möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Könnte das Zeug zu einem „Blockbuster“ haben, oder?

In den vergangenen Monaten habe ein Team des Rheinmetall Technology Centers intensiv an einer Lösung gearbeitet, bestehende städtische Infrastruktur zu ertüchtigen, ohne dabei Beschränkungen in der Ladepunktdichte in Kauf nehmen zu müssen, wie es z.B. bei Laternenladern der Fall ist. Das Ergebnis sei ein modularer Ladebordstein, der bis zu 22kW AC-Laden ermöglicht und per Open Charge Point Protocol (OCPP) in bestehende Backend-Systeme bzw. bereits vorhandene Ladesystemstrukturen integriert werden kann.

STEMMER IMAGING wächst zweistellig bei deutlich gesteigerter EBITDA-Marge von 16,6 % und erhöht Gewinnprognose 2022. Passt.
Limes Schlosskliniken. sdm SE. Zwei SmallCaps, die auf Jahressicht Kursgewinne ausweisen. Beide melden heute wichtige Entwicklungen.

Bei der Entwicklung wurde der einfachen Nachrüstbarkeit und Wartung ein hoher Stellenwert beigemessen. So ist es möglich, komplette Straßenzüge oder Parkplätze für die Integration von Ladebordsteinen vorzubereiten und eine spätere Skalierbarkeit zu ermöglichen. Durch die Vorbereitung bzw. Erschließung größerer Flächen lassen sich u.a. hinsichtlich Planung, Bewilligung, Baumaßnahmen etc. Synergien erreichen, um Installationskosten zu reduzieren. Dafür werden sogenannte Dummybordsteine an den gewünschten Ladestandorten installiert. Das Elektronikmodul wird nachgerüstet, sobald der lokale Bedarf durch den Anstieg der Elektromobilität ausreichend hoch ist. Die Nachrüstung ist dabei in wenigen Minuten ausführbar – ebenso die Wartung, für die die Elektronikeinheit einfach entnommen werden kann. Die Systeme sind auf die Umweltbedingungen im Straßenraum ausgelegt, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen.

Die Zeit der Euphorie scheint bei der Rheinmetall Aktie erstmal vorbei zu sein. Aber dennoch ist der Düsseldorfer Konzern durch die Entwicklungen der letzten Monate wesentlich gestärkt und kann auf viele Jahre mit sicheren, steigenden Umsätzen im hochmargigen Defense-Segment rechnen. Dazu die „gesellschaftliche Aufwertung“ der Defense-Branche im Rahmen der Taxonomie-Diskussion, die ohne „Ukraine“ schlecht für die Branche hätte ausgehen können. Und beachtenswert auch die zahlreichen Automotive-Aufträge aus dem erklärten Zukunftsfeldern „Wasserstoff“-Brennstoffzellen und E-Mobility. Hier scheinen die Rheinmetaller einiges vorzuweisen zu haben. Mittelfristig durchaus mit Perspektive. Und die Ergebnisse der ersten neun Monate könnten am 10.11.2022 „eine Richtung vorgeben“.
Rheinmetall Hensoldt – Aktien charttechnisch stark

Rheinmetall Hensoldt Chartbild.
Chart: Rheinmetall AG | Powered by GOYAX.de

Rheinmetall Hensoldt – Kapazitätsausbau ist Hauptthema

Seit KKR sein Aktienpaket an der HENSOLDT AG (ISIN: DE000HAG0005) abgegeben hat, sollten zumindest von dieser Seite keine Störungen für die Kursentwicklung mehr auftreten. Hensoldt hat zwei Aktionäre a 25,1 % – Leonardo und der Bund – die sich langfristig commitet haben. Und nachdem für 2021 Umsatzsteigerungen von 22%, und einen nachhaltiger Turnaround mit einem Gewinn von 63 Mio EUR erreicht werden konnte, setzte sich die Hensoldt-„Story“ in 2022 fort – mit dem „Beschleuniger“ Ukraine Krieg. Wobei bereits vorher die Auftragsbücher förmlich überquollen. ABER DIE WAHRNEHMUNG DER HENSOLDT AG ÄNDERTE SICH – DIE AKTIE FAND UNGEWOHNTE AUFMERKSAMKEIT – UND AUCH KÄUFER, DIE ZUVOR NICHT ÜBE RDEFNESE AKTIEN NACHGEDACHT HATTEN.

Erweiterung in Ulm „gefeiert“ – Teil eines breitangelegten Kapazitätsausbaus

HENSOLDT investiert an allen Standorten in die Erweiterung seiner Kapazitäten, um dem langfrisitg angelegten Wachstum seines Auftragsbuchs gerecht zu werden. An seinem Standort Ulm eröffnete HENSOLDT am 27.07.2022 ein neues Laborgebäude, das mit einem Investitionsvolumen von circa 20 Mio EUR errichtet wurde. Das Gebäude beherbergt auf circa 3.500 qm Labore und Integrationsflächen, in denen 100 Radar- und Aufklärungs-Experten arbeiten sollen. Nach der Einstellung von über 500 Mitarbeitern in den vergangenen zwei Jahren plant das Unternehmen auch in diesem Jahr circa 200 Neueinstellungen und die Erhöhung der Zahl von Ausbildungsplätzen.

„HENSOLDT liefert Sensorlösungen an die Bundeswehr, aber auch an internationale Kunden, die gegenüber neuen Bedrohungen auf unsere Unterstützung vertrauen“, sagte anlässlich der Einweihung Peter Schlote, Leiter der Radar-Division und des Standorts Ulm. „Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir die Technologieentwicklung weiter vorantreiben und zugleich unsere System-Kapazitäten erweitern. Unsere Investition in neue Systemlösungen und Entwicklungslabore ist daher unverzichtbarer Bestandteil unserer Wachstumsstrategie.“

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Wachstum ist das Mantra bei Hensoldt – auf Jahre Vollauslastung scheint sicher… Und am 10.11.2022 werden die Q3-Zahlen dem Markt präsentiert. Impuls für den Aktienkurs?

