Plug Power Aktie gestern plus 7,36%, heute Vorhandel plus 1,44%. Abwärtstrend gestoppt? Neuer Auftrag und drei weitere mögliche Gründe.

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Plug Power

Plug Power Aktie – einst gefeierter Überflieger unter den Wasserstoffwerten. Seit den Quartalszahlen mit immer  neuen Tiefstständen. Antriebslos. Ankündigungen, Prognosen, Auftragspipelines – alles nicht geeignet der Aktie wieder Schub zu geben. Wohl zu oft gehört. Und eigentlich erwartet man einen wirklichen Grossauftrag.Den gab es bis jetzt noch nicht, aber zumindest aktuell scheint die Aktie des Wasserstoffpureplayers wieder Morgenluft zu wittern. Woran könnte es liegen, dass die Aktie seit Gestern wieder aufwärts kommt. Sich sogar den Widerstandszonen nähert, die einer charttechnischen Trendumkehr – noch? – entgegenstehen. Denkbar wäre es, dass sich langsam die bisher am Kapitalmarkt weitgehend ignorierte Dimension des finnischen 2,2 GW-Projekts, Ende Mai gemeldet, in den Köpfen der Anleger festsetzt.

Oder wie aktuell in diversen US-Finanzseiten diskutiert und spekuliert wird: Dass sich die Hedgefonds langsam an den Abbau ihrer hohen Plug Power Shortpositionen machen (Stand 15.Mai: 116,730,000 Aktien short, was immerhin 21,87% des gesamten Freefloats entspricht) und so ihre Gewinne in trockene Tücher bringen. Dazu kommt: Gestern veröffentlichte das US Department for Energy die

Steinhoff Update. Aktie vor Aus? Weiter geht’s am 15.06. mit WHOA-Anhörung vor Amsterdamer Gericht. Dazu starke Pepco-Zahlen.
Immobilienaktien mit teilweise desaströsen Kursentwicklungen. Einstiege erreicht? FFO-Multiple und Zinsbindungsdauer als Messlatte. Teil 1: alstria, Aroundtown, DEFAMA. Und Teil 2: DEMIRE, Deutsche Euroshop, Deutsche Konsum REIT, Deutsche Wohnen.
„U.S. National Clean Hydrogen Strategy and Roadmap“ – gibt den Blick frei für eine „rosige“ Zukunft für die H2-Player. Auch für die Plug Power Aktie relevant.

Im Fahrplan für eine „Clean Hydrogen Strategy“ wird deutlich, welche immensen Chancen für Plug Power durch die diversen Subventionspakete des „Inflation Reduction Act“ und des „Infrastructure Investment and Jobs Act“ für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft zur verfügung stehen. Ganz nach dem Leitsatz des „Hydrogen Energy Earth Shot“ aus 2021, der in 10 Jahren für 1 KG grünen Wasserstoff Kosten von 1,00 USD anstrebt – Gamechanger. Und Plug Power ist bei allen Initiativen als US-Hersteller, gut mit der Politik vernetzt, und potentieller Schaffer von hochwertigen US-Arbeitsplätzen in vielen Projekten und Fördermassnahmen zumindest mit in der Pole Position.

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Aus dem Fahrplan: „Pathways for clean hydrogen to decarbonize applications are informed by demand scenarios for 2030, 2040, and 2050 with strategic opportunities for 10 million metric tonnes (MMT) of clean hydrogen annually by 2030, 20 MMT annually by 2040, and 50 MMT annually by 2050. These values are based not only the opportunity for clean hydrogen production in the U.S., but on demand for clean hydrogen use across sectors, informed by achieving market
competitiveness in specific applications.“ (U.S. National Clean Hydrogen Strategy and Roadmap, Seite 2) So könnte die U.S. National Clean Hydrogen Strategy and Roadmap mit der Fülle der Zusagen und klaren Vorgaben durchaus das Interesse des Kapitlamarktes wieder auf einen der Keyplayer im US-Markt lenken.

