wrapper

Die Siltronic AG (ISIN: DE000WAF3001) musste  letztes Jahr mehrmals ihre Prognose reduzieren - der Wafermarkt ist zyklisch - hat aber unter den Umständen immerhin noch

seine Marge über 30% halten können und die reduzierte Prognose erfüllt, die schon in den Kursen Widerklang gefunden hatte: Der Umsatz der Siltronic AG lag mit EUR 1.270,4 Millionen um knapp 13 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Hauptgrund für die Umsatzminderung war der Rückgang der abgesetzten Waferfläche. Der in Euro ausgedrückte Durchschnittspreis der Wafer (ASP) ist im Vergleich zum Vorjahr währungsbedingt gestiegen, sein Einfluss war aber im Vergleich zum Rückgang der Wäferfläche nachrangig.

Die Abnahme der Herstellungskosten resultierte in erster Linie aus dem Rückgang der produzierten Waferfläche. Da die Absatzfläche stärker zurückgegangen ist als die Herstellungskosten, sind diese je Waferfläche gestiegen. Diese Entwicklung hatte drei wesentliche Ursachen: die niedrigere Produktionsauslastung, rund EUR 20 Millionen höhere Energiekosten (Wegfall der EEG-Härtefallregelung) und die Zunahme der planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund der durchgeführten Investitionen. Die Bruttomarge ist aufgrund der geringeren Auslastung von 43,4 Prozent im Vorjahr auf 36,0 Prozent gesunken.

"2019 war von einer deutlichen Verschlechterung der weltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Negativfaktoren wie der Handelsstreit zwischen den USA und China sorgten für eine massive Eintrübung des Konsumklimas und reduzierten Investitionen in vielen Branchen. In Verbindung mit hohen Lagerbeständen bei unseren Kunden schlug sich dies bei uns in einem Rückgang der Wafernachfrage um knapp 13 Prozent nieder. Trotz dieser Entwicklung ist es uns gelungen, das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte zu erzielen", sagt Dr. Christoph von Plotho, CEO der Siltronic AG.

WOCHENRÜCKBLICK KW 10 - Was wichtig war und auch diese Woche relevant sein wird

WOCHENAUSBLICK MIT ZAHLEN VON RTL, FRAPORT, HYPOPORT und WIRECARD aktuelle ENTWICKLUNGEN

flatex verzeichnet riesige Kundenzuwächse im Januar und Februar - Rekorde!

ProSiebenSat1 kauft zu, reduziert die Dividende und entwicklet sich weg vom klassischen TV-Geschäft

EXKLUSIVINTERVIEW MIT EVOTECS CEO AM WOCHENENDE - IST NOCH VIEL LUFT NACH OBEN

Drägerwerk - Super - plus Coranaphantasie - und Fluch

MorphoSys hat jetzt 900 Mio. USD mehr, einen starken Vertriebspartner und braucht jetzt nur noch den FDA`s Segen

GOLD, GOLD - geht es Richtung 5.000,00 EUR die UNZE -GOLDREPORT - KOSTENLOS

EINE AKTIE DIE BESSER ALS WIRECARD IST - HIER

Natürlich 2018 war sehr sehr gut, aber der Gewinn 2019 ist ok

Das EBITDA lag aufgrund der niedrigeren abgesetzten Waferfläche und gestiegener Energiekosten 2019 bei EUR 408,7 Millionen und damit um EUR 180,6 Millionen unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge ist von 40,5 Prozent im Vorjahr auf 32,2 Prozent zurückgegangen. Das EBIT von EUR 298,3 Millionen ist um EUR 199,4 Millionen niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Der Rückgang ist durch das gesunkene Bruttoergebnis, höhere Wechselkurseffekte und höhere Abschreibungen verursacht.

2019 betrug die Konzern-Steuerquote 14 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent). Der Grund für die gesunkene Steuerquote liegt im gestiegenen Anteil des Gewinns, der bei Gesellschaften anfällt, die niedrige effektive Steuersätze aufweisen. Der Periodengewinn ist von EUR 400,6 Millionen auf EUR 261,0 Millionen zurückgegangen. Auf die Siltronic-Aktionäre entfallen hiervon EUR 225,6 Millionen (Vorjahr: EUR 373,2 Millionen). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 7,52 nach EUR 12,44 im Vorjahr.

banner gold cube

Absicherung kostet in 2019, macht aber SINN

Um künftige nachteilige Wechselkursentwicklungen abzuschwächen, führt Siltronic Maßnahmen zur Währungssicherung durch. Diese Währungssicherungen wirken sich gegenläufig zur Entwicklung der Umsatzerlöse und der Bruttomarge im Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Im Jahr 2019 ergab sich per Saldo ein Aufwand aus Wechselkurseffekten von EUR 27,0 Millionen.

banner gold sparplan

Covid 19 schränkt Planungssicherheit ein

Das Geschäftsjahr 2020 ist für Siltronic wie erwartet verhalten gestartet. Es gibt bisher nur wenige konkrete Anzeichen für eine nachhaltige Verbesserung der Nachfrage. Trotz erster positiver Nachrichten von Kunden über deren Geschäftsverlauf 2020 sind vor allem im Speicherbereich im Markt noch hohe Lagerbestände zu erkennen. Außerdem ist der Jahresbeginn weiter von politischen und makroökonomischen Unsicherheiten und zusätzlich vom Ausbruch des Corona-Virus geprägt. Die jüngste Ausbreitung des Virus beeinträchtigt die Abgabe einer Prognose erheblich. Sollten sich die Auswirkungen des Corona-Virus verstärken, wird sich das wirtschaftliche Umfeld deutlich verschlechtern.

Sollten sich keine größeren Auswirkungen aufgrund von Corona ergeben, geht das Unternehmen von einem leicht erhöhten Absatzvolumen bei rückläufigen Durchschnittserlösen aus. Die EBITDA-Marge würde dann leicht unter Vorjahr liegen, das EBIT aufgrund höherer planmäßiger Abschreibungen einen Wert deutlich unter Vorjahr erreichen und der Netto-Cashflow trotz hoher Investitionen die Größenordnung von 2019 erzielen.

Sollte sich Covid-19 weiter ausbreiten, könnte das Absatzvolumen unter dem Vorjahr liegen. Voraussichtlich würden dann die EBITDA-Marge, das EBIT und der Netto-Cashflow von Siltronic im Jahr 2020 deutlich unter dem Vorjahr liegen.

Aktuell (09.03.2020 / 07:26 Uhr) notieren die Aktien der Siltronic AG im Xetra-Handel zum Freitagsschluss mit einem MINUS von -5,60 EUR (-6,91 %) bei 75,50 EUR.


Chart: Siltronic AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000WAF3001

Über uns

Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

weiterlesen...

Partner

goyax logo 600x128 weiss

finanzrichten 600x114

wo logo partner

 Partner ARIVA.DE

Partner Boersennews.de

valora effekten partner