Aareal Bank Aktie: „Divide et impera“ und 33,00 EUR für die anderen? Advent&Co. haben doch nicht aufgegeben…

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Aareal Bank Aktie next try.
Aareal Bank Aktie:  Nach dem Scheitern der Übernahmeofferte versuchte das Management „die Kurve kriegen“. Und es gab einiges an Visionen, die man -wie auch immer  – ohne die zugesagten Finanzspritzen der Gruppe um Advent im Falle der Übernahme erreichen wollte. Aber vielleicht muss man das ja gar nicht.

Denn heute wagt sich die Atlantic BidCo GmbH, das „Übernahmevehikel“ von Adbvent und anderen Investoren wieder aus der Deckung. Und diesmal scheint man besser vorbereitet als beim letzten – gescheiterten – Versuch. Wie? Man versucht die ehemals renitenten Grossaktionäre „mit ins Boot“ der BidCo GmbH zu holen. Und das liest sich so:

Jetzt 33,00 EUR je Aktie? Zuerst müssen einige zustimmen.

Die Aareal Bank AG ist von Advent International („Advent“) und Centerbridge Partners („Centerbridge“) darüber informiert worden, dass die Bietergesellschaft Atlantic BidCo GmbH mit Blick auf ein mögliches neues Übernahmeangebot Gespräche mit Aktionären abgeschlossen hat, die insgesamt über ca. 37 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft verfügen. Es handele sich dabei um Petrus Advisers, Talomon, Teleios und Vesa. Diese haben sich verpflichtet, das Angebot für ihre Aktien anzunehmen bzw. außerhalb des Angebots an die Bietergesellschaft zu verkaufen.

Gerade Petrus Advisers hatte sich lautstark gegen das „zu neidrige Angebot“ seinerzeit gestemmt und jetzt sind einge Hedgefonds an Bord. Warum? Sie erhalten Stücke vom Kuchen – mit der Chance auf einen Anteil an der  Aareal 2.0 nach Übernahme und Finanzierung durch die BidCo – indem sie „Teil der Investorengruppe werden“. Petrus Advisers, Talomon, Teleios und Vesa sollen nach einem erfolgreichen Angebot mit ausschließlich stimmrechtslosen Anteilen teilweise und indirekt an der Bietergesellschaft beteiligt sein.

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DEMIRE Aktie bleibt ein Dividendenwert, auch wenn Vorstand und Aufsichtsrat etwas anderes wollten. Aktionäre zeigen, wer das Sagen hat.

So weit so gut – Aareal Bank Aktie für 33,00 EUR und die Visionen bleiben bei der BidCo „die gleichen“, nur der Preis steigt und die Gegner wurden vorher „auf Linie gebracht

Spricht also sehr viel für einen Erfolg des neuen Angebots, das aber zuerst noch ein paar Klippen überwinden muss: Damit die gesetzlich angeordnete Sperrfrist von einem Jahr für ein erneutes Übernahmeangebot der Bietergesellschaft überwunden werden kann, bedarf es der Zustimmung der Gremien der Aareal Bank und zudem der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Dafür muss ein erneutes Übernahmeangebot im Interesse des Unternehmens und seiner Stakeholder liegen, was wiederum voraussetzt, dass der Erfolg eines solchen Übernahmeangebotes überwiegend wahrscheinlich erscheint.

Pläne?

An den strategischen Zielen und Absichten solle sich im Vergleich zum im Dezember 2021 veröffentlichten Übernahmeangebot nichts Wesentliches ändern. Dies soll in einer neuen Investmentvereinbarung vertraglich vereinbart werden.

Angaben der Finanzinvestoren zufolge werde nun ein Angebotspreis von 33,00 EUR je Aktie erwogen. Dieser enthält die von der Aareal Bank in Aussicht gestellte Dividende von insgesamt 1,60 EUR je Aktie. Von den Finanzinvestoren wird zudem eine Mindestannahmeschwelle von höchstens 60 Prozent erwogen.

Ablauf?