Zuletzt meldete Hensoldt für das erste Halbjahr starke Zahlen: Die Umsatzerlöse von HENSOLDT kletterten gegenüber dem Vorjahreswert um 40,3% auf 682 Mio EUR (Vorjahr: 486 Mio). Das bereinigte EBITDA erreichte zum Halbjahr 61 Mio EUR und damit ein ebenso deutliches Plus von 37,7% (Vorjahr: 44 Mio EUR). Mit 8,9% lag die bereinigte EBITDA-Marge trotz eines höheren Anteils des Geschäftsvolumens mit geringem Wertschöpfungsanteil auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 9,1%). Im laufenden Geschäftsjahr stieg der Gesamtauftragsbestand zur Jahreshälfte auf 5,364 Milliarden EUR (Vorjahr: 5,024 Milliarden EUR).

Zuletzt am 4.08.2022 bestätigte und präzisierte man die Prognose für 2022: Aufgrund einer höheren Visibilität der Sales Pipeline konkretisierte das Unternehmen die Prognose für das Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz (book-to-bill-ratio) auf zwischen 1,1 und 1,2. Die Prognose der weiteren Kennzahlen blieb unverändert: Es wird ein Umsatzwachstum von 15% auf 1,7 Mrd EUR erwartet sowie ein bereinigtes EBITDA von 285 Mio bis 300 Mio EUR. Der Nettoverschuldungsgrad soll wie geplant auf 1,4x weiter gesenkt werden. HENSOLDT geht von einer Dividende von 20% des bereinigten Nettogewinns aus.

Letzte Unternehmensmeldungen

Mit dem willkürlich gewählten Startdatum 1.10.2022 eine Aufstellung der letzten Unternehemnsmeldungen:

  • Am 11.10. hat Hensoldt mit dem ersten von zwei Komplettsystemen für die elektro-optische Aufklärung erfolgreich die Abnahme des Auftraggebers, des Luftfahrtspezialisten QinetiQ GmbH, Mönchengladbach, passiert.
  • Mit der kürzlich erworbenen Zulassung nach europäischem Luftrecht gemäß EASA PART-145, ist seit Mitte Oktober das neue „Airborne Service Center“ (ASC) in Oberkochen dazu berechtigt, hochkomplexe kardanisch gelagerte elektrooptische Überwachungssysteme (engl.: Gimbal) vom Typ ARGOS II HD direkt in Deutschland instand zu setzen.
  • In Kooperation mit Rafael Advanced Defense Systems Ltd. plant man bis zum Jahr 2028 eine einsatzfähige Lösung für die Anforderungen der Deutschen Luftwaffe an luftgestützten elektronischen Kampffähigkeiten mit einer sog. Initial Operating Capability (IOC) anzubieten.
  • Der Generalauftragnehmer Diehl Defence hat mit seinen Partnern HENSOLDT und Airbus eine Gefechtseinheit des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM an die Ukraine geliefert. Nach Vertragsunterzeichnung für diese Gefechtseinheit im Juni 2022 stellt diese zügige Einhaltung der Lieferverpflichtung eine außergewöhnliche industrielle Leistung der Partner dar. Weitere IRIS-T SLM Gefechtssysteme für die Ukraine werden so schnell folgen, wie der industrielle Prozess es zulässt.
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  • Hensoldt liefert vier seiner Hochleistungsradare für das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM von Diehl Defence, das die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärken soll. Im Rahmen eines Auftrags von Diehl Defence eines zweistelligen Millionenbetrages wurde eines der Radare vom Typ TRML-4D bereits geliefert, drei weitere folgen innerhalb weniger Monate.
  • Und am 28.10. meldete man, dass das 300. Hochpräzisionsmessgerät Final-Focus-Metrology (FFM) für die Chipindustrie ausgeliefert wurde. Seit 2012 produziert  HENSOLDT Optronics in Oberkochen diese Kontrollsysteme. Die 300. Einheit stellt mit Blick auf die Rolle von HENSOLDT auf dem zivilen Markt einen Meilenstein dar.
  • Hensoldt bringt einen neuen Flugschreiber auf den Markt, der die neuesten Sensortechnologien in einem extrem kompakten Design vereint, um Flug-, Datenlink, Video- und Audiodaten aufzuzeichnen. Der SferiRec®LCR100 erhielt jetzt von der Europäischen Luftfahrtbehörde EASA die ETSO Zertifizierung (Europäische Technische Standardzulassung) für Ausrüstungsbestandteile von Luftfahrzeugen.
Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie wohl kein Schnäppchen bei einem KGV von rund 243,5. Aber durchaus einen  zweiten Blick wert. Bei einer über mehrere Jahre vollausgelasteten Kapazität und einem Orderbuch das mittlerweile dreimal den für 2022 erwarteten Umsatz ausmacht.  Dazu kommt Phantasie aus dem erklärten Willen „eine führende Rolle“ bei der Konsolidierung der europäischen Defense-Industrie zu spielen. Was bei dem aktuellen Kursniveau durchaus interessanter ist, als noch Mitte März – vor dem Kurssprung. Und ob Leonardo irgendwann seine Sperrminorität weiter ausbauen will, scheint erstmal zwar kein Thema. Aber…

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Rheinmetall Hensoldt – Aktien charttechnisch stark

Rheinmetall Hensoldt Chartbild.

Chart: Hensoldt AG |Powered by GOYAX.de

 

 

 

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