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Die Scout24 AG (ISIN: DE000A12DM80) hat das letzte Jahr inclusive autoScout bilanziert und zeigt dabei auch, dass das "Restgeschäft" stark ist und bleibt.

Der vorläufige Konzernumsatz stieg im Vorjahresvergleich um 15,4% auf 613,6 Millionen Euro (2018: 531,7 Millionen Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte (d.h. inklusive FINANZCHECK.de für das gesamte Jahr 2018, ohne classmarkets, ohne AutoScout24 Spanien) lag die Wachstumsrate bei 11,8% (Umsatz bereinigt 2018: 548,6 Millionen Euro). Die Umsatzentwicklung liegt somit voll im Rahmen der Jahresprognose (Wachstum zwischen 15,0% und 17,0% bzw. bereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich)..

Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2019 liegt voraussichtlich bei 321,9 Millionen Euro, was einem Anstieg von 10,4% zum Vorjahreswert entspricht (2018: 291,5 Millionen Euro). Die bereinigte Wachstumsrate lag bei 13,2%, und damit über dem vergleichbaren Umsatzanstieg. Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erreichte 52,5% und übertraf somit ebenfalls den vergleichbaren (bereinigten) Vorjahreswert (2018 bereinigt: 51,8%, 2018 berichtet: 54,8%). Auch dieser Wert liegt im Zielkorridor der Jahresprognose (zwischen 52,0 % und 54,0%).

Warme Worte

Tobias Hartmann, CEO von Scout24:"Wir haben im Jahr 2019 die richtigen strategischen Entscheidungen getroffen. Gleichzeitig haben wir das operative Geschäft zu einem neuen Rekord geführt. Nach dem erfolgreichen Verkauf von AutoScout24, FinanceScout24 und FINANZCHECK.de liegt unser Fokus nun auf dem Wachstum von ImmoScout24. Als Marktführer ist ImmoScout24 optimal positioniert, um ein umfassendes Ecosystem für Immobilienmakler, Eigentümer und Suchende aufzubauen. Gerade Deutschland steht hier im internationalen Vergleich noch am Anfang und bietet enormes Potenzial. Wir werden weiter in neue Produkte und Technologien investieren, den Transaktionsprozess zunehmend digitalisieren und die Reichweite in unserem Markt ausbauen."

Regenschirmaktien in Zeiten der Unsicherheit - wie stark wirkt sich Corona auf die Konjunktur aus, in China und weltweit? Smallcaps in der Nische als Alternative?

 Dr. Dirk Schmelzer, CFO der Scout24 AG: "ImmoScout24 hat die Umsatz- und Ertragsziele zuverlässig erreicht. Auch die Teile des Consumer Services Segments, die wir zukünftig in ImmoScout24 einbeziehen, haben sich sehr positiv entwickelt. Mit ImmoScout24 fokussieren wir uns nun auf das margenstärkste Segment. Auch 2020 werden wir ein verlässlicher Partner für unsere Investoren sein und den Wachstumskurs von Scout24 fortsetzen."

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Gibt Geld für die Aktionäre

Scout24 plant, Kapital an seine Aktionäre auszuschütten. Der genaue Betrag, die Struktur und der zeitliche Ablauf einer solchen Maßnahme wird zu gegebener Zeit beschlossen und kommuniziert. Die Ausschüttung unterliegt der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Aktionäre. Zur Einhaltung von Covenants aus bestehenden Kreditvereinbarungen wird ein Teil des Erlöses zur Rückführung von Kreditverbindlichkeiten verwendet.

Konzernentwicklung jedenfalls im Plan - die Perle Autoscout ist weg, wird die Zahlen zukünftig "eine Nummer" kleiner machen

Im vierten Quartal 2019 erwirtschaftete Scout24 nach vorläufigen Daten einen Konzernumsatz von 157,2 Millionen Euro, ein Zuwachs von 7,7% gegenüber der Vorjahresperiode (145,9 Millionen Euro). Das vergleichsweise schwächere Umsatzwachstum ist insbesondere auf zyklische Effekte bei der FINANZCHECK.de sowie marktbedingt rückläufige Display-Umsätze zurückzuführen. Beide Effekte schlagen sich im Segment Consumer Services Segment nieder, dessen Umsatz im vierten Quartal um 6,8% von 37,3 Millionen Euro auf 39,8 Millionen Euro gestiegen ist. Das Segment ImmoScout24 verzeichnete mit einem Umsatzwachstum von 8,2% auf 69,4 Millionen Euro eine leicht überdurchschnittliche Entwicklung und erreichte dabei eine EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von starken 71,6%. Im Segment AutoScout24 schwächte sich die Wachstumsdynamik im vierten Quartal etwas ab. Der Umsatz betrug 48,0 Millionen Euro, 8,0% mehr als im Vorjahresquartal. Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag hier mit 55,7% deutlich über den Erwartungen.

Das vorläufige Konzern-EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 85,5 Millionen Euro, 10,2% höher als im vierten Quartal 2018 (77,6 Millionen Euro). Die Konzern-EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beträgt voraussichtlich 54,4% im Vergleich zu 53,2% im vierten Quartal 2018.

Jetzt gilt es einen Immobilien-"Gemischtwarenladen aufzuziehen"

Am 19. Juli 2019 hat Scout24 angekündigt, die beiden Kern-Segmente ImmoScout24 und AutoScout24 zu stärken und nach Ablauf des Geschäftsjahres 2019 die Produkte und Lösungen des dritten Geschäftsfeldes Scout24 Consumer Services jeweils in diese Kern-Segmente zu integrieren. Am 17. Dezember 2019 hat Scout24 eine Vereinbarung zum Verkauf von 100% der Anteile an AutoScout24, FinanceScout24 und FINANZCHECK.de geschlossen. Die Transaktion umfasst auch die aus dem Consumer Services Segment in AutoScout24 zu integrierenden Geschäftsteile. Der Verkauf soll in der ersten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen werden.

Die Scout24-Gruppe wird sich nach Abschluss der Transaktion ausschließlich auf ihr fortgeführtes Geschäft konzentrieren. Dieses besteht aus dem Segment ImmoScout24 sowie den diesem Segment zugeordneten Consumer Services Geschäftsaktivitäten. Letztere umfassen Geschäfte mit Finanzpartnern (z. B. Sparkassen, die Maklertätigkeiten durchführen), Banken, Finanzierungsberatern, Kreditvermittlern, Versicherungen und Versicherungsintermediären, Umzugsunternehmen, Werbetreibenden (für Werbeflächen auf dem IS24 Marktplatz) sowie privaten Konsumenten (z. B. Bonitätsprüfung sowie Premium Mitgliedschaften für Suchende).

Aktuell (19.02.2020 / 08:01 Uhr) notieren die Aktien der Scout24 AG im Tradegate-Handel mit einem Plus von +1,30 EUR (+1,99 %) bei 66,50 EUR.

 

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A12DM80

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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