Zuerst wird jetzt die Aareal Bank das erneute Angebot prüfen und sehr wahrscheinlich, wie beim inhaltlich wahrscheinlich annähernd identischen ersten Angebot für 31,00 EUR je Aktie, wiederum die Vorteile für die anderen Stakeholder der Aareal als überzeugend ansehen und entsprechend das Angebot unterstützen. Dann liegt es bei der BaFin und dann bei den Aktionären. Vielelicht steigt ja bis dahin ein neuer Hedgefonds ein, der Chancen auf erneute Preisanpassungen sieht. Wobei die „nur“ 60 % scheinen nach Sicherung von 37 % erreichbar, insbesondere da 33,00 EUR einen „netten“ Presiaufschöag bieten auf kurze Frist.

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Wachgeküsst wurde die Aareal Bank AG (ISIN: DE0005408116) und in den Fokus gekommen durch die Erfolgsstory der Softwaretochter Aareon, an der sich Advent mit 30 % in 2020 beteiligte, gebeutelt durch Corona aufgrund ihrer Kundenstruktur, und in 2021 „auf die Gewinnerspur eingebogen.Trotz weiterhin bestehender Pandemie-Einschränkungen gelang es der Aareal Bank ihre wesentlichen für 2021 gesetzten strategischen Ziele zu übertroffen und einen kräftigen Ergebnis-Swing zu schaffen.

Das Konzernbetriebsergebnis verbesserte sich auf 155 Mio EUR –  im oberen Drittel des Anfang des Geschäftsjahrs kommunizierten Zielkorridors von 100 bis 175 Mio EUR. Kräftiges Portfoliowachstums und verbesserte Refinanzierungskosten waren die Ergebnistreiber. Und genau so soll es nach dem Willen des Managements weitergehen, betont im Gleichklang mit der IT-Tochter Aareon, deren Verbleib im Konzern vorausgesetzt wird.

Wachstum mit gestärkter Basis – Aareal Bank will Aareon zum Wachstumsmotor für ganzen Konzern machen

Alle Segmente trugen zur positiven Entwicklung bei: Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen stieg das Neugeschäft auf 8,5 Mrd EUR(2020: 7,2  Mrd) und übertraf damit die Jahresprognose von 7 bis 8 Mrd. Dank des hohen Neugeschäfts konnte das Portfoliovolumen per 31. Dezember auf 30,0 Mrd.EUR erhöht werden – eine Steigerung um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittlichen Bruttomargen im neu akquirierten Geschäft lagen im Geschäftsjahr mit rund 235 Basispunkten auf einem hohen Niveau und deutlich über dem von Aareal vorgegebenen Ziel von 215 Basispunkten, bei gleichzeitig komfortablen Beleihungswerten (LTVs) von 57 Prozent.

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Das Segment Banking & Digital Solutions, in dem das eigenkapitalschonende Geschäft der Bank gebündelt ist, steigerte den Provisionsüberschuss auf 28 Mio EUR (2020: 26 Mio). Die Nachfrage nach digitalen Produkten wie Aareal Meter und Aareal Aval habe weiter angehalten und trage zunehmend zur Entwicklung des Geschäftssegments bei. Das Einlagenvolumen im Segment lag mit 12,4 Mrd EUR- deutlich über der Zielmarke von 11 Mrd EUR (2020: 11,0 Mrd).

Bei der IT-Tochter Aareon stiegen die Umsatzerlöse trotz Corona-Belastungen im Consulting-Geschäft im Geschäftsjahr 2020 von 258 Mio EUR 2021 auf 269 Mio EUR. Einschließlich der jüngsten Akquisition der GAP-Group, einem der großen Anbieter von ERP-Software für die Wohnungswirtschaft im deutschen Markt, hat die Aareon im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt sechs Unternehmen übernommen. Erfreulich entwickelte sich auch der Anteil der wiederkehrenden Erlöse, der 71 Prozent an den Gesamtumsätzen ausmachte und die Stabilität des Geschäftsmodells unterstreicht. Der Adjusted EBITDA stieg um 8 % auf 67 Mio EUR.

