Exasol auf dem Weg zum Break-Even vorangekommen. Liquidität reicht über 2023 hinaus.

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Exasol AG (ISIN DE000A0LR9G9) auf dem Weg zum Break-Even. Kunden wie T-Mobile, Revolut oder Bumble setzen auf die Exasol-Analytics-Datenbank. Und mit bis jetzt über 500 Installationen weltweit scheint man dabei langsam die Kundenbasis zu gewinnen, die durch Skaleneffekte zur Profitabilität führen kann. Im Oktober 2021 sprach man davon, dass man in 2025 rund 100 Mio EUR ARR anstrebe – ARR steht für „jährlich wiederkehrende Umsätze. Mittlerweile – am 17.02.2023 im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse 2022 sah man dieses Ziel zu erreichen „als nicht mehr wahrscheinlich an“. Nichtsdestotrotz auf dem Weg zu höheren Umsätzen kann man im ersten Halbjahr 2023 einen Schritt weiter kommen:

Der annualisierte wiederkehrende Umsatz (ARR) erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2023 auf 36,3 Mio EUR und lag damit 13% über dem vergleichbaren Vorjahreswert (30. Juni 2022: 32,1 Mio). Und durch die erhöhten Umsätze sieht es nach vorläufigen Zahlen auch beim operativen Verlust (adj. EBITDA) besser aus, er verringerte sich um 43% auf -3,4 Mio EUR (H1 2022: -6,0 Mio). Grund hierfür sei vor allem eine weiter verbesserte Kosteneffizienz – insbesondere im Bereich Marketing – bei weiter steigenden Umsätzen.

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„Einige größere Kundenprojekte, die wir für das erste Halbjahr erwartet haben, haben sich in die zweite Jahreshälfte verschoben. Hierdurch blieb die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr insgesamt hinter unseren Erwartungen zurück“, erklärt Jörg Tewes, CEO der Exasol AG. „Wir sind jedoch unverändert zuversichtlich, diese im zweiten Halbjahr erfolgreich abzuschließen und damit unser ARR-Wachstumsziel für das Gesamtjahr zu erreichen. So konnte im Juli bereits zusätzlicher ARR in Höhe von rund 0,6 Mio. Euro realisiert werden. Zusätzliche Impulse erwarten wir dabei auch von unserer veränderten strategischen Positionierung und den Start unserer neuen Produktversion, die wir in Q2 angeschoben haben.“

Liquidität reicht bei Exasol aus die Verluste „zu finanzieren“.

Die liquiden Mittel lagen zum Ende des ersten Halbjahres bei 11,7 Mio EUR. Gegenüber dem Jahresende 2022 entspricht dies einem Mittelabfluss von lediglich 1,0 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 (H1 2022: -7,9 Mio). Hierbei sind die Erlöse der am 29. Juni durchgeführten Kapitalerhöhung noch nicht berücksichtigt.

Jan-Dirk Henrich, CFO von Exasol, ergänzt: „Wir haben bei steigendem Umsatz unsere Kostendisziplin weiter hochgehalten. Damit sind wir hinsichtlich der geplanten Profitabilitätssteigerung im ersten Halbjahr gut vorangekommen und streben auch für das zweite Halbjahr eine kontinuierliche Verbesserung an. Durch konsequentes Cash-Management konnten wir zudem negative Auswirkungen des insgesamt im Markt verschlechterten Zahlungsverhaltens der Kunden erfolgreich abwenden. Über die Ende Juni durchgeführte Kapitalerhöhung haben wir darüber hinaus unsere Bilanz gestärkt und sind damit solide für die Zukunft aufgestellt.“

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Prognose steht bei Exasol – im zweiten Halbjahr muss man dafür eine Schippe drauflegen…

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet das Management unverändert einen Anstieg des ARR auf 42,5 – 44,0 Mio EUR. Gleichzeitig soll sich das angepasste operative Ergebnis (adj. EBITDA) auf -3 bis -1 Mio EUR verbessern (adj. EBITDA 2022: -13,4 Mio). Auch die Prognose der flüssigen Mittel zum Jahresende 2023 bleibt unverändert, wird allerdings um die positiven Effekte aus der Kapitalerhöhung vom 29. Juni 2023 erweitert. In diesem Zusammenhang sind der Gesellschaft im Juli 2023 netto 6,8 Mio EUR zugeflossen. Entsprechend geht der Vorstand nunmehr von liquiden Mitteln zum Ende des Jahres in Höhe von 15,8 – 17,8 Mio EUR aus (vor der Kapitalerhöhung: 9 – 11 Mio EUR). Und nicht zu vergessen die Erwartungen, die das Management im Umfeld der Q1-Zahlen äusserte: „Dabei soll bereits in der zweiten Jahreshälfte des laufenden Geschäftsjahres der Sprung in die Gewinnzone auf Quartalsebene erreicht werden.“ Man darf gespannt sein.

 


Chart: Exasol AG | Powered by GOYAX.de
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