Heute meldet Plug Power in die Aufbruchstimmung hinein einen neuen Auftrag – aus einem Segment, von dme man sich seit längerem einen grösseren auftargsschub verspricht:

8 MW Notstromversorgung für kalifornische Wein-Stadt durch Plug Power Brennstoffzellen – ersetzt Dieselgeneratoren.

Vorerst grösstes Projekt dieser Art in den USA. Aber wohl erst der Anfang. In einer heute veröffentlichten Unternehemnsmeldung informiert Plug Power darüber, dass man Energy Vault Holdings, Inc. mit 8 MW (Megawatt) stationärer Wasserstoff-Brennstoffzellenleistung versorgen werde, um die Stadt Calistoga im kalifornischen Wine Country bei Waldbränden und anderen Notfällen mit sauberer Energie zu versorgen. Dies werde derzeit die größte geplante wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenanlage zur Notstromversorgung in den Vereinigten Staaten sein.

Hintergrund

Die California Public Utility Commission (CPUC) verlangt, dass staatliche Versorgungsnetzbetreiber bei Unwettern den Strom abschalten, um Waldbrände zu verhindern. Bisher hatte Energy Vault in der Regel mobile Dieselgeneratoren gemietet, um in Calistoga während dieser PSPS-Ereignisse (Public Safety Power Shutdown) Notstrom bereitzustellen. Jetzt sollen die PEM-Brennstoffzellen (Protonenaustauschmembran) von Plug dem Mikronetz saubereren, betriebsflexibleren und kostengünstigeren Strom liefern.

Uniper Aktie – Minus 21,28% am Freitag. Da geht noch viel mehr – runter.
Teladoc Aktie – Platow sieht eine gute Idee, die aber noch kein Geld verdient – deshalb sollte man die Aktie noch meiden. Zuerst muss…
Energy Vault setzt auf Plug Power – finanzielle und Umweltgründe sind überzeugend.

“Our agreement with Energy Vault marks a huge step forward for hydrogen fuel cells in the microgrid market and represents the future of utility power back-up,” sagte Andy Marsh, CEO von Plug Power. “Green hydrogen is uniquely positioned to solve the need for clean long-duration energy storage in at-risk communities like Calistoga that are susceptible to power interruptions. Plug’s fuel cell solutions make it easy for partners like Energy Vault to harness the power of hydrogen fuel cell technology and realize CPUC’s vision of clean microgrid generation.”

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Tubesolar droht „aus heiterem Himmel“ die Insolvenz. Aktionäre könnten durch Zeichnung einer Wandelanleihe erstmal „retten“. Kurzfristig.

Energy Vault gab zuvor bekannt, dass es für die Pacific Gas and Electric Company (PG&E) ein gemeinschaftliches Mikronetz aufbaut, um Calistoga bei geplanten Ausfällen und PSPS-Ereignissen mit mindestens 293 Megawattstunden (MWh) verfügbarer CO2-freier Energie zu versorgen. Das Mikronetz wird ein Kurzzeitbatteriesystem mit einem Langzeitspeichersystem aus Brennstoffzellen und grünem Flüssigwasserstoff integrieren. Die Brennstoffzellentechnologie von Plug wird als stationärer Notstromgenerator des Mikronetzes dienen.

IRA wirkt auch hier – macht Wasserstoff konkurrenzfähig.

Das Energiespeichersystem wird im Eigentum von Energy Vault sein, von ihm betrieben und gewartet werden und gleichzeitig im Rahmen einer langfristigen Mietvereinbarung mit PG&E zuschaltbaren Strom bereitstellen. Und Plug wird hierfür 8 MW Brennstoffzellenenergie liefern, bestehend aus 40-Fuß-ISO-Containern. Und im Schatten des IRA werden die Brennstoffzellen in den USA hergestellt, hauptsächlich in Plugs Gigafactory in Rochester, New York, und im Vista Technology Park, Plugs Brennstoffzellenfertigungsanlage in Slingerlands, New York, montiert und getestet.

