Evotec Mehrjahrestief. Shortseller wollen mehr. Adipositas News verpufft. Kampfansage an Novo Nordisk und Eli Lilly überhört?

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Evotec ist ein Wissenschaftskonzern mit einem einzigartigen Geschäftsmodell, um hochwirksame Medikamente zu erforschen, zu entwickeln und für Patienten verfügbar zu machen.

Evotec Aktie hätte heute eigentlich positiv reagieren müssen – News aus dem Umfeld Adipositas, dem erhofften Gewinntreiber bei vielen u.a. Amgen, Pfizer und mit „Lieferengpässen“-Schildern bei Novo Nordisk und Lilly, die bereits den Markt bedienen können. Pfizers Bourla sieht einen 150 Mrd USD-Markt auf Jahresbasis. Und so ist Evotec’s Meldung, dass man eine „Partnerschaft mit Inserm, dem französischen nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung, dem Lille University Hospital und Inserm Transfert (dem privaten Tochterunternehmen von Inserm) eingegangen ist, um neue therapeutische Ziele und diagnostische und prognostische Marker bei Adipositas und Stoffwechselerkrankungen zu identifizieren.“, positiv aufgenommen werden sollen. Aber die Aktie macht das Gegenteil: Testet neue Mehrjahrestiefs – aktuell handelt die Evotec-Aktie bei 8,49 EUR (XETRA, 13:55 Uhr) etwas erholt.

Analysten sehen immer noch langfristiges Potential. Mittleres Kursziel immer noch über 20,00 EUR. Realistisch?

Der Markt macht, was er für richtig hält – und derzeit werden die insgesamt 9 covernden Analysten, die mehrheitlich zu einem BUY mit einem mittleren Kursziel von 20,79 EUR kommen, nicht ernstgenommen: 5 BUY, 3 ACCUMULATE und nur ein SELL überzeugen aktuell nicht. Und auch die Shortseller sehen bei dem aktuellen Kursniveau wohl noch nicht das Ende der Fahnenstange: Zuletzt am 28.5. erhöhte AHL Partners LLP seine Shortposition nochmals um 0,11 Prozentpunkte auf 0,86%. Insgesamt werden an meldepflichtigen Short-Positionen – Meldestand 29.05. – 6,49% gehalten. Und das ist erfahrungsgemäss nur die Spitze des Eisbergs, da die meisten Shortpositionen – auch in Summe – unter der Meldegrenze von 0,5% liegen.

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Shortseller wollen mehr – eine Chance für antizyklische Käufer bei Evotec?

Der Aktienkurs ist „zertrümmert“, Widerstände wurden reihenweise gerissen, Gegenbewegungen erstickten immer wieder. Charttechnisch drängt sich derzeit kein Einstieg auf. Ob es dennoch zu einer Gegenbewegung kommen könnte, wie bereits vor einiger Zeit im Umfeld des ersten „Gamestopp“-Reddit-„Kleinanlegeraufstands“ ist derzeit zumindest nicht erkennbar. Sollte aber von den Shortsellern aufmerksam beäugt werden und möglicherweise zu schnellen Reaktionen der Hedgefonds führen, sofern sich doch noch eine solche Entwicklung andeuten sollte. Dass allein als Grund eine Aktie zu kaufen, ist definitiv zu wenig, sollte man meinen.

Evotec News von heute verpufft – warum?

Natürlich ist der heute von Evotec verkündete Einstieg in den Adipositas-Markt eine eher langfristig angelegte Initiative, die vielleicht erst dann Früchte tragen könnte, wenn der 150 Mrd US-Markt bereits verteilt ist. Dennoch sieht Evotec hier Chancen. So äussert sich Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec: „Wir freuen uns, diese Partnerschaft mit Inserm und dem Lille University Hospital einzugehen und dadurch Zugang zu einer Kohorte von Adipositas-Patient:innen zu bekommen, die sehr gut charakterisiert ist. Aktuell leiden mehr als 40% der US-amerikanischen Bevölkerung an Adipositas. Die Erkrankung stellt eine große Gefahr für die Gesundheit dar, da sie mit einer Vielzahl anderer Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen und nichtalkoholischer Fettleber einhergeht.

Die Zusammenarbeit wird helfen Adipositas als Erkrankung zu verstehen, was trotz der jüngsten Durchbrüche noch nicht gelungen ist. Die Ausweitung unseres Verständnisses der wichtigen molekularen Mechanismen, die das Fortschreiten der Erkrankung steuern, wird es uns ermöglichen effektivere und sicherere Behandlungsmöglichkeiten als bisher verfügbar zu identifizieren und entwickeln.

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Kampfansage an die derzeitigen Marktbeherrscher Novo Nordisk und Eli Lilly – mutig.

Auf jeden Fall kann man nur so die Ankündigung „effektiverer“ und „sichererer“ Behandlungsmöglichkeiten, als bisher verfügbar, verstehen. Wieder einmal Zukunft für Evotec – aber in der Gegenwart oder kurzfristig wird diese Kooperation wohl eher geringe Bilanzwirkung zeigen. Also steht als Nächstes für die Kursentwicklung wichtiges Ereignis die vom neuen CEO überarbeitete und Prognose und Unternehmensplanung im Fokus – ob bis dahin noch „was“ wichtiges kommt, lässt sich bei Biotechnologieunternehmen immer schwer einschätzen – Forschungserfolge, Milestonezahlungen oder eben Forschungs-Ergebnisse, die zur Einstellung einer Wirkstoffentwicklung führen – ALLES MÖGLICH, was Biotech-Aktien hochvolatil macht. Und natürlich auch spannend.

Und früher war die breite Risikostreuung bei Evotec genau ein Argument für die Aktie, derzeit scheint das alte Geschäftskonzept als Kombination aus Forschungskooperationen mit Kostenrisiko bei Partnern, eigenen Wirkstoffforschungen in Phasen vor einer Verpartnerung auf dem Prüfstand zu stehen. Einige Forschungsfelder wurden bereits eingestampft, der Ausbau der Sparte Just Evotec scheint weiter gesetzt. Aber genaues weiss man erst wenn der – von Hause aus Chemiker – CEO Dr. Christian Wojczewski die Richtung vorgibt – und präsentiert

 

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