Manz stellt Vorstand neu auf

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Manz AG:
Der Vorstand der Manz AG, weltweit agierender Hightech-Maschinenbauer mit umfassendem Technologieportfolio, hat heute ein mehrstufiges Maßnahmen-Effizienzprogramm beschlossen. In der ersten Stufe werden am Standort Reutlingen die beiden Divisionen zusammengelegt und die Organisation weiter optimiert. Auf diesem Weg sollen die Leistung, die Effektivität und die Realisierungsgeschwindigkeit der Kundenprojekte verbessert werden. In einem zweiten Schritt werden die Kapazitäten durch die Einführung von Kurzarbeit den zu erwartenden Auftragseingängen und Marktentwicklungen angepasst. Damit reagiert Manz wie angekündigt auf die aktuellen Herausforderungen im direkten Marktumfeld infolge der anhaltenden Zurückhaltung europäischer Kunden für Neuinvestitionen insbesondere im Bereich der Batterieproduktion.

Neuaufstellung des Vorstands

Gleichzeitig stellt der Aufsichtsrat der Manz AG den Vorstand neu auf. Der bisherige CEO Martin Drasch verlässt auf eigenen Wunsch und in bestem gegenseitigem Einvernehmen das Unternehmen zum 31. August 2024. Mit Wirkung vom 15. Juli 2024 hat der Aufsichtsrat Dr. Ulrich Brahms zum neuen Vorstandsmitglied und ab dem 1. September 2024 zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) mit einer Amtszeit von drei Jahren bestellt. Herr Dr. Brahms verfügt über langjährige Erfahrung im Maschinenbau. Er ist ausgewiesener Experte für die strategische Neuausrichtung und Restrukturierung von Unternehmen und wird mit seinem Know-how und seiner tiefen Marktkenntnis die strategische Positionierung der Manz AG konsequent vorantreiben.

Prof. Dr. Heiko Aurenz, Aufsichtsratsvorsitzender der Manz AG, kommentiert: „Wir bedanken uns bei Martin Drasch für sein hohes Engagement für unser Unternehmen und seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz, insbesondere bei der strategischen Entwicklung und dem Eintritt in den Batteriemarkt, sowie beim Einstieg von Manz in den Automotive-Markt. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Mit Dr. Ulrich Brahms haben wir einen aus unserer Sicht idealen Nachfolger gefunden, der mit seinen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Strategieentwicklung und der Restrukturierung in der jetzigen Situation optimal zu unserem Unternehmen passt.“

Zudem hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vorstand auf drei Personen zu erweitern. Die neue Rolle des Chief Technology Officer (CTO) übernimmt ab 1. September 2024 Stefan Lutter. Stefan Lutter kommt von der SÜSS MicroTec SE und war dort langjährig als Managing Director für F&E sowie Produktionstechnik verantwortlich. In seiner neuen Funktion wird er bei Manz für das Ressort Electronics mit Schwerpunkt Asien verantwortlich sein. Zusammen mit Manfred Hochleitner, dem langjährigen CFO der Gesellschaft, verfügt die Manz AG somit über ein schlagkräftiges Vorstandsteam.

Effizienzprogramm zur Straffung der Organisation und Prozesse

Kernpunkt des vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossenen Effizienzprogramms ist die Straffung der Organisation und Optimierung der Prozesse. So sollen die bislang eigenständigen Strukturen in den Geschäftssegmenten am Standort Reutlingen organisatorisch zusammengelegt werden. Auf diesem Weg wird die Effizienz in der Abwicklung von Kundenprojekten gesteigert. Ziel ist es dabei, zukünftig alle Projekte gebündelt in den übergreifenden und eng verzahnten Bereichen Technologische Entwicklung, Vertrieb, Projektabwicklung und Projektcontrolling nach einheitlichen Maßstäben zu bearbeiten und zu steuern.

Manfred Hochleitner, CFO der Manz AG, erläutert: „Der segmentübergreifende Technologie- und Knowhow-Austausch bietet neben einer hohen Flexibilität in der Realisierung individueller Kundenlösungen die Möglichkeit, interne Synergien hinsichtlich Plattformstrukturen und Baugruppen, Produktportfolio sowie Prozessen und Abläufen zu erzeugen und diese wirtschaftlicher zu nutzen. Hier wollen wir konsequent ansetzen und sehen großes Effizienzpotenzial für unser Unternehmen.“

Verstärkter Fokus auf Halbleitermärkte

Im Zuge des Effizienzprogramms wird die Manz AG auch ihren strategischen Fokus erweitern. Seit dem erfolgten Einstieg in den Batteriemarkt entwickelt das Unternehmen innovative Anlagen zur Batteriezellenfertigung, die insbesondere in neuen Zell- und Modulfabriken europäischer und nordamerikanischer Automobilhersteller und -zulieferer eingesetzt werden. Dieser Markt hat sich bisher nicht in dem Tempo und mit der Verlässlichkeit entwickelt wie vorhergesehen. Gleichwohl bleiben die Märkte für Elektromobilität langfristig ein interessanter Absatzmarkt für Manz.

Vor diesem Hintergrund verstärkt Manz seinen strategischen Fokus auf den Halbleitermarkt. Geplant ist der weitere und beschleunigte Ausbau der Geschäftstätigkeit in der High-Tech-Chipindustrie. Ausgehend von der erfolgreichen Positionierung in Asien beliefert Manz bereits bisher seine Kunden mit nasschemischen Prozessanlagen für die Halbleiterindustrie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zukünftig in der Intensivierung des Eintritts in den Halbleitermarkt, unter anderem basierend auf den Eigenentwicklungen in der Advanced Packaging-Technologie zur Herstellung der Redistribution Layer (RDL) mit Anlagen von Manz. Die Stoßrichtung der Entwicklungsaktivitäten ist dabei klar definiert: Kunden End-to-End-Lösungen mit durchgängigen Produktionsprozessen bereitstellen und dies von der schnellen Einführung von Prototypenmaschinen bis hin zu kompletten Linien für die Massenproduktion. Durch die immer größer werdenden Chips der Hersteller (bspw. NIVIDA AI Chip 70x70mm) sind Panel Lösungen wegweisend, um die Kosten zu senken, sowie den Durchsatz in der Produktion zu skalieren.

Zusätzlich sollen verstärkt neue Geschäftsfelder unter Nutzung der Kernkompetenzen Robotik, Automation, Laserbearbeitung und industrieller Bildverarbeitung erarbeitet werden, um neben Automotive-Kunden – beispielsweise mit Invertern (Wechselrichtern) oder Antriebssträngen für E-Autos – zusätzliche Kundengruppen, die bislang noch nicht im Mittelpunkt der Vertriebsaktivitäten standen, für Produktionslösungen von Manz zu erreichen.

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