Diese Produktion in den USA wird es Energy Vault ermöglichen, die zusätzlichen 10 % ITC zu nutzen, die im Rahmen der IRA für in den USA hergestellte Inhalte verfügbar sind. Und der Bau des Energiespeichersystems in Calistoga wird voraussichtlich im vierten Quartal 2023 beginnen, der kommerzielle Betrieb wird für das dritte Quartal 2024 erwartet.

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Und was sagte das Management zuletzt über 2023 und die folgenden Jahre?

Zuletzt bei Vorlage der Zahlen für 2022 hiess es eindeutig und klar: „Reaffirming 2023 revenue and gross margin guidance of $1.4B and 10%„. Und heute? Bestätigt man den Forecast für 2023 eindeutig und liefert dazu eine Roadmap für das Jahr – zum Abhaken und als Bewertungsbasis über den Geschäftserfolg des Managements im laufenden Geschäftsjahr:

1. Gigafactory soll die volle Kapazität von 100MW monatlich an Elektrolyseur-Stacks erreichen
2. Georgia soll im Q2 in Produktion gehen und 15TPD flüssigen H2 produzieren.

3. Fertigstellung der Louisiana Wasserstoffproduktionsstätte.

4. Planung und Bau von weiteren 150170TPD Wasserstoffproduktionsstätten, um das 200TPD Zeil zu erreichen.

5.Stationary power manufacturing line“ startet die Produktion in der Vista Produktionsstätte und startet die kommerziellen Auslieferungen.

6. 80+ weitere Logistikstandort ausrüsten und weitere Pedestials gewinnen.

7. Elektrolyseur-Auftragsbacklog durch Grossaufträge ausbauen.

8. Fortsetzung des Verkaufs-Momentum und weiteres Auftragswachstum im Verflüssigungs- und Kühlgeschäft (zugekaufte Beteiligungen Plug Powers)

In diesem Jahr gab es bereits spannende Entwicklungen.

Bewegten die Amerikaner sich auch an verschiedenen anderen Fronten, um den Kapitalmarkt positiv zu stimmen. Nachdem man Anfang März eine Produktoffensive im bereits bei Grosskunden überaus erfolgreichen Lagerlogistikbereich(Gabelstapler plus H2-Infrastruktur) für Kunden mit einer Gabelstaplerflotte unter 100 Stück gestartet hatte, ging man nun einen weiteren neuen Markt an. Einen Markt der gerade für das schwache Stromnetz im US-Markt grosse Perspektiven bietet: Wasserstoff als Energiequelle für E-Charging Stationen.

Dazu konnte Plug Power die ersten Elektrolyseure nach Europa ausliefern: 3 Elektrolyseure im Container mit je 1 MW-Leistung zur ungarischen Ganzair für zwei Projekte: Einmal für den  Bukkabrany Solar PV Park,  wo täglich 850 kg Wasserstoff erzeugt werden sollen zur Einspeisung in das lokale Gasnetz. Das andere Projekt, Aquamarine, soll Wasserstoff als Energiespeicher testen.

Egal wieviele Produktoffensiven Plug Power liefert, entscheidend werden neue Grossaufträge für den Aktienkurs sein. Und ob man irgendwann auch mal die Erwartungen an die „nächsten“ Quartalszahlen erfüllen kann. Plug Power Aktie – billiger Einstieg oder ewiger Verlustbringer ohne Perspektiven. Meinungssache. Dass die grossen, alten Konzerne immer mehr die Attraktivität des Wasserstoffmarktes entdecken, hilft Plug Power in dieser Phase eher nicht. Zeigt aber immerhin, dass die Entscheidung für Elektrolyseure und Brennstoffzellen, die Plug Power vor Jahren traf, vorausschauend war.

Plug Power Nel -Plug Power Aktie Chartbild.

Chart: Plug Power Aktie | Powered by GOYAX.de

 

 

 

 

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