Prognose 2022 – ohne das Geld der BidCo „gerechnet“ – sollte also bei erfolgreicher Offerte nochmal eine Kippe oben drauf geben für die Aareal Bank Aktie

STAND OHNE NEUEN HAUPTAKTIONÄR Atlantic BidCo GmbH: Im Geschäftsjahr 2022 erwartet die Aareal Bank Gruppe im Gesamtjahr 2022 trotz eines wegen der Pandemie weiterhin erhöhten Risikovorsorgebedarfs ein Konzernbetriebsergebnis in einer Spanne von 210 bis 250 Mio EUR (2021: 155 Mio) und damit annähernd wieder in einer Größenordnung wie vor der Covid-19-Pandemie. Das Ergebnis je Aktie (EpS) dürfte auf dieser Basis zwischen 2,00 EUR und 2,50  EUR liegen (2021: 0,89 EUR).

Gegenüber dem Vorjahr erwartet die Aareal Bank Gruppe einen weiteren deutlichen Anstieg der Erträge. Der Zinsüberschuss sollte aweiterhin anziehen und in einer Spanne von 600 bis 630 Mio EUR liegen (2021: 597 Mio). Auch der Provisionsüberschuss soll insbesondere aufgrund des Wachstums der Aareon deutlich steigen und eine Spanne von 270 bis 290 Mio EUR erreichen (2021: 245 Mio).

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Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen strebe die Aareal Bank bei entsprechenden Marktbedingungen und vorbehaltlich Währungskursschwankungen eine Portfoliogröße von rund 31 Mrd. € zum Jahresende an. Daraus abgeleitet geht man von einem Neugeschäftsvolumen von 7 bis 8 Mrd EUR aus. Für das Segment Banking & Digital Solutions geht die Aareal Bank für die Kernaktivitäten von einem leichten Wachstum des Provisionsüberschusses aus und erwartet ein durchschnittliches wohnungswirtschaftliches Einlagenvolumen von rund 12 Mrd EUR. Für die Aareon wird für das laufende Jahr eine deutliche Steigerung des Umsatzes auf 305 bis 325 Mio EUR (2021: 269 Mio) erwartet. Der Adjusted EBITDA dürfte sich mit 73 bis 78 Mio EUR ebenfalls weiter erhöhen (2021: 67 Mio).

Für Aareon braucht man auch zukünftig Geld – auch von externen Investoren

Die Software-Tochter Aareon, die mit dem bisherigen SAP-Manager Hartmut Thomsen zum 1. April einen neuen CEO bekommen hat, soll auch innerhalb des Aareal-Konzerns ihr Wachstum weiter beschleunigen. Ziel ist es weiterhin, die Aareon bis 2025 zu einem kapitalmarktfähigen „Rule of 40“-SaaS-Unternehmen  (Umsatzwachstum über 40 %, Marge über 40 %) zu entwickeln. Die im zurückliegenden Jahr intensivierten M&A-Aktivitäten  (6 Übernahmen in 2021) werden mit Nachdruck fortgesetzt. Die Aareal Bank plant, ihrer Tochter dafür zusätzliche 100 Mio EUR zur Verfügung zu stellen, die Kreditlinie für Zukäufe beliefe sich damit auf insgesamt 350 Mio EUR bis 2024.

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Denkbar sei zu einem späteren Zeitpunkt auch die Mobilisierung weiterer Fremdmittel von institutionellen Investoren oder Banken. Die bisherige Ergebnisprognose für die Aareon wurde auf Basis der Akquisitionen des vergangenen Jahres angehoben: Bis 2025 soll nun ein bereinigtes EBITDA von rund 155 Mio EUR erreicht werden (bisher 135 Mio), einschließlich eines Ergebnisbeitrags von rund 20 Mio EUR aus den bereits abgeschlossenen Akquisitionen.

Und klappt die Übernahme diesmal? Scheint strategisch geplant, im Vorfeld die Reihen geschlossen und bisher zeigt sich kein „neuer“ Hauptaktionär,der widerstand leisten könnte…. Zumindest bisher.

Chart: Aareal Bank AG | Powered by GOYAX.de
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